Die wichtigsten Fragen zu Yoga, Gott und Erleuchtung

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Spannende und heitere Diskussionen aus Internetforen. Yogi Nils beantwortet wichtige Fragen zum Gottesbeweis, zum Leben nach dem Tod, zum Paradies, zur Erleuchtung und zum effektiven spirituellen Üben.

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—> Videos:Gott und Gottesbeweis,Gibt es ein Leben nach dem Tod, Meditation für Anfänger



Mystiker:Folge nicht formalen äußeren Regeln, sondern der Stimme Gottes in dir.Wer konsequent seinen persönlichen Weg der Wahrheit und Liebe geht, wird befreit werden. Gehe trotz aller Zweifel und Furcht deinen Weg ins Licht. Wenn du angekommen bist, werden alle deine Zweifel und Ängste verschwinden.

Madhava: Wie gehst Du mit dieser Aussage der Bibel um? „Denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden“ (Röm 10,13).

Mystiker:

Wer sich jeden Tag geistig mit den erleuchteten Meistern, mit Gott oder mit seiner inneren Wahrheit verbindet, wird ins Licht geführt.Jeder wird gerettet werden, der konsequent seinen spirituellen Weg geht, egal welcher Religion er folgt. Gott spricht sowohl durch die Bibel als auch die Bhagavadgita zu uns.

Madhava: Was ist Dein Ziel?

Mystiker:

Mein Ziel ist es, dass alle Wesen glücklich sind. Mein Ziel ist es, dass es eine Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks gibt. Mein Ziel ist es das überflüssige Leid, den Hunger, die Armut und die Kriege auf der Welt zu überwinden.

Ein Zwangsmissionierung ist unsinnig. Jeder muss letztlich seinen eigenen Weg des wahren Lebens finden.

Ralf: Es geht nicht darum, ob jemand auf Gebete reagiert, sondern es geht darum, dass meine ganze Liebe auf ein Wesen gerichtet ist, das seinen persönlichen Aspekt in Jesus Christus zeigt.

Mystiker: Man kann Gott (die erleuchteten Meister) als Gegenüber sehen und sie um Hilfe bitten. Oder man kann Gott (Jesus, Buddha) als Vorbild visualisieren und seine Liebe darauf richten. Man identifiziert sich mit seinem spirituellen Vorbild. Man kann sich so verhalten wie er und es üben er zu sein. Dann wird die Kundalini-Energie (Erleuchtungsenergie) aktiviert.

Der große Konflikt zwischen den Religionen und teilweise innerhalb der Religionen ist, ob es reale höhere Wesen gibt, die man anrufen (beten) kann und die einem dann helfen.Hier gibt es im Yoga und im Buddhismus die Gebetsfraktion und die Nichtbetenden. Amma hat erklärt, dass es höhere Wesen im Kosmos gibt (die man auch als ein Wesen/Gott sehen kann), die man um Hilfe bitten kann. Jeder Mensch kann sie mit seinem persönlichen Begriff anrufen wie Gott, Allah, Buddha, Jesus, Shiva. Jeder Mensch selbst entscheiden darf, ob er beten will oder nicht.

Ralf: Ich würde nie und nimmer mein Glaubensgebäude aufgeben und gegen ein unpersönliches tauschen. Für mich ist es kein Ziel mein Ich abzulegen.

Mystiker:

Gott kannst du auf einer tiefen Ebene nur erfahren, wenn du jedes Glaubensgebäude übersteigst und dein Ich-Bewusstsein (Ego) loslässt.Aber wer zu früh sein Ego aufgibt, kann aber auf dem spirituellen Weg scheitern. Deshalb gibt es den Zweistufen-Weg. Zuerst übt man mit einem Glaubensgebäude und vorwiegend konkrete Meditationen (mit positiven Bildern und Sätzen). Dann lässt man alles los und verweilt einfach in der Stille. Mit der Gnade Gottes gelangt man dann durch die Stille ins Licht. Teresa von Avila hat sich zuerst auf den Begriff „Gott“ konzentriert und das Vaterunser gebetet. Dann erwachte die Glücksenergie (Kundalini, der heilige Geist) in ihr, ihre Gedanken kamen zur Ruhe und sie trat in die Erfahrung Gottes ein. Jeder Mensch sollte spüren, ob für ihn konkrete oder abstrakte Meditationen hilfreich sind. Oder beides in einer persönlichen Kombination. Anfänger meditieren normalerweise mit konkreten Vorstellungen und Fortgeschrittene verweilen überwiegend in der Ruhe.

Naqual: Wissenschaftliches Arbeiten besteht darin, auch die Vorstellungen anderer Religionen zu prüfen.

Mystiker: So sehe ich das auch. Ich gehe sogar noch weiter.Alle heiligen Bücher der Welt bilden ein Ganzes und ergänzen sich. Ich habe durch das Lesen der wichtigsten heiligen Bücher der Welt viele unklare Stellen in der Bibel verstanden und meinen persönlichen spirituellen Weg gefunden.



Die wichtigsten Fragen zu Yoga, Gott und Erleuchtung

1. Was ist übrig von dem wie ihr als junger Mensch mal sein wolltet?

Uwe: Ich habe das erreicht was ich immer als junger Mensch wollte. War nicht einfach, oft hat man versucht mich da vom Weg abzubringen. Irgendwie habe ich es doch noch geschafft. Rente, eigenes Haus mit großem Pool vor dem Haus.

Apanatschi: Ich wollte unbedingt Kinder. Und das ist mir gelungen.

Yogi Nils: Mit 16 habe ich nach dem Sinn des Lebens gefragt. Mit 18 habe ich die Frage konkretisiert: „Wie werde ich glücklich?“ Ich habe alle Glücks-Wege ausprobiert, die mir einfielen. Ich hatte viele Beziehungen, habe studiert, bin viel gereist und habe mich politisch für eine glückliche Welt engagiert. Mit 30 traf ich auf den Philosophen Epikur und die Lehre vom inneren Glück. Ich habe mich daraufhin mit dem Buddhismus, der chinesischen Weisheit und dem Christentum beschäftigt. Ich habe ausprobiert, welcher Weg des inneren Glücks für mich am besten funktioniert. Jetzt bin ich 58 und lebe seit 22 Jahren in der Nähe von Hamburg als abgeschiedener Yogi. Es fühlt sich für mich richtig an. Ich bin mein Leben lang den Ideen meiner Jugend gefolgt und habe sie auf meine Art umgesetzt.

2. Auf welcher Basis ist die Verständigung zwischen Monotheisten und Nichtmonotheisten möglich?

Yogi Nils: Eine Verständigung ist zwischen allen echten Religionen möglich. Jede „echte“ Religion beruht auf der Erleuchtungserfahrung ihres Gründers. Wer erleuchtet ist sieht Gott. Er hat eine Einheitserfahrung. Nur beschreiben die verschiedenen Erleuchteten diese Erfahrung unterschiedlich.

3. Wieviele Wege gibt es zu Gott?

Yogi Nils: Es gibt nur einen Gott. Es gibt nur eine höchste Wahrheit. Alle Erleuchteten sehen denselben Gott. Aber die sind Menschen unterschiedlich. Sie brauchen verschiedene spirituelle Wege. Nach meiner Erfahrung brauchen manche Menschen zur Entspannung eher körperliche Methoden (Yoga, Gehen, Tanzen) und manche eher geistige Methoden (Visualisierungen, positive Sätze, Meditation).

4. Was glaubt ihr was nach dem Tod passiert?

Yogi Nils: Ich orientiere mich an der Wissenschaft. Der aktuelle Stand der Wissenschaft ist, dass es ein vom Körper unabhängiges Bewusstsein gibt, das nach dem Tod weiterlebt. Dafür sprechen: Die Nahtodforschung, die Reinkarnationsforschung, die Erkenntnisse der Quantenphysik (Amit Goswami) und der Karmapa-Fall.

5. Was ist der Unterschied zwischen Katholiken und Evangelischen? Kann mir das mal jemand erklären?

Katholik: Die Zentralgewalt des Papsttums. Die römische Kirche erkennt Amt und Eucharistie der Evangelischen nicht als gültig an, weil ihnen die Apostolische Amtsnachfolge fehlt (= Priesterweihe durch Bischöfe in der Sukzession von den Aposteln her).

Protestant: Ein ganz wichtiger Unterschied ist es wie man vor Gott gerecht wird. Bei den Katholiken: Glauben UND gute Werke tun. Bei den Evangelischen: Der Glaube ALLEIN errettet.

Desweiteren (aus evangelischer Sicht): -der Papst ist nicht der Führer der Christenheit. -Brot und Wein werden beim Abendmahl nicht verwandelt (bleiben also wesensmäßig Brot und Wein), wobei der Gläubige aber dennoch Blut und Leib Christi real empfängt (ist ein Wunder Gottes). -Maria ist tot und spielt keine Rolle mehr und ist NICHT anzubeten. -Evangelische brauchen keine Schutzheiligen. -Evangelische beten keine Statuen an (Götzendienst!)

Yogi Nils: Im Wesentlichen gibt es keinen Unterschied. Katholiken und evangelische Christen glauben an Gott, Jesus und das Doppelgebot aus Liebe zu Gott (zum spirituellen Ziel) und Liebe zum Nächsten (zu allen Wesen). Leider verlieren sie sich im Unwesentlichen und müssen sich deshalb ständig streiten, statt Jesus wirklich nachzufolgen und sich zu lieben und sanftmütig im Umgang miteinander zu sein. Zum Glück gibt es auch einige Christen, die sich über die ständigen Glaubenskriege ihrer Mitchristen erheben, zum Beispiel Mutter Teresa (bei ihr konnten evangelische und katholische Christen mitarbeiten), Frere Roger (Taize), Bede Griffiths (lehrte die Einheit aller Religionen) und David Steindl-Rast (Internetforum Light a Candle).

6. Hat sich schon einer mit den parallelen von vedischen lehren und den abrahamitischen religionen befasst?

Yogi Nils: Ja ich. Ich vertrete die Einheit aller Religionen. Ich glaube, dass es bei allen Religionen um das Ziel der Erleuchtung geht. Im Christentum nennt man das Heiligkeit oder ein Leben in Gott. Die Parallelen zwischen den Religionen erklären sich aus dem gleichen Ziel.

7. Welche objektive Grundlage gibt es für die Behauptung, die Bibel sei das inspirierte Wort Gottes?

Yogi Nils: Erleuchtung ist ein objektives, wissenschaftlich messbares Geschehen. Jede echte Religion beruht auf der Erleuchtungserfahrung ihres Gründers. Wer erleuchtet ist, sieht Gott (die Erleuchtungsdimension des Kosmos). Er kann inspiriert seinen Mitmenschen von Gott (vom Weg der Weisheit, Erleuchtung und Heiligkeit) erzählen. Die Bibel ist ein inspiriertes Wort Gottes, weil Jesus ein echter Erleuchteter war.

8. Schwarze Magie, Rituale und Flüche?

Fragestellerin: Hallo, ich suche eine Internetseite mit Flüchen der schwarzen Magie, um jemanden Unglück zu wünschen, Pech bis an sein Lebensende! Wäre nett, wenn ihr mir helfen könntet.

Yogi Nils: Ich rate dringend davon ab schwarze Magie und Flüche zu praktizieren. Inneres Glück entwickelt sich auf dem konsequenten Weg der Wahrheit, der Weisheit und der umfassenden Liebe. Flüche und schwarze Magie mögen kurzfristig deine Seele befreien und sich gut anfühlen. Langfristig erzeugen sie aber in dir Unglück. Schwarze Magie ist ein Egoweg. Erleuchtung (inneres Glück, innere Heilung) ist ein Weg der Egoauflösung. Du bist dir offensichtlich nicht wirklich im Klaren was du tust. Auf dem Weg, den du jetzt gehen willst, wird dein inneres Leid irgendwann so groß werden, dass du Weisheit erlangst. Ich bin der Meinung, dass man/frau Leid so weit wie möglich vermeiden und sein inneres Glück so weit wie möglich entwickeln sollte. Dazu gehört auch der weise Umgang mit Aggressionen. Denk noch mal über deinen Glücksweg nach.

9. Was ist eine echte Religion?

Yogi Nils: Jede „echte“ Religion beruht auf den Grundsätzen Wahrheit und Liebe. Wer in diesen beiden Grundsätzen wirklich verankert ist, kann jeden falschen Glauben enttarnen. Eine echte Religion zielt auf das innere Glück, die Erleuchtung und die Heiligkeit (innere Heilung) ihrer Anhänger.

10. Kann man auch selbständig an Gott glauben? Ist das auch eine Religion?

Yogi Nils: Selbständig an Gott zu glauben ist eine Religion. Sogar eine sehr gute, wenn du ernsthaft deinen Weg gehst. Religion heißt Weg zu Gott. Ich vertrete die Einheit aller Religionen und den individuellen Weg jedes Menschen. Die heiligen Bücher aller Religionen können dir helfen, deinen persönlichen Weg ins Licht (der Entwicklung des inneren Glücks) zu finden. Sie ergänzen sich und geben dir das notwendige Wissen. Ab einer bestimmten Stufe brauchst du aber einen erleuchteten Meister. Eine organisierte Religion kann dich durch ihre festen Strukturen auf dem spirituellen Weg stärken. Sie kann dich aber auch vom Weg abbringen, wenn sie das formale Üben überbetont. Du brauchst ein gutes Gespür für dich selbst und viel Ausdauer, um erfolgreich deinen Weg zu Gott zu gehen.

11. Was unterscheidet Agnostiker und Atheisten?

Agnostiker sind Menschen, die sich nicht für Gott interessieren. Atheisten dagegen ringen mit der Frage nach Gott. Wenn sie dabei ehrlich sind und sich nicht in der Negativität verlieren, können sie eines Tages auf ihre Art in einem Leben in Gott ankommen. Auch Atheisten können zur Erleuchtung gelangen. Die Auseinandersetzung zwischen Atheisten und Theisten kann dazu führen Verirrungen von Gläubigen zu korrigieren.

12. Wie findet ihr die Bibel bzw habt ihr sie mal gelesen?

Yogi Nils: Im Alten Testament dominiert die Religion der Gewalt. Die Bibel wird im Neuen Testament auf eine höhere Stufe gestellt. Jesus lehrt den Weg der umfassenden Liebe. Moses lehrt es sein eigenes Volk zu lieben und seine Feinde zu vernichten. Insofern gilt das Alte Testament für Christen nur begrenzt. Die Bibel wirklich verstehen kannst du nur wenn du erleuchtet bist. Die Bibel zielt auf Erleuchtung (ein Leben in Gott), wurde von erleuchteten Meistern geschrieben und kann von unerleuchteten Menschen nur begrenzt nachvollzogen werden. Insofern musst du auch nicht alles sofort verstehen. Folge deiner eigenen Weisheit und du wirst einen Nutzen davon haben. Lies das, was dich interessiert. Wichtig sind das erste Buch Mose (Paradiesgeschichte) und die Bergpredigt (Matthäus Evangelium). Das Thomas Evangelium ist auch sehr wichtig. Es steht zwar nicht in der Bibel, gehört aber zur Bibel. Dort lehrt Jesus den Weg der Ruhe und der Meditation.

13. Mantra für Glück und Reichtum

mahalakshmiyei vidmahe. vishnupriyaya dhimahi. tanno lakshmi prachodayat.

Yogi Nils: Für äußeres Glück sollte man arbeiten und klug leben. Mantren sind für das innere Glück hilfreich. Spüre, wie es dir hilft deine inneren Verspannungen aufzulösen und dein inneres Glück zu erwecken. Ich bin für den kreativen Umgang mit Mantras. Visualisiere dich als Vishnu, Shiva oder Lakshmi und denke das Mantra so lange, bis du eins mit deinem spirituellen Vorbild bist. Dann sende Licht zu allen Wesen und die Kundalini-Energie wird erwachen. Mein Hauptmantra ist: „Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“

14. Was haltet ihr von Toleranz zwischen den Religionen?

Yogi Nils: Yoga (der Neohinduismus) vertritt die Einheit aller Religionen. Alle Religionen sind verschiedene Wege zu dem einen Gott (Brahman, die höchste Wahrheit, die höchste Dimension im Kosmos). Die Religionen sollten ihre Gemeinsamkeiten betonen und positiv zusammenarbeiten. Ich unterstütze das Weltethos von Hans Küng (Weltparlament der Religionen): „Wir betrachten die Menschheit als unsere Familie. Wir streben danach, freundlich und großzügig zu sein. Wir leben nicht allein für uns selber, sondern dienen der Welt und vergessen nicht die Kinder, die Alten, die Armen, die Leidenden, die Behinderten, die Flüchtlinge und die Einsamen. Wir verpflichten uns auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit, des Respekts, der Gerechtigkeit und des Friedens. Wir streben nach einer gerechten sozialen und ökonomischen Ordnung. Unsere Erde kann nicht zum Besseren verändert werden, ohne dass das Bewusstsein des Einzelnen geändert wird. Wir plädieren für einen individuellen und kollektiven Bewusstseinswandel, für eine Umkehr der Herzen.“ In Bezug auf die nichttoleranten Menschen bin ich für eine begrenzte Toleranz. Eine geistige Auseinandersetzung ist in Ordnung. Unterschiede können wir ertragen. Es darf auch humorvoll sein. Wir sollten uns aber nicht beleidigen. Und gegen Gewalt sollten sich alle Demokraten gemeinsam wehren.

15. Können sich The- und Atheisten in der Mitte treffen?

krummelas: Ich halte ein kosmisches Bewusstsein für möglich. Durch glaubwürdige (!) Berichte über Nahtoderlebnisse- und Bewusstseinsforschung sowie schamanistische Geisteskräfte und mediale Jenseitskontakte rückt dies immer mehr in den Bereich des Glaubhaften . Vor allem aber durch die wissenschaftlich untermauerten Ergebnisse der Quantenphysik, wo Materie, Energie und Bewusstsein immer mehr zu einer Einheit verschmelzen, die offenbar mit einem kosmischen Bewusstsein zusammenhängen. Es gibt eine mögliche GEMEINSAME Beschreibung kosmischer und menschlicher Grundlagen, die Atheisten und Theisten unterschreiben könnten.

Yogi Nils: Ich sehe das genauso.

16. Der dreifache Gottesbeweis?

Yogi Nils: Im Christentum wird Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist definiert. Daraus könnte sich der dreifache Gottesbeweis ergeben. Der dreifache Gottesbeweis wäre ein Weg, Spiritualität und Wissenschaft miteinander in Einklang zu bringen.

1. Gott als Vater ist der Kosmos. Gott ist kosmische Energie. Albert Einstein hat nachgewiesen, dass der Kosmos im Wesentlichen aus Energie besteht. Gott als Energie ist gut beweisbar. Nach Amit Goswami (Das bewusste Universum, 1992) ist das Bewusstsein die höchste Form der Energie. Hier gibt es noch viel zu forschen. Aber man kann bereits erkennen, dass sich moderne Atomphysik und Spiritualität immer mehr annähern.

2. Gott als Sohn ist jeder Erleuchtete. Er verkörpert das Gottesbewusstsein. Es gibt viele erleuchtete Menschen auf der Erde. Die Tatsache der Erleuchtung ist wissenschaftlich gut zu beweisen. Man kann die Erleuchteten befragen und ihre besonderen Fähigkeiten messen. Das wird von der Gehirnforschung auch bereits praktiziert.

3. Gott als heiliger Geist ist die spirituelle Energie (Aura, Energiefeld), die ein dafür sensibler Mensch in sich und um sich herum spürt. Er spürt sie als eine Art Licht, Wasser, Kraft, Liebe, Frieden, Einheit und Glück. Der heilige Geist kann Verspannungen auflösen und (psychosomatische) Krankheiten heilen. Er kann die körperlichen Selbstheilungskräfte stärken. Er kann inneren Frieden, inneres Glück und Erleuchtung bewirken. Was die spirituelle Energie genau ist, muss wissenschaftlich noch erforscht werden. Ich vermute, dass es sich dabei um eine Quantenstrahlung (Quantenfeld um die Quanten/kleinste Teilchen) und um eine Verbindung zum höheren kosmischen Bewusstseinsfeld (zur einer höheren kosmischen Dimension) durch ein weitentwickeltes Bewusstsein handelt. Diese Energie ist bei vielen Völkern der Welt seit urzeiten bekannt.

Sindy: Im Prinzip stimme ich dir fast uneingeschränkt zu. Mein Hobby ist die moderne Atom-Physik. Ich beschäftige mich insbesondere mit der Relativitätstheorie, der Quantentheorie und der Stringtheorie. Die Stringtheorie bringt mich immer mehr zu dem Schluss, dass deine Überlegungen richtig sind. Gott ist durchaus möglich und altbekannte Paradoxien lösen sich auf. Energie ist dabei sicher ein Schlüssel. Ich denke deine Argumentation könnte sich als richtig herausstellen.

Yogi Nils: Vielen Dank für deine Aussage. Ich freue mich einem Menschen zu begegnen, der sich gut mit der modernen Physik auskennt und undogmatisch genug ist, die Verbindung zur Spiritualität zu erkennen. Die Stringtheorie ist die derzeit herrschende Theorie in der Atomphysik. Sie geht davon aus, dass hinter unserem sichtbaren Kosmos noch mehrere höhere Dimensionen existieren. Das ist auch genau die Erkenntnis der erleuchteten Meister. Sie erklären, dass die Seele nach dem Tod in diesen höheren Dimensionen weiterlebt. Gott als höhere kosmische Dimension könnte schon bald physikalisch bewiesen sein. Wobei dann natürlich immer noch nicht vollständig geklärt sein wird, was Gott genau ist. Auch insofern stimme ich dir zu. Gott (das Erleuchtungsbewusstsein) ist vollständig mit den begrenzten physikalischen Mitteln nicht zu begreifen. Auch die physikalischen Erkenntnisse können nur Indizien für Gott (eine göttliche Bewusstseinsdimension im Kosmos) sein. Je weiter sich die Wissenschaft entwickelt, um so mehr werden wir begreifen. Aber erst in der Erleuchtung können wir alles begreifen. Jedenfalls fühlt es sich so an. Letztlich geht Gott über jedes menschliche Begreifen hinaus.

Sindy: Danke Yogi Nils für deine netten Worte. Gott wird nicht wirklich in drei Teile aufgeteilt. Das sind nur Aspekte von einem, weil letztendlich alles eins ist. Und alles Energie ist. Keiner ist der Chef, weil niemand über etwas stehen kann. Alles ist eins.

17. Wer, was oder wie ist ein „Erleuchteter“?

Mathilde: Yogi Nils redet andauernd von Erleuchteten. Meine Meinung ist, das gibt es gar nicht. Nur wissende Menschen mit großer Erkenntnis und Erfahrung. Erleuchtete hab ich noch keinen gesehen oder kennen gelernt.

Yogi Nils: Liebe Mathilde, streiten wir uns nicht. Erleuchtete sind wissende Menschen mit großer Erkenntnis und Erfahrung. Ich habe schon viele Erleuchtete gesehen und kennengelernt. Sie bereisen regelmäßig Deutschland. Vom Dalai Lama erhielt ich eine Energieübertragung. Licht floß von ihm in mein Scheitelchakra. Daran erkenne ich, dass der Dalai Lama ein Erleuchteter ist. Erst fließt das göttliche Licht in einen Menschen hinein (Und der Himmel öffnete sich und Gott kam in Form einer Taube zu Jesus herab). Und danach strahlt der Erleuchtete Licht aus und kann es an andere Menschen weitergeben. Wenn du einen Erleuchteten triffst, trittst du in ein starkes Energiefeld aus Liebe, Frieden und Glück ein. Das spürst du.

18. Kann ein Unvollkommener das Vollkommene sehen?

Yogi Nils: Das Vollkommene ist Gott. Gott kann man nur als Erleuchteter sehen. Ein Unerleuchteter kann eine Ahnung von Gott haben, die ihn dann zu einem Leben in Gott führt. Ein Erleuchteter besitzt ein Paradiesbewusstsein. Er nimmt seine Welt als Paradies wahr. Wir können üben positiv zu denken. Wir können regelmäßig meditieren. Wenn das Glück in uns erwacht, verändert sich dadurch unsere Weltsicht. Ein Glücklicher sieht vorwiegend das Positive in der Welt. Ein Glücklicher ist Gott und der Erleuchtung nahe.

19. Was ist der Neo-Hinduismus?

Yogi Nils: Der Begründer der Neohinduismus ist Ramakrishna. Er probierte alle Religionen aus, erkannte jede Religion als Erleuchtungsweg und lehrte deshalb die Einheit aller Religionen. Moderne Vertreter des Neohinduismus sind Amma (Mata Amritananda Mayi), Anandamayi Ma, Mutter Meera (Sri Aurobindo), Swami Shivananda und Sai Baba. Sai Baba ist zwar in seiner Lebensweise umstritten, hat aber eine sehr umfassende Lehre des Neohinduismus aufgestellt. Die Basis ist dabei die Verankerung in den fünf Grundsätzen Gewaltlosigkeit (Ahimsa), Friede (Shanti), richtiges Verhalten (Dharma), Wahrheit (Sathya) und Liebe (Prema). Der Neohinduismus betont den Weg der umfassenden Liebe und unterstützt das Weltparlament der Religionen. Die Hauptvertreterin des Neohinduismus im Westen ist Amritnandamayi. Sie reist jedes Jahr einmal um die Welt und umarmt alle Menschen, um so für die Liebe auf der Welt zu demonstrieren.

20. Ist der Mensch das Maß aller Dinge?

Yogi Nils: Erleuchtung ist das Maß aller Dinge. Dann begreift man erst, was Sein bedeutet. Wirklich sein kann nur ein Erleuchteter. Er lebt in der Ruhe, im kosmischen Bewusstsein und dadurch im inneren Glück. Weltliche Menschen sind immer unruhig. Sie sind von ihren Ängsten und Wünschen getrieben. Sie leben aus dem Ego und nicht aus der Weisheit und Liebe heraus. In gewisser Weise kann man auch sagen, dass Gott das Maß aller Dinge ist. Gott und Erleuchtung hängen zusammen.

21. Was ist Erleuchtung?

Mathilde: Ich glaube an diese „Erleuchterei“ nicht. Es gibt sicher Menschen, die mehr wissen als die große Masse der Menschen. Wenn sie dieses Wissen zum Wohle der Menschen einsetzen wäre das wunderbar. Energie strömen lassen kann ich auch. Das ist nichts Besonderes.

Yogi Nils: Energie spüren und übertragen können ist der Beginn der spirituellen Verwirklichung. Die Egoauflösung, das kosmische Bewusstsein und das Einssein mit Gott ist das Ende des Weges. Dann lebst du egolos im Sat-Chid-Ananda (Sein-Gottesbewusstsein-Glück). Ein Erleuchteter ist nichts Besonderes, weil er eins mit allem ist. Wer zur Erleuchtung gelangen will, muss es üben nichts Besonderes zu sein (in christlichen Worten: demütig, bescheiden, genügsam, dankbar). Er muss ein Nichts werden, um Alles (das All, Gott) erfahren zu können.

22. Gott und Erleuchtung?

Gott ist durch die Tatsache der Erleuchtung zu beweisen. In der Bibel steht: „Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.“ Wer sein Herz (seinen Geist) mit den spirituellen Übungen reinigt, sieht Gott. Wer erleuchtet ist, kann Gott sehen und spüren. Es gibt verschiedene Religionen auf der Welt. Jede echte Religion gründet sich auf einen Erleuchteten: Das Judentum auf Moses, das Christentum auf Jesus, der Buddhismus auf Buddha, der Hinduismus auf viele Erleuchtete. Das Zentrum einer Religion ist die Erleuchtung. Religion will zur Erleuchtung hinführen.

23. Wer hat eigentlich Gott geschaffen und wo war meine Seele, bevor ich geboren wurde?

Yogi Nils: Im Yoga gibt es die Drei-Welten-Lehre. Sie ähnelt der String-Theorie der modernen Atomphysik, konzentriert sich aber auf drei wesentliche Dimensionen im Kosmos. Danach gibt es den materiellen Kosmos, das Jenseits (die Welt der Seelen) und Gott (die Lichtwelt). Alles besteht letztlich aus Bewusstsein (Licht, Schwingung). Gott ist ruhendes Bewusstsein ohne Schwingung. Die Welt der Seelen ist feinstoffliches Bewusstsein mit Schwingung (Gedanken, Gefühle). Der materielle Kosmos besteht aus verdichteten Schwingungen, die das Gefühl einer festen Materie (eines realen Körpers) hervorrufen. Die Seele kann nach dem Tod des Körper im Jenseits mit Gedankenschwingungen (Astrahlwelt, Hölle/Hel) oder in Gott (Paradies, Lichtwelt) weiterexistieren. Sie kann auch wieder zur Erde zurückkehren und sich mit einem festen Körper verbinden. Der Kosmos kann sich auflösen und in Gott zur Ruhe kommen. Bis es Gott langweilig wird und er einen neuen Kosmos voller Seelen schafft. Dazu manifestiert er einen Gedanken. Am Anfang war das Wort, eine Idee von einer Welt voller Leben von einem grundsätzlich in sich ruhenden Gott.

24. Was ist Nächstenliebe?

Helga: Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst. Würde Nächstenliebe gelebt werden, hätten wir heute nicht diese Ellenbogengesellschaft. Jeder würde auf jeden schauen und sich umeinander kümmern. Wir hätten keine Kriege und alle Menschen würden in Frieden leben.

Yogi Nils: Nächstenliebe bedeutet seine Mitmenschen zu lieben. Wenn du inneres Glück und Erleuchtung (Heiligkeit) anstrebst, ist Nächstenliebe wichtig. Wenn du äußeren Reichtum, Macht und Geld haben willst, kann Nächstenliebe ziemlich unpraktisch sein. Für einen Egoisten gibt es keine wahre Nächstenliebe. Ein Egoist liebt sich nur sich selbst. Nächstenliebe zeigt er dann, wenn es für ihn hilfreich ist. Er gibt seinem Nächsten (Frau, Mann) Liebe, um etwas dafür zu bekommen (Sex, Schutz). Ein Erleuchteter hat kein Ego. Er besitzt ein kosmisches Bewusstsein. Er sieht sich in allen seinen Mitwesen. Deshalb liebt er alle Wesen so wie sich. Er möchte, dass alle Wesen glücklich sind. Für einen Yogi ist Nächstenliebe ein Weg zur Erleuchtung. Wenn er allen Wesen Licht sendet und ihnen auf dem Weg des Glücks hilft, löst sich seine Egofixierung auf und er erwacht im inneren Glück.

25. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Gott, Erleuchtung und Heiligkeit?

Theologe: Der christliche Glaube stellt nicht die Mystik in den Mittelpunkt, sondern die Ethik, und zwar vor allem als soziale Ethik. Damit rücken mystische Zusammenhänge bei aller Ehrfurcht vor den betreffenden Menschen in den Hintergrund. Sogenannte „Erleuchtete“ oder „Heiligmäßige“, die sich auf ihr Innenleben konzentrieren oder gar beschränken, sind nicht gefragt. Wenn jemand gefragt ist, dann sind es Menschen, die sich für andere, die Gesellschaft und die Schöpfung einsetzen.

Yogi Nils: Ich kenne den christlichen Glauben offensichtlich besser als du. Jesus lehrt als das Zentrum des Glaubens das Doppelgebot aus Liebe zu Gott und Liebe zu den Mitmenschen. Liebe zu den Mitmenschen können wir als die soziale Ethik sehen. Liebe zu Gott ist die Mystik. Wie sollte man Gott lieben außer in der innigen Verschmelzung mit ihm, die durch spirituelle Übungen (Beten, Kontemplation) entsteht und in der Verwirklichung der Heiligkeit ihren Höhepunkt findet. Theologen, die die Mystik an den Rand ihres Blickfeldes drängen, verfehlen nicht nur ihre eigene seelische Heilwerdung, sondern die christliche Botschaft insgesamt. Das Doppelgebot aus Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten bedeutet, dass beides gleichgewichtig gelebt werden muss. Nur so verbraucht man sich nicht beim Tun des Guten. Nur so verliert man sich nicht in der Kontemplation. Nur so wächst man letztlich optimal in ein Leben in Gott.

26. Wenn jemand ein spirituelles Leben führt, wie kann er merken, daß er auf dem „richtigen“ Weg ist?

Fragestellerin: Die meisten, die ein solches Leben führen und anderen davon berichten oder berichtet haben, beschreiben alle irgendwann so eine Art „Erleuchtungs-oder „Erweckungserlebnis“. Wenn man so etwas auch nach 20 Jahren ernsthaften Strebens nicht verspürt, macht man dann etwas „verkehrt“, oder passiert das einfach nicht bei allen und man kann trotzdem auf dem richtigen Weg sein? Wird man also quasi „automatisch“ erleuchtet, wenn man´s richtig macht? Es gibt ja auch viele Prediger, die ständig solche Sachen sagen wie: „Und da sagte Gott zu mir“, oder „der Heilige Geist korrigierte mich“. Woher kann man Wissen, daß es nicht eine Korrektur aus dem eigenen Wesen ist? Wieso wird da immer gleich Gott selbst ins Spiel gebracht? Zu mir hat er jedenfalls noch nie gesprochen, nur durch das, was andere Menschen und mein Gewissen mir mitteilen.

Yogi Nils: Ich finde deine Frage gut und wichtig. Die meisten Christen üben nur formal. Ich habe in christlichen Gottesdiensten beobachtet, dass 90% der Christen beim Beten einfach nur vor sich hin reden ohne wirklich an Gott zu glauben. Das formale Üben ist eine große Falle in der Religion. Wie kann man dieser Falle entgehen? Ich hatte schon viele Erleuchtungserlebnisse und kenne deshalb das Ziel (in Gott leben, Heiligkeit). Dadurch finde ich immer wieder meinen Weg. Ich spüre, welche Übungen ich gerade brauche und was mich auf dem Weg voranbringt. Ohne eigene Erleuchtungserfahrung brauchst du einen erleuchteten Meister. Davon gibt es einige im Christentum (Bede Griffiths, David Steindl-Rast, Frere Roger, Williges Jäger). Erleuchtete aus anderen Religionen akzeptieren häufig auch Christen als ihre Schüler (Amritanandamayi, Mutter Meera, Dalai Lama). Wenn du weder einen erleuchteten Meister noch eigene Erleuchtungserfahrungen hast, dann hilft es dir nur konsequent deiner eigenen Wahrheit, Weisheit und Liebe zu folgen. Lies die Bücher verschiedener Religionen, probiere aus, was dich voranbringt. Es gibt das Gefühl der Richtigkeit (deine innere Stimme), das dich letztlich zu einem Leben in Gott (ins Licht, ins innere Glück, zum inneren Frieden) bringt. Hüte dich vor Menschen die behaupten, dass Gott durch sie spricht. Aus ihnen spricht meistens ihr Ego, dass sie dann spritituell überhöhen. Wenn Gott zu dir spricht, dann spricht er normalerweise durch die Stimme deiner eigenen Wahrheit und Weisheit. Denn Gott ist im Zentrum eins mit dir. Richtig ist ein Weg, wenn Gefühl und Verstand übereinstimmen. Wenn sie sich widersprechen, musst du so lange in dir forschen, bis du zum Einklang kommst.

27. Wie kommt man in den Himmel?

Yogi Nils: Der Körper stirbt mit dem Tod. Die Seele geht ins Jenseits über. Die Seele ist die Bewusstseinsenergie des Menschen. Sie besteht aus Gedanken und Gefühlen. Nach den Erkenntnissen der Nahtodforschung kann das Bewusstsein unabhängig vom Körper existieren, sehen und denken. In der Quantenphysik wird vermutet, dass das Gehirn durch die Denktätigkeit ein Gedankenfeld (Quantenfeld) um den Kopf herum bildet. Dieses Gedankenfeld (die geistige Persönlichkeit des Menschen) kann ohne den Körper in einer höheren Dimension alleine weiter existieren. Unter Himmel versteht man in der Religion das Paradies, eine höhere Bewusstseinsdimension aus Frieden, Liebe, Glück und Heiligkeit. Grundsätzlich ist das Bewusstsein des Menschen vor dem Tod gleich dem Bewusstsein nach dem Tod. Wer vor dem Tod erleuchtet (ein Heiliger) ist, ist es auch nach dem Tod. Ein erleuchteter Meister kann das Bewusstsein seiner Anhänger bei ihrem Tod geistig anheben, wenn die Verbindung durch regelmäßige spirituelle Übungen stark genug ist. In diesem Sinn steht in der Bibel, dass wer an Jesus „glaubt“, gerettet wird. Glauben ist hier eine sehr intensive Verbindung zu Jesus. Sie äußert sich zu Lebzeiten eines Christen dadurch, dass er die positiven Eigenschaften von Jesus ausstrahlt (Liebe, Frieden, Wahrhaftigkeit, Heiligkeit). Formaler Glaube allein genügt nicht für den Aufstieg ins Paradies. Notwendig ist eine echte persönliche Heiligkeit. Deswegen ist es wichtig als guter Mensch zu leben und gute Taten auf der Erde zu tun. Und gleichzeitig durch tägliche spirituelle Übungen (Lesen, Beten, Meditieren) eine enge Verbindung zum spirituellen Vorbild aufrecht zu erhalten.

28. Was passiert im sog.“Jenseits“, wenn man sich umbringt?

Cream: Da tun sich im Ergebnis alle Religionen ein wenig schwer und zwar immer dann, wenn es um die sogenannten Märtyrer geht. Wenn etwa ein Christ sich im antiken Rom weigerte seinem Glauben abzuschwören, wurde er in aller Regel dafür getötet. So etwas lässt sich als suizidales Verhalten bezeichnen. Auch bei muslimischen Märtyrern, die als Bomber unterwegs sind und sich selbst mit in die Luft sprengen, verzeiht der Islam den Selbstmord und verherrlicht ihn sogar. In allen anderen Fällen wird Selbstmord verdammt, die Religionen wollen nicht, dass Menschen selbst über Leben oder Tod entscheiden können, egal in welcher Situation sie sich befinden.

John: Leider stürzen sich viele desillusionierte junge Menschen in den Selbstmord. Jegliche Probleme hier auf Erden sollten besser im Hier und Jetzt aufgearbeitet werden. Ohne Körper ist es viel schwieriger und dauert sehr lange.

Yogi Nils: Nach dem Tod des Körpers geht die Seele ins Jenseits über. Die Seele ist die Bewusstseinsenergie eines Lebewesens. Die Seele besteht aus Gedanken und Gefühlen. Grundsätzlich ist das Bewusstsein vor dem Tod gleich dem Bewusstsein nach dem Tod. Ist jemand vor dem Tod grundsätzlich ein glücklicher Mensch, ist er es auch nach dem Tod. Deswegen ist es wichtig, während des Erdenlebens spirituelle Übungen zu machen und sein inneres Glücksniveau zu erhöhen. Wenn jemand depressiv ist und sich deshalb umbringt, leidet er grundsätzlich im Jenseits weiter. Wie sein Leben auf der Erde erfährt er auch das Jenseits als Hölle. Wer depressiv ist, sollte sich grundsätzlich nicht umbringen, sondern psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Depressionen können geheilt werden und sind meistens vorübergehender Natur. In der Schweiz ist die Selbsttötung durch Tabletten grundsätzlich erlaubt. Die Tabletten bekommt man aber nur nach der Begutachtung durch zwei Ärzte. Sie müssen feststellen, dass ein Mensch berechtigte Gründe hat (schwere unheilbare Krankheit) und nicht depressiv ist. Der spirituelle Weg ist grundsätzlich eine gute Möglichkeit Depressionen zu überwinden und glücklich zu werden. Er ist ein Weg ins Licht. Er kennt aber meistens auch Phasen der Dunkelheit, insbesondere wenn sich das Ego aufzulösen beginnt. In diesen Zeiten darf man den Weg ins Licht nicht abbrechen, sondern sollte seine spirituellen Übungen machen und abwarten, bis die Zeit der Dunkelheit vorbei geht. Eines Tages wird man dauerhaft im Licht leben.

29. Brauchen Christen einen erleuchteten Meister, obwohl es Jesus Christus als Vermittler zu Gott gibt?

Suzie die Pilgerin: Christen brauchen keinen erleuchteten Meister. Jesus Christus genügt und die, die das Evangelium verkünden und die Bibel auslegen.

Yogi Nils: Und genau hier fangen die Schwierigkeiten an. Wer legt die Bibel richtig aus? Ganz offensichtlich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten die Worte der Bibel zu verstehen. Ich erinnere nur an die Bergpredigt von Jesus. Viele Deutungsmöglichkeiten werden von den Christen gegeben. Wer hat Recht? Ich behaupte: Wer nicht erleuchtet ist, kann die Bibel in der Tiefe nicht erfassen. Wer nicht selbst heilig ist, liest immer eine Anleitung zur Stärkung seines eigenen Egos aus der Bibel heraus. Die Bibel ist von der Erfahrung Gottes her zu verstehen. Auch die Christen brauchen erleuchtete Meister (verwirklichte Heilige), die ihnen bei der Auslegung der Bibel und auf dem Weg des spirituellen Übens helfen. Ich habe persönlich erfahren, dass erst mein Erleuchtungserlebnis mir die Augen zum tieferen Verständnis der heiligen Schriften geöffnet hat. Ich sehe deutlich, wie fehlgeleitet viele Christen mit den Texten der Bibel umgehen. Jesus Christus genügt offensichtlich oft nicht. Nur ein Heiliger lebt wirklich in Gott und kann deshalb Gott seinen Mitmenschen authentisch vermitteln. Deswegen sagte man von Jesus, dass er aus eigener Kraft zu den Menschen spricht. Deswegen konnte Christus den Heiligen Geist zu Pfingsten auf seine Jünger übertragen (Energieübertragung durch einen Erleuchteten). Er öffnete ihr Scheitelchakra, so dass sie Feuerzungen auf ihren Köpfen spürten und alle Menschen ihre spirituellen Worte verstanden. Ich halte mich an den Heiligen Antonius und die christlichen Wüstenväter. Sie lehrten, dass jeder intensiv Übende einen erleuchteten Meister braucht. Sie nannten diesen Meister Wüstenvater oder Wüstenmutter. Viele erleuchtete Aussprüche sind von diesen christlichen Heiligen übermittelt. Auch Jesus selbst hatte einen erleuchteten Meister, Johannes den Täufer, der ihm bei der Taufe den Heiligen Geist übertrug. Nur scheinbar kam der Geist Gottes als Taube vom Himmel zu Jesus geflogen. In Wirklichkeit hat Johannes das Scheitelchakra von Jesus geöffnet, so dass er anschließend 40 Tage und Nächte in der Wüste meditieren konnte. Jesus gab dann seine Erleuchtungsenergie zu Pfingsten an sein Jünger weiter. Nur die heutigen Christen meinen, dass sie keinen erleuchteten Meister brauchen. Sie taufen mit Wasser und nicht mit Erleuchtungsenergie.

Salomon: Jeder ist sich selber sein eigener Meister.

Yogi Nils: Der Weg der Erleuchtung ist nicht leicht zu begreifen, weil Gott ein Mysterium ist. Ich bin mit dir der Meinung, dass jeder Mensch sich in seiner eigenen Weisheit (Wahrheit, Richtigkeit) zentrieren sollte. Aber für den Durchbruch zur Erleuchtung brauchen wir grundsätzlich einen Menschen, der den Weg schon kennt. Ohne einen guten Führer ist es schwer den schmalen Pfad durch den Dschungel der Gefühle zum Berg Gottes zu finden. Viele Menschen haben sich auf dem spirituellen Weg schon verlaufen. Und sehr offensichtlich auch viele Christen. Ich verweise auf die vielen aktuellen Debatten über das unheilige Verhalten christlicher Würdenträger. Der Heilige Geist als alleiniger Führer scheint bei den meisten Christen nicht auszureichen.

Cream: Diese sogenannten „Erleuchteten“ sind in aller Regel Bauernfänger und Scharlatane, die nur ein Ziel kennen, nämlich die eigene finanzielle Lage zu verbessern.

Yogi Nils: Es gibt auch falsche Heilige, die vorwiegend den Menschen das Geld aus der Tasche ziehen. Im Yoga arbeiten wir deshalb oft zum Selbstkostenpreis oder kostenlos. Etwas Geld auf dem spirituellen Weg zu verdienen ist okay. Auch ein Heiliger muss von irgendetwas leben. Er sollte aber die Spiritualität und die Liebe zum Zentrum seines Lebens machen. Wenn du die Worte „in aller Regel“ verwendest, bedeutet das, dass es auch echte Erleuchtete gibt. Und so ist es. Ein spiritueller Mensch, der gut in Kontakt mit seiner eigenen Wahrheit und Liebe ist, wird nicht auf falsche Heilige hereinfallen, sondern sich vom Echten angezogen fühlen.

Dana: Den wesentlichen Unterschied zwischen der christlichen Erleuchtung und der Führung durch erleuchtete Meister anderer Religionen sehe ich darin, dass die christliche Form der Erleuchtung durch den Schmerz und die Akzeptanz des Schmerzes geht, während bei anderen Arten von Erleuchtungen der Schmerz abgetrennt wird.

Yogi Nils: Es gibt nur einen Gott, eine höchste Wahrheit, eine Erleuchtung, ein kosmisches Bewusstein. Aber es gibt viele Erleuchtungsstufen, viele Wege zur Erleuchtung und viele unterschiedliche Erleuchtungserfahrungen auf dem Weg. Ein Mensch kann Gott als Person verehren, zu Jesus beten, Buddha visualisieren oder einfach nur meditieren, in der Ruhe verweilen, Yoga machen. Oder er kann den Weg der umfassenden Liebe gehen und für eine glückliche Welt und die Erleuchtung aller Menschen arbeiten. Jede echte Erleuchtung geht durch den Schmerz und die Akzeptanz des Schmerzes hindurch. Positives Denken, das das Leid auf der Welt verdrängt, führt nicht zur Erleuchtung. Erleuchtung bedeutet Trauerarbeit, Emotionsarbeit, Annehmen der Gegebenheiten, Loslassen des Eigenwillens, Nichtswerdung und Einswerdung mit allem. Die Erleuchtungserfahrung besteht in der Essenz aus Leere und Einheit. Man spürt Trauer, Liebe, Glück, Frieden und Einheit gleichzeitig in sich. Das Bewusstsein der Leidhaftigkeit der Welt bleibt vorhanden, aber das innere Glück und die Liebe dominieren. Die Erleuchtungsenergie beginnt gerade dadurch zu fließen, dass man sich in das Zentrum des Leidens hineinopfert (sein Ego kreuzigt, das Wurzelchakra öffnet). Der Mensch muss von allen weltlichen Wünschen leer werden, damit das Licht Gottes (der Heilige Geist) in ihm wohnen kann. Er muss allen Schmerz und alles Leid annehmen, integrieren und transzendieren. Nach Buddha besteht der Weg der Erleuchtung aus dem Loslassen der weltlichen Wünsche (Suchtüberwindung), dem Annehmen des Leidens (Angstüberwindung) und der Zentrierung in Gott (im Nirvana, in der Weisheit, in der Spiritualität).

Hindu: jesus ist transzendent, es ist nicht nötig für ihn physisch anwesend zu sein. ein echter spiritueller meister muss nicht physisch anwesend sein. man muss halt schauen was funktioniert. manchmal ist eine aktualisierung nötig in form eines körperlich anwesenden meisters.

Yogi Nils: Ich sehe die Dinge wie du. Ich gehe den Doppelweg aus transzendenten Meistern und real anwesenden Meistern. Nach meiner Erfahrung ist beides hilfreich und für mich auch notwendig. Wenn es im Jenseits erleuchtete Meister wie Buddha, Jesus und Swami Shivananda (mein Yoga-Meister) gibt, dann ist es klug sich von ihnen helfen zu lassen. Ein dauerhafter Schutz entsteht durch eine dauerhafte geistige Verbindung. Dafür reicht es normalerweise aus einmal am Tag zu beten, in ihren Texten zu lesen oder auf ihr Bild (Statue) zu meditieren. Auf der Erde anwesende Meister haben besondere Möglichkeiten einem Menschen auf dem spirituellen Weg zu helfen. Sie können Bücher schreiben, Vorträge halten, Einweihungen geben (Energieübertragungen) und persönliche Ratschläge erteilen. Ich finde es sehr inspirierend, immer wieder vom Dalai Lama zu lesen, Videos von ihm zu sehen und ihm persönlich auf Veranstaltungen zu begegnen. Meine Yogalehrer-Ausbildung bei einem erleuchteten Meister (Swami Vishnudevananda) hat viele Energietore in mir geöffnet und war eine starke spirituelle Erfahrung. Als ich Frere Roger (christlicher Erleuchteter, Taize) in Hamburg traf, trat ich in eine Dimension aus Licht ein. Ich fühlte mich durch ihn sehr mit Jesus Christus verbunden.

30. Ist Yoga ein Weg der Selbsterlösung?

Yogi Nils: Im Christentum herrscht viel Unklarheit über den Weg der Erleuchtung. Ein wichtiger Vorwurf besteht darin, dass die Esoteriker sich selbst erlösen wollen und die Christen durch die Gnade Gottes erlöst werden. Auch zwischen Katholiken und Lutheranern ist es umstritten, in wieweit ein Christ spirituell üben sollte oder ob alles alleine durch die Gnade geschieht. Im Yoga legen wir den Schwerpunkt auf das spirituelle Üben. Andererseits sagen auch die Yoga-Meister, dass man die Erleuchtung nicht erzwingen kann. Sie kommt letztlich von alleine, spontan, als Gnade.

31. Gibt es einen Teufel?

Yogi Nils: Es gibt keinen Teufel. Der Teufel ist nur ein Symbol für das Ego (die übertriebene Ich-Fixierung). Wer an einen Teufel glaubt, erzeugt ihn selbst geistig in seinem Kopf. Das kann zu schweren Geistesstörungen führen. Die katholische Kirche sollte ihren Exorzismuswahn überdenken. Was es gibt ist Dummheit. Davon gibt es reichlich auf der Welt. Ein unweises Leben führt zu Leiden. Ein weises Leben kann viel Leid vermeiden. Es gibt im Kosmos eine Glücksordnung. Es gibt den Weg des inneren Glücks. Wer sich daran hält, wächst ins Glück.

32. Was ist heilig?

Pfarrer: Ist Gott heilig, so konnte im Alten Testament auch sein Volk Israel als heilig (2.Mose 19,6) und konnten seine Angehörigen als Heilige (Psalm 4,4; 16,10 u.v.a.m.) bezeichnet werden. „Heilig“ bedeutet hier: dem heiligen Gott zugehörig, von ihm auserwählt, mit ihm verbunden und von ihm gesegnet. Dementsprechend wird das Volk aufgefordert, sich seinerseits zu „heiligen,“ womit auch rituelle Heiligung, vor allem aber ein Leben in Recht und Gerechtigkeit nach Gottes Gesetz gemeint ist.

Der Mensch kann Gott nur be-greifen, indem er von ihm er-griffen wird. Diese spirituelle Erfahrung Gottes ist Wurzel und Kraftquelle des Glaubens. Alles theologische Denken kann diese Erfahrung letztlich nur beschreiben und deuten und alle Ethik nur die lebenspraktischen Konsequenzen aus ihr ziehen. Beides sind folgerichtige, notwendige, aber in Bezug auf die erlebte Gotteserfahrung sekundäre Schritte.

Formen und Wege spirituellen Erlebens gab und gibt es unendlich viele. Wo sich die Kirche allzu sehr in äußerliche Dinge und weltliche Machenschaften verstrickte, suchten Mystiker in der Hinwendung nach innen das Einswerden mit Gott in Kontemplation und Meditation. Wo sich in der evangelischen Kirche die Glaubensverkündigung allzu einseitig auf das gesprochene Wort konzentrierte, entwickelte sich in ihr der ungemein reiche Schatz der Kirchenmusik, die unmittelbar das menschliche Herz anspricht. Heute ist es oft die Gospelmusik, die mit ihrer faszinierenden Lebendigkeit für viele zum emotionalen und religiösen Erlebnis wird.

Bei allem gilt jedoch: wenn Gott das Subjekt aller Erleuchtung und Gotteserfahrung ist, dann ist diese vom Menschen nicht planbar und „machbar.“ Menschen und auch Kirchen und religiöse Gemeinschaften können dazu nichts anderes tun als Vorbereitungen treffen, Erlebnisräume schaffen und für das, was in ihnen geschieht, bereit und offen sein. Aber sie tun es unter der Verheißung Gottes, daß er sich zu erkennen geben will und wird.

Yogi Nils: Vielen Dank lieber Pfarrer, dass du dir die Mühe gemacht hast, so eine lange Antwort auf meine Frage zu schreiben. Ich sehe, dass wir uns in wesentlichen Punkten einig sind. Erleuchtung und Heiligkeit sind zwei verschiedene Begriffe für denselben Sachverhalt. Erleuchtung ist nicht machbar. Sie kommt aus Gnade. Aber ein Mensch kann viel dafür tun, dass Gott als Gnade zu ihm kommen kann. Er kann beten, meditieren, in den heiligen Schriften lesen, als Yogi oder als Pfarrer leben. Er kann sich von weltlichen Dingen leer machen, so dass der Heilige Geist in ihm Platz finden kann.

Die göttliche Gnade (Erleuchtung, Heiligkeit) kann sich ein Mensch nicht durch spirituelle Leistungen verdienen, sondern nur mit einem gläubigen Herzen schenken lassen. Wobei das gläubige Herz bereits gerade in der heutige Zeit mit den vielen weltlichen Ablenkungen eine große Leistung ist, die täglicher spiritueller Übung bedarf. Letztlich besteht ein Zusammenhang zwischen göttlicher Gnade und spirituellem Üben, den viele evangelische Christen nach meiner Wahrnehmung übersehen. Vor allem wissen sie insbesondere nicht, wie sie effektiv spirituell üben können. Hier sind die Heiligen und ihre Geschichten von großer Bedeutung.

33. Ist es gut zu beten?

Yogi Nils: Nach Amma (Mata Amritanandamayi) gibt es im Kosmos große erleuchtete Wesen (vollständig erleuchtete Seelen). Diese Wesen besitzen ein kosmisches Bewusstsein. Sie fühlen sich eins mit dem Kosmos (mit Gott). Und sie empfinden sich auch untereinander letztlich alle als eins. Man kann deshalb sagen, dass sie alle ein Wesen sind. Und man kann es so ausdrücken, dass sie sich alle als Freunde ansehen. Nach Amma fühlt sich bei einem Gebet immer eines dieser höheren Wesen angesprochen und reagiert. Dabei ist es egal, welchen Namen ein Mensch verwendet. Es ist egal, ob man Allah, Gott, Jesus, Krishna oder Buddha anruft. Wichtig ist nur, dass man von einer höheren Instanz im Kosmos Hilfe haben möchte.

Gott wird im Christentum oft als Wolke beschrieben. Dieses Bild passt gut zu den großen erleuchteten Wesen. Sie sind Energiewolken aus einem hochentwickelten Bewusstsein. Sie können in allen Dimensionen des Kosmos handelnd eingreifen. Sie können ihre Lichtstrahlen in alle Bereiche des Kosmos senden. Oft wirken sie durch Symbole (Bücher, Bilder, Statuen), die an bestimmten Orten stehen. Als spirituell fortgeschrittener Mensch spürt man die Energiestrahlen, die aus den Statuen und Bildern der erleuchteten Meister kommen. Sie verwandeln sich dann zu innerer Kraft, Frieden oder einem positiven Gedanken. Die erleuchteten Wesen helfen jedem Menschen, der sie geistig anruft. Sie helfen aber nicht immer so, wie wir uns das vorstellen und gerne möchten. Das Hauptziel der erleuchteten Wesen ist die Erleuchtung ihrer Mitwesen und der Aufbau eines glücklichen Kosmos. Egoistische Wünsche erfüllen sie deshalb nur begrenzt. Wenn ein Mensch aber für das Glück aller Wesen arbeitet oder nach Erleuchtung strebt, dann bekommt er umfassende Hilfe.

Wenn wir die Dinge genau betrachten, gibt es Gott als kosmisches Bewusstsein und als handelndes Wesen. Gott als kosmisches Bewusstsein verweist uns auf die Erleuchtung. Gott als handelndes Wesen sind die erleuchteten Meister. Der beste Weg ist es, nach Erleuchtung (innerem Glück, innerem Frieden) zu streben und sich dabei von den erleuchteten Meistern helfen zu lassen.

Rafa: Nils, Du schreibst: „Die erleuchteten Meister haben erklärt, dass das Gebet wichtig ist.“ Ich verlange Argumente! Nach wie vor bin ich der Meinung, dass Beten logischerweise sinnfrei ist, es sei denn, es macht einem Spaß.

Yogi Nils: Wenn erleuchtete Meister etwas sagen, ist das für mich ein Argument. Aufgrund ihres größeren Horizontes sehen sie mehr als wir. Ich gebe dir aber insofern recht, als das nicht das eigene Nachdenken ersetzt. Auch mein Weg ist es sich primär in der eigenen Weisheit zu verankern. Ein Erleuchteter kann spirituelle Energie anderen Menschen schicken. Wenn ein Mensch Kraft, Frieden, Liebe, Glück oder Weisheit (positive Gedanken) braucht, kann er sie ihm auf geistigem Wege (über die höhere kosmische Dimension) zusenden. Die erleuchteten Meister sind über die höhere Dimension eins mit unserem innersten Selbst. Sie senden uns ihre Handlungsimpulse durch die Stimme unserer eigenen Wahrheit und Weisheit. Deshalb wird es im Christentum betont immer auf die Stimme des Gewissens (das Gefühl der Richtigkeit) zu hören. Auch ich handel grundsätzlich aus meiner inneren Wahrheit heraus.

Wir sollten den Erleuchteten anrufen, den wir persönlich als Vorbild für uns empfinden und zu dem wir Vertrauen haben. Wir können auch mehrmals am Tag beten. Je größer die innere Verbundenheit mit einem erleuchteten Freund ist, desto besser kann dieser helfen. Im Yoga gibt es die Einweihung (Initiation) und im Christentum die Taufe. Dadurch wird die persönliche Verbundenheit verstärkt. Grundsätzlich bekommen wir aber auch Hilfe ohne dass wir formal Schüler des jeweiligen Meisters werden.

Ein Gebet hat zwei Wirkungsbereiche. Zum einen ist es eine Bitte um Hilfe und zum zweiten ist es eine spirituelle Technik, mit der wir uns innerlich von Verspannungen reinigen und mit Glücksenergie füllen können. Im zweiten Fall bezeichnet man das Gebet als Mantra. Ein Mantra kann man so oft denken, wie man Lust hat und es einen auf dem spirituellen Weg voranbringt. Es baut uns innerlich mit positiver Energie auf. Und es verbindet uns mit dem Erleuchteten, so dass wir bei Bedarf auch spezielle energetische Hilfe bekommen.

Rafa: Man sagt von Gott, er würde Gebete erhören, aber wenn man betet, ist es reiner Zufall, ob das Erbetene auch geschieht. Also ist beten Quatsch.

Nils: Ob beten Quatsch ist, ist im Yoga eine sehr umstrittene Frage. Im Buddhismus ist das genauso. Es gibt Yogis die beten und Yogis die nicht beten. Im Yoga darf jeder seinen persönlichen Weg gehen. Ich bin ein Anhänger des Meister-Yoga (Bhakti-Yoga) und der Gebetsfraktion. Ich würde es so beschreiben: „Wer für egoistische Ziele betet, kann nur ausnahmsweise eine Wunscherfüllung von den erleuchteten Meistern erwarten. Wer für seine Erleuchtung und für Hilfe auf seinem Weg der umfassenden Liebe betet, dem wird umfassend geholfen. Aber nicht immer so, wie er sich das vorstellt. Sondern eher so, dass sich auf dem Weg der umfassenden Liebe sein Ego auflöst und er ins Einheitsbewusstsein gelangt.“

Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass es reiner Zufall ist, ob ein Gebet einen äußeren Erfolg bewirkt oder nicht. Insofern könnte beten zur Bewirkung eines äußeren Ergebnisses sinnlos sein. Zumindest hat beten aber ein inneres Ergebnis. Beten kann den Geist beruhigen, Glück bewirken und zur Erleuchtung führen. Die erleuchteten Meister bewirken durch die Übertragung spiritueller Energie vorwiegend ein innere Ergebnis. Nur ausnahmsweise handeln sie auch materiell. Hierfür sind die Heilungen von Lourdes ein gutes Beispiel. Es gibt Wunder (medizinisch nicht erklärbare Heilungen), aber sie sind die Ausnahme. Normalerweise erfahren die Pilger eine innere Stärkung. Desweiteren befinden sich die erleuchteten Meister in einer Dimension über der Materie. Sie können deshalb auf ein Gebet hin so handeln, dass es wie Zufall aussieht, aber in Wirklichkeit kein Zufall ist.

34. Was kann man über das Jenseits aussagen?

Yogi Nils: Das Jenseits kann erkannt werden, weil man in der Lage ist mit seinem Bewusstsein dort hin zu reisen. Das konnten viele Menschen und haben viel darüber geschrieben. Die Grundaussage ist: Das Bewusstsein vor dem Tod ist gleich dem Bewusstsein nach dem Tod. Wer bei seinem Tod zu Jesus (oder einem anderen erleuchteten Meister) betet, kann von ihm in höhere Bereiche gezogen werden. Wenn er ausreichend spirituell entwickelt ist. Ansonsten hat er die Möglichkeit im Jenseits (Fegefeuer) oder auf der Erde (Reinkarnation) sich weiter zu entwickeln. Alle Seelen haben die Möglichkeit ins Licht aufzusteigen. Manche früher und manche später.

35. Angst vor dem Tod

Roy: Was kann einem helfen keine Angst mehr vor dem Tod zu haben?

Yogi Nils: Letztlich schützt dich nur die Erleuchtung. In der Erleuchtung verschwindet alle Angst. Du hast genug Kraft durch alle schwierigen Situationen hindurchzugehen. Du kannst dich mit deinen spirituellen Übungen über alles Leid erheben. Du stirbst selbst beim Tod nicht, sondern lebst ewig als Seele im Licht. Es gibt nur ein Problem. Der Weg der Erleuchtung ist nicht einfach. Und du musst irgendwann dein Egobewusstsein aufgeben. Aber jeder kann das Ziel erreichen, wenn er es wirklich will. Ich lehre es mit kleinen Schritten voranzugehen. Bereits konsequent auf dem spirituellen Weg zu sein, nimmt einem weitgehend die Angst vor dem Tod. Dann vertraut man entweder sich, den erleuchteten Meistern oder beidem. Man kennt die Übungen, mit denen man gut durch den Tod gehen kann. Ich lehre es meditierend und mit einem Mantra (Ja, Om, Name des Meisters) durch den Tod zu gehen.

Erleuchtung, Gott und Gottesbeweis (WordPress)

Gott ist durch die Erleuchtung zu beweisen. Ein Erleuchteter sieht Gott und lebt in Gott. Der aktuelle Erkenntnisstand der Wissenschaft. Viele humorvolle und spannende Diskussionen in den Internetforen. Was ist Gott? Wie gelangt man zu einem Leben in Gott?

—> Video Gott und Gottesbeweis,

—> Video Gibt es ein Leben nach dem Tod ?

Buch Gott (Wikiversity2012)

Tod, Jenseits, Nahtodforschung, Pam Reynolds und derKarmapa-Fall

https://mystiker2.wordpress.com/2013/03/16/gottesbeweis-und-erleuchtung/

https://mystiker2.wordpress.com/2013/03/16/spirituelle-therapie/