Adventskalender mit Gedichten

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Adventskalender
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Wenn Igel, Schneck und sonst wer pennt,
Da weiß man gleich, es ist Advent.
(BUBENSTEYN, Forum Utopia, Schräge Zeilen zum Advent)

1. Dezember
Knecht Ruprecht -von Theodor Storm

Von draußen, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Überall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein blitzen,
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.

Und wie ich strolch‘ durch des finstern Tann,
da rief’s mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell´,
heb deine Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
alt und jung sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
und morgen flieg ich hinab zur Erden;
denn es soll wieder Weihnachten werden!“

Ich sprach: „Oh lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist;
ich soll nur noch in diese Stadt,
wo’s eitel gute Kinder hat.“

„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Säcklein, das ist hier;
denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
essen fromme Kinder gern.“

„Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier;
doch für die Kinder nur, die schlechten,
die trifft sie auf den Teil den rechten!“

Christkindlein sprach: „So ist es recht;
so geh mit Gott, mein treuer Knecht!“
Von draußen, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hier innen find!
sind’s gute Kind, sind’s böse Kind?

2. Dezember

Wikipedia: Advent (von lateinisch adventus ‚Ankunft‘), eigentlich Adventus Domini, „Ankunft des Herrn“, bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Hochfest der Geburt von Jesus von Nazaret, Weihnachten, vorbereitet. Mit dem ersten Adventssonntag beginnt auch das neue Kirchenjahr. Die Adventszeit beginnt mit der ersten Vesper des ersten Adventssonntags und endet am Heiligen Abend mit der ersten Vesper von Weihnachten. Zurückgehend auf verschiedene im 19. Jahrhundert entstandene Bräuche des Abzählens der Tage bis zum Weihnachtsfest aus dem evangelischen Umfeld, entstanden in Deutschland seit Beginn des 20. Jahrhunderts Adventskalender verschiedenster Ausprägung, seit 1920 mit zu öffnenden Türen.

Ökumenisches Heiligenlexikon: Die vier Adventssonntage haben jeweils ihr Thema und liturgisches Gepräge:
• Der 1. Adventsonntag thematisiert das Kommen des Herrn und erinnert besonders an den Einzug Jesu in Jerusalem.
• Der 2. Adventssonntag dient der Vorbereitung auf den kommenden Erlöser. Hier könnte man über das Thema Reinkarnation nachdenken. Siehe Wikiversity Reinkarnation und Christentum.
• Am 3. Adventssonntag steht Johannes der Täufer im Mittelpunkt (in meiner Sicht der erleuchtete Meister von Jesus, der ihm die Erleuchtungsenergie / den Heiligen Geist übertagen hat. Johannes der Täufer lebte als eine Art Yoig in der Wüste /Abgeschiedenheit).
• Der 4. Adventsonntag ist in der katholischen Kirche Maria, der Mutter Gottes, gewidmet, in den protestantischen Kirchen thematisiert er allgemeiner die nahende Freude der Geburt Christi. In Bezug auf Mutter Maria folge ich der katholischen Tradition. Für mich ist Mutter Maria eine erleuchtete Meisterin (Himmelskönigin), die auch direkt um Hilfe angerufen werden kann. Mir ist Mutter Maria 2001 erschienen. Die Botschaft war, dass alle Religionen zusammenarbeiten und gemeinsam eine Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks aufbauen sollten.

3. Dezember

Die Sonne

Möge ewig die Sonne scheinen.
Mögen ewig die Blumen blühen.
Mögen ewig die Meister die Wahrheit lehren,
die Menschen das innere Glück verwirklichen,
alle Wesen auf der Welt glücklich und in Frieden zusammenleben.
Möge ein goldenes Zeitalter entstehen.
Möge es kein Leid mehr geben.
Möge das Licht innen und außen sein.
Mögen alle Wesen ewig im Licht leben.
Mögen Liebe, Frieden, Kraft und Freude
überall auf der Welt und in allen Wesen sein.

Der wichtigste Punkt im Leben ist das geistige Zentrum. Das geistige Zentrum besteht aus der persönlichen Lebensphilosophie. Ein geistiges Zentrum sollte die fünf Grundsätze Liebe, Frieden, Wahrheit, Kraft und Freude enthalten. Wenn wir mit Weisheit nach diesen fünf Grundsätzen leben, wachsen wir ins Glück, in die Erleuchtung, in ein Leben im Licht. Grundsätzlich besteht der Weg des inneren Glücks aus Gesundheitsübungen und aus Gedankenarbeit. Gesundheitsübungen sind Sport (Gehen, Joggen, Radfahren – notfalls auf dem Heimtrainer), Yoga und Meditation. Dazu kommen noch eine gesunde Ernährung und die Vermeidung von Schadstoffen. Gedankenarbeit bedeutet negative Gedanken zu vermeiden und positive Gedanken zu fördern.
Wichtig ist es bei jeder geistigen Lehre, dass wir immer gut in Kontakt mit uns selbst, unserer inneren Wahrheit und unserer Liebe sind. Eine geistige Lehre gibt uns eine Orientierung. Für die richtige Anwendung in unserer konkreten Situation sind wir selbst zuständig. Was tut uns gut? Was bringt uns auf dem Weg des Glücks voran? Was dient dem Aufbau einer glücklichen Welt?
Der einfachste Weg einer geistigen Glückspraxis ist das tägliche Lesen in einem spirituellen Buch. Für viele Menschen ist das tägliche Ziehen einer Orakelkarte hilfreich, um immer wieder eine positive Lebenssicht zu erhalten. Dazu brauchen wir jeden Tag nur eine Minute. Diese Zeit hat jeder. Überlege dir deine tägliche Glückspraxis. Wie kannst du die Fünf Grundsätze der Gesundheit in dein Leben einbauen? Welche Übungen und Meditationen willst du regelmäßig praktizieren? ( Engel Orakel, Tarot)

4. Dezember

(Facebook Gruppe Yoga) Nils: Man kann auch seinen Mitmenschen etwas Gutes tun, zum Beispiel für Hilfsorganisationen spenden. Gerade zu Weihnachten. Ich als Yogi spende grundsätzlich 10 % meines Einkommens.

Imie: Bist du denn sicher, dass die Spende auch alle ankommen wo es hin sollen? Soviel wird gespendet, doch geändert hat es bis heute nichts, die Welt sieht immer noch so schlecht aus.

Nils: Das kommt sicherlich an. Ich spende an große Organisationen wie Unicef (Kinderhilfswerk der UN), Greenpeace (Umweltschutz), Miserior, Christoffel Blinden Mission, FIAN (gegen den Hunger auf der Welt) und SOS Kinderdorf (Familiendörfer für elternlose Kinder). Die werden gründlich kontrolliert. Die Welt können wir nur in kleinen Schritten verändern. Aber wenn einige tausend Menschen dank meiner Spenden in den armen Ländern etwas besser leben können, einige Hungernde etwas zu essen haben, einige Blinde wieder sehen und einige Kinder eine Familie bekommen, ist das mein kleiner Schritt.

5. Dezember

Die Weihnachtsmaus

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(sogar für die Gelehrten),
denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem Mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
„Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen.“

James Krüss

6. Dezember

Lasst uns froh und munter sein
Und uns recht von Herzen freu’n!
Lustig, lustig, trallerallera,
Bald ist Nikolausabend da!

Dann stell ich den Teller auf,
Niklaus legt gewiß was drauf,
Lustig, lustig, trallerallera,
Bald ist Nikolausabend da!

Wenn ich schlaf, dann träume ich:
Jetzt bringt Niklaus was für mich.
Lustig, lustig, trallerallera,
Bald ist Nikolausabend da!

Wenn ich aufgestanden bin,
Lauf ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, trallerallera,
Bald ist Nikolausabend da!

Niklaus ist ein guter Mann,
Dem man nicht g’nug danken kann.
Lustig, lustig, trallerallera,
Bald ist Nikolausabend da!

7. Dezember

Der arme Knecht

Hier sitze ich nun ich armer Knecht.
Das Glück des Lebens.
Ich suchte es vergebens.
Ich weiß nicht weiter.
Das ist nicht heiter.

Den Weg suchte ich lange.
Langsam wird mir bange.
Ich lebe ohne Sinn.
Und bald bin ich hin.

Doch plötzlich erkenne ich.
Das Glück ist in mir.
Man muss es nur entdecken
und konsequent erwecken.

Durch anhaftungsloses Sein
überwindest du den grauen Schein.
Durch umfassendes Geben,
kannst du ewig in der Liebe leben.

Santa Claus auf seinem Schlitten

8. Dezember

Mein Motor sind meine Ziele.

Mein Weg ist die Liebe.
Meine Kraft erhalte ich aus der Ruhe.
Und aus dem spirituellen Üben.

Mein Glück finde ich in mir selbst.
Ich erwecke es durch meine Übungen,
durch den Wechsel von Gehen und Meditation,
verbunden mit ausreichend Lebensfreude.

Erst reinige ich meine Gedanken,
dann kommen die Körperübungen.
Dann gelange ich durch Ruhe ins Sein.
Und dann bin ich plötzlich im Licht.

Wenn man zum Licht wird,
gibt es kein Leid mehr.
Der Tod ist überwunden.
Man lebt ewig in Gott.

Und kann ewig für das Gute wirken.
Eine glückliche Welt ist möglich.
Alles ist ausreichend da.
Wir müssen sie nur gemeinsam erschaffen.

9. Dezember
Der Yoga der Liebe (Bhakti Yoga, Karma Yoga) ist ein Weg Yoga-Übungen mit der Energie der Liebe zu verbinden. So bekommt Yoga eine große Reinigungskraft und kann dich auf eine schnelle und einfache Weise ins Licht führen.

1. Finde ein spirituelles Vorbild, das du magst und dem du vertraust. Das kann Gott, Jesus, Buddha oder ein erleuchteter Meister deiner Wahl sein. Ein echter Darshan besteht aus den drei Punkten sehen (Bild), hören (Lehre) und berühren. Dein Vorbild muss dich innerlich berühren. Du solltest Liebe oder Vertrauen fühlen.
2. Verbinde dich jeden Tag mit deinem Vorbild. Meditiere auf ein Bild oder eine Statue. Lies regelmäßig in einem Buch. Bete oder arbeite mit einem Orakel. Denke das Mantra: „Om alle erleuchteten Meister. Om innere Weisheit. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg.“
3. Sende regelmäßig Licht und Liebe zu allen Menschen. Dann entsteht in dir ein Bewusstsein der Einheit, das dich zu einem glücklichen Leben und zur Erleuchtung führt. Denke das Mantra: „Ich sende Licht zu (Name). Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“
4. Fühle dich mit deinem Vorbild verbunden, während du deine Yoga-Übungen (Wikibook Yoga) machst. Denke oder spreche beim Yoga Mantras. Dein Yoga wird eine größere Kraft bekommen. Er wird dich innerlich reinigen und deine Erleuchtungsenergie entfalten.
5. Denke positiv, handel positiv und lebe positiv. Folge positiven Zielen und positiven Grundsätzen. Lebe im Schwerpunkt aus der Weisheit (deiner persönlichen Wahrheit), der Liebe und dem inneren Frieden (der Ruhe, Gott) heraus.

—> Siehe Yoga der Liebe (Wikiversity)

Love heart uidaodjsdsew.png

10. Dezember
Dankbarkeit
Was wäre ich ohne die erleuchteten Meister?
Ich hätte den Weg des Lichtes nicht gefunden.
Ich wäre verloren gewesen.
Ich hätte den tieferen Sinn des Lebens verfehlt.

Om Jesus, Buddha, Sokrates,
Laotse, Mohammed und Krishna.
Om Weg der fünf Elemente
Weisheit, Ruhe, Liebe, Kraft und Einheit.

Om Üben und Zielstrebigkeit.
Om umfassende Liebe.
Om Leben im Licht.
Om ewige Dankbarkeit.

11. Dezember

Weisheiten von Guru Nils: Gerade habe ich meinen Waldspaziergang gemacht. Es ist hier alles verschneit und – 10 °. Deshalb der heutige Spruch von Guru Nils: Im Winter ist es draußen manchmal kalt. Besonders bei mir im Winterwald.

Der weise Yogi geht vorsichtig Schritt für Schritt durch den Winterwald,
damit er nicht auf der Straße des Lebens ausrutscht.

Heutige Weisheit von Guru Nils
Es kommt nicht darauf an, wann man aufsteht. Es kommt darauf an, was man mit dem Tag macht.

Guru Nils lacht laut im Wald, dass es in der Ferne hallt.
Die Schweine rennen durch den Schnee,
ihnen tut das Lachen weh.
Doch ein Reh zart und fein,
verliebt sich in das Nilsilein.

Britta: ich will auch das was nils nimmt…

Nils: Ich rauche das Kraut Weisheit gewürzt mit Liebe und Humor.

Klaus: Im Winter ist es bitterkalt, beim süssen Nils im Winterwald. Und friert er auch bei minus zehn, so wärmen ihn die Märchenfeen.

Barbara: ohhhhhhhhhhh Klaus… das ist wirklich süß… ich glaube, das findet Nils klasse..

Guru Nils entdeckt im Schnee eine Spur.
Die stammt von ihm leider nur.
Ihm werden jetzt die Füße kalt.
Frauen gibt es nicht im Wald.

Guru Nils lacht laut heraus,
er denkt er ist der Nikolaus.
Ihr Frauen verliert nicht euren Mut.
Nils ist so harmlos wie er tut.

Ist Guru Nils im Haus,
gehen die Sorgen zum Fenster hinaus.
Das Glück kehrt ein.
Und das ist fein.

12. Dezember

Forum-Frage (Jaii)): Ist die spirituelle Szene unpolitisch ?

Nils: Wie die meisten Menschen in Deutschland interessieren sich auch spirituelle Menschen kaum für Politik. Ich halte das für einen Fehler. Genauso wie wir für unseren Körper verantwortlich sind, sind wir auch für die Welt verantwortlich in der wir leben. Als spirituelle Menschen erkennen wir, dass wir mit allen anderen Wesen auf der Erde energetisch verbunden sind. Wir sollten deshalb gemeinsam die Erde zu einem glücklichen Ort für alle machen. Und gleichzeitig auch gut für uns persönlich sorgen. Das Innere und das Äußere hängen zusammen. Indem ich mein Inneres reinige und in mir Glück erzeuge, helfe ich auch allen Wesen, die mit mir energetisch verbunden sind. Andererseits reicht energetische Hilfe nicht, wenn ein Mitmensch nichts zu essen hat. Wir sollten die Welt so gestalten, dass kein Mensch verhungern muss und wir alle in Glück, Frieden und Liebe zusammenleben können.

Nach meiner Erfahrung gibt es grundlegend zwei Ebenen im Kosmos. Es gibt die Ebene der Dualität und die Ebene des Lichts. Auf der Ebene des Lichts ist alles so richtig wie es ist. Auf der Ebene der Dualität gibt es Gut und Böse. Es gibt Freude und Leid. Es gibt Krieg und Frieden. Spirituelle Menschen sind normalerweise für die Liebe, den Frieden und das Glück aller. Insofern ist es wichtig, dass spirituelle Menschen sich in die Politik einmischen. Wenn wir uns aus der Politik heraus halten, gestalten andere Menschen für uns die Welt. So einfach ist das. Ich war über 15 Jahre intensiv politisch tätig. Ich kenne die Verhältnisse dort. Nach meiner Erfahrung gibt es ein ständiges Ringen zwischen den guten und den schlechten Kräften auf der Welt. Das geht quer durch alle Parteien und Gruppen. Überall gibt es gute und schlechte Menschen. Wenn wir eine bessere Welt haben wollen, müssen wir die Guten unterstützen.

Raphael: Ich bin mir nicht sicher, ob es viel Sinn macht einem System Aufmerksamkeit und Energie zu schenken, das nicht in unser aller Sinn ist. Nach meiner Erfahrung wird nur das groß und mächtig, dem wir Aufmerksamkeit widmen. Im Umkehrschluss bedeutet das doch aber auch, dass die jetzige Politik doch den Bach runtergehen würde, wenn sich alle Menschen davon abwenden würden.

Nils: Dass die jetzige Politik den Bach runtergehen wird, wenn sich kein Mensch mehr für Politik interessiert, ist sicherlich falsch. Dann machen die Politiker noch mehr was sie wollen. Wir sollten uns engagieren. Wir sollten aufmerksam beobachten, was die Politiker machen und ihnen gehörig auf die Finger klopfen, wenn sie uns schaden wollen. Aufmerksamkeit an sich ist gut. Das Problem liegt woanders. Wenn wir zu viel Aufmerksamkeit in die Außenwelt bringen, lenkt es uns von uns selbst ab. Wir verlieren unseren Weg des inneren Glücks. Wenn man als Politiker nur für die Politik lebt, dann verliert man den Kontakt zu sich selbst und oft auch seine positiven Werte. Man wird leicht ein Opfer seiner eigenen Neurosen und seines Egos. Ich empfehle es im Gleichgewicht zu leben.

Falsch ist es auch sich in sinnlose Kämpfe zu verstricken, die nur Energie kosten und nicht wirklich etwas bringen. Ich sehe immer genau hin. Wenn ich eine Chance habe etwas zu bewirken, dann nutze ich sie.

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13. Dezember

Das Judentum war ursprünglich eine Hirtenreligion. Die Menschen lebten vom Fleisch. Aber heute kann man auch ohne Fleisch leben. Die Menschen haben die freie Wahl, auch Christen. Viel Fleisch ist wissenschaftlich erwiesen gesundheitsschädlich. Die Weltbevölkerung kann leichter ernährt werden. wenn wir überwiegend Vegetarier sind. Für Yogis gilt der Grundsatz der Gewaltlosigkeit und der Liebe zu allen Wesen. Yogis sind deshalb meistens Vegetarier. Obwohl auch ich nicht immer konsequent bin. Im Moment esse ich gerade öfter Fisch. Aber ich komme deshalb wohl nur ein bisschen in die Hölle 😉 Mein Wunsch zu Weihnachten: Möge es mehr Vegetarier geben und mehr glückliche Tiere. ♥ ♥ ♥

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14. Dezember

Forum Jaii. Frage: Wie passen Spiritualität und Sexualität zusammen?

Nils: Erleuchtung ist nach meiner Erfahrung der tiefere Sinn des Lebens. Erleuchtung ist tausendmal besser als der beste Sex. Erleuchtung bedeutet Anhaftungslosigkeit. Der Geist und der Körper müssen von allen Anhaftungen, Verspannungen und Süchten befreit werden. Ich habe zehn Jahre gebraucht um mich von diesen Anhaftungen zu befreien. Ich praktizierte eine Art Zen-Meditation und alles löste sich weitgehend von alleine. Es kam in Träumen und Visionen hoch und heilte sich. Es war aber oft auch mit Trauer und Sehnsucht verbunden.

Sexualität führt zu Anhaftungen an andere Menschen, an sexuelle Genussenergien und an die Welt insgesamt. Insofern sind Sexualität und Erleuchtung Gegensätze. Andererseits kann Sex spirituelle Energien erwecken und soziale Beziehungen stärken. Es gibt verschiedene Wege zur Erleuchtung. Man muss genau spüren, was persönlich der richtige Weg ist.

Der schnellste Weg ist das Leben in der Abgeschiedenheit. Dann verliert man keine Energie nach außen. Sie sammelt sich im Inneren und löst die Verspannungen und Blockaden auf. Nach Swami Sivananda entsteht Erleuchtung am sichersten durch das Leben in der Ruhe, durch ausreichende spirituelle Übungen und durch umfassende Liebe (Gutes tun). Ich bin sehr glücklich, dass ich den für mich effektiven Weg zur Erleuchtung kenne. Ich kenne das Ziel und die Übungen, die für mich gut funktionieren.

Eine Beziehung halte ich für möglich, wenn ich weiterhin im Schwerpunkt den Weg der Erleuchtung gehe. Auf meinem gemäßigten spirituellen Weg schließen sich Beziehung und spirituelles Üben nicht aus. Sie können sich ergänzen. Aber man muss immer genau hinspüren, wo der Weg gerade längs geht und was jeweils wie und wann richtig ist.

15. Dezember

(Jaii Forum) Enigma: Hallo Nils! Magst Du mir sagen, was für Dich Erleuchtung ist? Wann hat man es geschafft? Hast Du es geschafft? Und was bzw. wie ist man, wenn man erleuchtet ist?

Nils: Nach meiner Erfahrung gibt es unterschiedliche Zustände der Erleuchtung und viele Ebenen. Im Wesentlichen unterscheide ich fünf Ebenen. Die erste Ebene ist ein Gefühl der Einheit, der Energiefülle, des Glücks, des inneren Friedens und der Liebe zu allen Wesen. Diese Ebene können alle Menschen für mehr oder weniger lange Zeit erfahren. Die zweite Ebene ist die Aktivierung der Kundalini-Energie verbunden mit großem Glück. Die dritte Ebene ist die Ebene der Egoauflösung. Man verliert sein Ich-Bewusstsein, wird zu einem reinen Bewusstsein und beschreibt sich als „Ich Bin“ (Moses). Man empfindet sich als eins mit Gott und sieht das Licht (das Positive) in allen seinen Mitwesen.

Die vierte Ebene ist Auftauchen von besonderen spirituellen Fähigkeiten (Allgegenwart, Allwissenheit, Allgüte), mit denen man sich und seinen Mitmenschen helfen kann. Diese Fähigkeiten (Heilen, Gedankenlesen, Zukunftserkennen, mit anderen Menschen über große Entfernungen verbunden sein, sie sehen und spüren können, in Träumen erscheinen, spirituell helfen) können aber auch schon früher auf dem spirituellen Weg erscheinen. Die fünfte Ebene ist dann die Meisterebene, bei der man dauerhaft die Erleuchtung gemeistert hat, energetisch in allen Dimensionen und Orten handeln und alle Menschen zur Erleuchtung führen kann, die sich mit einem verbinden.

Ich glaube, dass ich alle wesentlichen Erleuchtungserfahrungen gemacht habe. Was mir fehlt ist die dauerhafte Erleuchtung. Und das ist für mich noch ein langer Weg. Desweiteren glaube ich, dass man unermeßlich in der Erleuchtung wachsen kann. Laut Mutter Meera gibt es immer weitere Ebenen der Verwirklichung mit immer neuen Möglichkeiten.

Mutter Meeras Ebene und die Ebenen meiner anderen erleuchteten Meister (Sai Baba, Anandamayi Ma, Swami Sivananda, Jesus, Buddha, Laotse, Epikur, Dalai Lama, Amritanandamayi …) kann ich nur begrenzt ermessen. Ich habe das Gefühl, dass sie mich vollständig sehen und führen können. Es gibt viele Wunder in meinem Leben, die ich aber als Ex-Atheist nur begrenzt begreife. Meine Meister erscheinen mir in Träumen, geben mir Botschaften und lassen mich beständig spirituell wachsen. Äußere Dinge (negative und positive Erfahrungen) wie auch Beziehungen tauchen auf und sind ein Weg des Wachstums.

Wann man es geschafft hat, kann ich nicht sagen. Ich sehe mein Leben eher als einen beständigen Wachstumsweg. Auch als spiritueller Meister kann man ewig wachsen. Die Möglichkeiten als Yogalehrer nehmen immer mehr zu. Und so lange es noch so viel Leid auf der Welt und so viele unerleuchtete Menschen gibt, gibt es auch noch viel auf der Welt zu tun. Im Moment empfinde ich mich als Yogalehrer, der über die höhere Dimension vielen Menschen auf der Welt hilft, obwohl meine Fähigkeiten sehr begrenzt sind. Aber wo ich nicht helfen kann, helfen meine erleuchteten Meister. So empfinde ich das. Jeder kriegt vollständig das, was er braucht.

Ich weiß nicht genau wo ich stehe. Alle Ebenen scheinen subtil in mir vorhanden zu sein. Ich empfinde mich eher als unerleuchtet. Aber ich sehe meistens klar meinen Weg. Grundlegend erfahre ich zwei Ebenen der Existenz. Die Lichtebene (der Einheit), in der ich nur sein und nicht handeln kann. In diese Ebene kann ich mich durch spirituelle Übungen (insbesondere durch die Kundalini-Aktivierung) begeben. Und die Ebene der Dualität (der Materie, der verschiedenen Energien), in der ich handeln kann, aber auf das Glück der Lichtebene weitgehend verzichten muss. Mein Ziel ist es ein Meister beider Ebenen zu werden und mit zum Aufbau einer glücklichen Welt beizutragen.

16. Dezember

Es gibt verschiedene erleuchtete Menschen. Die einen konzentrieren sich auf das erleuchtete Sein und die anderen darauf die Liebe in die Welt zu bringen. Es gibt den Bodhisattva Weg im Buddhismus. Ein Bodhisattva nimmt das Glück seiner Mitwesen wichtiger als sein eigenes Glück. Das ist sein Egoopfer, durch das er in die Erleuchtung gelangt und in der Erleuchtung bleibt. Auch im Yoga gibt es den Weg der umfassenden Liebe. Sai Baba, Swami Sivananda, Mutter Meera und Amma (Amritanandamayi) sind Meister der umfassenden Liebe. Amma hatte bei ihrer Erleuchtung die Wahl, ob sie im Schwerpunkt ein in sich glücklicher Buddha oder eine Mutter aller Wesen werden will. Beides sind mögliche Formen eines erleuchteten Sein. Amma entschied sich für den Weg der Liebe. Sie konzentriert sich auf das Leid in der Welt, wünscht eine glückliche Welt und tut das, sie persönlich dazu beitragen kann. Und das ist bei Amma sehr viel. Sie umarmt Millionen Menschen auf der Welt, heilt ihre seelischen Wunden und bringt viele Menschen zur Erleuchtung. Genauso macht es Mutter Meera, nur ruhiger, dezenter und unauffälliger.

Im Weg der Liebe begegnen sich Yoga, Buddhismus und Christentum. Jesus war ein Lehrer der Liebe. Er hat sein Leben geopfert, um seinen Mitmenschen helfen zu können. Natürlich sah er Gott in seinen Mitmenschen, aber auch sah auch ihr Leid und ihre Hilfsbedürftigkeit. Er lehrte einen Doppelweg aus Erleuchtung (Liebe zu Gott) und Liebe zu allen Mitmenschen (Barmherzigkeit, Nächstenliebe).

Ich folge den Meistern der Liebe. Äußerlich mache ich im Schwerpunkt meine spirituellen Übungen (Yoga, Meditation, Gehen, Lesen). Innerlich gehe ich im Schwerpunkt den Weg der umfassenden Liebe. Ich sehe hin bei dem Leid auf der Welt und helfe, wo ich helfen kann. Die Welt rutscht immer mehr ins Leid und in den Abgrund. Wenn es keine engagierten guten Menschen geben würde, würde die Welt nach meiner Überzeugung zugrunde gehen. Gemeinsam können wir ein goldenes Zeitalter aufbauen. Dafür arbeiten die erleuchteten Meister der Liebe. In den Yogaschriften heißt es, dass das Glück eines Erleuchteten hundertmal größer ist als das Glück eines Unerleuchteten. Das Glück eines erleuchteten Meisters der Liebe ist aber hundertmal größer als das Glück als eines normalen Erleuchteten.

17. Dezember

(Forum Jaii) dragonangel (Frau): Ich sehe Sex als erweiterte Art zu kommunizieren. Sex hört NICHT am Rande der Körper auf. Das ist nur die äussere Ebene. Sex kann soooo viele Ebenen haben. Eine Berührung. Ein Blick. Ein Gefühl. Stell Dir vor, Du bist mit so einem, von Dir als erleuchtetem Wesen bezeichnetem Menschen zusammen, und hast Sex mit ihm, weil Du Dich verliebt hast, oder so. Und dann kannst Du Dir ja vorstellen, dass dazu Deine Bereitschaft gehört, auch in die tiefsten Gefilde Deiner Psyche zu gehen, weil die Energie, die damit verbunden ist, nicht jeder aushält.

Nils: Sehr gut. Wer sich mit einem Erleuchteten einläßt, kann dabei erleuchtet werden. Und es gibt bestimmt meistens Schwierigkeiten, weil man auch die dunkle Seite in sich erleuchten muss. Oft ist sie gerade der Hauptweg zur Erleuchtung. Die Liebe und das Glück führen einen auf den Weg und die Probleme lassen einen ins Licht durchbrechen. Und manchmal auch das Glück. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Glück so groß werden kann, dass sich das Ego auflöst und man in die Einheit gelangt.

Zauberin: Mich würde mal interessieren, woran Erleuchtung gemessen wird und wer spricht diesen Seelen Erleuchtung zu? Was zeichnet diese Menschen aus, dass sie als erleuchtet gelten?

Ingo: Also meinem Meister kann ich nicht hinter die Karten schauen, so dass alles was ich jetzt sage nur dem beschränkten Erleben meiner Person entspringt. Wie tief das Wasser meines Meisters noch ist, dass vermag ich nicht zu sagen. JENSEITS MEINER BISHERIGEN MÖGLICHKEITEN: Von meinem Meister und fortgeschrittenen Schülern meines Meisters (da gibt es einige von) kenne ich die Fähigkeit, meine Gedanken zu lesen und mit mir telephatisch zu kommunizieren.

Nils: So ist es. Man kann erleuchtete Menschen nicht begreifen. Sie zeigen sich einem, wann und wie sie es möchten. Und man kann die Erleuchtung nicht wirklich begreifen, außer man hat sie erfahren. Dann erkennt man sich in den Worten anderer Erleuchteter wieder. Auf einer ersten Stufe vermitteln Worte wie Liebe, Glück, Frieden und Einheit einen Eindruck von Erleuchtung. Auf einer zweiten Stufe helfen Begriffe wie Dunkelheit, Leerheit, Egoauflösung und Nichtswerdung. Auf einer dritten Stufe hilft dir nur die direkte Erfahrung. Zum Glück können erleuchtete Meister uns Energien übertragen. Ich bekam immer die Erfahrungen vermittelt, die ich gerade brauchte. Am meisten wurde mir am Anfang meines Weges übertragen. So begriff ich das Ziel und konnte relativ selbständig meinen Weg finden.

Zauberin: Das LICHT zu lieben ist einfach. Das Dunkel zu lieben, ist für viele eine Herausforderung. Doch das ist das Geheimnis sowohl der Menschlich- als auch der Göttlichkeit. Ich für meinen Teil öffne mich immer mehr, weil ich mir all die Verletzungen, die ich selbst in Bezug auf Sexualität erhalten, aber auch anderen zugefügt habe, anschaue, deren Sinn verstehe und dann loslasse. Meine Erfahrung ist tatsächlich, dass meine Sexualität immer angenehmer wird und ich immer besser mit ihr klar komme. Ich empfinde Sexualität als ein phantastisches Instrument der Schöpfung. Durch sie können wir dunkle und lichte Erfahrungen erschaffen und tun es zu jeder Zeit.

Nils: Sehr gut.

Zauberin: Liebe ich mich selbst? JA, JA, JA, aber ich möchte gerne auch mal diese totale göttliche Liebe spüren… wie schon die Palmenbibliothek über mich schreibt: this child will see god from face to face…und jetzt muss ich mal eine Lanze für Asketen brechen.

Nils: Danke.

Zauberin: Sex ist toll, aber nicht toll genug. Deshalb fragt sich die uralte Seele, ob es nicht noch was Tolleres gibt und dann findet sich der Hinweis, dass sich das Tolle erst finden lässt, was noch besser als Sex ist, wenn man den Sex mal ein bisschen zur Seite stellt. Und weil man mehr möchte, zieht man sich diesen Askesekram rein, glaubt das mal und versucht ein paar Jahre ohne Sex durchs Leben zu gehen – mag real noch gehen, aber der Kopf spielt meist nicht mit. Bei mir hat bzw. führt Enthaltsamkeit nicht zur Erleuchtung, allerdings auch das Gegenteil führte bzw. führt bei mir nicht zur Erleuchtung. Ein bisschen frage ich mich, ob ich das Thema Sex nicht in meinem Leben als Weg zur Erleuchtung überschätzt habe.

Nils: Enthaltsamkeit für sich alleine führt nicht zur Erleuchtung. Man braucht dazu auch viel Ruhe und die richtigen spirituellen Übungen. Bei mir haben sich in zehn Jahren Enthaltsamkeit verbunden mit viel Ruhe und Meditation viele Anhaftungen und Süchte aufgelöst. Ich bin dadurch ein großes Stück auf dem Weg zur Erleuchtung weiter fortgeschritten. Die Erleuchtungsenergie aktiviere ich vor allem durch die Kundalini Meditation. Und ich sehe Sex auch als eine Art Kundalini Meditation an. Allein durch die Vorstellung der sexuellen Vereinigung (weißer Tantra Yoga), durch Liebe und Zärtlichkeit kann die Glücksenergie in einem Menschen erweckt werden. Wenn man das regelmäßig macht, wächst man auch auf dem Weg zur Erleuchtung. Eine Partnerin / Partner kann dabei natürlich auch hilfreich sein. Aber wenn sie zu eng zusammen sind, besteht die Gefahr der Verstrickung, der Egokämpfe und des Schrumpfens im Glück. Man muss das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz und Liebe und spirituellen Übungen finden. Das ist natürlich sehr individuell.

18. Dezember

(Forum Jaii) Samadis: Erleuchtung braucht gar NICHTS, diese Erfahrung überschreitet die Materielle Ebene… Viele sind der Meinung, sie würden an das Ereignis heran kommen, wenn sie dafür etwas tun… Dies stimmt aber so nicht, es ist kein Kuchenbacken, oder Wettbewerb, so dass man es auf einem bestimmten Wege schneller erreichen könnte… „Man wird Erleuchtet“ und das hat NICHTS mit der Art und Weise zu tun, was man getan oder nicht getan hatte. Solange man danach sucht und auf dem Weg dahin ist, sieht man von lauter Bäumen den Wald nicht. Eines Tages, geschieht es einfach womöglich bei Holzhacken, danach zu Meditieren wäre dann aber sinnvoll.

Nils: Ich gebe dir Recht. Erleuchtung braucht nichts. Erleuchtung überschreitet die materielle Ebene. Und es gibt viele Wege das zu tun. Die meisten Menschen müssen dafür etwas tun. Und zwar ziemlich viel tun. Zum Beispiel ich armer Mensch. Und manche bekommen die Erleuchtung geschenkt. Das ist aber sehr selten der Fall. Meistens gibt es eine lange Zeit der Entwicklung und dann kommt plötzlich die Erleuchtung. So geschah es einer Facebook Freundin von mir. Sie denkt, man braucht für die Erleuchtung nichts tun und vertritt auch diese Lehre. Aber sie selbst musste vorher durch viel Leid durch und hat Jahrzehnte hart an sich gearbeitet. Da ist mein abgeschiedenes Asketenleben letztlich ein viel leichterer Weg. Allerdings lebe ich nach fünfzehn Jahren intensiver Meditation jetzt überwiegend im Nichtstun. Es gibt keine intensive Zielstrebigkeit mehr. Die Dinge geschehen einfach. Der Körper reinigt sich von allein. Ich liege einfach nur faul im Bett, gehe etwas spazieren, rette jeden Tag etwas im Internet die Welt und genieße mein Leben. Allerdings lebe ich abgeschieden in der Ruhe und im Moment noch ohne Frau. Nach meiner Erfahrung muss man durch ausreichende spirituelle Übungen oder innere Arbeit den Boden für die Erleuchtung vorbereitet. Die Erleuchtung selbst geschieht dann spontan. Man kann sie nicht erzwingen. Sie kommt aus Gnade.

Zauberin schrieb: Und dann hast du eine Frau und plötzlich ist alles ganz anders… Daher halte ich eine Beziehung für einen phantastischen Weg zur sogenannten Erleuchtung.

Nils: Du weißt gar nicht wie Recht zu hast 😉 Wie schon geschrieben: Erleuchtung steht über der Ebene der Materie (der Dualität, von Mann und Frau). Eine Beziehung kann ein Weg zur Erleuchtung sein. Ist es nach Buddha meistens eher nicht. Ein Asketenleben (Ruhe, spirituelle Übungen, Gedankenarbeit) kann ein Weg zur Erleuchtung sein. Ist es oft nicht, wenn man den Weg des effektiven Übens nicht kennt. Die meisten christlichen Mönche und Nonnen üben falsch. Ich habe für mich den Weg des doppelten Shiva (so nenne ich das) gefunden. Ich wechsel zwischen Phasen mit einer Beziehung und Phasen als Eremit (Single). Das scheint für mich der beste Weg zu sein. Shiva hatte erst 1000 Jahre Sex mit seiner Frau Parvati. Und danach meditierte er 1000 Jahre. Das gefällt mir. Darauf kann ich mich einlassen. Immer im Wechsel guter Sex und glückliche Meditation. Möglicherweise gehört auch beides zusammen. Immer nur meditieren ist langweilig. Und immer nur Sex ist irgendwie oberflächlich. Obwohl für die meisten Männer das wohl genügen würde.

Das ist jetzt natürlich sehr männlich formuliert. Ich war gerade noch in der Energie des Threads „Was Männer wollen.“ Für Frauen beschreibe ich es so: 1000 Jahre ganz viel Liebe, Zärtlichkeit, Glück, Kuscheln, immer alles zusammen machen, auch ganz viel reden und natürlich in einer schönen Umgebung mit Kerzenschein und schöner Musik. Und wenn Shiva meditiert, dann geht sie Shoppen, telefoniert mit ihrer Freundin, macht eine schöne Reise oder sieht sich einen romantischen Film im Fernsehen an.

Zauberin: Hm, nuja, auch in deiner Beschreibung für die Frauen finde ich nicht wirklich einen Wunsch nach einer guten BEZIEHUNG.

Nils: Danke für deine Ergänzung. Das habe ich glatt vergessen.

19. Dezember
Glück und Sex. Der Weg der Erleuchtung besteht grundsätzlich darin, sich über die Ebene der körperlichen Bedürfnisse zu erheben. Insbesondere unsere Wünsche lassen uns aus dem Paradies, dem erleuchteten Gegenwartsbewusstsein fallen. Ein Wunsch ist eine geistige Anspruchsspannung. Wer etwas wünscht, ist immer in der Zukunft. Wünsche bringen uns aus dem erleuchteten Sein heraus. Wenn man äußere Wünsche intensiv lebt, bildet sich immer ein Anhaftungsband im Geist. Die Erleuchtung (seelische Heilwerdung/Heiligkeit) entsteht aber gerade durch die Auflösung aller Anhaftungsbänder (innere Reinigung). Je mehr man sich an guten Sex gewöhnt hat, um so schwerer kann man ihn loslassen, wenn die Zeit des Loslassens kommt. Dann spürt man sehr deutlich seine Anhaftung an einen bestimmten Menschen oder an die Sexualität allgemein. Männer haften meistens am Sex an und Frauen an den Verliebtheitszuständen. Wenn kein Sex oder keine Verliebtheit da ist, spüren sie deutlich den Verlust des inneren Glücks. Sie denken dann, dass sie nur durch eine neue Frau oder einen neuen Mann in den Paradieszustand wieder herein kommen können. Das ist der große Irrweg. Das ist ein Leben aus der Sucht heraus. So wird man niemals vollständig glücklich.

Äußere Dinge können einen nur für kurze Zeit glücklich machen. Alles Äußere ist vergänglich. Dauerhaft glücklich wird man nur durch sein Inneres. Man muss ins anhaftungslose Sein kommen. Dazu ist es normalerweise förderlich Sex eher wenig als viel zu leben. Viel Sex stärkt die Suchttendenz im Geist. Zu wenig Sex kann aber auch ungünstig für das innere Glück sein. Die Spiritualität ersetzt nicht den Sex, macht aber unabhängiger davon. Notfalls geht es dann auch ohne. Wer im Licht ruht, erhebt sich über alle Körperlichkeit. Sex sollte mit Weisheit gelebt werden. Ich meine, dass eine glückliche Welt nur auf der Basis stabiler Beziehungen aufgebaut werden kann. Dazu sind Werte wie Weisheit, Liebe und Treue wichtig. Das Problem der Sexualität löst sich nur, wenn man die Erleuchtung in den Mittelpunkt des Lebens stellt. Dann findet man auch den Weg seine Beziehungen so zu leben, dass sie einen bei der Erleuchtung voranbringen.

20. Dezember
Der kleine Nils

Unser Nils der ist ganz klein,
in der Welt lebt er allein.
Bis er dann erkennt,
dass er gar nicht ist getrennt.

Und entspannt löst er sich drauf
in die große Einheit auf.
Leise lächelnd zieht er dann
durch das Leben seine Bahn.

Er kennt jetzt des Lebens Sinn
und lebt friedlich vor sich hin.
Er bringt die Liebe in die Welt
was seinen Freunden gut gefällt.

File:Adventskalender im Bau.jpg

21. Dezember

Merkverse

Damit das Leben dich nicht schafft,
stärke deine Willenskraft.
Deutlich musst du deine Ziele sehen
und willensstark den Weg hin gehen.

Die Zeit des Lebens ist begrenzt.
Nutze sie optimal.
Mache einen guten Plan.
Und erfülle ihn dann.

Wirke für das Glück der Welt.
Sorge für genügend Geld.
Erschaffe das Glück in dir.
Das ist der Rat von mir.

22. Dezember

Weihnachtsfreude

Jetzt ist die Zeit zum Freuen.
Wir zünden Lichter an,
dass unsere Weihnachtsfreude
man weithin sehen kann.

Wir schmücken uns’re Stuben
mit Tannenzweig und Stern,
wir machen uns Geschenke
und essen gut und gern.

Und alles ist ein Zeichen,
dass Gott die Menschen liebt,
und dass er heut‘ und immer
uns soviel Freude gibt.

(Martin Gotthard Schneider)

23. Dezember

Der 4. Adventsonntag ist in der katholischen Kirche Maria, der Mutter Gottes, gewidmet, in den protestantischen Kirchen thematisiert er allgemeiner die nahende Freude der Geburt Christi. In Bezug auf Mutter Maria folge ich der katholischen Tradition. Für mich ist Mutter Maria eine erleuchtete Meisterin (Himmelskönigin), die auch direkt um Hilfe angerufen werden kann. Mir ist Mutter Maria 2001 erschienen. Die Botschaft war, dass alle Religionen zusammenarbeiten und gemeinsam eine Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks aufbauen sollten.

Morgen, Kinder, wirds was geben
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unsrem Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa, dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl!
Schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch wie vor’ges Jahr
es am Heil’gen Abend war?

Wißt ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin,
Jettchens Küche mit den Herden
und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?

Welch ein schöner Tag ist morgen!
Viele Freunde hoffen wir;
uns’re lieben Elternsorgen
lange, lange schon dafür.
o gewiß wer sie nicht ehrt,
ist der ganzen Lust nicht wert.

(Weihnachtslied)

24. Dezember
Fröhliche Weihnachten

Wikipedia: Der Weihnachtsbaum (je nach Region auch als Christbaum oder Tannenbaum bezeichnet) ist ein Nadelbaum, der zur Weihnachtszeit in Kirchen, Wohnungen und in Ortschaften aufgestellt und mit Lichterketten, Kerzen, Glaskugeln, Lametta, Engeln oder anderen Figuren geschmückt wird. Dieser Weihnachtsbrauch verbreitete sich im 19. Jahrhundert von Deutschland aus über die ganze Welt. Auf die Spitze setzt man normalerweise einen Stern (in Anlehnung an den Stern von Betlehem), einen Engel oder eine Glasspitze. Die einzelnen Äste des Baumes werden mit Kerzen geschmückt. Unter dem Baum werden oft die Krippe und daneben die Weihnachtsgeschenke aufgebaut. Zu Weihnachten wurden in der Kirche Paradiesspiele aufgeführt, weil der 24. Dezember früher der liturgische Gedenktag Adam und Evas war, an dem ein Paradiesbaum, der durchaus auch ein Laubbaum sein konnte, mit Äpfeln behängt wurde. Der Apfel diente dabei als Zeichen der verbotenen Frucht vom Baum der Erkenntnis und erinnerte an den Sündenfall und an die Befreiung des Menschen von der Erbsünde durch Jesus Christus. Die Römer bekränzten zum Jahreswechsel ihre Häuser mit Lorbeerzweigen. Durch das Schmücken eines Baums zur Wintersonnenwende ehrte man im Mithras-Kult den Sonnengott.

Weihnachten

Weihnachten, das sei uns heilig,
jetzt ist Schluss mit all dem Eilig,
Stille Nacht, das heißt doch Singen,
Lieder sollen hell erklingen,
Weihnachten heißt auch vergeben,
allzu kurz ist unser Leben,
Weihnachten ist helles Licht,
und dieses spricht: Ich liebe dich!

(aus Gedichte kostenlos)

Lieder: O Tannenbaum – YouTubeMichelle – Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen

25. Dezember
Beginn. Geburt von Jesus Christus. Der Weg der umfassenden Liebe. Geh auf deine Art den Weg der Liebe und des Lichts. Was beginnt heute? Dein Beginn ist gesegnet. Gelingen.
1. Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
Werde arm im Geiste (Lutherbibel). Mit den Armen meint Jesus seine Jünger, weil sie allen weltlichen Besitz losgelassen haben. Der Begriff „arm“ bezieht sich auf etwas Inneres und nicht etwas Äußeres. Äußere Armut führt nicht automatisch zu innerem Glück. Wer in seinem Geist aber alle äußeren Anhaftungen losläßt, gelangt zum Ich Bin und zu einem Leben in Gott.
2. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
Nimm das Leid in deinem Leben an. Leid an sich macht nicht glücklich. Aber wer das Leid in seinem Leben annimmt und sich durch seine spirituellen Übungen darüber erhebt, der wird durch das innere Glück getröstet. Lebe deine Trauer. Trauer kann für das innere Loslassen hilfreich sein. Wir dürfen aber nicht in der Trauer versinken. Nicht die Trauer ist das Zentrum des Lebens, sondern das innere Glück.
3. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
Sei sanftmütig. Wer in der Grundeinstellung der Gewaltlosigkeit und des Sanftmutes gegenüber seinen Mitwesen lebt, der ist innerlich entspannt und gelangt so in ein kosmisches Bewusstsein.
4. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
Geh den Weg der Richtigkeit. Gerechtigkeit bedeutet in der Bibel Richtigkeit. In der Bibel geht es nicht um ein unparteiisches Urteilen und Handeln, sondern um das Leben und Handeln gemäß dem Willen Gottes: „Nur dann werden wir (vor Gott) im Recht sein, wenn wir darauf achten, dieses ganze Gesetz vor dem Herrn, unserem Gott, so zu halten, wie er es uns zur Pflicht gemacht hat“ (Dtn 6,25). Nach dem richtigen Leben zu hungern, heißt nach einem Leben im Licht (Erleuchtung, Heiligkeit) zu hungern. Wer hungrig nach innerem Glück ist, der wird eines Tages durch ein Leben in Gott gesättigt werden.
5. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Sei mitfühlend. Wer voller Mitgefühl ist, wird das Mitgefühl des Kosmos erfahren. Wer auch seine Feinde liebt, in dem entsteht innere Harmonie. Wer im Schwerpunkt für das Glück seiner Mitwesen lebt, den füllt Gott mit umfassender Liebe.
6. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
Reinige dich innerlich. Innerlich rein wird man durch das konsequente spirituelle Üben. Um die inneren Verspannungen aufzulösen, braucht man Übungen für den Körper (Gehen, Arbeiten, Meditation) und Übungen für den Geist (Lesen, Beten, Gedankenarbeit). Wer jeden Tag ausreichend spirituell übt, gelangt eines Tages zur Erleuchtung (Heiligkeit). Dann sieht er das Licht Gottes in der Welt.
7. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Lebe als Friedenstifter. Ein Friedenstifter ist ein Mensch, der in sich selbst und auf der Welt Frieden stiftet.
8. Selig sind, die wegen ihres Glaubens an das Gute verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden.
Erbringe ein Opfer für deinen spirituellen Weg. Ohne ein Opfer kann kein Mensch zur Erleuchtung durchbrechen. Letztlich geht es um die Opferung des Egos und um die Einfügung in den Willen Gottes (des Lebens). Wer konsequent nach der Bergpredigt lebt, erbringt ein Opfer. Richtig zu opfern ist eine große Kunst. Wer falsch opfert, verspannt sich innerlich. Wir sollten nicht zu viel und nicht zu wenig opfern. Wer richtig opfert, löst dadurch seine inneren Verspannungen auf.
Die zentrale Botschaft der Bergpredigt lautet: Ein Mensch kann nicht zwei Herren zugleich dienen. Er kann nicht Gott (dem inneren Glück) und dem Geld (dem äußeren Glück) dienen. Er muss sich für eine Glückssorte entscheiden. Er sollte als weiser Mensch im Schwerpunkt den Weg der Ruhe, der Liebe und des spirituellen Übens gehen. Auf diesem Weg wird er eines Tages glücklich werden und dauerhaft in Gott (im Licht) leben.

Wikipedia: Weihnachten, auch (heiliges) Christfest, Heilige(r) Christ oder Weihnacht genannt, ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Festtag ist der 25. Dezember, der Christtag, auch Hochfest der Geburt des Herrn, dessen Feierlichkeiten am Vorabend, am Heiligen Abend (Heiligabend) (auch Heilige Nacht, Christnacht, Weihnachtsabend, 24. Dezember), beginnen. Johannesevangelium: „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.“

Stille Nacht Heilige Nacht (Weihnachtslied)

26. Dezember
Die Kirche der Liebe

Sie hat keine Struktur nur Verstehen.
Sie hat keinen Anspruch, sondern sucht nur zu dienen.
Sie erkennt alle großen Lehrer aller Zeiten an,
welche Zeugnis von der Wahrheit der Liebe gegeben haben.

Sie lässt keine Hierarchie oder Struktur zu, denn niemand ist größer als ein anderer.
Ihre Mitglieder werden einander an ihren Taten und an ihrem Sein erkennen,
an ihren Augen und an keinem weiteren äußeren Merkmal
als an dem einer brüderlichen Umarmung.

Für sie ist der große Plan vorrangig, der nur verwirklicht werden kann,
wenn die Menschheit in allem, was sie tut, der Liebe Vorrang gibt.
Sie verspricht keine Belohnung, weder hier noch in der nächsten Welt,
außer der nie verlöschenden Freude des Seins und des Liebens.

Sie werden ihre Nächsten, ihre Gemeinde und unsere Erde heilen.
Sie werden keine Furcht und keine Schande kennen
und ihr Zeugnis wird sich gegen alle Widerstände verbreiten.
Alle, die sich zugehörig fühlen, gehören dazu, sie gehören zur Kirche der Liebe!
Diejenigen, die teilnehmen, praktizieren die Wahrheit der Liebe in allem, was sie sind.
(alter Text aus dem 12. Jhrt)

Gott ist ein Mysterium, dass man nur durch die Erleuchtung erkennen und begreifen kann. Man kann Gott nur in der Erleuchtung sehen. In der Bibel steht: „Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.“ Wer sein Herz (seinen Geist) mit den spirituellen Übungen reinigt, sieht Gott. Man muss ein Heiliger werden (ein Erleuchteter), um Gott in seiner Tiefe erfahren zu können. Ein Gottesbeweis ist deshalb letztlich nur über die Erleuchtung möglich. Mit Mitteln der Physik oder der Logik werden wir Gott nur sehr begrenzt beschreiben und deshalb auch beweisen können. Die Wissenschaft kann höchstens Indizien für Gott erforschen. Wenn man wissen will, ob es Gott gibt, muss man die Erleuchtung verwirklichen. Oder man muss den Erleuchteten als Zeugen für Gott vertrauen. Einen anderen Weg des Gottesbeweises gibt es letztlich nicht. Gott beweist sich durch die Erleuchteten. Und dafür gibt es viele Zeugen. Nach Swami Sivananda ist der optimale Weg zur Erleuchtung (spirituellen Selbstverwirklichung, inneres Glück) die Verbindung aus einem Leben in der Ruhe (Abgeschiedenheit von der Welt), des spirituellen Übens (Yoga, Gehen, Meditation, Gedankenarbeit) und der umfassenden Liebe (Gutes tun, das Glück aller wünschen). Nach Yogi Nils ist es auch wichtig ausreichend die Freude zu leben. Man sollte seinen spirituellen Weg so gestalten, dass man sich wohl fühlt. Optimal ist nach seiner Auffassung für die Entwicklung des inneren Glücks (der Erleuchtung, eines Lebens im Licht) die individuell richtige Dosierung von Ruhe, Weisheit, Liebe, Freude und Selbstdisziplin.

27. Dezember
Große erleuchtete Wesen. In allen großen Religionen gibt es verschiedene Definitionen von Gott. Es gibt in den Religionen den persönlichen und den abstrakten Gottesbegriff. Manche Erleuchtete (Mystiker) empfinden Gott eher als Person und manche als höhere Dimension im Kosmos. Im Buddhismus und im Hinduismus dominiert die abstrakte Gottesvorstellung. Im Buddhismus wird das oberste Prinzip Nirwana und im Hinduismus Brahman genannt. Jesus spricht von Gott als Vater. Bei Moses dominiert der abstrakte Gottesbegriff. In seiner zentralen Definition beschreibt Moses Gott mit den Worten: „Ich bin.“ Diese Worte verweisen auf Gott als glücklichen Seinszustand, den man in der Erleuchtung erfährt. In den Worten „Ich bin“ ist der Hauptweg zur Erleuchtung enthalten. Der Mensch muss ein kosmisches Bewusstsein entwickeln. Dabei verliert er sein Ich-Bewusstsein (sein Ego). Er erfährt sich als reines Bewusstsein, als eins mit allem und kann von sich nur sagen: „Ich bin.“ Er kann nicht sagen : „Ich bin der… (Name).“ Er identifiziert sich mit allem, empfindet sich persönlich als Nichts (Egolos) und seinen Bewusstseinszustand als Sein.
Obwohl sich beide Gottesdefinitionen in allen großen Religionen befinden, kann man doch sagen, dass im Christentum, Judentum und Islam die persönliche und im Hinduismus, Buddhismus und Taoismus die abstrakte Sichtweise vorherrscht. Eine große Brücke zwischen den Religionen hat Amma (Amritanandamayi) gebaut. Nach Amma gibt es im Kosmos große erleuchtete Wesen (vollständig erleuchtete Seelen). Diese Wesen besitzen ein kosmisches Bewusstsein. Sie fühlen sich eins mit dem Kosmos (mit Gott). Und sie empfinden sich auch untereinander letztlich alle als eins. Man kann deshalb sagen, dass sie alle ein Wesen (ein Gott) sind. Und man kann es so ausdrücken, dass sie sich alle als Freunde ansehen. Nach Amma fühlt sich bei einem Gebet immer eines dieser höheren Wesen angesprochen und reagiert. Dabei ist es egal, welchen Namen ein Mensch verwendet. Es ist egal, ob man Allah, Gott, Jesus, Krishna oder Buddha anruft. Wichtig ist nur, dass man von einer höheren Instanz im Kosmos Hilfe haben möchte. Als spirituell fortgeschrittener Mensch spürt man die Energiestrahlen, die aus den Statuen und Bildern der erleuchteten Meister kommen. Sie verwandeln sich dann zu innerer Kraft, Frieden, positiven Gedanken oder spirituellen Visionen (im Traum oder Wachbewusstsein).
Ein großer Schatz im Leben ist es einen erleuchteten Meister zu haben. Zu wem hast du Vertrauen? Wessen spirituelle Lehre findest du gut? Wer sich jeden Tag auf seine Art mit einem erleuchteten Menschen verbindet (Gebet, Meditation, Orakel, Lesen), der wächst ins Licht. Denke das Mantra: „Om alle erleuchteten Meister. Om innere Weisheit. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg.“ Du kannst auch den Namen deines persönlichen spirituellen Vorbildes in das Mantra einfügen (Jesus Christus, Buddha, Krishna, Gott). Fühl dich wirklich mit deinem erleuchteten Meister verbunden. Visualisiere ihn über oder vor dir. Dann fließt seine spirituelle Energie mit dem Mantra in dich hinein und stärkt dich auf deinem Weg.

28. Dezember

Das Paradies ist ein Ort, an dem glückliche Menschen in einer glücklichen Umgebung leben. Spirituell entsteht das größte Glück durch die Erleuchtung. Es ist möglich, seine Umwelt als Paradies zu visualisieren, dadurch seine Kundalini-Energie zu aktivieren und zur Erleuchtung zu gelangen. Das ist eine Aufgabe der Paradiesvorstellungen in den verschiedenen Religionen. Man sieht sich in der Mitte einer goldenen Stadt (Palast Brahmas, Neues Jerusalem) oder in einer schönen Landschaft (Garten Eden, Avalon). Die Kundalini-Energie kann erweckt werden, wenn man sich oder sein spirituelles Vorbild (Brahma, Jesus, Gott) in der Mitte des Paradieses visualisiert. Hilfreich ist es auch sich einen Paradiesbaum mit vielen Äpfeln vorzustellen, um den sich eine Schlange (die Schlange der Heilung und Erleuchtung) windet. Verstärkt wird die Glücksenergie, wenn man um das Paradies herum eine Mauer (Himmlisches Jerusalem), ein Meer (um den indischen Weltenberg Meru) oder einen Fluss (vier Flüsse in der Bibel) visualisiert.
Wikipedia Himmel: Nach traditioneller christlicher Vorstellung ist der Himmel ein Ort und Zustand vollendeter übernatürlicher Glückseligkeit, die in der unmittelbaren Anschauung Gottes ihren Grund hat. Die himmlische Seligkeit dauere in alle Ewigkeit an. Jesus vergleicht den Lohn für die guten Werke mit Schätzen im Himmel, die unverlierbar sind. „Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen.“ (Mt 6,19–20 EU). Siehe auch Wikiversity Paradies

Paradiesmeditation: Wir visualisieren den Kosmos um uns herum voller Sterne. Wir denken mehrmals das Mantra: „Sterne.“ Wir machen dabei große Kreise mit den Armen. Bis in uns das Gefühl des Einsseins mit dem Kosmos entsteht. Wir fühlen uns geborgen in der großen Ordnung des Kosmos. Wir überlegen uns die positiven Punkte in unserem Leben. Wir denken das Mantra: „Positiv in meinem Leben ist …“ Wir zählen so viele positive Dinge auf, bis unser Geist positiv wird.

Wir stellen uns vor, dass alle unsere Wünsche erfüllt werden. Welche Wünsche hast du? Werde dir aller deiner Wünsche bewusst. Erfülle sie dir oder lasse sie los. Definiere deinen Genugpunkt. Verlange nichts darüber hinaus. Gelange zur Zufriedenheit mit dir und deinem Leben.
Wir visualisieren uns als Erleuchteter, Heiliger, Engel, Buddha oder Göttin der Liebe. Wir wünschen eine glückliche Welt. Wir bewegen segnend eine Hand und denken: „Ich sende Licht zu … (zähle mehrere Menschen auf und hülle sie in Licht und Liebe ein). Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“
Wir bewegen weiter segnend unsere Hand. Wir durchstrahlen auch alle Leidbereiche mit Licht. Wir senden allen leidenden Wesen Licht. Wir hüllen sie mit Licht ein und denken das Mantra: „Ich sende Licht zu …“ Wir denken an die Probleme in unserem Leben und senden allen Problemen Licht. Wir hüllen sie mit Licht ein und denken das Mantra: „Meine Probleme sind … Ich sende ihnen Licht.“ Wir hüllen unsere Probleme so lange mit Licht ein, bis wir sie annehmen und in unser Leben integrieren können. Wir werden zu einem Meister des Lebens, der in allen Lebenssituationen im Licht bleiben kann.
Wir visualisieren um uns herum eine Sonne aus starker Energie von Liebe und Glück. Wir denken das Mantra: „Om Sonne, Licht, Liebe, Frieden, Glück.“ Wir laden unsere Seele vollständig mit Licht und Glück auf. Wir ruhen einige Zeit in der Energie aus Licht, Liebe und Glück.

Wir verbinden uns mit Gott oder den erleuchteten Meistern (Buddha, Jesus, Mohammed, dem Yogaweisen Patanjali). Wir reiben die Handflächen vor dem Herzchakra und denken je nach persönlichem Glauben: „Lieber Gott“ („Allah“, „Jesus Christus“, „Buddha“, „Om alle erleuchteten Meister“). Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg.“ Vorwärts. Gelingen. Das Licht ist mit dir.

29. Dezember

Das perfekte Leben

Nils: Alles ist perfekt so wie es ist. Das erkennt nur ein Erleuchteter. Leider bin ich manchmal nicht besonders erleuchtet.“ 😉

Britta (Facebook): also ist es nicht perfekt …für dich…?

Nils: Für mich ist es auf einer tieferen Ebene alles perfekt, aber auf einer oberflächlichen Ebene manchmal nicht. 😉

Britta: das kenne ich….die kognitive dissonanz zwischen theorie und praxis….

Nils: Nein, so ist es nicht. Ich spüre verschiedene Ebenen in mir und lebe in verschiedenen Ebenen. Ich lebe in der Lichtebene, in der nur Frieden, Liebe, Glück und Einheit existiert. Und ich lebe in der Ebene der Welt (der Dualität, der Anhaftungsenergien). Ich muss in die Ebene der Dualität gehen, wenn ich in der Welt handeln will. Und ich kann mich immer wieder in die Licht-Ebene zurückziehen.

Britta: musst du eigentlich gar nicht mehr arbeiten ?

Nils: Als ich beschlossen habe als Yogi zu leben, bekam ich „zufällig“ einen Forschungsauftrag an der Uni, wo ich in zwei Jahren so viel Geld verdient habe, dass ich den Rest meines Lebens davon leben kann. Hinzu kommt, dass ich relativ bedüftnislos bin. Und dass ich meine Yogihütte von meinen Großeltern geerbt habe.

Britta: wow…das ist ja gut gelaufen….was hast du denn erforscht an der uni….den humor von unerleuchteten….lach?

Nils: Ich habe über den Faschismus geforscht. Wie er sich an den juristischen Fakultäten ausgewirkt hat. Überwiegend Mitläufer. Ich bekam den Forschungsauftrag von einem linken Professor, den ich aus meiner linken Studentenzeit her kannte. Es hat sich in meinem Leben immer alles gefügt und ich habe auch gut alle Situationen genutzt.

Britta: schön, dass sich alles so fügt bei dir.

30. Dezember

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte:
Ich würde weniger Fehler machen. Der Weise lernt dazu 😉
Ich sollte Gott etwas ernster und äußere Dinge etwas weniger ernst nehmen.
Etwas gesünder könnte ich noch leben, insbesondere weniger Süßigkeiten essen.
Ich habe meine Lebenszeit gut genutzt.
Und ich bin froh darüber.
Man kann nicht nur gute Augenblicke haben.
Das Leben besteht aus Freude und Leid.
Darüber kann man sich nur in der Erleuchtung erheben.
Ich bin immer ein Kind geblieben.
Ich bin jetzt 60 und habe noch einige Jahre vor mir.
Und alles ist genau gut und richtig so wie es ist.
Ich lebe im Wesentlichen.
Ich wachse jeden Tag ein kleines Stück mehr ins Licht.
Ich nehme so viele Menschen wie möglich mit ins Licht.
Ich empfinde mein Leben als sehr erfüllt.
Ich bin dankbar, dankbar, dankbar,
weil ich mein Leben auf den Fels der Weisheit und Liebe aufgebaut,
das Lachen ausreichend gepflegt habe
und die Geschenke des Lebens zu würdigen verstehe.

File:Pöstlingberg Silvester.JPG

31. Dezember Silvester.

Was macht ihr Silvester?
Welche guten Vorsätze habt ihr?
Guten Rutsch !!

Wikipedia: Das Kirchenjahr endet nicht an Silvester, sondern vor der Vesper am Vorabend des 1. Adventssonntags, und der Weihnachtsfestkreis endet erst an Epiphanias (6. Januar, „Erscheinung des Herrn“, evangelisch) bzw. am Fest der Taufe Jesu am darauffolgenden Sonntag (katholisch). In Evangelischen Gottesdiensten wird in der Predigt des Altjahresabends oft die Jahreslosung ausgelegt und das Motto vergehende Zeit beispielsweise mit dem Lied Von guten Mächten wunderbar geborgen steht im Mittelpunkt. Das Jahresendfest hatten bereits die Römer gefeiert, erstmals im Januar zu Beginn des Jahres 153 v. Chr., als der Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar verschoben wurde. Die Feuer-Feste am Jahresende haben alte germanische Wurzeln. Die Assoziation des Jahresendes mit dem Namen Silvester (deutsch ‚Waldmensch‘, von lateinisch silva ‚Wald‘) geht auf das Jahr 1582 zurück. Damals verlegte die Gregorianische Kalenderreform den letzten Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den 31. Dezember, den Todestag des Papstes Silvester I. († 31. Dezember 335).

Die fünf Grundsätze der Gesundheit

1. Ernähre dich gesund. Eine gesunde Ernährung besteht aus frischer, vielseitiger, vitamin-, spurenelement- und mineralienreicher Nahrung: Obst, Gemüse, Getreide, Milch, Kartoffeln, Hülsenfrüchte etc. Es wird empfohlen wenig oder kein Fleisch zu essen und sich zur Hälfte von Rohkost (rohem Obst und Gemüse) zu ernähren. Mindestens sollten wir einen Apfel (ein Stück Obst oder rohes Gemüse wie zum Beispiel eine Karotte, Tomate, Salat, Paprika) am Tag essen. Dadurch bekommt der Körper viele Vitamine und Mineralstoffe, die ihn vor Krankheiten schützen.

2. Vermeide Schadstoffe. Drogen, Rauchen und Alkohol verursachen viele Krankheiten und verkürzen normalerweise das Leben erheblich (um 10 bis 20 Jahre). Zu viele Süßigkeiten (Zucker, Fett), viel Salz und viele Schnellimbisse (Fastfood) sind ebenfalls ungünstig.

3. Bewege dich viel. Einmal am Tag eine halbe bis eine Stunde Ausdauersport (Gehen, Joggen, Radfahren, Schwimmen) halten den Körper stark und gesund. Notfalls reicht auch eine halbe Stunde auf dem Heimtrainer (Rad, Laufband) oder dynamischer Yoga. Wenn es gar nicht anders geht, bewege dich mindestens am Wochenende eine Stunde. Wichtig ist es, dass der Körper gut durchgewärmt wird (bis zum leichten Schwitzen üben). Dadurch werden Krankheitskeime abgetötet.

4. Entspanne dich ausreichend. Stress schadet der Gesundheit. Stress sollte immer wieder durch ausreichende Erholungsphasen, Yoga oder Meditation abgebaut werden. Für das innere Glück ist es wichtig im persönlich richtigen Verhältnis von Aktivität (Arbeit) und Ruhe zu leben. Wer regelmäßig meditiert, gelangt zum inneren Frieden.

5. Denke positiv. Positive Gedanken führen zu positiven Gefühlen. Übe Eigenschaften wie innerer Frieden, Selbstdisziplin, Weisheit, Liebe und Lebensfreude. Finde eine positive Aufgabe in deinem Leben. Arbeite für das Glück aller Wesen. Wer regelmäßig an seinen Gedanken arbeitet und weise lebt, wird im Laufe seines Lebens immer glücklicher. Er wird am Ende seiner Tage zufrieden mit sich und seinem Leben sein. Er ist ein Meister des Lebens.

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