Paradies (Wikiversity)

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(aus der Wikiversity)

„Das bis heute erreichte Wissen der Menschheit könnte aus der Welt ein Paradies machen.“ – Joseph Weizenbaum, 2008

Wikipedia Himmel

Nach traditioneller christlicher Vorstellung ist der Himmel ein Ort und Zustand vollendeter übernatürlicher Glückseligkeit, die in der unmittelbaren Anschauung Gottes ihren Grund hat. Die himmlische Seligkeit dauere in alle Ewigkeit an. Jesus vergleicht den Lohn für die guten Werke mit Schätzen im Himmel, die unverlierbar sind. „Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen.“ (Mt 6,19–20 EU) Der Grad der himmlischen Seligkeit sei bei den einzelnen Seligen verschieden je nach Grad ihrer Verdienste. Im NT benennt das Reich Gottes oder Reich der Himmel als zukünftigen Ort, an dem die Gerechten in leuchtender Gestalt wohnen werden (Mt 13,43) (auch genannt: die Geretteten ).

Wikipedia Garten Eden

Paradies ist ein aus dem altiranischen (avestisch) stammendes Wort für ein umgrenztes „eingehegtes Gebiet“; in der griechischen Übersetzung der Bibel wurde er zur Bezeichnung des „Garten Eden“ verwendet. Im Zoroastrismus, nach Zarathustra, gelangen die Seelen nach dem Tod an die Cinvat-Brücke. Hier wird Gericht über Gute und Böse gehalten. Die Guten gelangen in die seligen Gefilde des Paradieses Garodemäna (später Garotman), des „Orts der Lobgesänge“; die Seele des Bösen aber gelangt an den „schlechtesten Ort“ (die Hölle). Parallelen zur späteren christlichen Lehre vom jüngsten Gericht sind unverkennbar. In der jüdischen Tradition wurde der Name Gan Eden zum Sammlungsort der Gerechten nach dem Tod. In der Mitte des Paradieses stehen der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Vom Garten Eden wird im 1. Buch Mose erzählt. Der Mensch, hebräisch adam, der aus Staub auf der Erde, hebr. adama, gebildet wird und Chawa, seine Frau (Eva), waren die einzigen menschlichen Bewohner Edens.

Genau genommen muss man den Begriff Paradies gemäß der Bibel auf die Zeit vor dem Sündenfall anwenden, als Adam und Eva in einem paradiesischen Zustand im sogenannten Garten Eden lebten. Es gab keine Feindschaft zwischen Mensch und Tier, keine Dornen und Disteln, der Mensch konnte sich ohne Mühe ernähren. Was das Leben der Erlösten nach dem Tod angeht, so bezeichnet die Bibel diesen Zustand als Ewiges Leben oder Reich Gottes, was sich vom Paradies in einigen Punkten unterscheidet. Johannes, dem Schreiber der Offenbarung, wird von Gott ein Blick in dieses neue Reich gewährt (siehe Offenbarung 21–22). In diesem Reich wird Gott selber regieren, es wird ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit sein. Tod, Krankheit und Mühe werden der Vergangenheit angehören. Es wird keine Nacht mehr geben, Gott selbst wird das Licht sein. (Lukas 20,34-36).

Die transzendierten Vorstellungen vom „Paradies“ als Garten und dem Leben darin sind sehr vielfältig und geben einen interessanten Einblick in die Bedürfnisse und Sehnsüchte der jeweiligen Kultur: die Kelten hatten Avalon, den „Apfelgarten“, die Griechen hatten den Garten der Hesperiden auf einer Insel im Westen mit seinen Goldenen Äpfeln. War es für die Christen in dem meist ländlichen Mittelalter die Stadt – das Himmlische Jerusalem (Offb. 21) –, rückte später der Garten Eden (Gen. 2) in den Vordergrund.

Wikipedia Neues Jerusalem

Das Neue Jerusalem (auch „Himmlisches Jerusalem“ genannt) entspringt einer Vision aus dem neutestamentlichen Buch der Offenbarung des Johannes, Kapitel 21, wonach am Ende der Apokalypse eine neue Stadt, ein neues Jerusalem entstehen wird. Dies geschieht, nachdem der alte Himmel und die alte Erde vergangen sind. So beschreibt Offb 21,1–2 EU, dass bei der Apokalypse, dem letzten Gericht und dem Endkampf zwischen Gott und dem Teufel, letzten Endes Gott als Sieger aus diesem Kampf hervorgehen wird. Daraufhin werden die Erde und der Himmel erneuert und eine Stadt wird aus dem Himmel herabfahren: das neue Jerusalem. In Offb 21,11–15 EU folgt eine detaillierte Beschreibung der Stadt. Sie soll von gleißendem Licht strahlen, aus glasartigem Gold und von würfelförmiger Gestalt sein. Auf jeder der vier Seiten existieren jeweils drei Stadttore innerhalb der Stadtmauer, auf denen wiederum insgesamt zwölf Engel stehen. Zusätzlich sollen auf den Toren selbst die Namen der zwölf Stämme Israels vermerkt sein. Tore und Mauern sind mit Juwelen und Edelsteinen geschmückt.

Inhalt 

  • 1 Erleuchtung und Paradies
  • 2 Paradies-Meditation
  • 3 Die drei Himmel
  • 4 Der Weg ins Paradies
  • 5 Das Paradies im Christentum
  • 6 Judentum und Paradies
  • 7 Das Paradies im Islam
  • 8 Das Paradies im Hinduismus
  • 9 Das Paradies im Buddhismus
  • 10 Diskusssion
  • 11 Siehe auch
  • 12 Weblinks

Erleuchtung und Paradies

Das Paradies ist ein Ort, an dem glückliche Menschen in einer glücklichen Umgebung leben. Der Ort kann im Diesseits und im Jenseits existieren.

Im Diesseits können wir eine Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks aufbauen. Dazu ist es erforderlich unsere Welt nach den Regeln des Glücks für alle zu organisieren. Alle Menschen müssen etwas zu essen haben, eine gute Arbeit haben, in Sicherheit leben, gesund sein (gute Gesundheitsvorsorge) und gute Beziehungen untereinander haben. Das Lebensglück eines Menschen kommt nach den aktuellen Erkentnissen der Wissenschaft (Sonja Lyubomirsky) vorwiegend aus seinem Inneren. Es ist deshalb wichtig, dass die Welt so organisiert wird, dass sich inneres Glück entwickeln kann. Desweiteren sollen auch die Menschen selbst nach den Grundsätzen des inneren Glücks leben (gesunde Lebensweise, gute Beziehungen, positives Denken).

Spirituell entsteht das größte Glück durch die Erleuchtung. Das Reich Gottes ist grundsätzlich ein innerer Zustand, in dem man Gott in sich spürt und gleichzeitig auch das Licht Gottes in der Welt sieht. Durch Übungen wie Meditation und Gedankenarbeit (positives Denken, im Wesentlichen leben) kann ein Mensch erreichen, dass er in einem großen inneren Glückszustand lebt. Ist ein Mensch innerlich glücklich, sieht er auch das Positive in der Welt. Er kann seine Welt als Paradies wahrnehmen. Es ist möglich, durch Visualisierungen seine Kundalini-Energie zu aktivieren und zur Erleuchtung zu gelangen. Das ist eine Aufgabe der Paradiesvorstellungen in den verschiedenen Religionen. Man sieht sich in der Mitte einer goldenen Stadt (Palast Brahmas, Neues Jerusalem) oder in einer schönen Landschaft (Garten Eden, Avalon). Die Kundalini-Energie kann erweckt werden, wenn man sich oder sein spirituelles Vorbild (Brahma, Jesus, Gott) in der Mitte des Paradieses visualisiert. Hilfreich ist es auch sich einen Paradiesbaum mit vielen Äpfeln vorzustellen, um den sich eine Schlange (die Schlange der Heilung und Erleuchtung) windet. Verstärkt wird die Glücksenergie, wenn man um das Paradies herum eine Mauer, ein Meer oder einen Fluss (vier Flüsse in der Bibel) visualisiert.

Alle Religionen der Welt gehen davon aus, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Grundsätzlich gibt es im Jenseits zwei Bereiche, den Himmel und die Hölle. Den religiösen Begriff Himmel kann man auch mit den Worten Paradies oder Lichtwelt beschreiben. Wer auf der Erde ein Erleuchtungsbewusstsein entwickelt hat, behält es auch nach seinem Tod und steigt mit seiner Seele in die Jenseitsbereiche des Lichts auf. Wer vor seinem Tod nicht erleuchtet ist, kann mit Hilfe eines erleuchteten Meisters (Jesus) oder mit seinen spirituellen Übungen (Kundalini-Yoga, Mantra, Meditation, Gebet) ins Paradies gelangen. Es gibt verschiedene Paradiesbereiche.. Ich habe die mir bekannten Paradiesebenen symbolisch in der Paradies Meditation beschrieben.

Der Himmel (das Paradies) ist ein Bereich der Erleuchtung. Dort kommt man nur hin, wenn sich vorher das Ego (der Egoismus) aufgelöst hat. Wir müssen in ein Erleuchtungsbewusstsein (zur Heiligkeit, inneren Heilung) gelangen, wenn wir im Jenseits zu Gott (zur Erfahrung Gottes) aufsteigen wollen. Wir müssen deshalb auf der Erde oder im Jenseits zuerst durch eine Phase der seelischen Reinigung gehen.

Paradies-Meditation

1. Körper = Wir konzentrieren uns auf unseren Körper und bringen dadurch unseren Geist zur Ruhe. Wir spüren in unsere Beine und Füße hinein. Wir lassen Licht um unsere Beine und Füße kreisen. Wir denken dabei das Wort „Licht“ als Mantra. Wir lassen Licht um unsere Arme und Hände kreisen. Wir denken „Licht“. Wir konzentrieren uns auf unseren Kopf, lassen Licht um unseren Kopf kreisen und denken das Mantra „Licht“. Wir hüllen unseren ganzen Körper mit Licht ein und denken „Licht.“ Dann entspannen wir uns.

2. Energiewolke = Wir beginnen jetzt unseren Aufstieg in den Himmel. Zuerst gehen wir in die Astralwelt. Wir werden zu einer Seele. Wir visualisieren eine Wolke aus feinstofflicher Energie um unseren Körper herum. Wir sind diese Wolke. Wir konzentrieren uns auf die Wolke und nicht auf unseren Körper. Wir lassen unseren Körper los. Wir denken mehrmals das Mantra: „Ich bin eine Wolke. Ich bin eine Seele. Ich bin unabhängig von meinem Körper.“ Wir denken das Mantra so lange, bis wir uns als Wolke um unseren Körper herum fühlen.

3. Sterne = Wir visualisieren den ganzen Kosmos um uns herum voller Sterne. Unsere Seele kann überall hinreisen, wenn sie es will. Wir meditieren auf den Kosmos. Wir denken mehrmals das Mantra: „Sterne.“ Wir machen dabei große Kreise mit den Armen. Bis in uns das Gefühl des Einsseins mit dem Kosmos entsteht. Wir fühlen uns geborgen in der großen Ordnung des Kosmos. Wir sind eins mit uns und der Welt.

4. Welt der positiven Seelen = Wir gelangen in die oberste Astralwelt, die hinter dem materiellen Kosmos liegt. Das ist die Welt der positiven Seelen. Wir werden in uns positiv. Wir überlegen uns die positiven Punkte in unserem Leben. Wir denken das Mantra: „Positiv in meinem Leben ist …“ Wir zählen so viele positive Dinge auf, bis unser Geist positiv wird.

5. Welt der glücklichen Seelen = Über der Welt der positiven Seelen liegt die Welt der glücklichen Seelen (Seligen). Wir sind jetzt im Paradies. Wir stellen uns vor, dass alle unsere Wünsche erfüllt werden. Welche Wünsche hast du? Werde dir aller deiner Wünsche bewusst. Erfülle sie dir oder lasse sie los. Definiere deinen Genugpunkt. Verlange nichts darüber hinaus. Gelange zur Zufriedenheit mit dir und deinem Leben: „Mein Weg der Zufriedenheit ist …“

6. Welt der Heiligen = Über der Welt der glücklichen Menschen liegt die Welt der Heiligen (Erleuchteten). Wir wünschen eine glückliche Welt. Wir bewegen segnend eine Hand und denken: „Ich sende Licht zu … (zähle mehrere Menschen auf und hülle sie in Licht und Liebe ein). Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“

7. Große Umwandlung = Wir bewegen weiter segnend unsere Hand. Wir erfüllen den ganzen Kosmos mit Liebe und Licht. Wir durchstrahlen auch alle Leidbereiche mit Licht. Wir senden allen leidenden Wesen Licht. Wir hüllen sie mit Licht ein und denken das Mantra: „Ich sende Licht zu …“ Wir denken an die Probleme in unserem Leben und senden allen Problemen Licht. Wir hüllen sie mit Licht ein und denken das Mantra: „Licht.“ Wir hüllen unsere Probleme so lange mit Licht ein, bis wir sie annehmen und in unser Leben integrieren können. Wir werden zu einem Meister des Lebens, der in allen Lebenssituationen im Licht bleiben kann.

8. Siebter Himmel = Wir kommen in den siebten Himmel. Wir visualisieren um uns herum eine Sonne aus starker Energie von Licht, Liebe und Glück. Die Hände liegen entspannt in unserem Schoß. Wir denken das Mantra: „Om Licht, Liebe, Glück.“ Wir laden unsere Seele vollständig mit Licht, Liebe und Glück auf. Wir ruhen einige Zeit in der starken Energie aus  Licht, Liebe und Glück.

9. Gebet = Wir verbinden uns mit den erleuchteten Meistern (Buddha, Jesus, Mutter Maria, Gott). Wir reiben die Handflächen vor dem Herzchakra und denken: „Om alle erleuchteten Meister. Om innere Weisheit. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg.“ 

10. Zurückkommen = Wir bewegen die Füße. Wir strecken und räkeln uns. Wir sind wieder auf der Erde und in unserem Leben. Wir werden auf unserem Lebensweg beschützt. Wir können voller Vertrauen und Optimismus in die Zukunft gehen. Das Licht ist mit uns.

Die drei Himmel

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Der Apostel Paulus

(2. Korinther – Kapitel 12) 1 Es ist mir ja das Rühmen nichts nütze; doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarung des HERRN. 2 Ich kenne einen Menschen in Christo; vor vierzehn Jahren (ist er in dem Leibe gewesen, so weiß ich’s nicht; oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ich’s nicht; Gott weiß es) ward derselbe entzückt bis in den dritten Himmel. 3 Und ich kenne denselben Menschen (ob er im Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es); 4 der ward entzückt in das Paradies und hörte unaussprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann. 5 Für denselben will ich mich rühmen; für mich selbst aber will ich mich nichts rühmen, nur meiner Schwachheit.

Bericht eines Mystikers (Zitat aus Theologieforum, 2012)

Es gibt viele Bereiche im Jenseits. Man kann das Jenseits in drei Hauptbereiche einteilen. Der höchste Bereich ist Gott selbst, das Licht, der dritte Himmel. Der dritte Himmel befindet sich in der Mitte des zweiten Himmels. Man kann in den dritten Himmel gelangen, in dem man sich in der Mitte des zweiten Himmels den Altar Gottes, einen Paradiesbaum mit Früchten (Garten Eden) oder ein Lichtmeer (eine Sonne, Jesus Christus, das Licht Gottes) vorstellt. Wer in den dritten Himmel gelangt, lebt in Gott. Er hat sein Ich-Bewusstsein (Ego) aufgelöst und ruht im Frieden, in der Wahrheit und im höchsten Glück. So habe ich bei meiner Entrückung in den dritten Himmel diesen Paradiesbereich erfahren. Meine Erfahrung des dritten Himmels entsprach genau dem, was der Apostel Paulus darüber geschrieben hat. Hinduistisch interpretiert handelt es sich um den Aufstieg der Kundalini-Energie vom Beckenboden bis zum Kopf (Scheitelchakra). Dann sieht man Gott. Es ist eine hohe spirituelle Erfahrung. Ich durfte sie auch nur einmal machen. Ich spürte deutlich wie eine warme Energiesäule (der Stab Moses) in der Mitte meines Körpers bis in den Kopf aufstieg. Dann schaltete sich mein Bewusstsein völlig um. Ich war plötzlich in einer ganz anderen Dimension, die nur aus Wahrheit, Liebe und Frieden bestand. Es gab mich als Körper nicht mehr. Mir war spontan bewusst, dass das Ziel aller Seelen ist. Ich konnte danach plötzlich den tieferen Sinn hinter den Worten der Bibel begreifen.

Bei einer weiteren Entrückung gelangte ich in den ersten und den zweiten Himmel. Im ersten Himmel traf ich auf meinen verstorbenen Vater. Er begleitete mich bis an die Grenze zum zweiten Himmel. Diese Grenze konnte er nicht überschreiten. Ich dagegen konnte diese Grenze dank meiner langjährigen spirituellen Praxis überwinden. Ich sah durch ein Fenster in den zweiten Himmel. Er war wie ein großes Meer aus glücklicher Energie, in dem viele Heilige lebten (schwebten). Ich erkannte sie als Heilige aus vielen Religionen. Einige Heilige erblickten mich. Sie kamen auf mich zu und wollten mich dort behalten. Da ich aber auf der Erde noch viel zu tun habe, kehrte ich schnell wieder in meinen Körper zurück. Ich war nach der Begegnung mit den Heiligen drei Tage in einem tiefen Glückszustand. Ich sah meine Umwelt als Paradies. Das Paradies war für drei Tage auf die Erde gekommen.

Der zweite Himmel ist der Bereich der Formen. Es ist der Bereich der Heiligen und Seeligen. Wir leben dort überwiegend im Frieden, in der Liebe und im Glück. Es gibt dort vielfältige glückliche Wesen. Wir können untereinander kommunizieren und uns auch mit allen Bereichen und Wesen unter dem zweiten Himmel verbinden. Wir können allen mit uns verbundenen Menschen Licht senden und sie auf ihrem spirituellen Weg stärken. Eine Seele besteht aus Gedanken und Gefühlen. Da der zweite Himmel das Paradies der Formen ist, können wir uns dort kraft unserer Vorstellung Formen schaffen, in denen wir glücklich sind. Wir können uns ein Bild von uns schaffen. Wir können dort so sein, wie wir gerne sein möchten. Gut ist es sich als Engel, Heiligen oder Erleuchteten zu sehen. Wenn wir eine bestimmte Person mit bestimmten Eigenschaften sein möchten, können wir das sein. Wir können auch unsere Umgebung nach unseren Vorstellungen formen. Wir können uns die Paradiesumwelt schaffen, in der wir glücklicn sind. Wir können unsere Paradiesumwelt als Garten Eden (Naturparadies) oder als goldenes Jerusalem (schöne Stadt) gestalten. In den Religionen auf der Erde gibt es viele Paradiesvorstellungen. Sie sind alle gut, wenn sie uns helfen ins Paradies aufzusteigen und dort glücklich zu verweilen.

Der erste Himmel ist kein Paradies im eigentlichen Sinne. Es ist das normale Jenseits, das auch Astralwelt oder Hölle genannt wird. Der Begriff Hölle stammt von den Germanen und bezeichnet grundsätzlich einfach nur neutral das Jenseits. Im Jenseits gibt es Bereiche, die man wirklich als Hölle (als unschön) beschreiben kann. Es sind Gefängnisse im Jenseits, durch die die anderen Seelen vor besonders schlechten Wesen geschützt werden. In diesem Jenseits gibt es Bereiche, in denen manche Seelen auf den Aufstieg in den zweiten Himmel vorbereitet werden. Diese Bereiche werden von den Katholiken als Fegefeuer bezeichnet. Im weiteren Sinne gehört auch die Erde dazu, wenn wir dort spirituell üben. Wer ausreichend spirituell übt, nimmt bereits an der Gnade Gottes teil, weil er eines Tages ins Paradies aufsteigen wird. Ausreichend spirituell übt, wer im Laufe seines Lebens seine Seele immer weiter reinigt. Nach der Bergpredigt von Jesus Christus werden alle im Geiste Reinen Gott schauen, also ins Paradies gelangen. Die spirituellen Übungen sind je nach Religion verschieden. Wir können beten, meditieren, kontemplativ sein oder in der umfassenden Liebe leben (allen Wesen Gutes tun).

Gott ist ein Mysterium, dass wir in der Erleuchtung begreifen können. Gott ist innen und außen. Gott wirkt durch alle Dimensionen. Gott kann deshalb auch auf der Erde erfahren werden, allerdings nicht in der reinen Form wie im Jenseits. Wir können auch auf der Erde ein Paradiesbewusstsein entwickeln und unsere Umwelt als Paradies spüren. Grundsätzlich ist der Bewusstseinszustand vor dem Tod gleich dem Bewusstseinszustand nach dem Tod. Wer vor dem Tod erleuchtet ist, gelangt nach dem Tod grundsätzlich direkt zu Gott. Wer vor dem Tod ein Paradiesbewusstsein hat, steigt nach dem Tod direkt ins Paradies auf. Es ist deshalb günstig, vor dem Tod positive Eigenschaften wie Liebe, Frieden, spirituelle Selbstdisziplin und Wahrhaftigkeit zu entwickeln. Wer vor dem Tod nicht erleuchtet (kein Heiliger) ist, der kann ins Paradies gelangen, wenn er sich regelmäßig mit einem erleuchteten Helfer (Jesus Christus) verbunden hat. Deswegen ist das tägliche Gebet, das tägliche Lesen in heiligen Büchern und die ständige Verbundenheit mit Gott wichtig.

Der Weg ins Paradies

(Zitat aus Theologieforum, 2012)

Kerosin (undogmatische Christin): Wie eine andere Welt jenseits des Materiellen wohl aussehen mag. Ich glaube, diese andere Welt ist sehr kompliziert und vor allem vielleicht auch anders, als wir uns das jemals vorstellen können.

Mystiker: Liebe Kerosin, nach meiner Lektüre der vielen Jenseitsberichte scheint alles ziemlich kompliziert zu sein. Insbesondere wenn man die Schriften der Theosophen liest. Nach meiner Erfahrung ist es aber letztlich ganz einfach. Dein Bewusstseinszustand vor dem Tod ist gleich deinem Bewusstseinszustand nach dem Tod. So wie es dir hier gefühlsmäßig geht, so wird es dir auch nach dem Tod im Jenseits gehen. Du fließt dann einfach als Seele in die Bereiche, die deinem Gefühlszustand entsprechen. Wenn du auf der Erde ein grundsätzlich positiver Mensch bist, bist du es auch im Jenseits. Wenn du auf der Erde eher negativ bist, triffst du dich im Jenseits mit Gleichgesinnten. Wenn du vor dem Tod depressiv bist, bist du es auch nach dem Tod. Nach meiner Erfahrung ist es im Jenseits grundsätzlich etwas besser, aber nicht wesentlich.

Wenn es dir im Jenseits geistig gut gehen soll, muss du auf der Erde an deinen Gedanken und Gefühlen arbeiten. Es gibt spirituelle Übungen, mit denen du dein Bewusstsein anheben kannst. Du kannst beten, in der Bibel lesen, aufbauende Lieder singen, tanzen oder einen schönen Spaziergang machen. Du kannst deine negativen Gedanken beobachten und sie durch positive Gedanken ersetzen. Durch bestimmte Meditationstechniken kannst du deine Kundalini Energie (den heiligen Geist in dir) erwecken und mit deinem Bewusstsein in die Paradiesebene (zur Erleuchtung, Heiligkeit) gelangen.

Das Paradies im Christentum

Das Vaterunser als Weg ins Paradies: „Dein Reich komme.“

Aus der Sicht eines Mystikers ist das Paradies ein Symbol für den Bewusstseinszustand des Seins. Moses fragte Gott nach seinem Namen und Gott antwortete „Ich bin (der ich bin)“. Das Sein ist ein Zustand der Anhaftungslosigkeit. Man haftet weder an dem Guten (den weltlichen Genüssen) noch am Bösen (dem Leid) an. Wenn wir dieses üben entsteht eine große innere Entspannung. Im Zustand der inneren Entspannung kann sich das Wohlgefühl und Glück in einem Menschen entfalten. Ein Mensch wird aus sich heraus glücklich, er denkt positiv und nimmt plötzlich seine Umwelt als Paradies wahr. Das ist die einfache Erklärung. Die tiefere Erklärung ist, dass der Heilige Geist in einen Menschen einfließen kann, wenn er innerlich leer geworden (in sich zur Ruhe gekommen ist, sich von alle Süchten und Anhaftungen gereinigt hat). Und plötzlich lebt der Mensch im Licht. Er hat das Licht Gottes in sich und um sich. Er lebt in Gott. Er lebt in einem Paradieszustand. Er ist in sich ganz, heil, ein Heiliger geworden.

Es gibt viele Wege um in diesen Zustand des Seins zu kommen. Der Grundweg besteht darin in der Ruhe (Kontemplation) und in der Liebe zu allem zu leben. Auch die Feinde und die Probleme zu lieben. Die Dinge so anzunehmen wie sie sind. Zu beten „Dein Wille geschehe.“ Dann lösen sich die Anhaftungsbänder auf. Wenn der Geist (das Herz) rein wird, dann wird man Gott schauen. Ich persönlich erfahre es so, dass ich in zwei Bereichen lebe. Durch die Gnade Gottes kann ich mich mit meinen spirituellen Übungen (beten und meditieren) in die Lichtebene begeben. Aber dann kann ich nur sein und nicht in der Welt handeln, Wenn ich in der Welt handeln will, muss ich aus dem Paradiesbewusstsein herausgehen und in das dualistische Denken von Gut und Böse eintreten. Wenn ich aus der Liebe Gottes heraus handeln und beides im richtigen Verhältnis lebe, dann reinigt es mich innerlich immer mehr und ich gelange in immer tiefere Dimensionen Gottes. Ich kann immer mehr innere Ruhe und aktives Handeln in der Welt verbinden. Ich falle nicht mehr so leicht aus Gott heraus.

Ein großes Geheimnis ist die Paradiesgeschichte in der Bibel. Wenn wir sie auf die richtige Weise denken und visualisieren, kann sie uns helfen in die Paradiesebene zu gelangen. Wenn wir uns in einer schönen Umgebung visualisieren, unsere Körper als einen Paradiesbaum sehen und dann noch die vier Flüsse um unser Paradies herum fließen lassen, dann kann das die spirituelle Energie Gottes in uns erwecken. Stell dir einfach dich im Paradies vor und du verwandelst dich innerlich. Erkenne deine Welt als Paradies und in dir entsteht Glück. Tue allen Wesen Gutes und du gelangst in die Dimension der umfassenden Liebe.

Die große Frage ist, wie die Schlange zu deuten ist. Einen Teufel im christlichen Sinne gab es bei den Juden nicht. Die Schlange ist nicht der Teufel. Wer sich in den Religionen der Welt auskennt weiß, das die Schlange ein Symbol für die aufsteigende Kundalini Energie ist. Die Schlange ist ein Symbol der Heilung. Wenn sich die Schlange um einen Baum windet, bedeutet das, dass die Kundalini Energie im mittleren Energiekanal des Köpers (oder in der Wirbelsäule) aktiviert wird. Den Priestern der Juden waren sicherlich viele Übungen dazu bekannt. Eine Übung ist die Visualisierung der Paradiesgeschichte. Ein weiterer Weg ist sich in Gott zu visualisieren oder sich als eins mit Jesus (Jesus innerlich nachzufolgen).

Die Lehre vom Teufel stammt aus der alten persischen Zarathustra-Religion. Sie ist erst spät ins Christentum eingeflossen und hat mit der Paradiesgeschichte von Moses nichts zu tun. Die Paradiesgeschichte besagt dann einfach nur, dass man sich mit bestimmten (damals geheimen) Techniken in ein Paradiesbewusstsein (Einheitsbewusstsein) erheben kann. Und wenn man den Apfel der Dualität isst, dann kehrt man zurück und kann in der dualistischen Welt von Gut und Bösen handeln.

Diskussion Jesus.de (Zitate 2012)

Nils: Genau so erfahre ich es. Wenn die Meditation tief genug ist, bist du in Gott. Und wenn du in der Welt handeln willst, dann steigt man in die Welt (das weltliche Denken) herab.

Hanna78: Du stösst eine spannende Diskussion an. Ich glaube, dass das Paradies zu einem Teil schon hier auf dieser Welt erfahrbar ist. In uns, in unserer Seele, in der Gemeinschaft mit Gott. Wenn ein Mensch Jesus in sein Herz einlädt und ihm Raum lässt und sein Wirken zulässt, dann verwandelt sich der Mensch, wird wieder „ganz“ und nimmt die Welt (und sich selbst) dann aus Jesu Augen wahr. Das ist Glück und Paradies für mich. Gleichzeitig ist die Welt aber so, wie sie nun mal ist. Es gibt Liebe und Freundschaft, aber auch Hass und Gewalt. Ich möchte auch als Christin ganz Mensch bleiben, mit Fehlern, Schwächen, Emotionen und Bedürfnissen. Ich glaube, das Reich Gottes kann in der eigenen Seele bereits anbrechen, aber auf dieser Welt noch nicht zur Vollendung kommen.

Olrak : Ich denke das Paradies ist auch nur ein Wort. Erst wenn jemand eine Erleuchtungserfahrung gemacht hat erkennt er, dass Gott sich den Menschen im Innersten kund tut. Dann wünscht er sich wieder zurück ins Paradies, zur Einheit mit der Schöpfung und zum Licht.

Felsenmaus: Es fällt mir schwer, das Paradies mit Worten zu kleiden, zumal ich auch einen kräftigen Biss in die Frucht getan habe. Mir fällt Jesus und „sein“ Himmelreich“ ein, das klingt für mich sehr ähnlich. Was hat die Schlange davon, die Eva zu überzeugen, die Frucht zu kosten?

Nils: Die Schlange ist letztlich der Heilige Geist, die Energie Gottes, die auf verschiedenen Wegen den Menschen erfüllen kann. Der Heilige Geist kann durch das Scheitelchakra, das Herzchakra, das Unterbauchchakra oder das Wurzelchakra (den Beckenboden) in den Menschen hineinfließen. Letzteres ist der Hauptweg der Kundalini Energie. Es fühlt sich so an, als ob im Beckenboden eine innere Kraft erwacht, die dann langsam nach oben steigt und dabei alle Bereiche des Körpers reinigt. Wenn diese Kraft im Kopf ankommt und sich mit der Energie des Scheitelchakras vereinigt, verändert sich das Bewusstsein eines Menschen und er lebt in Gott. Im Yoga nennt man es die Vereinigung von Shiva und Shakti. Im Christentum spricht man von der mystischen Hochzeit. Bei mir ist die Kundalini Schlange vor langer Zeit erwacht. Jetzt kreist sie beständig in meinem Körper und löst im Laufe der Jahre alle inneren Verspannungen auf. Sie bringt mich von alleine immer weiter zur Erleuchtung und in das Reich Gottes. Ich brauche nur dafür sorgen, dass ich genug in der Ruhe lebe. Gott ist in der Stille zu finden. Der Heilige Geistes kann sich am besten in der Ruhe entfalten. Die Schlange ist die Erleuchtungsenergie Gottes. Sie ist weise. Sie findet von alleine ihren optimalen Weg. Die Schlange wollte aus Eva eine Meisterin des Lebens machen. Eva sollte befähigt werden in Gott zu ruhen und gleichzeitig auch in der Welt handeln zu können. Dazu brauchte sie die Erkenntnis von Gut und Bösen. Wichtig ist es aber, dass Eva auch immer wieder ihren Weg zurück ins Paradies findet. Dazu muss sie auf die Weisheit in sich hören.

Felsenmaus: Die Schlange? War sie vielleicht an der Erschaffung des Baumes beteiligt?

Nils: Gerade ging ich im Wald spazieren. Dabei dachte ich noch einmal über die Schlange nach. Du hast Recht. Die Schlange war an der Erschaffung des Baumes beteiligt. Sie ist identisch mit dem Baum. Die Schlange symbolisiert die dynamische Kundallini Energie und der Baum die entfaltete Energie. Bei Moses verwandelt sich der Stab in die Schlange. Der Baum und der Stab sind der mittlere Energiekanal im Körper, der oft in der Wirbelsäule lokalisiert wird. Wenn dieser Kanal vollständig aktiviert ist, lebt man in Gott, im Paradies. Man sieht das Licht Gottes in der Welt (der brennende Dornbusch). Und man kann mit der Energie Gottes in sich in der äußeren Welt handeln. So verstehe ich die Schlange von Moses. Er konnte mit seiner inneren Kraft den Pharao besiegen und sein Volk in den Lebenskämpfen und auf dem spirituellen Weg (durch die Wüste ins gelobte Land) stärken.

Hanna78: Weisst du mehr über die mystische Hochzeit im Christentum? Das interessiert mich sehr.

Nils: Liebe Hanna, ich habe mich viel damit beschäftigt. Sie ist das zentrale Element der mittelalterlichen Mystik und findet ihren Ausdruck in vielen Voksmärchen. Grundlegend ist die Lehre von den fünf Elementen. Wenn man die Eigenschaften Erde, Feuer, Wasser und Luft (Frieden, Kraft, Weisheit und Liebe) übt und jeweils im richtigen Verhältnis lebt, kann man den Stein der Weisen herstellen. Man kann sich vom Eisenzustand (verhärtet) in den Goldzustand (Erleuchtung, inneres Glück) verwandeln. Im Märchen Der Bärenhäuter wird es so beschrieben, dass man sich innerlich leer machen muss (das Weinglas leeren), dann kann der Geist Gottes in einen hineinfließen. Dann findet man auf dem Becherboden den goldenen Ring. Die mystische Hochzeit, die Vereinigung mit Gott (symbolisch zwischen Prinz und Königstochter) kann beginnen. Sehr gut dazu ist Wikipedia: Mystische Hochzeit.

Plotin: Wer oder was kommt ins Paradies?

Nils: Die Seele kommt ins Paradies. Die Seele besteht aus Bewußtseinsenergie. Die Seele ist unabhängig vom Körper. Gedanken und Gefühle werden im Gehirn und gleichzeitig in der Seele gespeichert. Mit der Seele leben sie im Jenseits weiter. Du fühlst dich im Jenseits auch ohne Körper als Wesen mit Gedanken und Gefühlen. Jesus Christus hat versprochen, dass er jeden, der an ihn glaubt, ins Paradies zieht. Wobei der Begriff „glaubt“ hier das Problem ist. Einen wirklich tiefen Glauben kann nur der haben, der konsequent spirituell übt. Einen wirklichen Glauben an Jesus kann man nur haben, wenn man erleuchtet ist. Dann verschwinden alle Zweifel. Wer vorher behauptet keine Zweifel mehr zu haben, verdrängt sie einfach nur. Das ist kein Weg ins Paradies. Nur die wirkliche Nachfolge von Jesus führt ins Paradies.

Plotin: Vielleicht wären wir ohne Religionen besser dran.

Nils: Ich glaube, dass es in einer Massengesellschaft spirituelle Massenorganisationen geben muss. Die nie perfekt sein werden. Aber die doch irgendwie ihre Aufgabe erfüllen. Und auch Mystiker erfüllen ihre Aufgabe. Sie können die Kirchen inspirieren, aber sie werden normalerweise nicht die Mehrheit in einer Kirche darstellen. Wie sie auch in der Gesamtwelt keine Mehrheit sind. Sie sind der Entwicklungsmotor der Spiritualität. Und die Massen folgen langsam. Oder auch nicht, wenn Gott es nicht will. Einige Seelen gelangen im Laufe dieses Prozesses zur Erleuchtung und steigen ins Paradies auf.

Bogi: Was eine Zeit- und Energieverschwendung! Bei Jesus brauche ich mir das Geschenk nur abzuholen und er begleitet mich, ändert mein Herz und meinen Sinn, so dass ich hier schon ein Stück des Paradieses erleben kann.

Nils: Es gibt keine Abkürzung auf dem spirituellen Weg. Jeder muss die innere Reinigung erbringen, die erforderlich für den Aufstieg ins Paradies ist (Paradiesbewusstsein, in Gott leben, innere Heilung, Heiligkeit). Der Weg ist oft für einen Nichterleuchteten schwer zu erkennen und zu gehen. Wenn man mit einem erleuchteten Meister (Jesus) geht, hat man den Vorteil, dass man keine wirklichen Umwege macht. Und man bekommt Hilfe in Phasen der Schwäche. Wenn man auf die heiligen Bücher der Menschheit hört, bekommt man eine Orientierung. Wenn man konsequent auf seine innere Stimme (der Wahrheit und Weisheit) hört, verläuft man sich nicht auf dem spirituellen Weg.

Judentum und Paradies

Im Unterschied zum Christentum gab es im Judentum nie eine eindeutige Vorstellung über das Geschehen im Jenseits. Stattdessen haben sich aus einer Anzahl unbestimmter Hinweise in der Bibel zwei verschiedene Lehrmeinungen herausgebildet. Die eine ist die Vorstellung von der Unsterblichkeit der Seele. Sie geht davon aus, dass die Seele eines Menschen vom Zeitpunkt des Todes an unabhängig vom Körper weiterlebt (Proverbien 12,28; Schabbat 152b).

Die andere ist die Vorstellung von einer Auferstehung der Toten. Sie setzt voraus, dass ein Mensch zum Zeitpunkt seines Todes zwar sterbe (sowohl die Seele als auch der Körper), dass er aber in der messianischen Zeit wiederbelebt und leiblich auferstehen werde (Daniel 12,2; Sanhedrin 10,1). Der zuletzt genannte Glaube wurde vor allem im rabbinischen Judentum wichtig und war einer der Hauptunterschiede zwischen den Pharisäern und den Sadduzäern.

Mit der Zeit verschmolzen diese beiden Lehrmeinungen zu dem Glauben, dass die Seele eines Menschen den Tod des Körpers überlebe und bis zur messianischen Zeit weiterlebe, in der sie sich schließlich wieder mit dem Körper vereinigen und die Person leibhaftig auferstehen werde. Dies bringt der zweite Abschnitt der Amida zum Ausdruck, der täglich, am Schabbat und an Festtagen gesagt wird und mit dem Satz schließt: „Gepriesen seist du, Ewiger, der die Toten belebt.“

Im progressiven Judentum hielt man nicht am Glauben an die Auferstehung des Leibes fest, sondern prägte den Glauben an die Unsterblichkeit der Seele. Die Lehre von Lohn und Strafe, derzufolge unsere Verdienste oder Fehler in der kommenden Welt entsprechend vergolten werden, ist für die Orthodoxie wesentlich. Im progressiven Judentum wird dies weder geleugnet noch besonders betont, sondern bleibt eine Sache des persönlichen Glaubens.

Der genaue Wesenszustand der Seele nach dem Tod des Körpers wurde im Judentum nie näher beschrieben. Das progressive Judentum teilt diese Einstellung, weil eine solche Existenz jenseits unseres Verstehenshorizontes liegt und jede Aussage darüber nur spekulativen Charakter haben kann. Alles, was man sagen kann, ist, dass das Leben, das wir kennen, auf unseren momentanen Aufenthalt auf Erden begrenzt ist, dass es aber darüber hinaus ein Leben nach dem Tod gibt.

aus http://www.liberale-juden.de/cms/index.php?id=83.html

Das Paradies im Islam

1. Was ist ein Muslim? 2. Kommen also nur Muslime in den Himmel? 3. Kommt ein Muslim, der nicht oder kaum praktiziert auch ins Paradies? Jeder der bezeugt, dass es keine Gottheit gibt außer Allah und dies verinnerlicht hat, wird früher oder später aus der Hölle kommen, wenn seine Sünden ihn in diese hinein brachten. Ein Muslim, der nicht praktiziert, kommt nach dieser Aussage des Propheten grundsätzlich ins Paradies, hat er seine Religion jedoch mangelhaft befolgt, seine Pflichten nicht erfüllt und Sünden begangen, so kann er zuvor für unbestimmte Zeit in das Höllenfeuer kommen, als Buße für seine Sünden. Die absolute Bedingung dabei ist jedoch, dass er die Gewissheit besitzt, dass Allah der einzige, allmächtige Gott ist, fern von jeglichen negativen oder menschlichen Eigenschaften. Des Weiteren ist es die Meinung einiger islamischer Gelehrter, dass jemand, der seine Gebete nicht verrichtet, nicht als Muslim gilt und somit nicht in das Paradies kommen wird. Jedoch sei festgehalten, dass die Mehrheit der Gelehrten die Meinung vertritt, dass auch derjenige Muslim ist, der die Gebete nicht verrichtet, sofern er bezeugt, dass es keine Gottheit gibt außer Allah. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass ein Muslim, der den Kern seines Glaubens kennt, sofern Allah es will, ins Paradies kommen wird, auch wenn er seine Religion mangelhaft praktiziert. Jedoch kann er trotzdem für seine Sünden zur Rechenschaft gezogen und zunächst in die Hölle kommen. Wie lange er dort verweilen wird, ist ungewiss, denn in seiner Weisheit hat Allah diesbezüglich keinen Zeitraum genannt. So kann ein Muslim für seine Sünden wenige Sekunden, genauso gut aber mehrere Jahrhunderte in der Hölle verweilen müssen. Zitat aus Fragen zum Islam

Moslem: Lies den Koran, dort wird das Paradies beschrieben. Es wird so wunderbar sein, dass wir uns es im Diesseits noch nicht mal annähernd vorstellen können. Daher bete ich jeden Tag um Führung für mich und meine Familie, damit wir nach dem Tod alle zusammen ins Paradies eintreten dürfen.

Atheist: In erster Linie ist das islamische Paradies ein Tempel der Freuden für die Männer. Jeder soll dort 77 Jungfrauen (Huris) bekommen, viel Wein und überall stehen golddurchwirkte Liegen bereit, um das Leben der Märthyrer so angenehm wie möglich zu gestalten.

Esoteriker: Ich denke, das Paradies ist symbolisch gemeint. Alles ist seelisch fühlbar. Aber bitte keinen Sex, Goldschmuck und so Sachen.

Muslima: Im Koran wird 5 mal von den Huris berichtet. Natürlich bekommen die Frauen auch ihren Anteil. Ihre Männer sind so unbeschreiblich schön wie sie selbst auch. Dort ist es nicht wie hier. Man liebt seinen Mann mehr als hier, intensiver, er wird schöner und schöner und schöner. Man wird zufrieden sein bis an alle Ewigkeit. Warum sollten wir im Jenseits keinen Sex haben?? Und wie kommst du darauf, dass es dort kein Gold gibt? Die Häuser dort sind aus Gold. Also bitte hört doch endlich auf irgendwelche Aussagen zu machen von denen ihr keine Ahnung habt.

Islamwissenschaftler: Erkenntnisse eines deutschen Philologen besagen, dass es sich bei den Jungfrauen um eine Fehlinterpretation handeln könnte, wie neulich in der ZEIT zu lesen war: „Keine Huris im Paradies“. Nicht Jungfrauen, sondern „weiße Trauben“ warten auf den Muslim im Jenseits. „Die berühmten Passagen über die vermeintlichen Huris bauen auf dem Wort hur auf, einem Adjektiv im weiblichen Plural, das im Arabischen lediglich „weiße“ bedeutet. Die arabischen Kommentatoren haben postuliert, dass sich dieses Adjektiv auf „weißäugige“ Jungfrauen beziehen müsse. Luxenberg zeigt nun, dass diese Deutung nichts als Mutmaßung und Wunschdenken ist und dass sie zu inneren Unstimmigkeiten mit anderen Aussagen des Korans über das Paradies führt. Den Gottesfürchtigen wird nämlich an anderer Stelle versprochen, dass sie im Jenseits mit ihren irdischen Gattinnen zusammengeführt werden, um mit ihnen „im Schatten auf Teppichen“ zu lagern. Gattinen und Huris zusammen? Ein Ort, an dem Ehefrauen und Gespielinnen aufeinander treffen, verdient wohl kaum den Namen Paradies. Im Rückgang auf aramäische Quellen lässt sich das Problem lösen: Das Wort hur bezieht sich auf die „weißen Trauben“, typische Paradiesfrüchte der christlich-syrischen Literatur.“

Nils: Spirituell gesehen ist das Paradies ein Bewusstseinszustand. Wer sein inneres Glück entwickelt, gelangt zu einer Paradiessicht. Er denkt positiv und kann dadurch das Positive in der Welt sehen. Nach dem Tod des Körpers bewahrt er seine positive Sichtweise und steigt deshalb in die positiven Jenseitsbereiche auf. Der Weg ins Paradies besteht darin, im Schwerpunkt sein inneres Glück, seinen inneren Frieden und seine umfassende Liebe zu pflegen.

Zitate aus Die wichtigsten Fragen)

Das Paradies im Hinduismus

Einer der großen erleuchteten Yogis der heutigen Zeit war Swami Muktananda (1908 bis 1983). Viele Jahre zog er als Pilger durch Indien. Mit 39 Jahren, nach über zwanzig Jahren als Wanderasket, traf er seinen Meister Nityananda. Nityananda erweckte seine Kundalini-Energie und empfahl Muktananda in einer abgeschiedenen Hütte als Yogi zu praktizieren.

Die spirituelle Haupttechnik von Muktananda war der Paradies-Yoga. Er verband sich jeden Tag geistig mit seinem Meister und bat ihn um Führung und Hilfe. Dann visualisierte er sich als eins mit seinem Meister, aktivierte dadurch seine Kundalini-Energie und gelangte ins Glück. Er band seine Kundalini-Energie geistig durch konzentriertes Verweilen am Scheitelchakra fest.

So konnte er lange Zeit in der Meditation verweilen. Gleichzeitig war er dadurch in der Lage mit seiner Seele durch das Scheitelchakra den Körper zu verlassen und in die verschiedenen Bereiche des Jenseits zu reisen. Über seinen Weg schrieb er das wunderbare Buch „Spiel des Bewußtseins“ (1978). Es ist eines der umfassendsten Bücher über das Jenseits.

Muktananda beschrieb genau, wie man durch eine Meditation ins Paradies gelangt. Er trat in die Meditation ein, konzentrierte sich auf das Scheitelchakra und es erschien über dem Scheitelchakra ein kleiner blauer Stern. In diesen Stern floß Muktananda mit seiner Seele hinein. Der Stern brachte ihn dann den langen Weg durch das Jenseits bis ins Paradies. Der kleine blaue Stern war sein Seelengefährt.

Muktananda erfuhr das Paradies als einen Ort voller Ruhe und Frieden. Überall leuchtete ein glückseliges Licht. Es gab Wälder, hohe Berge, fließende Bäche und sprudelnde Quellen. Rehe spielten auf Wiesen voller Blumen. Im Zentrum standen an einem großen See die sieben Weisen. Die sieben Weisen verkörpern im Yoga die sieben positiven Eigenschaften, mit denen man ins Paradies kommen kann. Die sieben Eigenschaften sind Weisheit, Frieden, Liebe, Kraft, Freude, Glück und kosmisches Bewusstsein.

Aus Der wissenschaftliche Gottesbeweis – Swami Muktananda

Das Paradies im Buddhismus

Samavati wuchs als Kind armer Eltern auf. Weil sie sehr schön war, verliebte sich der König von Kosambi in sie und heiratete sie. Eines Tages kam Buddha mit seinen Mönchen in ihr Land. Sie hörte seine spirituelle Lehre und war begeistert. Jeden Tag übte sie sich von nun an in der Meditation und der umfassenden Liebe. Sie praktizierte den Weg der vier großen Eigenschaften Gelassenheit (Gleichmut bei Leid), Mitgefühl, Güte und Mitfreude. Sie sandte jeden Tag allen Wesen Licht und lebte für das Ziel einer glücklichen Welt. Dadurch gelangte sie nach einiger Zeit zur Erleuchtung.

Obwohl sie allen Menschen ständig nur Gutes tat, gab es in dem Palast eine Frau, die neidisch auf sie war. Sie wäre selbst gerne Königin geworden. Eines Nachts zündete diese Frau den Palast von Samavati an. Samavati versetzte sich in eine tiefen Meditation, verzieh ihrer Feindin und segnete alle Wesen mit Licht. Sie ging mit Gleichmut durch den Tod. Durch ihre Lichtmeditation stieg ihre Seele nach ihrem Tod ins Paradies (in eine Lichtdimension im Jenseits) auf. Wer allen Feinden Licht senden und Gutes wünscht, kann auf der Erde und im Jenseits beständig im Licht (im inneren Frieden, Liebe, Glück, in Gott / Erleuchtungsbewusstsein) leben. Heilige sterben mit einem positiven Wunsch für ihre Feinde und wandeln so alle negative Energie in Licht um.

Die große Prüfung auf dem Weg der umfassenden Liebe ist die Feindesliebe. Dauerhaft erleuchtet können wir nur sein, wenn wir auch alle Probleme positiv in unsere Psyche integrieren können. Letztlich sind alle Schwierigkeiten und alle Menschen mit entgegengesetzten Interessen emotional unsere Feinde. Wir können sie in unsere Psyche integrieren, wenn zu einer positiven Sichtweise finden. Welcher Gedanke kann uns helfen, wenn uns ein Mensch etwas Böses antut? Wir denken einfach, dass das Ziel der Bewahrung des inneren Glücks und der Aufstieg ins Paradies nach dem Tod wichter ist, als sich jetzt über das momentane Problem zu ärgern. Wir sehen alle äußeren Probleme als letztlich bedeutungslos und nur das innere Glück als wirklich wichtig an. Eine zweite gute Technik besteht darin, uns als Mutter aller Wesen und alle Wesen als unsere Kinder zu sehen. Als Mutter wünschen wir eine glückliche Gesamtfamilie und helfen auch unseren bösen Kindern den Weg der Weisheit und der Liebe zu finden.

Für Samavati war die Situation schwierig. Ein anderer Mensch tötete sie. Wenn sie ihre Feindin gehasst hätte, wären innere Verspannungen entstanden, die sie am Aufstieg ins Paradies (an der Bewahrung des Erleuchtungsbewusstseins) gehindert hätten. In einem solchen Fall kann man auch noch nach dem Tod versuchen, seine Psyche zu bereinigen. Wer mit spirituellen Übungen durch das Leben geht, wird sie auch nach seinem Tod anwenden können. Wenn wir durch schwierige Situationen emotional berührt werden, können wir danach unser inneres Glück wieder aufbauen (im Leben wie im Jenseits). Eine konstante spirituelle Praxis ist eine große Gnade.

Aus dem Buddha Orakel

Diskusssionen

Hieronymus Bosch – The Earthly Paradise (Garden of Eden)

Diskussion Politikstube und Theologieforum (2012)

GreySoul (Atheist): Für mich ist das Paradies ein Ort der warm ist, fantastische Strände, tolle Essen und nette Leute hat. Ich würde Thailand als mein Paradies beschreiben.

Nils: Ich finde, das ist eine gute Paradiesbeschreibung. Jeder darf die Vorstellung haben, die ihn inspiriert, die seine Glücksenergie erweckt, die ihn glücklich macht. Ich meine, dass auch die Paradiesbeschreibung in der Bibel symbolisch zu verstehen ist. Sie hat die Menschen damals glücklich gemacht. Heute dürfen wir uns zeitgemäße Vorstellungen machen.

Für mich ist die Erleuchtung (Heiligkeit, innere Heilung) das Zentrum der Spiritualität. Hat jemand ein Erleuchtungsbewusstsein vor dem Tod, behält er es nach meiner Auffassung grundsätzlich auch nach dem Tod. Wie entsteht ein Erleuchtungsbewusstsein? Dafür gibt es viele Wege. Der Hauptweg sind die spirituellen Übungen (Meditation, Gedankenarbeit). Es gibt eine geheimnisvolle Glücksenergie. Christen nennen das den Heiligen Geist. Esoteriker sprechen einfach von Energie (Chi, Odem, Prana). Im Yoga nennt man sie die Kundalini Energie (Erleuchtungsenergie). Wenn diese Energie erweckt wird, verschwinden viele Krankheiten und der Mensch erlangt inneren Frieden, Liebe und Glück. Diese Energie kann man zum Beispiel durch meditative Visualisierung eines Paradieses erwecken. Darum geht es bei den Pardiesvorstellungen. Der Weg ins Paradies ist also hier nicht das Flugzeug, sondern eine spirituelle Übung, mit der die Kundalini Energie erweckt wird.

GreySoul: Die anderen Religionen können dort auch hin.

Nils: Hier sind wir beide einer Meinung.

Diskussion Mykath.de Juni 2013

Einer (Mykath.de): Du hast keine Chance, versuch erst gar nichts. Ein Weg auf dem Erleuchtung und Heiligkeit erlangt wird mittels der Kraft des Ego, das ist eine gängige Vorstellung in einigen Religionen.

Nils: Das Ego kann einen zu Gott hinführen. Jedem vernünftigen Menschen ist es einsichtig, dass es im Himmel schöner ist als in der Hölle. Auch wenn manche Atheisten hier ihre Verwirrspiele treiben. Es ist besser glücklich als unglücklich zu sein. Es ist besser erleuchtet als unerleuchtet zu sein. Es ist besser mit und in Gott zu leben als ohne Gott. Es ist besser ein Heiliger zu sein als ein Unheiliger. Und nun kommst du und sagst: „Versuche es erst gar nicht.“ So demotiviert man sich selbst und seine Mitmenschen. Ich dagegen sage: „Versuche es. Kämpfe um dein Glück.“ Gott ist mit denen, die nach ihm streben. Er schenkt ihnen seine Gnade, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Wir können spirituelle Übungen machen und unser Herz reinigen. Das Ego verschwindet dann zu seiner Zeit. Darum brauchen wir uns nicht zu kümmern. Wenn wir jeden Tag zu Gott beten, wird er uns führen und uns seine Gnade schenken. Wer an Gott glaubt und seinen Teil tut, wird gerettet werden. Das ist sicher.  Auf Gottes Gnade ist Verlass. Wir werden ins Paradies gelangen.

Julius: Da ich selbst aber so gut wie keine Gedanken an das Leben im Jenseits verschwende, ist die ausführliche Darstellung allerdings eher von geringem Interesse für mich: eigentlich verstehe ich nur Bahnhof oder so was ähnliches.

Nils: An das Leben im Jenseits zu denken ist keine Zeitverschwendung. Es gibt uns Kraft für einen erfolgreichen spirituellen Weg im Diesseits.

urdu (Atheist): O mein Gott!

Nils: Ein Gebet. Geht doch!! Gott ist ein Mysterium, dass wir in der Erleuchtung begreifen können. Gott ist innen und außen. Gott wirkt durch alle Dimensionen. Gott kann deshalb auch auf der Erde erfahren werden, allerdings nicht in der reinen Form wie im Jenseits. Wir können auch auf der Erde ein Paradiesbewusstsein entwickeln und unsere Umwelt als Paradies spüren. Grundsätzlich ist der Bewusstseinszustand vor dem Tod gleich dem Bewusstseinszustand nach dem Tod. Wer vor dem Tod erleuchtet ist, gelangt nach dem Tod grundsätzlich direkt zu Gott. Wer vor dem Tod ein Paradiesbewusstsein hat, steigt nach dem Tod direkt ins Paradies auf. Es ist deshalb günstig, vor dem Tod positive Eigenschaften wie Liebe, Frieden, spirituelle Selbstdisziplin und Wahrhaftigkeit zu entwickeln. Wer vor dem Tod nicht erleuchtet (kein Heiliger) ist, der kann ins Paradies gelangen, wenn er sich regelmäßig mit einem erleuchteten Helfer (Jesus Christus) verbunden hat. Deswegen ist das tägliche Gebet, das tägliche Lesen in heiligen Büchern und die ständige Verbundenheit mit Gott wichtig.

Wikipedia Himmel: Nach traditioneller christlicher Vorstellung ist der Himmel ein Ort und Zustand vollendeter übernatürlicher Glückseligkeit, die in der unmittelbaren Anschauung Gottes ihren Grund hat. Die himmlische Seligkeit dauere in alle Ewigkeit an. Jesus vergleicht den Lohn für die guten Werke mit Schätzen im Himmel, die unverlierbar sind. „Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen.“ (Mt 6,19–20 EU) Der Grad der himmlischen Seligkeit sei bei den einzelnen Seligen verschieden je nach Grad ihrer Verdienste. Im NT benennt das Reich Gottes oder Reich der Himmel als zukünftigen Ort, an dem die Gerechten in leuchtender Gestalt wohnen werden (Mt 13,43) (auch genannt: die Geretteten ).

 

Siehe auch

Weblinks

7 Kommentare

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  2. Gottesbeweis – mystiker2 linked to this post.

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