Religionsphilosophie

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Die Religionsphilosophie ist eine philosophische Disziplin, die die Erscheinungsformen und den Inhalt von Religionen zum Gegenstand hat.

Wikipedia: Die Religionsphilosophie versucht, systematisch und rational Antwort zu geben auf Fragen nach der Vernünftigkeit religiöser Aussagen, nach Wesen und Formen von Religionen und ihrer praktischen Bedeutung im Leben des Menschen. (…) Der Theologe beschreibt, erläutert und systematisiert nicht nur wie der Religionswissenschaftler die Glaubensinhalte der betreffenden Religion, sondern vertritt diese und macht selbst religiöse Aussagen. Die Aufgabe einer Theologie ist es, die Glaubensinhalte der betreffenden Religion zu erhellen und zu entfalten. Sie bemüht sich um eine begriffliche Klärung und Bestimmung von Glaubensinhalten und verwendet dabei wissenschaftliche Methoden. Anders als die Religionswissenschaft ist die Religionsphilosophie keine rein empirische Disziplin. Eine ihrer wichtigsten Fragen ist vielmehr die nach der Vernünftigkeit von Religion und Glauben. Im Unterschied zur Theologie ist für sie die Antwort auf diese Frage grundsätzlich offen.

—> Videos: Gott und Gottesbeweis , Gibt es ein Leben nach dem Tod , Meditation für Anfänger

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Geschichte der Religion
    • 1.1 Diskussion
  • 2 Religion und Gott
    • 2.1 Diskussion
  • 3 Leben nach dem Tod
    • 3.1 Diskussion
  • 4 Diskussion über Gott und Erleuchtung
  • 5 Siehe auch
  • 6 Weblinks

Geschichte der Religion

Religionen der Welt

Die Geschichte der Religionen beginnt mit der Steinzeit vor etwa 2,6 Millionen Jahren. Die Menschen haben es damals nicht nur gelernt Werkzeuge herzustellen, sondern sie haben auch vermutlich Psychotechniken entdeckt, die ihnen bei der Jagd und im menschlichen Zusammenleben behilflich waren. Das führte zur Herausbildung des Schamanismus, der Urform der Religionen. Entscheidend ist, dass es Menschen gab, die besondere spirituelle Fähigkeiten hatten. Diese spirituellen Fähigkeiten treten bei der Erleuchtung und teilweise auch bereits auf dem Weg dort hin auf. Das Zentrum des Schamanismus sind also erleuchtete Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Besonders weit entwickelte Erleuchtete wie Jesus oder Buddha haben dann große Religionen gegründet.

WikipediaAls Steinzeit bezeichnet man den Zeitabschnitt der Menschheitsgeschichte, in der die Menschen als Werkstoff vorrangig Stein verwendeten (neben Holz, Knochen und Horn). Sie begann vor 2,6 Millionen Jahren und endete, als die Menschen seit dem 7. Jahrtausend v. Chr. lernten, Metalle zu verwenden. Erste Kunstwerke entstanden, die Menschen begruben ihre Toten und gaben ihnen wahrscheinlich auch schon Grabbeigaben mit in die Gräber, was eine Vorstellung über ein Leben nach dem Tode impliziert. Erste dreidimensionale Skulpturen zeigten meistens weibliche Figuren mit stark hervorgehobenen Geschlechtsmerkmalen wie großen Brüsten und breitem Becken (Venusfigurinen) oder aber Jagdtiere. Einige Forscher interpretierten die Darstellungen als Fruchtbarkeits-Göttin (Erdmutter), eventuell auch als Hinweis auf ein vorherrschendes Matriarchat. Die gefundenen Tierfiguren dagegen weisen oft einen erstaunlichen Naturalismus auf, oft wurden sie etwa in Fluchthaltung oder im Augenblick des tödlichen Treffers dargestellt. Hier deuten die Forscher die Figuren als Objekte zur Beschwörung des Jagderfolges. Über die Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod oder die religiösen Gefühle weiß man so gut wie nichts, die Funde belegen aber gleichwohl derartige Vorstellungen. Rituale und religiöse Zeremonien – Fruchtbarkeitskulte, Regen- und Jagdzauber, Begräbnisriten, Heilungen usw. werden trotz der naturgemäß schwierigen Fundlage von der Forschung als möglich angenommen.

WikipediaSchamanismus ist die Bezeichnung für die Glaubensvorstellungen und spirituellen Praktiken von Schamanen. Besondere Beachtung findet der Umstand, dass Schamanen in vielen Naturreligionen die Fähigkeit zugeschrieben wird, in Bewusstseinszuständen wie der Ekstase in Bereiche vorzudringen, die normaler Wahrnehmung nicht zugänglich sind. Im Allgemeinen wird der Schamanismus als die älteste, genauer nachweisliche Form religiösen Denkens beim Menschen bezeichnet. Er ist weltweit in zahlreichen Religionen, Ethnien und Kulturen präsent, wobei Begräbniskulte, wie es sie schon bei den Neandertalern gab, etwa in den Höhlen von Shanidar und La Ferrassie vor 60.000 Jahren und in den Höhlen von Qafzeh und Skhul in Israel vor 90.000 bis 120.000 Jahren, auf ein noch viel höheres Alter religiöser Äußerungen hinweisen. Religiöses Erleben, das mit der Entstehung des menschlichen Bewusstseins verbunden zu sein scheint, begann vermutlich beim Homo erectus vor 500.000 Jahren, wie als Kulthandlungen interpretierbare arrangierte und bearbeitete Knochenreste Verstorbener vermuten lassen. Schamanen sind Menschen, die sich mit Hilfe von Ekstasetechniken auf transzendenten Wegen in metaphysische Regionen begeben, um dort für ihr gesellschaftliches Umfeld bestimmte nützliche Ziele zu erreichen. Sie sind keine Priester im klassischen Sinne, die in systematisierten Religionen eine hierarchisch definierte Mittlerposition zwischen Gläubigen und Gottheit einnehmen und die Machtansprüche des religiösen Apparates ausüben. Vielmehr werden sie von der Gemeinschaft (Familie, Sippe oder Stamm) als Vermittler zwischen Diesseits und Jenseits betrachtet. Ihre Fähigkeiten beruhen nicht auf menschlich bestimmten Auswahlprinzipien, sondern werden ihnen von metaphysischen Mächten oft regelrecht aufgezwungen und machen sie zum Teil zweier Welten. Zentrale Figur des Schamanismus und ihr Wesenskern ist somit der Schamane, dessen besondere psychische Eigenschaften ihn zu Reisen zwischen dem Diesseits und dem Jenseits befähigen, indem er aus sich heraus tritt (zu griech. ékstasis: Aussichherausgetretensein), und der diese besondere Fähigkeiten zum Wohl der Gemeinschaft einsetzt. Insgesamt nimmt man an, dass es sich beim Schamanismus um eine der ältesten Formen des religiösen Verhaltens beim Menschen handelt. Auch in den abrahamitischen Religionen des Monotheismus lassen sich schamanische Spuren finden, zumal das Judentum nach Finkelstein und Silberman eine Vergangenheit im Polytheismus besitzt. Im katholischen und orthodoxen Christentum, sind die Transsubstantiation während der Messe oder der Exorzismus, aber auch die Höllenfahrt Christi, dazu die Wunder, die er gewirkt haben soll (Dämonenaustreibungen und Heilungen bis hin zur Wiedererweckung von Toten) durchaus schamanisch-magisch grundiert. Ebenso zeigt die kosmologisch dreigeteilte Welt (hier Paradies, Erde, Hölle/Fegefeuer) diese Symptomatik. Überhaupt sind Segen und Weihe kaum kaschierte Abkömmlinge schamanischer Schutzzauber, also das Herbeirufen von Schutzgeistern, so wie Verfluchungen („der Teufel soll ihn holen“) und Bannung deren negative Spuren repräsentieren. Die bildliche Vorstellung des Teufels lässt sich auf den archaisch-schamanischen Ziegendämon zurückführen, der in der Bibel als Asasel und in der griechisch-römischen Mythologie als Pan auftritt. Auch ekstatische Zustände, Auditionen und Visionen werden berichtet, zuerst im Pfingstwunder, später dann in der christlichen und muslimischen Mystik. Auch in den östlichen Religionen treten schamanische Praktiken und deren geistige Horizonte mit Meditation und Ekstase in den Vordergrund und werden für die religiöse Struktur bestimmend.

Diskussion

(Zitate aus myKath.de, 2012)

GerhardIngold: Ich erwarte von einem Gott, der inspirierend usw. in Raum und Zeit wirken kann nur, dass er sich mindestens so menschlich verhält, wie es der Jakobusbriefschreiber von uns Menschen erwartet. Wenn wir so vollkommen sein sollen, wie Gott (Wort Jesus), dann sollte sich Gott auch an die Forderungen des Jakobusbriefschrebers halten und Gutes tun, wo Gutes getan werden kann.

Mystiker: Dann hängst du am persönlichen Gottesbegriff fest. Gott ist ein Mysterium, dass man in der Erleuchtung erfährt. Der Begriff Gott will uns helfen zur Erleuchtung (Heiligkeit) zu gelangen. Für viele Menschen ist es dabei hilfreich, wenn sie sich Gott als Person vorstellen. Wenn wir uns Gott als gütigen Vater oder liebevolle Mutter vorstellen, kann uns das helfen Vertrauen zum Kosmos aufzubauen. Eine persönliche Gottesvorstellung kommt an ihre Grenzen, wenn wir das viele Leid auf der Welt sehen. Gott ist keine Person und deshalb auch nicht für das Leid verantwortlich. Wir Menschen sind für das meiste Leid auf der Welt verantwortlich. Wir können nicht Gott die Schuld in die Schuhe schieben. Wir müssen selbst positiv und weise handeln. Gott wirkt durch unsere Hände. Gott ist ein höheres Bewusstseinsfeld aus Frieden, Glück und Liebe, welches sich durch uns Menschen auf der Welt entfalten muss. Darauf hat Jesus mit seinem Handeln und seiner Lehre hingewiesen. Ich sehe es so, dass der Kosmos relativ neutral ist. Handeln tut Gott in der Form seiner Töchter und Söhne. Sie sind Verkörperungen der Liebe Gottes.

Mein Weg ist das Gemeinsame in den Religionen zu sehen. Natürlich gibt es Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Wir sollten die Gemeinsamkeiten betonen, wenn wir eine Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks aufbauen wollen. Religionskriege bewirken nur Unglück. Toleranz und Liebe bewirken Glück. Wenn ich die Gemeinsamkeiten betone bedeutet das nicht, dass ich die Unterschiede verdränge. Ich bin auch für Klarheit. Ich habe sehr klare Positionen. Aus der Sicht eines Mystikers befindet sich Gott über allen spirituellen Systemen. Wer Gott kennt, kann sich in allen spirituellen Systemen ausdrücken. Und er kann erkennen, wo Fehlentwicklungen sind und wo der Weg ins Licht und zur Liebe ist. Aus meiner Sicht sind alle spirituellen Wege gut, wenn sie richtig und konsequent praktiziert werden. Wichtig ist es den spirituellen Weg zu finden, der zu einem passt. Die großen Unterschiede zwischen den Religionen entpuppen sich bei genauem Hinsehen oft als unterschiedliche Beschreibungen des gleichen Gegenstandes. Dabei sollten wir sehen, dass es auch innerhalb der großen Religionen große inhaltliche Unterschiede gibt. Meister Eckhart ist zum Beispiel mit seinem Gottesbegriff sehr nahe am Zen-Buddhismus dran, weshalb Suzuki ihn auch so liebte. Der Amitabha Buddhismus ist sehr nahe am Christentum. Den Buddha Amitabha kann man durchaus mit dem christlichen Gott vergleichen. Wer zu ihm betet, den führt er nach dem Tod ins Paradies.

Ich sehe die Notwendigkeit, dass jeder Mensch seinen persönlichen Glauben konsequent praktiziert. Ein einfacher Glaube genügt nicht. Man muss schon etwas dafür tun, um zur Erleuchtung und ins Paradies zu gelangen. Man muss Jesus glauben, vertrauen und ihm nachfolgen. Man muss sich innerlich reinigen, um Gott schauen zu können. Man muss ausreichend spirituelle Übungen machen, damit die Gnade Gottes zu einem kommen kann. Man muss sich wirklich bemühen und konsequent in der Liebe zu Gott (zum spirituellen Ziel) und zu allen Menschen leben. Ich sehe die Notwendigkeit gemeinsam eine Welt der Liebe und des Friedens aufbauen. Ich sehe den großen Werteverfall durch das westliche Konsumfernsehen und die Ausbreitung des Egoismus. Für mich liegt der wesentliche Unterschied darin, ob man ein spirituelles Leben des inneren Friedens und der umfassende Liebe führt oder ob man im Schwerpunkt ein weltliches Leben des äußeren Genusses lebt.

Religion und Gott

Islamische Frau

Das Zentrum der Religionen ist die Erleuchtung. Erleuchtung ist ein Zustand des inneres Frieden, der Liebe und des Glücks. Wer erleuchtet ist, sieht, erfährt und erkennt Gott.

Wikipedia: Erleuchtung bezeichnet nach der am weitesten verbreiteten Auffassung eine religiös-spirituelle Erfahrung, bei der das Alltagsbewusstsein eines Menschen überschritten wird und eine besondere dauerhafte Einsicht in eine, wie auch immer geartete gesamtheitliche Wirklichkeit erlangt wird. In der europäischen Religionsphilosophie wird der Sachverhalt „Erleuchtung“ zu den „mystischen Erfahrungen“ gezählt. Der Ausdruck Mystik bezeichnet Berichte und Aussagen über die Erfahrung einer göttlichen oder absoluten Wirklichkeit sowie die Bemühungen um eine solche Erfahrung. In jüngerer Zeit hat Peter Dyckhoff im Auftrag von Radio Vatikan in einer Literaturarbeit auch aktuelle Interpretationen zum Thema Erleuchtung im Christentum beschrieben. Heute wird Erleuchtung als Zustand oder Moment des Eins-Seins mit Gott – also Jesus gleich – gelehrt und verstanden, wobei dieses in den meisten Fällen beim Mensch erst nach seinem irdischen Tod entsteht oder seltener, noch zu seinen Lebzeiten, wie beispielsweise bei Thomas von Aquin.“

Das Zentrum der Religionen ist die Erleuchtungserfahrung ihres Gründes. Jesus war erleuchtet. Er konnte deshalb Gott sehen und das Wissen von Gott an seine Mitmenschen weitergeben. Wenn wir klären wollen, was Gott ist, müssen wir klären, was ein Erleuchteter (Jesus) genau gesehen und erfahren hat. Der Beweis Gottes besteht darin, dass man ihn als Erleuchteter sehen und erfahren kann.

Jeder Erleuchtete kann Gott sehen und fühlen. Er lebt in Gott. Er sieht Gott als eine Art Licht in der Welt. Er fühlt Gott als Energie um sich herum und in sich. Er spürt Gott als inneres Glück, inneren Frieden und innere Kraft. Er ist sich bewusst, dass er sich in einer höheren Wahrheit befindet, die man auch als universelle Liebe beschreiben kann. Gott ist durch die Tatsache der Erleuchtung zu beweisen. In der Bibel steht: „Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.“ Wer sein Herz (seinen Geist) mit den spirituellen Übungen reinigt, sieht Gott.

In allen grossen Religionen gibt es verschiedene Definitionen von Gott. Es gibt in den Religionen den persönlichen und den abstrakten Gottesbegriff. Manche Erleuchtete (Mystiker) empfinden Gott eher als Person und manche als höhere Dimension im Kosmos. Im Buddhismus und im Hinduismus dominiert die abstrakte Gottesvorstellung. Im Buddhismus wird das oberste Prinzip Nirwana und im Hinduismus Brahman genannt. Jesus spricht von Gott als Vater. Bei Moses dominiert der abstrakte Gottesbegriff. In seiner zentralen Definition beschreibt Moses Gott mit den Worten: „Ich bin.“ Diese Worte verweisen auf Gott als glücklichen Seinszustand, den man in der Erleuchtung erfährt. In den Worten „Ich bin“ ist der Hauptweg zur Erleuchtung enthalten. Der Mensch muss ein kosmisches Bewusstsein (Einheitsbewusstsein) entwickeln. Dabei verliert er sein Ich-Bewusstsein (sein Ego). Er erfährt sich als reines Bewusstsein, als eins mit allem und kann von sich nur sagen: „Ich bin.“ Er kann nicht sagen: „Ich bin der… (Name).“ Er identifiziert sich mit allem, empfindet sich persönlich als Nichts (Egolos) und seinen Bewusstseinszustand als Sein.

Gott ist ein Mysterium, dass man nur durch die Erleuchtung erkennen und begreifen kann. Man kann Gott nur in der Erleuchtung sehen. Man muss ein Heiliger werden (ein Erleuchteter), um Gott in seiner Tiefe erfahren zu können. Ein Gottesbeweis ist deshalb letztlich nur über die Erleuchtung möglich. Gott ist ein Mysterium und übersteigt den normalen menschlichen Verstand (das rationale Denken, das vierdimensionale Denksystem). Was man beweisen kann ist die Erleuchtung. Das genügt. In der Erleuchtung erfährt man, dass man nicht nur in eine höhere Entspannungsebene, sondern in eine höhere kosmische Dimension gelangt. Mit Mitteln der Physik oder der Logik werden wir Gott nur sehr begrenzt beschreiben und deshalb auch beweisen können. Die Wissenschaft kann höchstens Indizien für Gott erforschen. Wenn man wissen will, ob es Gott gibt, muss man die Erleuchtung verwirklichen. Oder man muss den Erleuchteten als Zeugen für Gott vertrauen. Einen anderen Weg des Gottesbeweises gibt es letztlich nicht. Gott beweist sich durch die Erleuchteten. Und dafür gibt es viele Zeugen.

Buddha erklärte alle Fragen nach Gott zur sinnlosen Spekulation und verwies seine Anhänger darauf spirituell zu üben und die Erleuchtung zu verwirklichen. Dann würden sie erkennen und begreifen. Die Mehrheit der Christen geht letztlich den gleichen Weg. Sie erklärt Gott für nicht beweisbar. Gleichzeitig ist Gott aber ein zentrales Element ihres Glaubens und ihrer spirituellen Praxis. Die Christen verwenden ihr Gottesbild deshalb als eine nicht zu beweisende Fiktion, die zur Heiligkeit führt. Und dann wird Gott erkannt. Buddha lehrte den Gottesweis über die Erleuchtung und das Christentum lehrt den Gottesbeweis über die Heiligkeit. Beides ist identisch. Nur dass im Buddhismus dann der zentrale Zeuge für die Existenz Gottes (des Nirwanas) Buddha ist. Für alle Christen ist Jesus Christus der zentrale Zeuge für Gott. Jesus bekam die Erleuchtungsenergie von Johannes dem Täufer übertragen. Danach konnte er 40 Tage ununterbrochen in der Wüste meditieren. Dann löste sich sein Ego (der Teufel) auf und er brach zur vollständigen Erleuchtung durch (die Engel dienten ihm, er konnte die Erleuchtungsenergie weitergeben). In der Erleuchtung wurde Jesus eins mit Gott. Er konnte wie Moses Gott in allem sehen und bezeichnete Gott als Vater. Als Weg zu Gott lehrte er vor allem das Vaterunser mit der wichtigen Aussage „Dein Wille geschehe“. Es geht darum den Eigenwillen loszulassen, um in ein Leben in Gott zu gelangen.

Bei den Religionen geht es im Kern um die Erleuchtung. Religionen wollen zur Erleuchtung hinführen. Alle Religionsgründer haben eine Erleuchtungserfahrung gemacht. In dieser Erfahrung haben sie eine höhere Realität kennengelernt, die sie als Gott bezeichnet haben. Diese höhere Realität ist einem unerleuchteten Menschen schwer zu beschreiben. Deshalb gibt es viele Ausdrücke und viele Bilder dafür. Im Buddhismus wird Gott als eine höhere Bewusstseinsdimension beschrieben, die mit den Gefühlen von Leere (Egolosigkeit) und Fülle (Einheit, Glück, Liebe) verbunden ist. Im Hinduismus spricht man von einem Zustand des Seins (Ich Bin), der mit einem Einheitsbewusstsein (man fühlt sich als Teil des Kosmos) und mit tiefem inneren Glück verbunden ist. Gott kann aber auch als eine höhere Person beschrieben werden, in der man sich geborgen und glücklich fühlt. Kein Begriff beschreibt Gott perfekt. Alle Begriffe sollen letztlich zu Gott, zur Erleuchtung (Heiligkeit) und zu einem Leben in Gott hinführen.

In der Erleuchtung kommt man in Kontakt mit einem Mysterium. Dieses Mysterium kann man Gott oder auch anders nennen (Nirwana, Tao, Brahman, das Absolute, die höhere Wahrheit). Jesus sprach vom Vater, Moses vom ICH BIN, manche von der großen Mutter und manche schweigen einfach nur (Zen). Swami Sivananda erfuhr dabei sich selbst als Licht („Ich bin Licht“), im Zentrum seines Seins nicht als Körper, sondern als glückselige Bewusstseinsenergie (Seele). Entsprechend verwendet man im Yoga auch das Mantra „Ich bin eine Seele“, um die Konzentration auf die Erleuchtungsenergie zu lenken.

Diskussion

(Zitate aus myKath.de, 2012)

Mystiker: Die Dinge sind nicht einfach. Deshalb sollten wir Schritt für Schritt vorgehen. Ich sage zunächst, dass es die Erleuchtung gibt, weil ich sie selbst erfahren habe. In der Erleuchtung habe ich festgestellt, dass die Bergpredigt genau das beschreibt, was ich auch erfahren habe. Und meine Erleuchtung zeigte mir auch den Weg zur richtigen Auslegung der Bergpredigt. Ich erkannte desweiteren, dass die Bergpredigt auf einen Erleuchteten zurück gehen muss. Nur ein Erleuchteter kann die Dinge so formulieren. Ich nehme an, dass Jesus existiert hat und dieser Erleuchtete war. Was jetzt die katholische Kirche aus Jesus gemacht hat, ist eine ganz andere Geschichte. Da gibt es viele machtpolitische Tricks, die den katholischen Glauben heutzutage schwer vermittelbar machen. Ich bin dafür, das Christentum auf den wahren Kern zurückzubringen. Und dann kann das Christentum auch von den Menschen der heutigen Zeit angenommen werden.

Claudia: Warum sollte ich das tun? Was habe ich von einer Erleuchtung?

Mystiker: Erleuchtung hat mehrere Vorteile. 1. In der Hatha-Yoga-Pradipika, dem Grundwerk des Hatha-Yoga, steht, dass auf dem Yogaweg alle Krankheiten verschwinden. Ich beziehe das auf die psychosomatischen Krankheiten (etwa 2/3 aller Krankheiten). Erleuchtung bedeutet, dass man seelisch heil (ein Heil-iger) wird. Deshalb heilen alle psychisch verursachten oder mitbedingten Krankheiten. Ich konnte das sehr gut bei mir selbst im Laufe der Jahre beobachten. So interpretiere ich auch die Heilungen von Jesus. Er hat den Menschen geholfen psychisch gesund zu werden. Und dadurch lösten sich auch viele körperliche Krankheiten auf.

2. Erleuchtung bedeutet, dass man aus sich selbst heraus glücklich wird. Es entstehen Frieden, umfassende Liebe und Glück in einem. Auf den unteren Erleuchtungsstufen in kleinem und auf den oberen Erleuchtungsstufen in einem unvorstellbar großen Maße. Ein Erleuchteter kann seine Kundalini Energie aktivieren und sich dadurch jederzeit in große Glücksdimensionen (in ein Paradiesbewusstsein) erheben.

3. Erleuchtung auf einer hohen Stufe bedeutet Leidbefreiung. Durch sein inneres Glück kann man sich über alles äußere Leid erheben. Es berührt einen nicht mehr. Auch körperliche Schmerzen spürt man kaum noch. Insofern beinhaltet der Begriff Erleuchtung auch das Wort Erlösung.

4. Erleuchtung bedeutet nach dem Tod ins Paradies zu gelangen. Grundsätzlich ist der Bewusstseinszustand vor dem Tod gleich dem Bewusstseinszustand der Seele nach dem Tod. Ein Erleuchteter besitzt vor seinem Tod ein Paradiesbewusstsein. Durch sein großes inneres Glück sieht er die Dinge grundsätzlich positiv und nimmt seine Welt als Paradies wahr. Bei dem Tod stirbt der Körper und der Geist (die Seele) bleibt erhalten. Es bleiben deshalb auch alle psychischen Tendenzen, Gedanken und Gefühle erhalten. Der Aufstieg ins Paradies ist für die meisten Christen wohl der wichtigste Lohn eines spirituellen Lebens.

5. Es gibt viele Stufen der Erleuchtung. Auf den höheren Stufen erlangt man besondere spirituelle Eigenschaften wie Allgegenwart, Allwissenheit, Allmacht und Allgüte. Allgüte bedeutet grundsätzlich vorwiegend das Positive in allen Menschen zu sehen. Allgegenwart bedeutet überall energetisch (geistig, gefühlsmäßig) anwesend sein zu können. Allwissenheit bedeutet in die Vergangenheit, Zukunft und zu jedem Ort sehen zu können. Allmacht interpretiere ich als die Fähigheit überall energetisch helfen zu können. Man kann allen Menschen, die geistig mit einem verbunden sind, positive Gedanken und hilfreiche Energien wie Frieden und innere Kraft senden.

Leben nach dem Tod

Ascent of the Blessed

Wikipedia: Die Frage nach einem Leben nach dem Tod ist ein philosophisches Problem, das die Menschheit schon seit dem Altertum beschäftigt. Zu allen Zeiten gab es zu dieser Frage verschiedene Ansätze: 1. Ablehnung: Mit dem Tod ende die Existenz eines menschlichen Individuums. Der Mensch lebe nicht mehr als Subjekt weiter, sondern nur noch als Objekt, zum Beispiel in der Erinnerung der Mitmenschen. 2. Vollendung: In vielen Religionen wird das menschliche Leben im weitesten Sinne als eine Art Reifung oder Bewährung gesehen. Nach dem Tod wechsele das Individuum für alle Zeiten in einen anderen Seinszustand (Himmel, Hölle, Limbus…). 3. Reinkarnation: Der Mensch besitze einen geistigen Anteil (Seele), der immer wieder in neuen Körpern auf der Erde erscheine, ein Leben lebe und wieder sterbe.

Wikipedia: Außerkörperliche Erfahrung (AKE), auch Astralwanderung, ist ein Erlebnis, bei dem der Betroffene die Empfindung hat, sich außerhalb des eigenen Körpers zu befinden und sich selbst zu betrachten oder sich vom Körper unabhängig von Raum und Zeit zu entfernen, ohne dabei eine geistige Verbindung zum Körper zu verlieren. (…) Außerkörperlichkeit bzw. die Erfahrungen darüber sind aber — vergleichbar wie Parapsychologie oder andere Grenzwissenschaften — aus naheliegenden Gründen vom rational messenden und bewertenden Wissenschaftsbetrieb (aber auch von der „Gegenseite“) nicht ausreichend erklärbar und nur in Theorien abbildbar, woraus sich kontroversielle Meinungen ergeben. (…) Wissenschaftlich werden außerkörperliche Erfahrungen mehrheitlich als Illusionen, Flugträume, luzide Träume oder Halluzinationen erklärt. (…) Relativ neue, größer angelegte Studien zu Nahtoderfahrungen, die von dem holländischen klinisch arbeitenden Kardiologen Pim van Lommel durchgeführt wurden, scheinen die bisherigen neurobiologischen oder neurochemischen Annahmen nicht zu unterstützen.“

Wikipedia gibt dann einen Link zur Homepage van Lommels mit folgendem Text: „Das Herz steht still, die Atmung ist ausgefallen. Die Diagnose lautet: klinisch tot. Kann man in einem solchen Zustand noch etwas wahrnehmen? Ja – sagt der Kardiologe Pim van Lommel. Denn Millionen von Menschen, die eine solche Phase überlebten, berichten von Nahtoderfahrungen. Van Lommel illustriert seine Untersuchungen mit vielen eindringlichen Erfahrungsberichten. Seine Erkenntnisse sind spektakulär und stellen die bisher üblichen Erklärungsmodelle in Frage: Denn selbst wenn das Gehirn nachweislich nicht mehr funktioniert, können Menschen ein klares Bewusstsein erfahren – eine Erkenntnis, die uns zwingt, über Leben und Tod neu nachzudenken. Menschen, die aufgrund einer ernsten Erkrankung oder eines Unfalls an der Schwelle zum Tod standen, berichten nach ihrer Genesung oft von außergewöhnlichen Bewusstseinserfahrungen: Sie nahmen eine wunderschöne Landschaft und ein heilsames Licht wahr und empfanden unbeschreibbare Glücksgefühle.Sie sahen sich selbst von oben und konnten nachher über Details der Umgebung Auskunft geben – und das trotz ihrer Bewusstlosigkeit. Wie ist das möglich? Pim van Lommel fand heraus, dass das Bewusstsein nicht an einen funktionierenden Körper gebunden sein muss. Ein Ergebnis, das großes Aufsehen erregte und auch in der bedeutendsten medizinischen Zeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde. Van Lommels These lautet: Das Gehirn fungiert nur als Empfänger eines endloses Bewusstseins, das nach dem Tod nicht aufhört zu existieren.“

Wikipedia: Bekannt durch Themensendungen von BBC und der ARD ist der Fall der Nahtoderfahrungen von Pam Reynolds, deren Beschreibung ursprünglich auf Michael B. Sabom zurückgeht. Während die Patientin einer Gehirnoperation unterzogen wurde, zeigten mehrere Messinstrumente ein so genanntes Null-Linien-EEG, da im Gehirn durch die besondere Operationsmethode mittels Unterkühlung, Blutabzug und Medikamentenwirkung keinerlei messbare Aktivität vor sich ging. Die Augen der Patientin waren zugeklebt und die Ohren wegen der Hirnstrommessungen zugestöpselt. Nach der Darstellung von Sabom beschrieb Reynolds hinterher, sich daran zu erinnern, während des Eingriffs etwa zwei Meter über dem OP-Tisch geschwebt zu sein. Sie gab außerdem Details der Gespräche während der Operation wieder und berichtete von den Eingriffen an ihrem Gehirn, wobei sie auch das Aussehen der Spezialinstrumente und deren Anwendung detailliert beschreiben konnte.

Wikipedia: Das Christentum stellt das Jenseits als endzeitlich hereinbrechendes dar, an dessen Ende die volle Gemeinschaft mit Jesus Christus steht. Das Christentum glaubt an die Auferstehung von den Toten. Die Seele wandert aus dem irdischen, verweslichen Körper in einen himmlischen, unverweslichen Körper. Geläuterte Seelen werden demnach aus dem Jenseits von Engeln in das Himmelsreich weiter geleitet, die anderen Seelen bleiben solange im Jenseits, bis ihr seelischer Zustand für den Himmel weitergereift ist. Wer in das Himmelreich eingehen darf, ist gerettet. Er hat an seinem Charakter zu seinen Lebzeiten auf Erden so fleißig und strebend gearbeitet, dass er es mit Gottes Hilfe geschafft hat, seine Seele mit Gott zu vereinigen.

Diskussion

(Zitate myKath.de 2012)

Klem (Christ): Ich selber habe mich entschieden mit einem Glauben an das ewige Leben glücklich zu sein und zu werden. Ob das „vernünftig“ ist? Nein! Ist mir aber auch wurscht, was andere darüber denken.

GermanHeretic (Atheist): Das sehe ich genauso, auch wenn ich es bei mir nicht Glaube, sondern Wunschvorstellung nenne.

Mystiker: Was andere von meiner Überzeugung vom Leben nach dem Tod halten, ist mir letztlich auch egal. Wichtig ist mir nur, dass ich im Einklang mit mir bin. Ob es Glaube, Wissen oder Wunschvorstellung ist, ist auch egal. Entscheidend ist, wonach wir unser Leben ausrichten. Führt bei dir der Gedanke an ein Leben nach dem Tod dazu, dass du spirituell lebst? Letztlich muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, was er für wahr hält. Jeder muss sein Leben selbst verantworten.

Shubashi: Wenn ich aber in der Stunde meines Todes in die reine Wahrnehmung eingehe, ohne Zeit, ohne Ich, ohne Du, reine Liebe, die nicht mehr differenziert – das wäre für mich viel mehr „Leben“ als dieses schnöde Alltagsbewusstsein.

Mystiker: Erleuchtet zu sterben ist sicherlich sehr glücklich. Man kommt gut durch den Tod und steigt danach mit Sicherheit in die Lichtwelt auf. Wie man das macht haben viele Erleuchtete beschrieben. Es gibt insbesondere dazu das tibetische Totenbuch. Wichtig ist es, dass wir uns vor dem Sterben mit einem erleuchteten Meister (Jesus, Buddha, Gott) verbinden. Dann wird uns optimal geholfen. Gut ist es auch ein Gebet (Mantra) zu denken oder zu meditieren. Wichtig ist es nach Aussage der tibetischen Meister (Sogyal Rinpoche, Das Buch vom Leben und vom Sterben), den Geist rein, ruhig und positiv zu halten. Dann gelangst du in die reine Wahrnehmung und umfassende Liebe.

Wanderin: Vor ca. 20 Jahren hatte man bei mir Gallensteine festgestellt und die sollten zertrümmert werden. Dafür kam ich ins Krankenhaus und wurde dort mit Laserstrahl behandelt. Nach dieser Prozedur, meinte die Ärztin, ich sollte mich lieber gleich hinlegen und ausruhen. Nun wollte ich aber meiner Mutter Bescheid geben, dass alles gut verlaufen war und so bin ich zum Erdgeschoß zu der Telefonzelle hingegangen und habe sie angerufen. Als ich aus der Zelle herauskam, wurde mir plötzlich schwindelig und ich fiel um. Dann sah ich mich von der Decke aus auf dem Boden liegen. Weit und breit war niemand zur Stelle, mir zu helfen. Ich (meine Seele) wurde neugierig und wollte in die Nähe meines Körpers, um zu sehen was da los sei. In diesem Moment wurde ich in den Körper zurückgezogen und wachte auf. Ich war tatsächlich allein und musste mich wieder aufrappeln, ohne jedoch Schaden genommen zu haben. Ich ging dann zum Aufzug, weil mir noch schummrig war, und drückte den Knopf für meine Etage. Als ich oben ankam, kippte ich aus dem Aufzug. Meine Seele floss wieder aus meinem Körper heraus und schwebte an die Zimmerdecke. Diesmal waren viele Leute um mich herum die mich neugierig betrachteten, bis ein Arzt kam, der mich sofort untersuchte und meine Beine hochlegte. In diesem Moment glitt ich wieder in meinen Körper zurück. Dieses Ereignis machte mir klar, dass die Seele unabhängig vom Körper ist und es somit auch ein Leben nach dem Tod gibt. Ich sollte vielleicht noch dazu bemerken, dass das, was ich jeweils sah, als ich (die Seele) an der Decke schwebte, anschließend , zurück im Körper vollkommen mit der Realität übereinstimmte. So konnte ich zum Beispiel beim 2. Mal meinen eigenen Körper nicht sehen, weil er von den anderen Menschen, die sich über mich beugten, verdeckt war. Mich würde dazu mal Eure Meinung interessieren.

GermanHeretic: Nahtoderfahrungen liegen wahrscheinlich an erhöhten Kohlendioxidwerten.

Mystiker: Derartige Erklärungen greifen zu kurz. Sie erklären nicht, wieso man in der Außerkörperlichkeit Dinge sehen kann, die einem vorher nicht bekannt waren. Dieses ist überprüfbar. Der Pam Reynoldsfall belegt dieses gut.

GermanHeretic: Klinisch tot ist offensichtlich noch nicht richtig tot.

Mystiker: Der 16. Karmapa war vollständig tot und konnte sich durch seine erleuchtete Seele wieder für kurze Zeit lebendig machen. Sein Herzchachakra konnte er noch drei Tage nach seinem Tod warm halten und die Leichenstarre verhindern. Und das machen traditionell die erleuchteten Meister im tibetischen Buddhismus. Es wird auch von Yogananda von Zeugen berichtet. Am besten untersucht sind die Nahtodfälle. Hier wird die Unabhängigkeit der Seele von Körper dadurch bewiesen, dass man in der Außerkörperlichkeit trotz Gehirnstillstandes Dinge wahrnehmen und darüber berichten kann.

DonGato: Wenn 82% sagen, sie haben kein ausserkoerperliches Erlebnis gehabt, dann koennten entweder nur 18% der Menschen eine Seele haben oder … Auf jeden Fall ist die Reproduzierbarkeit der Angelegenheit etwas gering.

Mystiker: Das ist keine Frage der Reproduzierbarkeit, sondern der Reinheit der Seele. Vor dem Tod aus dem Körper austreten kann man nur, wenn man eine bestimmte spirituelle Entwicklungsstufe erreicht hat. Nicht jedem Menschen sind Astrahlreisen möglich.

Korri: Nach Gottes Wort, der Bibel, gibt es eindeutig ein Leben nach dem Tod. Entweder bei Gott oder von Gott getrennt. Nahtoderfahrungen wird es geben, sind jedoch nicht ausschlaggebend. Deshalb lohnt es sich auch nicht, sich damit so ausführlich auseinander zu setzen. Bringt nicht wirklich viel, außer endlose Diskussionen.

Mystiker: Wissenschaft bringt es mit sich, dass es bei schwierigen Fragen endlose Diskussionen gibt. Die meisten heutigen Menschen denken wissenschaftlich. Ihnen genügt es nicht zu sagen, dass es in der Bibel steht. Sie brauchen Tatsachen und logische Zusammenhänge. Die Nahtodforschung ist für viele Menschen eine wichtige Möglichkeit an ein Leben nach dem Tod glauben zu können.

Diskussion über Gott und Erleuchtung

16. Karmapa

(Zitat aus mykath (Juli 2012))

Mystiker: Wie kann man die Existenz Gottes beweisen?

Kirisiyana: Gar nicht. Auch der Mystiker kennt den Unterschied zwischen Wissen und Glauben.

Mystiker: Wissen beruht auf Tatsachen. Man kann Gott erfahren. Man kann den Heiligen Geist spüren. Man kann die Liebe, den Frieden und die Kraft Gottes spüren. Die Tiefe des Mysterium Gottes erfährt man in der Erleuchtung. Gott beweist sich durch die Erleuchteten, Mystiker und Heiligen. Sie erfahren Gott und können dadurch das Wissen von Gott an die Welt weitergeben.

Das ein Erleuchteter Gott sieht und spürt, ist wissenschaftlich schon lange bewiesen. Grundlegend hat Persinger diese Tatsache untersucht. Wenn Gott durch das Gehirn wahrgenommen werden kann (es sogar bestimmte Bereiche im Gehirn dafür gibt), bedeutet das nicht, dass Gott nur im Gehirn ist. Wenn ein Apfel vom Gehirn wahrgenommen wird, bedeutet dies nicht, dass es keinen wirklichen Apfel außerhalb des Gehirns gibt. Gott kann innerhalb und außerhalb des Gehirns existieren. Persinger hat einen psychologischen Gottesbeweis gemacht. TMS bestätigt die Tatsache der Erleuchtung. Es gibt die Erleuchtung. Ein Erleuchteter sieht Gott. Erleuchtung ist also zumindest eine psychologische Tatsache. Die große Frage ist jetzt, ob Erleuchtung nur innerhalb des Gehirn stattfindet oder man als Erleuchteter wirklich in eine höhere Dimension gelangt, die man als Gott bezeichnen kann.

Dass Erleuchtung nicht nur eine geistige Erfahrung innerhalb des Gehirn ist, beweisen die besonderen Fähigkeiten der Erleuchteten. Grundlegend ist dazu der Beweis des 16. Karmapas. Bei seinem Tod in einem Krankenhaus in Chikago 1981 hat er seine besonderen Fähigkeiten eindrucksvoll und öffentlich demonstriert. Ich zitiere den Bericht des behandelnden Arztes: „Früh am nächsten Tag starb er tatsächlich. Wir sahen die Veränderung auf den Monitoren. Die Herzimpulse veränderten sich in einer Weise, die erkennen lässt, dass das Herz ausfällt. So wussten wir und die Chirurgen, dass es bevorstand. Wir sagten den Rinpoches nichts. Sein Herz setzte für ungefähr zehn Sekunden aus. Wir belebten ihn wieder, hatten Probleme mit dem Blutdruck, brachten ihn wieder hoch, und er war für ungefähr 25 oder 30 Minuten stabil. Es schien aber, als hätte er einen Herzanfall gehabt. Dann ging sein Blutdruck völlig herunter, und mit all den Medikamenten konnten wir ihn nicht wieder hoch kriegen. Wir arbeiten weiter, gaben Medikamente, und dann setzte sein Herz aus. Wir bearbeiteten seine Brust, aber dann zu einem gewissen Zeitpunkt war mir klar, dass es vorbei war. Man konnte auf dem Monitor sein Herz sterben sehen. Aber ich hatte das Gefühl, als müssten wir so gut wir konnten unsere Gründlichkeit beweisen, um die Rinpoches zu beruhigen. Also arbeitete ich fast 45 Minuten weiter an der Reanimation, viel länger als ich es normalerweise getan hätte. Schließlich gab ich ihm zwei Ampullen Epinephrine und Adrenalin ins Herz, aber es kam keine Reaktion – Kalzium, keine Reaktion. So hörten wir also auf. Dies war der Punkt, an dem wir aufgaben. Ich ging hinaus, um Trungpa Rinpoche anzurufen und ihm zu sagen, dass Seine Heiligkeit gestorben war. Als ich in den Raum zurück kam, fingen die Leute an zu gehen. Seine Heiligkeit hatte nun ungefähr 45 Minuten dort gelegen. Wir begannen die Magensonde herauszuziehen, und als jemand den Schlauch aus seiner Nase zog, sah ich plötzlich, dass sein Blutdruck 140 zu 80 war. Meine erste Reaktion war, dass ich schrie: „Wer lehnt an dem Druck-Monitor?“ Ich war fast in Panik: „Wer lehnt an dem Monitor?“ Ich sagte zu mir selbst: „Oh nein, jetzt geht es wieder los.“ Ich wusste: Damit der Blutdruck so hochgehen kann, müsste jemand daran lehnen mit … nun, es war unmöglich. Dann schrie eine Schwester beinahe: „Er hat einen guten Puls! Er hat einen guten Puls!“ Einer der älteren Rinpoches klopfte mir auf den Rücken, als wolle er sagen: „Es ist unmöglich, aber es geschieht.“ Die Herzrate Seiner Heiligkeit war 80, sein Blutdruck 140 zu 80. In diesem Moment hatte ich das Gefühl, dass ich in diesem Raum ohnmächtig werden würde. Keiner sagte jetzt ein Wort. Es war ein Moment von „Das gibt es nicht. Es kann nicht sein.“ Es war schon so einiges geschehen mit Seiner Heiligkeit, aber das war eindeutig das größte Wunder, das ich je gesehen hatte. Ich meine, es war nicht nur ein außergewöhnlicher Moment. Es geschah eine Stunde, nachdem sein Herz zu schlagen aufgehört hatte und 15 Minuten, nachdem wir aufgehört hatten, irgendetwas mit ihm zu tun. Ich rannte aus dem Raum, um wieder Trungpa Rinpoche anzurufen und ihm zu sagen, dass Seine Heiligkeit wieder lebt – „Ich kann nicht reden, auf Wiedersehen.“ In diesem Zimmer hatte ich den Eindruck, dass Seine Heiligkeit zurückkam, um noch einmal zu probieren, ob dieser Körper noch seinen Geist tragen kann. Er hatte Valium und Morphium bekommen und das löste ihn von dem Körper. Ich hatte das Gefühl, dass er plötzlich bemerkt hatte, dass sein Körper nicht mehr arbeitete. So kam er zurück, um zu sehen, ob er noch benutzbar sei. Nur die Kraft seines zurückkehrenden Bewusstseins ließ alles wieder losgehen.“

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia

Wikipedia: Geschichte der Religionsphilosophie – Artikel in der Wikipedia

Wikipedia

Wikipedia: Wissenschaftstheorie der Theologie – Artikel in der Wikipedia

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