Fernsehen und Glücksforschung

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Die „Hauptreligion“ der Welt ist heute das westliche Konsumfernsehen. Es lehrt den Weg des äußeren Glücks und zerstört das innere Glück. Fernsehen verringert die persönliche Zufriedenheit um etwa 5 % pro Stunde. Glückliche Menschen verbringen weniger als ein Fünftel so viel Zeit vor dem Fernseher als andere Menschen. (David Niven:Die 100 Geheimnisse glücklicher Menschen. München 2000, Seite 32 f.)

Die Glücksforschung hat erkannt, dass das westliche Fernsehen die Menschen innerlich unglücklich machen und einen Zerfall der positiven Werte bewirken kann. Untersucht wurde ein Indianerstamm im Alaska. Vor der Einführung des Fernsehens lebten die Menschen friedlich und positiv zusammen. Danach griffen Egoismus, Unzufriedenheit, Gewalt und Suchtverhalten stark um sich. Dieser Prozess des Zerfalls der traditionellen Kulturen durch den Einfluss des westlichen Konsumfernsehens geschieht derzeit weltweit. (David Niven, a.a.0., Seite 160 f)

Die Menschen in Indien verlieren ihre traditionellen Werte. Die Menschen in China werden trotz wachsendem äußerem Reichtum innerlich unglücklicher. Die Menschen in Afrika wollen nach Europa, weil sie meinen dort glücklich werden zu können. Sie lassen sich durch den äußeren Reichtum blenden und sehen nicht das innere Unglück der Menschen im Westen. Nach einigen Jahren im Westen sind sie innerlich genauso ausgebrannt, wie die Mehrzahl der Menschen hier.

In Bhutan wurde 1998 das Glück zum obersten Staatsziel erklärt. Jedoch machte die Regierung schon im Jahr darauf nach Ansicht des Fernsehkritikers und englischen Wirtschaftsprofessors Lord Richard Layard einen folgenschweren Fehler. Sie ließ das westliche Konsumfernsehen zu. Wo vorher eine gewaltfreie buddhistische Erziehung vorhanden war, dominierten jetzt Fernsehfilme aus Sex, Gewalt, Angst und Konsumwerbung den Geist der Menschen. Schon bald darauf war ein starker Anstieg von Scheidungen, Kriminalität und Drogenkonsum zu verzeichnen. In den Schulen nahm die Gewalt zu. (Richard Layard: Die glückliche Gesellschaft. 2005, Seite 91.) Nach Richard Layard bestätigen die vorliegenden Untersuchungen eindeutig, dass die Menschen aggressiver werden, je mehr sie fernsehen. (Richard Layard, a.a.O., Seite 102.)

Viel Fernsehen fördert Hang zur Gewalt (Zitate aus Science ORF.at): Mehr als eine Stunde Fernsehen am Tag fördert bei jungen Erwachsenen auf Dauer einen Hang zu gewalttätigem Verhalten. Das gilt vor allem für junge Männer, aber auch für erwachsene Frauen, berichten Forscher im Wissenschaftsmagazin ScienceWenn die tägliche Fernsehzeit drei Stunden überschreitet, nimmt die Rate von gewaltsamen Übergriffen wie Körperverletzung und Raubüberfällen dramatisch zu. „Ich war überrascht, einen fünffachen Anstieg aggressiven Verhaltens bei drei oder mehr Stunden Fernsehkonsum zu beobachten“, sagte Johnson. Jeffrey Johnson und Kollegen von der Columbia-Universität in New York beobachteten Jugendliche aus 707 Familien über einen Zeitraum von 17 Jahren. Die Ergebnisse zeigten, dass verantwortungsbewusste Eltern ihre Kinder – zumindest in früher Jugend – nicht mehr als eine Stunde lang fernsehen lassen sollten, erklärte Johnson, der an der Columbia-Universität sowie dem Psychiatrischen Institut des Staats New York tätig ist. Inzwischen sehen auch viele US-Organe wie die Amerikanische Akademie der Kinderärzte, die Ärztegesellschaft (AMA) sowie die Psychologen- und Psychiaterverbände klare Hinweise auf eine Erziehung zur Gewalt durch gewalttätige Fernsehprogramme.

Bekannt geworden ist in den USA der Fall eines allein erziehenden Vaters, der mit seinem Sohn zusammenlebte. Sie machten sich gegenseitig das Leben schwer. Der Vater beschloss daraufhin den Fernseher abzuschaffen. Nach einiger Zeit lösten sich Unzufriedenheit, Aggressivität und Negativität im Sohn auf. Vater und Sohn harmonierten wieder miteinander. Das Fernsehen sollte positiver werden. Es sollte dem Weg des inneren Glücks einen ausreichenden Platz in seinen Programmen einräumen. Die Fernsehinhalte sollten sich an den Werten Liebe, Frieden und Weisheit orientieren. In den Schulen sollte den Kindern der positive Umgang mit dem Fernseher beigebracht werden.

Nils: Ich möchte in einer Gesellschaft der Liebe, des Friedens und der Weisheit leben. In Deutschland sollte der Schwerpunkt der Entwicklung in Zukunft auf dem inneren Glück liegen. Wir sollten eine Kultur des inneren Glücks auf der Basis der Glücksforschung entwickeln. Meine beiden konkreten Hauptforderungen sind die allgemeine Einführung des Schulfaches Glück und eine neue Fernsehkultur. Das Glück aller Menschen sollte im Mittelpunkt des Schulunterrichtes stehen. Alle Schüler sollten die aktuelle Glücksforschung, die Grundsätze der Gesundheit, die Regeln des inneren Glücks und den Weg einer glücklichen Beziehung kennen. Sie sollten lernen, positiv mit dem Fernsehen und dem Internet umzugehen (richtige Auswahl, keine Gewaltfilme oder Gewaltspiele, wenig fernsehen, positive Besinnung nach dem Fernsehen).

In der Psychologie ist bekannt, dass man sein Unterbewusstsein programmieren und trainieren kann. Wer durch Vorstellungsübungen positive Verhaltensweisen einübt, der kann sie in der Realität leichter umsetzen. Gleiches gilt für negative Verhaltensweisen. Deswegen sind Gewaltfilme so schädlich. Unsere Kinder üben in der Vorstellung Gewalt ein und können sie später dann perfekt umsetzen. Die Gewaltorgien an den Schulen sind kein Zufall. Die dramatische Zunahme der Ängste, Depressionen und psychosomatischen Krankheiten ist kein Zufall.

Die staatlichen Aufsichtsorgane sollten dafür sorgen, dass das westliche Konsumfernsehen nicht die Gewalt unter den Menschen verstärkt. Es sollten verbindliche Wirkungsstudien erstellt werden, an denen sich alle Fernsehsender orientieren müssen. Übermäßige Gewalt im Fernsehen muss verboten werden. Das Programm insgesamt jedes Senders sollte die Liebe, die Weisheit, den Frieden und das innere Glück bei den Zuschauern messbar vergrößern. Von 5 % Unzufriedenheit nach einer Stunde fernsehen sollten wir mindestens auf 1 % Zufriedenheit kommen. Das Fernsehen ist der entscheidende Kulturformer im Westen. Es muss deshalb seinen grundgesetzlichen Bildungsauftrag stärker wahrnehmen.

–> Siehe auch Für eine neue FernsehkulturForen-Diskussion Grundsätzliche Fernsehkritik

Die aktuelle Glücksforschung

In den USA gibt es seit längerer Zeit eine intensive Glücksforschung. Der Glücksforscher David Niven hat sie im Jahr 2000 mit seinem Buch “Die 100 Geheimnisse glücklicher Menschen” einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit der Jahrtausendwende ist die Glücksdiskussion auch in Deutschland angekommen. Ein Bestseller war 2002 das Buch von Stefan Klein: “Die Glücksformel”. Einen großen Anstoß zum Umdenken gab 2005 das Buch des englischen Wirtschaftsprofessors Richard Layard: “Die glückliche Gesellschaft”. Er propagierte den Abschied vom äußeren Wachstum und die Hinwendung zum inneren Wachstum.

Die wichtigsten Ergebnisse der heutigen Glücksforschung kann man in zehn Punkten zusammenfassen.

1. Aktivität macht glücklich = Glücklich sind Menschen mit positiven Zielen und einer positiven Aufgabe. Aktive Menschen besitzen 15 % mehr Lebenszufriedenheit als ihre eher passiven Mitmenschen. Der Glücksforscher Ed Diener erklärt: „Glückliche Menschen setzen sich immer wieder Ziele.”

2. Sport macht glücklich = Regelmäßiger Sport hält den Körper gesund und macht den Geist glücklich. Tägliche Spaziergänge steigern das Lebensglück um 12 %. David Niven stellt fest: „Menschen, die sich durch Sport fit halten, sind gesünder, positiver und erfolgreicher.”

3. Gutes tun macht glücklich = Wer regelmäßig anderen Menschen etwas Gutes tut, ist 24 % glücklicher als ein Mensch, der nur für sich lebt. John A. Schindler schreibt: “Lebe vorwiegend als gebender Mensch. Der Gebende ist glücklicher als der Nehmende. Wer der Welt und allen Wesen gegenüber zum Gebenden wird, entdeckt die Schönheit der Welt.”

4. Ruhe macht glücklich = Das Zentrum eines gesunden und glücklichen Lebens ist es, im richtigen Gleichgewicht von Ruhe und Aktivität zu leben. Neben Zeiten der Arbeit, der Bewegung und der Geselligkeit sollten wir jeden Tag auch Zeiten der Ruhe und der Erholung in unser Leben einbauen.

Wir sollten genug schlafen. Aus der wissenschaftlichen Forschung ergibt sich, dass entspannte Menschen positiver denken und glücklicher sind. Jede fehlende Stunde Schlaf verringert die positive Einstellung am nächsten Tag um 8 %.

Wo das richtige Gleichgewicht von Ruhe und Aktivität genau liegt, ist individuell verschieden. Jeder Mensch muss sich erforschen und seinen persönlichen Weg des inneren Gleichgewichts herausfinden. Wir müssen ausprobieren, wie viel Schlaf wir brauchen, wie viele Entspannungszeiten wir brauchen und in welcher Geschwindigkeit wir am besten durch das Leben gehen.

Wer in der westlichen Leistungsgesellschaft glücklich und gesund bleiben will, muss schlau leben. Er muss sein Leben klug organisieren, sich im inneren Glück zentrieren und konsequent seinen persönlichen Weg des inneren Gleichgewichts gehen.

5. Positives Denken macht glücklich = Wer positiv denkt, verdoppelt seine Glückswahrscheinlichkeit. Wer glücklich werden will, sollte jeden Tag das positive Denken pflegen. Er sollte die positiven Eigenschaften Weisheit, Liebe, Frieden, innere Kraft und Lebensfreude in das Zentrum seines Lebens stellen.

Und er sollte sie jeden Tag systematisch üben, zum Beispiel durch eine lebenslange positive Tageseinstellung: „Wie sieht der Tag heute aus? Wie komme ich heute positiv durch den Tag? Was macht mich heute zum Sieger auf dem inneren und äußeren Weg?”

6. Zu viel Fernsehen macht unglücklich = Die wissenschaftliche Forschung hat klar ergeben: “Jede Stunde Fernsehen am Tag verringert die allgemeine Lebenszufriedenheit um 5 %. ” Das Fernsehen orientiert die Menschen auf den Weg des äußeren Glücks. Es erweckt Wünsche. Es verstärkt Aggressionen. Es erzeugt Ängste. Wer in seinem inneren Glück wachsen will, muss den Fernseher abschaffen oder einen positiven Umgang damit erlernen.

Der Weg des positiven Fernsehens besteht aus drei Schritten: a) Wähle deine Fernsehsendungen bewusst aus. Vermeide negative Filme und bevorzuge positive Filme. b) Finde das richtige Maß beim Fernsehen. Kinder dürfen höchstens eine Stunde am Tag fernsehen. c) Nach jedem Fernsehkonsum muss man sich durch spirituelle Übungen reinigen. Mach mindestens einmal in der Woche die Fernsehmeditation (siehe unten).

7. Freundschaften pflegen = Baue dir einen positiven Freundeskreis auf. Frauen, die sich regelmäßig mit anderen Frauen austauschten, erlebten eine Verringerung ihrer Sorgen um 55 %. Bei krebskranken Frauen, die sich wöchentlich in einer Gruppe trafen, war die Überlebensrate doppelt so hoch wie bei Frauen ohne eine feste Gruppe.

In der westlichen Welt gibt es einen starken Trend zur Vereinzelung. Es gibt viele Singles und alte einsame Menschen. Glücklich sind aber die Menschen mit einem guten Freundeskreis. Überwinden wir die Vereinzelung. Bauen wir Glücksgruppen (Yoga, Meditation, positives Denken) auf. Pflegen wir unsere Freundschaften.

8. Die Freude pflegen = Wer regelmäßig kleine Elemente der Freude in sein Leben einbaut, steigert sein allgemeines Lebensglück um 20 %.

9. Humor = Wer Humor hat, erhöht sein Lebensglück um 33 %. Wir sollten auch den Humor in unserem Leben pflegen. Wir sollten die Dinge nicht zu ernst nehmen. Wir sollten es lernen, auch über uns selbst zu lachen. Wer über sich selbst lachen kann, geht leichter durch das Leben. Es ist gut, heitere Filme zu sehen, humorvolle Bücher zu lesen und mit fröhlichen Menschen zusammen zu sein. Wenn wir genau hinsehen, ist das Leben voller Witz und Humor.

10. Selbstvertrauen = Nur nach dem Lustprinzip sein inneres Glück zu entwickeln, bringt uns nicht voran. Alle erleuchteten Meister sagen es und auch Sonja betont es immer wieder: Inneres Glück ist lebenslange konsequente Arbeit.

Fernsehmeditation

 Wir setzen uns entspannt hin. Der Rücken ist gerade. Die Hände liegen im Schoß oder auf den Beinen.1. Glückliche Welt = Wir visualisieren unter uns die Erdkugel und reiben kreisend mit den Füßen (erst der rechte und dann der linke Fuß) die Erde. Wir denken das Mantra: „Möge es eine glückliche Welt geben. Mögen alle Wesen auf der Welt glücklich sein.“ Wir denken dabei bewusst an das viele Leid auf der Erde. Wir verbinden uns geistig mit dem Leid unserer Mitmenschen.2. Meister = Wir visualisieren unsere erleuchteten Meister im Himmel (Om Buddha, Jesus, Shiva, Epikur…). Wir reiben die Handflächen aneinander über dem Kopf und denken: „Om alle erleuchteten Meister. Om innere Weisheit. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg.“ Wir fühlen uns dabei real mit den Meistern verbunden. Wir spüren, wie ihre Energie mit dem Mantra in uns hineinfließt.3. Buddha/Göttin/Engel = Wir visualisieren uns als Buddha, Göttin, Glücksphilosophen. Wir denken: „Ich bin ein Buddha (Göttin, Glücksmensch) voller Liebe. Ich gehe den Weg des Positiven.“ Dabei reiben wir unsere Hände vor dem Herzchakra.

4. Buddha im Fernsehen = Wir bewegen eine Hand segnend hin und her. Wir senden einem Menschen im Fernsehen Licht und denken: „Ich sende Licht zu … Möge er/sie ein Glücksmensch (Buddha, Göttin) werden. Mögen alle Menschen im Fernsehen glücklich (Buddhas, Göttinnen) werden.“ Welcher Mensch hat dich heute im Fernsehen besonders positiv oder negativ berührt? Reinige die energetische Verbindung, indem du ihn als glücklich (Buddha, Göttin) visualisierst.

5. Om im Bauch = Lege die Hände in den Schoß, bewege die Zehen und denke das Mantra “Om“ im Bauch. Stoppe danach eine Minute alle Gedanken. Entspanne dich.

Sonja Lyubomirsky

40 % Glück durch positives Denken

Sonja Lyubomirsky (Video) ist eine der bekanntesten amerikanischen Glücksforscherinnen. Sie ist Professorin an der University of California und hat den Weltbestseller Glücklich sein (2008) geschrieben. Ihr spezielles Forschungsgebiet ist das Glücksniveau. Sie hat die Debatte um das Glücksniveau in die heutige Glücksforschung eingebracht.

Sonja hat es geärgert, dass neuere Forschungsergebnisse auf ein bei den meisten Menschen relativ festgefügtes Glücksniveau hinweisen. Die Gefahr bei diesen Forschungen liegt darin, dass sie die Neigung der Menschen zur Bequemlichkeit verstärken: „Mein Glücksniveau steht genetisch und durch äußere Umstände bedingt fest. Ich kann nichts für mein Glück tun. Alles ist sinnlos.“

Sonja fragte sich, was kann ich tun, wenn ich ein glückliches Leben bekommen möchte. Sie akzeptierte, dass nach dem heutigen Forschungsstand etwa 50 % des Glücksniveaus genetisch (durch den Körper/die Hormonproduktion) festgelegt sind. Etwa 10 % des Glücksniveaus sind durch die äußeren Lebensverhältnisse gegeben. 40 % des Glücksniveaus kann ein Mensch durch die Arbeit an seinen Gedanken beeinflussen.

Wenn nur 10 % des allgemeinen Lebensglücks durch äußere Lebensumstände bedingt sind, dann ist es normalerweise nicht so wichtig, seine äußeren Lebensumstände zu verändern. Es ist für das persönliche Glück relativ unbedeutend, einen besseren Beruf, einen besseren Partner, bessere Kinder oder eine schönere Wohnung zu bekommen. Damit können wir höchstens zehn Prozent unseres Glücksniveaus verändern.

Wir sollten uns vorrangig den 40 % des veränderungsfähigen Glücksniveaus zuwenden. Sonja ist sehr radikal: „Lassen Sie ihre äußeren Lebensumstände wie sie sind. Arbeiten Sie nur an sich selbst. Trainieren Sie jeden Tag positive Gedanken und positive Verhaltensweisen. Das ist der Weg, der Sie dauerhaft glücklich macht.“

Zufriedenheit lässt sich trainieren

(Zitat Hamburger Abendblatt vom 10.10.12)

Ein jeder ist seines Glückes Schmied. Dass an dieser Redewendung etwas Wahres dran ist, gilt Psychologen zufolge als erwiesen. Sie kamen, weil sie sich besser fühlen wollten. Und sie gingen mit höherer Lebenszufriedenheit. 180 Männer und Frauen in der Schweiz trainierten zehn Wochen lang bestimmte Charakterstärken. Das reichte aus, um ihr Wohlbefinden zu steigern, zeigte eine Studie der Universität Zürich. Die Teilnehmer waren heiterer und häufiger positiver Stimmung. Es genügte, einfache Übungen in den Alltag einzubauen. Garantiertes Glück gibt es zwar nicht, und auch Krisen gehören zum Leben dazu. Für die eigene Lebenszufriedenheit lässt sich aber durchaus etwas tun. Die Männer und Frauen wurden per Zufall in drei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe musste warten, die zweite trainierte die Stärken Dankbarkeit, Optimismus, Humor, Neugier und Enthusiasmus, die dritte Gruppe die Stärken Sinn für das Schöne, Kreativität, Freundlichkeit, Liebe zum Lernen und Weitsicht. Dahinter steht die Theorie, dass Menschen, die solche Charakterstärken einsetzen, mehr positive Gefühle erleben. Außerdem sehen sie mehr Sinn im Leben, haben bessere Beziehungen zu anderen und verfügen über mehr Handlungsoptionen, so die Studienautoren. Das alles führe letztlich dazu, dass sie sich besser fühlen. Die Frauen und Männer in Zürich trafen sich alle zwei Wochen, bekamen eine Stärke vorgestellt und übten sie in der Gruppe. „Als es um Dankbarkeit ging, mussten sie sich zum Beispiel mit ihrem Sitznachbarn darüber austauschen, wie sie in einer bestimmten Situation Dankbarkeit erlebt hatten“, erzählt Proyer. Ein Stärkentraining kann aber nur der Einstieg sein. Üben und anwenden muss man das Gelernte hinterher selbst. Das lohnt sich: Subjektives Wohlbefinden geht laut Eid mit Gesundheit und Langlebigkeit einher.

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Jeder Mensch braucht ein geistiges Zentrum

Der wichtigste Punkt im Leben ist das geistige Zentrum. Das geistige Zentrum besteht aus der persönlichen Lebensphilosophie. Ein geistiges Zentrum sollte die fünf Grundsätze Liebe, Frieden, Wahrheit, Kraft und Freude enthalten. Wenn wir mit Weisheit nach diesen fünf Grundsätzen leben, wachsen wir ins Glück, in die Erleuchtung, in ein Leben im Licht.

Grundsätzlich besteht der Weg des inneren Glücks aus Gesundheitsübungen und aus Gedankenarbeit.

Gesundheitsübungen sind Sport (Gehen, Joggen, Radfahren – notfalls auf dem Heimtrainer), Yoga und Meditation. Dazu kommen noch eine gesunde Ernährung und die Vermeidung von Schadstoffen.

Gedankenarbeit bedeutet negative Gedanken zu vermeiden und positive Gedanken zu fördern. Negative Gedanken führen zu inneren Verspannungen, zur Zerstörung der Gesundheit und zu schlechten sozialen Beziehungen. Sie sind meistens mit Gefühlen wie Angst, Wut und Sucht verbunden. Positive Gedanken bewirken positive Gefühle und ein konstruktives äußeres Verhalten.

Positive Gedanken erhalten wir durch Nachdenken, Selbstbesinnung, positive Vorsätze und das Lesen in positiven Büchern. Wichtig ist die beständige innere Achtsamkeit auf die Gedanken, die Gefühle und die positiven Lebensgrundsätze (Liebe, Frieden, Wahrheit, Kraft, Glück).

Gute Lebensgrundlagen sind die Glücksphilosophie (Epikur), der Buddhismus (Buddha), das Christentum (Bergpredigt) und der Yoga (Patanjali). Wichtig ist es bei jeder geistigen Lehre, dass wir immer gut in Kontakt mit uns selbst, unserer inneren Wahrheit und unserer Liebe sind. Eine geistige Lehre gibt uns eine Orientierung. Für die richtige Anwendung in unserer konkreten Situation sind wir selbst zuständig. Was tut uns gut? Was bringt uns auf dem Weg des Glücks voran? Was dient dem Aufbau einer glücklichen Welt?

Der einfachste Weg einer geistigen Glückspraxis ist das tägliche Lesen in einem spirituellen Buch. Wir brauchen nicht viel zu lesen. Eine Seite, ein kleiner Text, eine Meditation am Tag reicht aus, um uns dauerhaft auf dem Weg des Glücks zu halten. Es gibt viele aufbauende Bücher in den Buchhandlungen und im Internet. Wir können unser Leben lang immer wieder neue und spannende Bücher lesen. Wenn wir verschiedene Bücher ausprobiert haben, werden wir bald unsere persönliche Lieblingsliteratur zur Stärkung der Seele gefunden haben. Für viele Menschen ist das tägliche Ziehen einer Orakelkarte hilfreich, um immer wieder eine positive Lebenssicht zu erhalten. Dazu brauchen wir jeden Tag nur eine Minute. Diese Zeit hat jeder. Der Gewinn ist langfristig unermesslich. Wir können auch selbst ein kleines Orakel herstellen. Wir schreiben die für uns wichtigsten positiven Lebensgrundsätze auf kleine Zettel oder Karteikarten. Wir mischen sie, ziehen jeden Tag eine Karte und üben den entsprechenden Grundsatz an diesem Tag. Wenn wir unser Orakel weise praktizieren, stärkt es uns auf dem Lebensweg.

Überlege dir deine tägliche Glückspraxis. Wie kannst du die Fünf Grundsätze der Gesundheit in dein Leben einbauen? Was ist dein spiritueller Hauptweg (Yoga, Buddhismus, Christentum, Philosophie)? Welches Vorbild inspiriert dich und gibt dir Kraft für ein positives Leben (Wikipedia BuddhaWikipedia JesusWikipedia SokratesWikipedia LaoziWikipedia MohammedWikipedia Krishna)?Welche Übungen und Meditationen willst du regelmäßig praktizieren?

–> Tarot

Der Weg der umfassenden Liebe

Es gibt zwei Wege zur Erleuchtung, den Weg der Ruhe und den Weg der Liebe. Auf dem Weg der Ruhe kommen wir durch unsere spirituellen Übungen in uns zur Ruhe.Wir erheben uns meditierend über die Welt des Dualismus. Auf dem Weg der Liebe erkennen wir uns in unseren leidenden Mitwesen und helfen ihnen ihr Leid zu überwinden. So entsteht ein kosmisches Bewusstsein. Die umfassende Liebe öffnet unser Herz und wir gelangen in die Dimension der umfassenden Liebe. Dann leben wir in Gott.

Wir sollten uns nicht auf dem Weg des äußeren Handelns energetisch verbrauchen sollten. Wir sollten uns auch als Arbeiter für eine glückliche Welt in uns, unserer Ruhe und im Sein zentrieren. Wir sollten immer wieder in die Ruhe zurückkehren und unsere Batterien aufladen. Wir sollten in unserem persönlich richtigen Gleichgewicht von ruhendem Sein und aktivem Handeln leben.

Die Verbindung von innerem und äußerem Glück ist schwierig. Wenn wir für eine glückliche Welt kämpfen, sehen wir normalerweise unseren jeweiligen Gegner als eine Inkarnation des Bösen. Das mag für eine kurze Zeit hilfreich und unvermeidlich sein. Es verspannt uns aber innerlich. Wir sollten deshalb alle Gegner immer wieder geistig in uns auflösen und zur inneren Harmonie finden. Das geschieht, indem wir ihnen Licht senden, ihnen verzeihen, sie als innerlich leidende Opfer eines unweisen Weltsystems erkennen und sie letztlich als entwicklungsbedürftigen Teil unseres Selbst sehen.

Jesus hat dafür den Weg der Feindesliebe entwickelt. Wir grenzen uns zwar äußerlich klar gegen das Böse auf der Welt ab (die unweisen Mitmenschen) und führen es auf den Weg des Guten, soweit wir es vermögen. Innerlich lassen wir aber kein Wesen aus unserer Liebe herausfallen. Ich orientiere mich am Weg der spirituellen Mutter, die auch ihre bösen Kinder liebt und letztlich eine glückliche Gesamtfamilie anstrebt. Eine positive Erziehung geschieht, indem wir ein positives Glücksvorbild sind und uns mit dem Guten (der Weisheit) in den schlechten Menschen verbünden. Denn kein Mensch ist nur schlecht. Jeder Mensch besteht aus guten und nicht so guten Anteilen. Wir sind Mütter und Väter der Welt. Wir wünschen das Glück aller Wesen. Wir wünschen insgesamt eine glücklichen Welt. So wachsen wir innerlich und äußerlich ins Licht.

Fragen und Antworten zum Glück

Lebe als Philosoph.

1. Wie seht ihr die Philosophen?

Yogi Nils: Philosophen sind wichtig. Jeder sollte ein Philosoph sein. Das Zentrum der Philosophie ist die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wer ohne diese Frage durch das Leben geht, lebt auf der Stufe eines Tieres. Ein Mensch wird man erst durch das philosophische Denken. Gesegnet ist, wer durch das philosophische Nachdenken seinen Lebenssinn findet. Er kann strategisch klug leben und ein erfülltes Leben erhalten.
2. Ist Glück für euch ein wichtiges Lebensziel?

Dana: Mir ist es wichtig, glücklich zu sein. Ich kenne die Orte und Situationen, die mich glücklich machen. Ich freue mich über jeden Tag, an dem ich glücklich bin. Zum Glücklichsein brauche ich auch gar nicht so viel: eine äussere Umgebung, die mir genug Raum bietet für ein paar Hobbys, einen kleinen Garten, ein Minimum an monatlichen Einnahmen (die zum Leben ausreichen, es darf auch ein einfaches Leben sein) und nicht viel Stress von aussen. Meine Familie, Internet, ein paar Musikinstrumente und meine Bücher. Das sind die wichtigsten Dinge, die ich brauche, um gesund und glücklich zu sein.

Professor: Es gibt verschiedene Glücksphilosophien. Neben Epikur (und Demokrit) zum Beispiel die von Aristoteles, anderen Tugendethikern und auch der Utilitarismus geht von der Glücksmaximierung aus. Nicht zu vergessen die Hedonisten.

Bei der Frage, was der Sinn des Lebens ist, verweisen einige Philosophen auf das Glück (übrigens im Sinne der Glückseligkeit, nicht in Sinne von Glück und Pech). Bei allen anderen Zielen, die man sich stelle, könne nach dem „Warum“ gefragt werden. Die Eudaimonie hingegen ist nicht hinterfragbar.

Als Faustregel ist das m. E. auch keine schlechte Philosophie, wenn man sich klar macht, was zu diesem Glück alles erforderlich ist und was nicht. Es bedeutet auch, dass man sich sein vorhandenes Glück immer wieder deutlich macht.

Aber ich denke, dass der Mensch nicht ausschließlich auf seine Glücksmaximierung ausgerichtet ist. Es gibt Ziele, Werte und Verhaltensweisen, die von der Glückstheorie nicht erfasst werden. Die Geschwister Scholl haben nicht nach dem Glücksprinzip gehandelt. Viele Idealisten verzichten auf persönliches Glück zugunsten von Dingen, die ihnen wichtiger sind.

Yogi Nils: Das Problem löst sich, wenn man die Erleuchtung in das Zentrum der Glücksphilosophie stellt. Zur Erleuchtung kommt man nur durch das Egoopfer. Das Egoopfer ist auf dem Weg der Ruhe und auf dem Weg der umfassenden Liebe möglich. Gott ist in der Stille (im inneren Frieden) und in der Liebe zu finden. Das kosmische Bewusstsein (Erleuchtungsbewusstsein) entsteht, wenn die Gedanken völlig zur Ruhe kommen oder wenn sie sich mit allen Wesen verbinden (mit Freunden und Feinden).

Die Egoverspannung löst sich auf, wenn wir das Leben so annehmen, wie es ist. Wir gehen durch das Dunkel des Leidens, der Trauer und der Nichtswerdung und erwachen im inneren Glück. Dann können wir trotz allen Leidens das Licht (das Positive) in der Welt sehen. Wir leben geborgen in Gott und das Leid des Lebens kann uns nicht wirklich etwas anhaben. Das Glück kommt aus uns selbst heraus und macht uns unabhängig von den äußeren Umständen des Lebens.

Die Geschwister Scholl (Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus) haben ein kosmisches Liebesopfer erbracht. Sie haben das Glück ihrer Mitmenschen wichtiger als ihr eigenes Glück genommen. Sie haben sich mit dem Glück ihrer Mitwesen identifiziert und dadurch den großen Schritt ins kosmische Bewusstsein gemacht. Das Glück der Idealisten besteht aus einer positiven Vision und dem Weg dorthin.

Das Opfer der Geschwister Scholl ist für ihr inneres Glück selbst durch ihren körperlichen Tod nicht sinnlos, wenn wir davon ausgehen, dass das Leben nach dem Tod weitergeht. Die Seele erntet im Jenseits und im nächsten Leben die Früchte ihres Egoopfers. Sie wird innerlich heil (ein Heiliger, Buddha), erlangt das Paradiesbewusstsein (Erleuchtungsbewusstsein) und lebt dann dauerhaft im Licht (in Gott).

Erleuchtung ist auch ohne das Leben nach dem Tod ein sinnvolles Ziel. Mit der Jenseitslehre bekommt sie eine sehr große Bedeutung. Epikur glaubte eher nicht an ein Leben nach dem Tod. Hier irrte er. Aber er vertrat den Weg der Erleuchtung (Ruhe und Gedankenarbeit) und den Weg der umfassenden Liebe: „Die Freundschaft umtanzt den Erdkreis, uns allen verkündend, dass wir erwachen sollen zur Seligkeit.“
3. Wie pflegt ihr euer inneres Glück?

Sternenfrau: Mein inneres Glück ist mir wichtig. Denn geht es der Seele gut, geht es auch dem Körper gut. Geht es dem Körper und der Seele gut, geht es dem ganzen Menschen gut. Ist ein Mensch in sich glücklich, kann er auch glückliche Beziehungen zu seinen Mitmenschen haben. Ja, wie pflege ich mein Glück … ich versuche positiv zu denken.

Yogi Nils: Glücklich wird man durch den fünffachen Weg der Gesundheit. Gesunde Ernährung, Schadstoffe vermeiden (Alkohol, Rauchen, Drogen), regelmäßig etwas Sport (Gehen, Yoga, Radfahren), ausreichende Entspannung (Meditation) und positives Denken (beständige Gedankenbeobachtung).
4. Wie lernt man/frau positives Denken?

Yogi Nils: Positives Denken führt zu positiven Gefühlen. Positive Gefühle machen den Körper gesund und die Seele glücklich. Leider ist das positive Denken nicht einfach in einer eher negativ eingestellten Welt. Was ist eure Technik positiv durch das Leben zu gehen?

Frau: Es geht einem selber dann besser, wenn man anderen etwas Gutes tut.

Sternenfrau: Mein positives Denken besteht darin zu denken: „Kopf hoch, nicht unterkriegen lassen.“

Sven: Du solltest KEINE NACHRICHTEN im Fernsehen ansehen. Ich muss jeden Tag gegen meine negativen Gedanken ankämpfen.

Jenny: In allem steckt etwas Gutes. Man muss es nur finden bzw. erkennen können.

Mann: Alles nicht so ernst nehmen. Nach dem Regen kommt der Sonnenschein. Es gibt immer auch eine positive Seite bei allen Geschehnissen.

Monika: Abwertende Gedanken stoppen. Sage dir ganz bewusst „Stopp – so nicht!“, wenn sich abwertende Gedanken in dir breit machen wollen. Ersetze negative Gedanken auf der Stelle durch neue, aufmunternde Gedanken, die deinem Tun förderlich sind.

Sich positiv „programmieren“. Dabei helfen positive Merksätze wie „Das werde ich schaffen“. Wiederhole diese Selbstermutigungen mehrmals täglich.

Denk dir einen schönen positiven Gedanken aus, der sich gut für dich anfühlt! Dann setze dich 5 Minuten in Ruhe hin und denke während der ganzen Zeit immer wieder diesen Gedanken. Spüre das schöne Gefühl dabei in dir. Wenn du abschweifst von dem guten Gedanken, lass es geschehen und bring dich wieder zurück. Mit etwas Übung wird positives Denken immer leichter für dich.

Helga: Nach dem Tode meines Mannes habe ich über 1 Jahr lang regelmäßig „autogenes Training“ gemacht . Seitdem gelingt es mir, positiv zu denken. Das war bei mir nicht immer so. Mit dem positiven Denken lebt es sich leichter und erfreulicher.

David: Man sollte in sich selbst ruhen. Höre auf dich selbst und lass dich nicht von anderen negativ beeinflussen.

Rick: Meditiere und orientiere dich an Buddha oder einem anderen positiven Vorbild.

Mathilde: Das müsstest du doch im Griff haben, lieber Yogi. Meine Methoden:

  1. Alles liegt in Gottes Hand. Gott liebt mich und ich muss keine Angst haben.
  2. Was ich nicht ändern kann, akzeptiere ich!!! Das hilft sehr.
  3. Eine eigene Meinung haben. Sich entscheiden was richtig und falsch ist.
  4. Ab und zu auch einmal erkannt Richtiges weiter sagen.
  5. Nicht ärgern! Nicht ärgern lassen.

Dana: Mir hat immer die Bibel und die Religion geholfen. Sie haben mich mein Leben lang begleitet und geprägt. Ausserdem solche Sprüche wie:

  • es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen
  • Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen
  • Gott bürdet niemandem mehr auf, als er tragen kann

Ich habe immer versucht mein Leben so zu gestalten, dass ich dabei glücklich bin. Ich habe mich bemüht, im Einklang mit mir selbst und mit meiner inneren Führung zu handeln und zu leben. Wahrscheinlich habe ich in meinem Leben zu viel Negatives erfahren. Irgendwo bin ich aber ein zähes Stehaufmännchen mit einem sehr starken Überlebenswillen.

Sabrina: Man kann zum Beispiel jeden Abend zirka 10 Sachen aufzuschreiben, die schön waren. Die erste Zeit wird es schwer fallen, aber nach und nach werden dir immer mehr Sachen auffallen die am Tag gut gelaufen sind beziehungsweise schön waren. So fängst du an auch die kleinen positiven Dinge zu sehen und denkst auch positiver.
5. Frage: Was denkst du über Karma?

Yogi Nils: Ich verstehe Karma als Ursache-Wirkung-Prinzip. Wer positive Samen setzt, erhält eine positive Frucht. Positives Verhalten erzeugt positive Charaktermuster im Geist. Ein positiver Charakter aus den Eigenschaften Weisheit, Liebe und Gelassenheit macht einen Menschen glücklich. Dieses Gesetz gilt bereits in diesem Leben. Wer an ein Leben nach dem Tod glaubt, für den hat es eine noch größere Bedeutung.
6. Frage: Was für Antworten gibt es auf den Nihilismus?

Erklärung: Der Nihilismus ist eine Geisteshaltung, die alles in Frage stellt und grundsätzlich verneint. Für die Nihilisten gibt es keinen erkennbaren Lebenssinn, keine Moral, keine Ethik und ihr absolutes Lieblingswort ist NEIN. Diese Geisteshaltung wird in jüngster Zeit gerne von Jugendlichen aufgegriffen, die – von der Perspektivlosigkeit ihres Lebens frustriert – alle gesellschaftlichen Werte, Normen und Anforderungen rigoros ablehnen.

Schüler: Ich glaube nicht daran, dass nach dem Tod noch etwas kommt. Wenn nach dem Tod aber nichts kommt, stellt sich mir die Frage, weshalb es wichtig sein sollte, wie man sein Leben lebt.

Professor: Warum ist das Verfolgen von Zielen, das moralische Handeln oder das Streben nach Glück abhängig von der Unendlichkeit der Welt? Warum folgt aus dem irgendwann erfolgenden Untergang der Menschheit, dass man einen Ertrinkenden nicht retten sollte?

Engelsflügel: Wenn Du an nichts Metaphysisches glaubst, dann mach’s doch einfach wie die Tiere. Die sind damit beschäftigt sich des Lebens zu freuen, ihre Gene weiterzugeben und ihre Nahrungskette zu sichern. Im Ernst: Der Mensch hat doch die Möglichkeiten sich seinen individuellen und persönlichen Sinn selbst zu schaffen. Das Leben bietet genug schöne, aufregende und wundervolle Dinge.

Yogi Nils: Die Ursache des Nihilismus sind Verspannungen im Körper und im Geist des Nihilisten. Sie sind durch schwierige äußere Lebensumstände (lieblose Kindheit, Leistungsdruck in der Schule, Verletzungen in einer Beziehung) verursacht, können aber durch spezielle Übungen (Yoga, Meditation, positives Denken) und notfalls durch eine Psychotherapie wieder abgebaut werden.

Ich habe in meinem Leben großes Leid und großes Glück erfahren. Das größte Glück habe ich in der Erleuchtung erfahren. Der Kosmos hat dem Menschen die Fähigkeit zur Weisheit gegeben. Ich kann deshalb sagen, dass ich das Leid in meinem Leben so weit wie möglich vermeiden und das Glück so weit wie möglich verwirklichenmöchte. Wer intensiv das Leid und das Glück im Leben gespürt hat, der kennt seine Lebensaufgabe. Er weiß, dass es den Weg des richtigen Lebens gibt.
7. Frage: Wann ist ein Leben als „erfülltes Leben“ zu bezeichnen?

Yogi Nils: Ein erfülltes Leben ist ein als sinnvoll empfundenes Leben. Es ist mit Sinn gefüllt. Welchen Sinn ein Mensch seinem Leben gibt, hängt von seinem Bewusstseinszustand ab. Ein Mensch kann Erfüllung in seinem Beruf, in seiner Familie oder in einem schönen Hobby finden.

Ein Yogi strebt nach Erleuchtung und füllt sein Leben mit spirituellen Übungen. Er erfährt sein Leben dann als erfüllt, wenn er durch seine Übungen ausgefüllt ist, für eine glückliche Welt arbeitet und in der Gnade des Kosmos lebt.
8. Frage: Wie finde ich einen Sinn im Leben?

Yogi Nils: Die höchste Erfüllung im Leben bringt der Doppelweg aus Liebe zu Gott (spirituelles Üben, inneres Glück) und Liebe zu allen Mitwesen (Gutes tun). Das ist die Essenz des Christentums, des Buddhismus, des Yoga und der Glücksphilosophie (Epikur). Die Umsetzung ist meistens nicht so leicht. Finde deinen persönlichen Weg. Betrachte genau deine Fähigkeiten, deine Lebenssituation und die Welt um dich herum. Dann weißt du, was du zu tun hast.

Zen-Frau: Hör auf zu denken, und geh in die Stille. Ich spreche von der tiefen Stille, ganz tief in Dir. Dort findest Du das ICH BIN, und das ist verantwortlich für Deinen Lebenssinn. Wenn Du die Anbindung an diese innere Stille verlierst, verlierst Du Deinen Lebenssinn und jagst nur unsinnigen Dingen hinterher, um diese Lücke auszufüllen.

Optimist: Lenke deinen Blick auf das Positive. Führe ein Glückstagebuch. Schreibe jeden Tag 3 Sachen auf, die dich gefreut haben (auch kleine Dinge!!) – nach 2 bis 4 Wochen sieht man, dass jeder Tag auch Schönes hatte.

Christin: Indem man es lernt, auch mal „Danke“ zu sagen!
9. Frage: Was ist Gott?

Yogi Nils: Gott ist ein Bewusstseinszustand, den man in der Erleuchtung erfährt. Man spürt das Licht (Glück, Frieden, Liebe, Wahrheit, Kraft) in sich und sieht das Licht in der Welt. Man lebt in Gott. Je weiter sich ein Mensch spirituell entwickelt, desto mehr nimmt er an den Eigenschaften Gottes teil (Liebe, Frieden, Glück, Kraft, Allgegenwart). Allgegenwart bedeutet, geistig und gefühlsmäßig mit seinen Mitwesen verbunden zu sein. Buddha lehrte deshalb die vier Eigenschaften umfassende Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gelassenheit (Gleichmut, innere Ruhe). Er konnte nach seiner Aussage in alle Bereiche des Kosmos blicken. Große erleuchtete Meister besitzen die kosmische Schau und können überall geistig anwesend sein. Diese Dinge sind wissenschaftlich noch kaum erforscht. Man spürt es aber als Yogi und kann es materiell nachprüfen (zum Beispiel durch Fragen).
10. Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Yogi Nils: Zu 99 % JA. Es gibt viele Indizien, die für ein Weiterleben der Seele nach dem Tod sprechen (siehe SpiritualWiki/ Leben nach dem Tod). Das Hauptargument für mich ist, dass ich meine früheren Leben kenne. Wenn es frühere Leben gibt, gibt es auch ein Jenseits und zukünftige Leben. Zweifel habe ich manchmal auch. Eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht. Es können immer neue Argumente und Fakten auftauchen. Als Wissenschaftler bin ich grundsätzlich offen für alle Möglichkeiten. Aber nach meinem jetzigen Wissensstand gibt es ein Leben nach dem Tod. Ich richte mein Leben danach aus. Ich lebe so, dass es mir auch nach dem Tod gut geht. Das Bewusstsein vor dem Tod ist grundsätzlich gleich dem Bewusstsein nach dem Tod. Wenn wir in unserem Leben auf der Erde die Eigenschaften Liebe, Frieden und Glück entwickeln, werden wir auch nach dem Tod diese Eigenschaften haben. Wenn wir auf der Erde ein Paradiesbewusstsein entwickeln (positiv denken), werden wir auch nach dem Tod unseren Seinsbereich als Paradies erfahren. Wenn wir regelmäßig spirituelle Übungen machen, werden wir auch beim und nach dem Tod unsere Seele damit ins Licht bringen und im Licht halten können.

Zitate http://www.taz.de/Fernsehen-und-Wahl/!123559/

Die TV-gesteuerte Verblödung der Bevölkerung ist von den meisten Parteien gewollt. Gegen das Fernsehen sind Erziehung, Ausbildung und selbst Erlebtes vernachlässigbare Faktoren in der persönlichen und staatsbürgerlichen Entwicklung. Das Fernsehen ist unser Fenster zur Welt. Mit zunehmender Erblindung dieses Fensters erblinden auch die Zuschauer. Beispiel Italien, das einzige Land der Welt mit einem noch schlechteren Fernsehprogramm als Deutschland. Jahrelang blickte man neid- und sehnsuchtsvoll auf diesen Hort der Kultur, des guten Essens, des schönen Wetters und der freundlichen Menschen. Doch eines Tages kam ein böser und geiler Zwerg und griff sich die Macht über das Fernsehen. Wer fortan auch nur einen Blick auf diesen Kasperkram warf, erstarrte zur handlungsunfähigen Salzsäule. Die Kultur verschwand oder degenerierte zu einem Retro-Gimmick für Touristen. Und auch wir sind auf dem besten Weg dahin. Eigentlich sollte die Zwangsgebühr der GEZ das zugunsten eines öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrags verhindern. Stattdessen versorgen zynische Verwaltungsapparate damit sich und ihre Drohnen. Fett schmatzend kleben die Parasiten in ihren Waben der Landesrundfunkanstalten oder am Lerchenberg und unterdrücken jegliche Innovation in Format und Personal. Es geht um das Überleben der Menschheit in Würde. Denn die TV-gesteuerte Verblödung breiter Bevölkerungsschichten spielt eine große Rolle im Kalkül so mancher Partei.

 

Siehe auch

Das große Glücksbuch – Nils Horn

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