Wie erhalte ich eine glückliche Beziehung

Zum Verschenken für alle glücklichen Paare und solche die es werden wollen

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Die wichtigsten Ergebnisse der Glücksforschung. Die besten Glückstipps. Diskussion im Internet 2010.

Zitate aus einem Online-Selbstschreibmagazin


Die LIEBE! Was für eine starke Kraft liegt in diesem Wort. Liebe verleiht und Flügel, und sie lässt uns fliegen. Sie gibt uns ein Gefühl der Geborgenheit und sagt uns das wir endlich angekommen sind. Frauen lieben anders als Männer. Sie ziehen der Liebe wegen in eine andere Stadt, müssen sich um einen neuen Arbeitsplatz kümmern, verlassen ihre Freundinnen, und nur damit sie ihrer Liebe nicht im Wege stehen.

Frauen sprengen Grenzen, und Altersunterschiede spielen plötzlich keine Rolle mehr. Wir wachsen der Liebe wegen über uns hinaus. Wenn wir auch vorher nie ein Flugzeug bestiegen hätten, nun ist das Thema Flugangst kein Problem mehr. Liebe lässt die Pfunde purzeln, aus Liebe zu unserem Herzbuben werden wir zum Diätwunder. Currywurst und Pommes ade, Wurzelgemüse ist jetzt angesagt. Frauen für die vor der großen Liebe Sport ein Fremdwort war, stürzen sich plötzlich in Wanderschuhe und Tennisbekleidung.

Bei manchen Frauen bleibt dieses Gefühl ein Leben lang, und bei manchen Frauen ist das ein vorübergehender Zustand. Bei Männern übrigens auch, nur habe ich noch keinen Mann gesehen der sich der Liebe wegen so verbiegt wie wir Frauen. Oder hat die Liebe einen Mann schon mal zum Shopping-Fan gemacht? Verzichten sie für uns auf die Samstagsspiele auf dem heimischen Sportplatz. Legen sie für uns ihren Vereinsschal ab wenn sie mit uns durch die Stadt laufen? Verzichten sie auf die Bierchen damit sie für uns eine gute Figur machen?

Nein, wir Frauen stehen der Liebe wegen auch an verregneten Samstagen neben ihm auf dem Sportplatz, auch wenn es uns peinlich ist tragen wir den Vereinsschal um den Hals. Wir jubeln einer Mannschaft zu, von der wir vor ein paar Wochen noch nichts gehört hatten. Aus Liebe wollen wir Frauen alles mit unserem Liebsten teilen. Aber geht das auf Dauer gut? Ich finde, wenn wir das alles gerne machen, aus unserem Innersten heraus ist daran nichts falsch. Falsch ist es nur, wenn wir nicht mehr wir sind. Die Liebe ist was Wunderbares, nur dürfen wir die eigene Identität nicht vergessen.

Beziehungskrisen —————————

Geben wir es doch einfach mal zu. Beziehungen sind nicht leicht. Oh nein, sie sind sehr schwierig. Und Menschen in unserem Alter, die viele Jahre alleine verbracht haben, haben es noch schwerer. Die Erwartungshaltung ist ganz oben angesetzt. Sie ist also so gesehen unerfüllbar. Unerreichbar. Liebe und Hass, was ist das? So nahe beieinander, unfassbar und doch gibt es das. Nichts läuft richtig. Aber mit Sicherheit läuft auch nichts falsch. Denn in diesem Universum hat alles seinen Sinn. Wir können es nur nicht erkennen.

Ja, Partnerschaft zu leben ist nicht so einfach: wenn in der Partnerschaft die großen und kleinen Krisen sich häufen, die Verpflichtungen im Alltag dominieren, der Stress im Beruf, mit den Kindern den Alltag bestimmt, wenn die Gespräche sich nur noch um den Alltag drehen, das Kribbeln dem Alltagstrott weicht, wenn die Sexualität fad wird, wenn nicht sogar einschläft, dann stellt sich die Frage, ob das alles im Leben ist?

Es entstehen Ängste den anderen zu verlieren. Und hier beginnt das Spiel. Das Spiel, dass den Kampf um die Macht bedeutet. Den Kampf den anderen für immer in seinen Bann zu ziehen. Dieser Kampf ist erbarmungslos. Rückzug und wieder locken. Bei diesem Kampf wird einer der Verlierer sein. Und wenn man ganz viel Pech hat werden beide die Verlierer sein. Es heißt also sehr vorsichtig zu taktieren. Wie stellt das Mann oder Frau an?

Subversiv und vorsichtig. Aber niemand weiss wirklich, wann die Grenze überschritten wird. Die Grenze, dass der andere jetzt endgültig die Schnautze voll hat. Der Übergang ist fliessend. Und plötzlich ist das geliebte Gegenüber weg. Er oder sie hat den Kampf aufgegeben. Es war zu zermürbend und erschöpfend. Wer sich in eine solchen Kampf einlässt ist immer der Verlierer. Das hat wenig mit Liebe zu tun.

Und hier das non plus ultra aller EXfrauen: die – ichwünschihrdieHölleaufErdenEX. Ich sag nur Rosenkrieg. Der Kontakt zu den Kindern wird rigeros boykottiert, Anzeigen und üble Nachreden ereilen ihn fast täglich. Sie schmeißt ihre Arbeit, macht einen auf krank und wöchentlich klingelt der Postmann mit neuen Briefen vom Anwalt. Die Geldforderungen werden immer höher. Der komplette Nervenkrieg.

Pille für mehr Lust bei Frauen ——————————————–

Ein neues Medikament soll lustarme Frauen anregen. Aber ist, wer nur zweimal im Monat mit seinem Partner schläft, wirklich krank? Die an der Studie beteiligten Frauen hatten die Wechseljahre noch nicht erreicht. Der große Verlust an sexueller Lust vieler Frauen war also noch nicht eingetreten. Mit ihrem Partner waren sie im Schnitt schon seit zehn Jahren zusammen. Sie litten laut Diagnosen unter „Hypoactive Sexual Desire Disorder“ (Mangel an sexuellem Verlangen).

Nun dürfte es viele Langzeitpaare erstaunen, dass sie schon als krank gelten, wenn sie nur alle elf Tage Sex haben. Was die einen als HSDD bezeichnen, erscheint anderen Wissenschaftlern ab einem bestimmten Zeitpunkt als der Normalfall. Menschen in Langzeitbeziehungen haben nach drei bis vier Jahren Partnerschaft im Schnitt nur noch zwei- bis dreimal im Monat Sex, sagt Jakob Pastötter, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung. Dies hätten Erhebungen gezeigt (TAZ 2009).

Die müden Männer —————————–

Tja , das Sexualleben hat sich in dieser Generation offensichtlich total verändert. Das erfahre ich gerade bei meinen Töchtern. Die eine sagt, wir leben schon lange wie Geschwister, die andere lebt getrennt. Beide leben „abstinent“.

Sex ist doch die schönste Nebensache der Welt. Eine Tante sagte einmal: Das gehört doch zum Leben. Ich weiß, daß meine Genertation sich sich eigentlich oft gegen das viele Wollen ihrer Männer gewehrt hat. Die wollten eigentlich immer. Natürlich gab es auch Nichtkönner oder müde Männer. Und es gab Angeber. Sex war eigentlich immer ein großes Thema. Vor allem haben wir von Oswald Kolle viel gelernt und es auch ausgelebt. Also, ich wünsche den jungen Frauen mehr Erfüllung in ihren Ehen. Ich weiß natürlich , daß die Belastung im Beruf heute viel stärker ist, aber sollte nur das der Grund sein?

Fremdgehen ——————-

Etwa 50 % aller Männer und Frauen in einer Beziehung gehen irgendwann fremd. Teilweise leiden die betroffenen Partner lebenslang an den dadurch verursachten seelischen Verletzungen. Jährlich bringen sich etwa 12.000 Menschen in Deutschland um. 40% (etwa 5000) davon weil ihr(e) Partner(in) ihnen fremd ging. Ein guter Rat an alle Betrogenen. Selbstmord ist keine Lösung und die oder der EX ist es nicht wehrt. Glaubt mir, ich spreche aus eigene Erfahrung! Es wird wieder besser und man findet immer jemand neues, der es wehrt ist geliebt zu werden.

Liebeskummer ————————

Aus und Vorbei! Wieder alleine, zurück auf „Anfang“. Und immer wieder die Frage nach dem „Warum“? Warum wieder ich, warum trifft es mich schon wieder? Warum, wenn ich grade das aufkeimende Gefühl von Liebe und Geborgenheit lieb gewonnen habe. Warum dann dieser Schlag in den Nacken?

Gleichzeitig ist mir aber auch klar, dass der vermeintliche Fehler nicht bei mir liegt, dass ich nach dem „Warum“ fragen kann, soviel ich will, dass die Antwort ausbleiben wird. Die einzige logische Erklärung die bleibt ist, dass es „einfach nicht gepasst“ hat, dass ER nicht der Richtige war. Und diese Erkenntnis ist fast noch schlimmer als das Scheitern meiner Beziehung.

Was also kann ich tun? Nichts! Nichts um IHN wiederzubekommen, ich würde mich nur lächerlich machen, unnötig klammern, meinen Stolz in den Wind schiessen, mich gar zum „Stalker“ entwickeln. Ich denke, auch dieses Mal wird der dumme Spruch von wegen „Zeit heilt alle Wunden“ irgendwie wieder zutreffen, gar keine Frage. Und ich werde wieder ein paar weitere kleine Narben an meiner Seele und auf meinem Herzen zurückbehalten.

Wie meistert man das Leben? ——————————————–

Das Leben zu meistern, ist die wohl schwierigste Aufgabe eines jeden Menschen! Besonders Einsamkeit läßt das Leben trist und frustrierend erscheinen. Zumal, wenn man kein schönes Hobby oder einen vierbeinigen Freund hat, der einen freudig begrüßt.Gute Freunde sind ein besonderes Glück. Sich verabreden, um gemeinsam ins Kino, schoppen oder zum Sport zugehen, oder einfach nur miteinander quasseln über alles, was einen bewegt – das Tor zum Lächeln und Zufriedenheit.

Aber das Highlight des Lebens ist nun einmal: die große Liebe! Geliebt zu werden und diese auch erwidern zu können, ist ein berauschendes Glücksgefühl. Denn nun beginnt sie, die schwierigste Aufgabe des Lebens: ein ganz besonderes Haus zu bauen – das Haus der Liebe!

Als kräftige Stützpfeiler eignen sich bestens Ehrlichkeit, Zusammenhalt, gegenseitige Achtung und Verläßlichkeit. Darauf kommt schützend das Dach „Vertrauen“. Guten Halt & Wärme geben die Wände aus „Treue“ und „liebevoller Umgang miteinander“. Das knisternde Feuer im Kamin wird ständig durch die Liebesglut gezündet.

In diesem Haus herrscht Eintracht und Harmonie. Es übersteht viele streitige Katastrophen, oft ist nur ein wenig neue Farbe Marke „Verzeihen“ notwenig. Aber auch größere Schicksalsschläge können unter solch liebevollen Bedingungen besser überstanden werden.

Doch was ist, wenn die Steine auf dem Weg immer größer werden? Das zerrt bald nicht nur an den Kraftreserven, sondern kratzt auch am Putz des Liebeshauses… es bröckelt langsam vor sich hin. Ursachenforschung ist dringend notwendig, bevor das Liebeshaus in sich zusammenfällt. Doch kann es leider kein gutes Ende nehmen, wenn beide noch nicht einmal mehr zum Reden bereit sind. Oder sich schon zu viel Ungeziefer im Haus eingenistet hat, welches nicht mehr auszurotten ist. Das gefräßigste Ungeziefer ist die Untreue…

Erschwert wird dieser Lebensumstand, wenn inzwischen Kinder hinzugekommen sind. Ist keine Entwarnung ist in Sicht, sollte man ihnen zuliebe wohl besser das Haus verlassen – und ein eigenes, auf lange Hinsicht standfestes Lebenshaus errichten, als alleiniger Baumeister! Genau das war meine Entscheidung. Klein und bescheiden ist mein „Bauwerk“, aber ich lebe zusammen mit meiner jüngsten Tochter glücklich und zufrieden dort drinnen.

Nils: Das Highligt des Lebens ist das Leben in der Erleuchtung.

Endlich glücklich! —————————

Vorhin habe ich einen Anruf von einer frisch getrennten Bekannten bekommen. Die sich von ihrem tyrannischen, oft brüllendem Mann endlich getrennt hat. Endlich, weil sie mittlerweile nur noch ein Nervenbündel war. Nichts konnte sie ihm recht machen. Er war sauer, wenn sie mal nicht gekocht hatte, zu spät nach Hause kam (nach seiner Vorstellung), zu „lange“ geschlafen hat. Nichts machte sie ihm recht. Ich habe öfter solche Auseinandersetzungen dort miterlebt.

Meine Freundin wurde das „Opfer“ ihres herrschsüchtigen Mannes. Wir, ihre Freundinnen, redeten stundenlang mit ihr, ohne zu irgendeinem Ergebnis zu kommen. Sie wollte ihn nach so langer Ehe doch nicht verlassen … Therapien, auch eine Eheberatung, änderten nichts … Vor einigen Monaten, nach einem schlimmen Streit, packte sie kurz entschlossen ihre Koffer und verließ ihn. Endlich!

Nach den üblichen „Startschwierigkeiten“ wurde aus dem Nervenbündel eine immer ausgeglichenere Person. Plötzlich strahlte sie wieder Lebensfreude aus. „Du glaubst nicht, wie glücklich ich bin,“ hörte ich vorhin. „Jeden Morgen genieße ich, ohne von seinem Geschrei geweckt zu werden. Ich habe weniger Geld, aber viel, viel mehr Lebensqualität. Mein Leben beginnt noch einmal neu.“

Nils: Das Glücksgefühl geht vorbei. Irgendwann kommt man bei sich an und stellt fest, dass man alleine ist. Und das ein netter Partner doch ganz schön wäre. Das dauerhafte Glück liegt nicht in einer Beziehung oder in keiner Beziehung. Es liegt in einem Selbst, in der Erleuchtung, in einem Leben in Gott (im Licht, im eigenen inneren GlücK). Ein Mensch muss sich in der Spiritualität verankern, wenn er dauerhaft glücklich sein möchte.

Liebesgedichte

Doro: Hallo Nils, mein einsamer Yogi.

Nils: Hallo Doro, meine gute Fee. Lass mich dein einsamer Yogi sein. Das gefällt mir.

Doro: Ich glaube daran, dass es einen Grund gibt, weshalb ich geboren bin. Ich glaube daran, dass es einen Sinn haben muß, wofür ich lebe. Jeder Mensch hat eine gewisse Zeit, auf dieser Welt etwas zu tun. Was muß ich tun ? Auch wenn ich es noch nicht genau weiß, weiß ich , dass es einen Grund gibt. Und das tröstet mich…..

Nils:

Es gibt einen Grund, warum du geboren bist. Finde ihn. Dein Leben hat einen Sinn. Erkenne ihn. Nutze die Zeit deines Lebens. Finde deine Aufgabe. Die wahre Aufgabe hat immer etwas mit der Aufgabe des Egos zu tun. Der wahre Sinn enthüllt sich dir durch den Weg der Weisheit und der Liebe.

Doro: Ich möchte immer für Dich da sein, wenn Du mich brauchst. Ich möchte Dir meine Liebe schenken, jeden Tag. Ich möchte mit Dir zusammen sein, ohne zu Streiten. Ich möchte mit Dir reden, ohne zu heucheln. Ich möchte mit Dir gute und schlechte Zeiten durchstehen, Ich möchte Dich nie verlieren.

Du berührst mich, ich spüre Deine Hand und in mir wird ein Gefühl stark, mich ganz ein zu kuscheln, in diese Hand. Darin liegen und geborgen sein… OHNE ANGST Du könntest sie zu fest zusammen drücken, oder zum Wegwerfen öffnen !

Das alles funktioniert leider nur, wenn beide auf sich Rücksicht nehmen. Ich hoffe, ich konnte Dir damit etwas geben…. Liebe Grüße und viiiel Glück, Doro

Nils: Danke Doro, für dein wunderschönes Liebesgedicht. Ich könnte süchtig nach dir werden. Ich liebe es auch miteinander zu verschmelzen. Nur das „Nie Verlieren“ ist aus meiner Sicht nicht möglich. Das Leben ist ein ewiger Wandel.

Den großen Halt gibt es nur in Gott, im Ruhen in der Einheit des Kosmos, in der Erleuchtung. Wer den großen Halt in einem Partner sucht, geht einen Irrweg, der irgendwann zu großen Schmerzen führt. Nach meiner Erfahrung ist es besser sich in sich selbst (im eigenen Glück) zu verankern.

Doro: Ein Augenblick der Stille, ein Zeichen der Zuneigung, ein Lächeln, dass das Eis zwischen zwei Menschen bricht und ihnen den Weg zueinander erleichtert. Ein Gefühl der Geborgenheit und des Angenommenwerdens.

Nils:

Sonnenstrahlen durchdringen die Kälte. Das Eis taut. Es wird warm im Herzen des einsamen Yogi. Dafür genügte ein Wort der Zuneigung. Jetzt ruht er glücklich in seiner Wunschlosigkeit.

Doro: Du sagst, du liebst den Wind… …doch du schließt das Fenster! Du sagst, du liebst die Blumen… …doch du pflückst sie nicht! Du sagst, du liebst die Sonne… doch du sitzt im Schatten! Ich habe Angst, dass Du sagst, das Du mich liebst.

Nils: Ich liebe den Wind. Durch den Wind bleibt das Leben spannend. Ich liebe die Blumen. Blumen sind zum Pflücken da. Ich liebe die Sonne. Doch das Leben hat mir den Schatten zugeteilt.Ich bin nur ein kleiner harmloser Yogi. Ich verstehe nichts von der Liebe. Ich wünsche euch allen tolle Traummänner, aber fallt nicht auf einen alten verrückten Yogi herein!!

Tipps für eine glückliche Beziehung

Nils: Was sind eure Tipps für eine glückliche Beziehung? Welche Erfahrungen habt ihr in euren Beziehungen gemacht?

Moderatorin (17 Jahre in einer glücklichen Beziehung): Wer anhaltendes Friede-Freude-Eierkuchen erwartet – wird enttäuscht sein, denn sowas gibt es nicht. Allein schon aus dem Grunde, weil wir in einer Dualität leben. Verdrängen der anderen Seite führt zu Spannungen, die sich irgendwann zwangsweise entladen müssen. Alle Luftschlösser und Rosarote Brillen werden früher oder später vom Leben eingeholt.

Wer ein bereicherndes Zusammenleben wünscht, dann fallen mir spontan folgende Punkte ein: Respekt, Liebe , Verständnis, Zeit für einander, gesundes Selbstbewusstsein, Fünfe auch mal gerade sein lassen und eine gute Portion Humor. Was man allgemein unter Liebe versteht ist nicht von Dauer.

mauri: Meine persönliche Meinung ist, dass es Menschen gibt, mit denen man gut harmoniert, und dass es Menschen gibt, an denen man sich Jahre abarbeiten kann und es wird doch nie so harmonisch werden wie gewünscht aufgrund der Verschiedenartigkeit.

Nils: Ein guter Gedanke.

Man sollte sich einen Partner suchen, mit dem man harmoniert. Ich nenne das ein positives System bilden. Beide wachsen im Glück oder arbeiten für ein gemeinsames Ziel.

Mira: Den Partner so sein lassen, wie er ist. das hat sicher auch viel mit respekt zu tun. freiräume, die ich für mich beanspruche, sollten im gleichen maß auch dem anderen zugestanden werden.

Light: Unsere Beziehung ist ein Geben und Bekommen! Mein Mann sagte: „Ich gebe was ich kann, um mit meiner Frau glücklich zu sein, dass heisst auch, ich arbeite an mir. Und von meiner Frau bekomme ich es in Gleichem zurück. Aber ich nehme es nicht – bekomme.“ Und genauso ist unsere Beziehung. Wir geben einander alles, wass wir zu geben bereit sind und bekommen gleiches oder noch mehr zurück. Wir kämpfen nicht darum, nehmen es uns nicht, wir bekommen. So wie man ein unvermitteltes Geschenk bekommt, ein Lächeln bekommt. Und das meine ich wenn ich sage: Wir sind ein super Team.

Nils: So stelle ich mir das auch vor in einer guten Beziehung. Ich hatte auch öfters super Teams, dann änderten sich die gegenseitigen Interessen und wir trennten uns.

Manda: ich glaube der Trick besteht darin die Beziehung niemals als selbstverständlich anzusehen, sie ist ein „rohes Ei“ oder eine „Primadonna“ und muß auch dementsprechend umsorgt werden.

Yoki: Niemals die Beziehung, den Partner als selbstverständlich anzusehen. Denke (und ich weiss es auch aus Erfahrung), dass es daran in den meisten Beziehungen scheitert.

Viola:

Immer auf das Positive im Partner konzentrieren,dann kann kein schlechtes Gefühl aufkommen.

Silly: Man sollte auch in schwierigen Situationen nicht den Halt unter den Füssen verlieren und sensibel auf die Bedürfnisse des Partners eingehen! Desweiteren sollte man auch in Konfliktzeiten Rücksicht nehmen, zuverlässig, höflich und tolerant sein und nicht nur in den schönen Zeiten!

Nils:

Eine gute Ehe ist Arbeit.Bemühen um den Partner und Arbeit an den eigenen Gedanken.

Shuichi: 1. Ehrlichkeit zu sich selbst. 2. Kommunikation (achtsames Zuhören und liebevolle Rede) 3. Sehen das anderen. Und das garniert mit Liebe.

Ein liebevoller Umgang ist wichtig. Auch wenn es mal einen Streit gibt oder Unangenehmes ausgesprochen wird.Als meine letzte Beziehung begann, war es unter Jugendlichen manchmal üblich sich gegenseitig scherzhaft negative Dinge zu sagen. Ich habe das als erstes abgeschafft – auch wenn es scherzhaft ist, so ist es trotzdem lieblos.

Ehrlichkeit zu sich selbst. Man gibt in Beziehungen auch schnell Sachen auf, die man gerne macht, nur weil der Partner sie nicht so gerne macht. Bei mir war das „raus in die Natur“ – das habe ich erst diesen Sommer wieder angefangen häufiger zu machen.

Man redet über ein Problem und spricht an, was einem am Verhalten des anderen stört. Dann erkennt man seine Anteile und geht da ran. Mit der Zeit lernt man dann den anderen immer besser kennen. Dann lernt man seine Frau wirklich schätzen und lieben.

Ich find die Vorstellung schön, dass es Beziehungen gibt, wo die Basis eine richtig schöne Freundschaft ist.

Nils: Du bist schon fast so weise wie ich.

Ja, weiß der Kuckuck ————————————

Cali: Ja, weiß der Kuckuck wie man eine glückliche Beziehung erreicht. Wenn ich mich so in meinem Bekanntenkreis umsehe, finde ich nicht sehr viel positives Anschauungsmaterial. In meinem eigenen Leben übrigens auch nicht …

Nils: Wundervoll erfrischend. Dir geht es wie mir.

Cali: Lieber Yogi, Du schreibst, dass Du es während Deiner Beziehung ganz aufgegeben hattest, Dich in der Natur umzutun.

Nils: Das hat Shuichi geschrieben. Aber

ich hatte auch Schwierigkeiten in einer Beziehung ganz ich selbst zu sein.Ich dachte, wenn ich mich so mickrig zeige wie ich wirklich bin, dann wird mich keine Frau lieben.

Zuckerschnecke:

Für mich ist der Grundstein einer Beziehung die Liebe.

Nils: Was ist, wenn die Liebe verschwindet? Gefühle sind unbeständig.

Die Liebe hält in einer Beziehung normalerweise ein bis zwei Jahre. Was dann?Trennen? Von Partner zu Partner wandern, bis man eines Tages nicht mehr liebesfähig ist?

Meine letzte Freundin hat nach zehn Jahren festgestellt, dass sie mich nicht mehr liebt. Sie trennte sich daraufhin von mir und so wurde ich ein Single. Das geht vielen Menchen in der heutigen Zeit so. Etwas Liebe halte ich in einer Beziehung für wichtig, aber wer ewig nach den großen Gefühlen strebt, der wird kaum eine dauerhafte Beziehung erreichen.Wir sollten das innere Glück (die Spiritualität) und nicht das äußere Glück (die Sucht nach ewiger Verliebtheit) in den Mittelpunkt einer Beziehung stellen.

Mel: Ich hab Dich gebraucht. Du hast mich gebraucht. Wir haben uns gefunden. Das genügt.

Nils: Das genügt eine bestimmte Zeit. Dann braucht man positive Werte.

Gravity: Für mich macht eine gute Beziehung aus, das man den Unterschied kennt, zwischen Bedürfnis und Bedürftigkeit. „Ich brauche Dich nicht um zu leben, aber das Leben ist viel schöner mit Dir!“ Wenn ich aber aus reiner Bedürftigkeit eine Beziehung eingehe, dann enden diese meist destruktiv.

Nils: Sehr gut. Man muss sich in seinem eigenen Glück (in seinem spirituellen Weg) zentrieren.

Isis: Oh du wunderbarer Yogi.

Nils: Oh du wunderbare Isis. Danke, dass du mich so sehen kannst.

Isis: Mögest du in deinem Leben die Liebe erfahren und von ihr erleuchtet werden.

Nils: Das wäre schön.

Isis: Eine erfüllte Beziehung beginnt immer bei sich selbst. Wenn du erfüllt bist, erst dann vermagst du dem Anderen auch Fülle zu schenken.

Nils: Ich arbeite daran. Bitte erzählt keinem wie mickrig ich in Wirklichkeit bin.

Luna: Ich glaube man muss den Anderen so nehmen wie er ist, mit all seinen Stärken, Schwächen und seinen Fehlern. Und dem anderen auch Freiräume geben, damit die Beziehung spannend bleibt.

Nils: Grundsätzlich sollte man/frau den Partner so annehmen wie er ist. Aber ein Mensch kann auch an sich arbeiten und sich positiv entwickeln. Das ist manchmal für eine Beziehung sehr hilfreich. Zu viele negative Eigenschaften können sehr belastend sein. Viele positive Eigenschaften beider Partner stärken die Beziehung. Freiräume sind wichtig. Und ein gemeinsamer positiver Weg ist auch wichtig.

Sole:

Eine Beziehung zwischen Mann und Frau hat den Zweck, die weibliche und männliche Energie in Harmonie zu vereinen. Ist uns das in uns selbst gelungen, haben wir kein Bedürfnis mehr im Außen eine Beziehung zu führen. Aber wir können es, wenn wir wollen.Bis dahin ist es Schwerstarbeit. Eine Beziehung dient nicht dazu, dass der Andere einen glücklich macht.

Nils: Du bist noch weiser als ich. Ich bevorzuge einen Weg, der auch etwas Spaß bringt.

Regeln für eine gute Beziehung

Silly: Jede Beziehung und Partnerschaft ist anders und ein allgemeines Rezept wird es nie geben, deswegen müssen beide Partner den eigenen richtigen Weg für sich finden!

Nils: In jeder Beziehung sollten beide Partner sehr sensibel ihren speziellen Weg einer positiven Beziehung herausfinden. Und konsequent langfristig gehen. Es gibt aber auch die Glücksforschung. Und dort wurde genau untersucht, wie eine Beziehung langfristig funktioniert. Die wichtigsten Regeln sind:

1. Ehe ist Arbeit. Es ist eine falsche Aufassung, dass man sich zuhause völlig gehen lassen kann. Es bedarf einiger Anstrengung, um eine Beziehung gelingen zu lassen.

2. Arbeite aber auch nicht zu sehr. Sei auch in deiner Beziehung du selbst. Lebe auch dich selbst und deine Bedürfnisse, so dass du dich in dir wohl fühlst.

3. Vermeide zu viel Kritik. Äußer Kritik sachlich, sensibel und im richtigen Moment. Sanft formuliert kann ein Mensch meistens Kritik annehmen. Die Grundregel für jede Beziehung lautet mindestens 2/3 Lob und höchstens 1/3 Kritik.

4. Vermeide es, deinem Partner zu häufig seine Wünsche abzuschlagen. Sage ja, so oft es vertretbar ist.

5. Löse Konflikte konstruktiv. Klärt sachlich die genaue Situation. Überlegt euch verschiedene Lösungswege. Findet den guten gemeinsamen Weg.

6. Verbringe regelmäßig eine bestimmte Zeit mit Tätigkeiten, die dir und deinem Partner Freude machen. Zum Beispiel Sex, Essengehen, Reisen, Ausflüge, ein gemeinsames Hobby.

7. Erfreue deinen Partner regelmäßig mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Zum Beispiel Blumen, kleine Geschenke und Zärtlichkeiten. Sage ihm, dass du ihn liebst. Nimmt euch in den Arm. Erfreut euch mit positven Sätzen und Gesten.

8. Vermeide Dinge, die dein Partner nicht mag. Arbeite an deinen eigenen negativen Eigenschaften.

9. Grenze dich ausreichend gegen negatives Verhalten deines Partners ab (zum Beispiel gegen Wutanfälle, Verstöße gegen positive Lebensgrundsätze). Belohne nicht negative Verhaltensweisen, indem du darauf eingehst. Verhalte dich neutral oder sage in angemessener Form: „Nein“.

10. Eine gute Beziehung beruht auf Teamwork. Seid ein gutes Team. Ein gutes Team hat ein gemeinsames Ziel. Es kennt seinen Siegerweg. Es bestärkt sich durch positive Rituale (Sätze).

11. Geht sanft miteinander um. Geht euch aus dem Weg, wenn ihr aggressiv seid. Kommt erst einmal für euch selbst zum Frieden, ehe ihr miteinander kommuniziert. Seid im Zweifel eher sanftmütig als aggressiv. Liebe wächst auf der Basis von Gewaltlosigkeit, Weisheit und Sanftmut.

12. Macht einander Komplimente. Männer lieben Bewunderung. Frauen lieben Gesten der Zärtlichkeit.

13. Seid aufrichtig zueinander. Lebt in der Wahrheit. Die Wahrheit ist die Basis jeder guten Beziehung.

14. Verankert eure Beziehung in einem höheren positiven Prinzip. Findet einen zu euch passenden Namen für dieses höhere Prinzip. Nennt es Glück, Liebe, Wahrheit oder Spiritualität. Verbindet euch regelmäßig und insbesondere vor allen schönen und allen schwierigen Situationen mit eurem höheren Prinzip. Lebt im Zentrum eurer Beziehung aus eurem höheren Prinzip heraus.

15. Liebe bedeutet Geduld zu haben. Liebe bedeutet vergeben zu können. Liebe bedeutet sich entschuldigen zu können. Verzeiht einander eure Fehler. Nehmt euch so an wie ihr seid.

16. Hört niemals auf, alle Wesen glücklich zu wünschen. Wer das Glück aller Wesen wünscht, wächst selbst ins Glück. Das ist die höchste spirituelle Weisheit.

Ein positives System bilden

Doro: Manchmal weiß ich nicht mehr, was ich brauche. Ich weiß nur eins, das ANDERE (einen Mann) auch….

Nils:

Du brauchst nur Gott. Du brauchst nur die Erleuchtung. Du brauchst nur das innere Glück. Gott allein genügt (Teresa von Avila). Alles andere ist ein Holzweg. Wenn du dein Glück von einem Partner abhängig machst, verläufst du dich auf dem Weg des inneren Glücks. Eine Partnerschaft kann dir auf dem Weg des inneren Glücks helfen, aber deine Erleuchtung musst du selbst in dir verwirklichen. Wenn du eine Partnerschaft hast, lebe sie so, dass sie dir auf dem Weg der Erleuchtung hilft. Wenn du keinen Partner hast, nutze die Gelegenheit um schnell spirituell zu wachsen.

Mel: Eine Beziehung kann nicht nur auf den „Schmetterlingen im Bauch“, was den Anfang einer Beziehung besonders attraktiv macht, gehalten werden. Und will man nicht von Partner zu Partner wandern, weil ja das Verliebtsein nicht anhält, dann sollten sich beide Partner bemühen aus dem wunderschönen Verliebtsein eine noch wunderbarere tiefe Liebesbeziehung zu machen. Der spirituelle Weg eignet sich dazu besonders gut.

Nils: Das hast du schön geschrieben. Perle: Nils, Kommunikationsfähigkeit reicht nicht, wenn dein Gegenstück nicht auf der selben Entwicklungsstufe ist wie du. Menschlich, sexuell, geistig, spirituell. Klaffen da Welten auseinander, wirds nix werden mit der Beziehung. Du kannst auch nur was mit einer Partnerin anfangen, die ähnlich weit spirituell entwickelt ist wie du.

Nils:

Ich habe verschiedene Seiten in mir. Ich kann deshalb auch mit verschiedenen Menschen kommunizieren. Ich hatte sehr unterschiedliche Partnerinnen. Bei manchen lag der Schwerpunkt eher auf dem Sexuellen, dem Geistigen, dem Spirituellen oder dem Menschlichen. Wenn zwei Partner sich zu ähnlich sind, ist es langweilig. Wenn zwei Menschen zu unterschiedlich sind, kann es am Anfang sehr spannend und am Ende sehr schwierig sein. Insofern gibt es schon Menschen, die gut zueinander passen.

Wichtig ist es aus meiner Sicht, dass zwei Menschen ein positives System bilden. Sie sollten sich gegenseitig stärken, aufbauen, voranbringen. Sie sollten sich nicht gegenseitig unglücklich machen, krank machen, zerstören. Wie ein positives System entsteht, ist sehr individuell.

Wenn ich persönlich gut in der Spiritualität und in meinem eigenen Glück verankert bin, kann ich mit vielen Menschen ein positives System bilden.

Ami:

Wenn es in einer Liebesbeziehung Stress gibt, liegt es nicht per se an der Beziehung, sondern oft auch daran, dass der Partner mich an alten Schmerz (aus früheren Beziehungen, aus der Kindheit, aus früheren Leben) erinnert. Je mehr sich Menschen lieben, desto dynamischer ist normalerweise die Beziehung und mit „dynamisch“ meine ich nicht Streit und Aggression. Die flammen auf, wenn nicht konstruktiv mit den Gefühlen umgegangen wird und die Partner nicht an ihren Lebensthemen arbeiten wollen. Es lohnt sich einmal über psychologische Übertragungen nachzulesen, dann versteht man schnell, warum die meisten Probleme in der Liebesbeziehung auftauchen.

Aus spiritueller Sicht kann sich ein Mensch nur verwirklichen und glücklich seinen Lebensweg gehen, wenn er/sie in einer Liebesbeziehung lebt, in der beide einander wie Gott und Göttin sind (Nils: beide ruhen als Buddhas in sich selbst und stärken sich als Karma-Yogis gegenseitig auf dem Weg ins Licht).

Isis:

Jeder sollte ganz bei sich bleiben und gleichzeitig mit dem anderen (allem anderen) verbunden sein.

Nils:

Auf dem Weg des Hatha-Yoga bleibt man in der Ruhe und damit immer ganz bei sich. Auf dem Weg der umfassenden Liebe öffnet man sein Herzchakra und wird eins mit allen Wesen.

Beziehungshimmel und Beziehungshölle ——————————————————————————————————

KleinerEngel: Ich habe zwei lange Beziehungen hinter mir, die von Verlustangst geprägt waren. Ich habe mich verbogen und verstellt, um zu gefallen. Ich habe mich verloren und bin dabei fast vor die Hunde gegangen.

Vor vier Wochen habe ich einen tollen jungen Mann kennengelernt. Das erste Mal in meinem Leben wollte mich jemand ständig sehen, all seine Zeit mit mir verbringen. Anstatt mich zu freuen, war es mir sofort zu eng. Tja, und gestern bin ich gegangen.

Ich ging einfach, schloß die Tür. Dann wartete ich auf das Gefühl der Erleichterung, doch es kam nicht. Heute früh wachte ich auf mit dem Gedanken an ihn – DU HAST EINEN FEHLER GEMACHT! Und jetzt sitze ich da, weiß mal wieder überhaupt nicht was falsch und was richtig ist.

Nils: In der

Beziehungshölleleben die Menschen aus demEgoismus und dem Haben-Wollenheraus. Sie leben eher aus dem Nehmen als aus dem Geben heraus. Sie gehen Beziehungen ein, um etwas von dem Partner zu bekommen. Sie wollen Sicherheit, Kontakt, Genuss und Anerkennung. Im Laufe der Zeit artet ihre Beziehung immer mehr in Machtkämpfe aus. Beide versuchen so viel wie möglich zu bekommen und machen sich dadurch gegenseitig immer unglücklicher.

Im

Beziehungshimmelleben die Menschen aus derLiebe und dem Gebenheraus. Sie sind in sich selbst glücklich. Beziehungen gehen die Menschen dort ein, um ein Glücksteam zu bilden. Ein Glücksteam arbeitet für das Glück der Welt. Es hat eine soziale oder spirituelle Aufgabe.

Beide Partner helfen sich gegenseitig materiell, emotional und spirituell. Sie unterstützen sich gegenseitig auf dem Weg des inneren Glücks. In ihrer Beziehung steht das innere Glück (die Spiritualität) und nicht das äußere Glück im Mittelpunkt. Sie bauen ihre Beziehung auf den Werten Wahrheit, Treue, Liebe und Frieden auf.

Im idealen Glücksteam gelangen beide Partner zur Selbstverwirklichung. Dann leben beide Partner im Licht (Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit). Sie ruhen in der Einheit des Kosmos (in Gott) und arbeiten als Karma-Yogis für eine glückliche Welt. Nach ihrem Tod gelangen beide ins Paradies, in eine glückliche Welt im Jenseits. Von dort aus helfen sie ewig allen ihren Kindern und Kindeskindern.

Im Buddhismus gibt es das Bild von der Hölle, in der Menschen an reich gedeckten Tischen einander gegenüber sitzen. Sie können nichts essen, weil die Löffel länger sind als ihre Arme. Sie können den Löffel deshalb nicht zum Mund führen.

Im buddhistischen Himmel haben die Menschen ebenfalls lange Löffel. Sie füttern sich damit aber gegenseitig, und alle werden satt. Im Himmel leben die Mensche den Grundsatz der Liebe.

In der Hölle kommen die Menschen gar nicht auf die Idee, dass es den Weg des Gebens gibt. In der Hölle suchen die Menschen das Glück am falschen Ort. Sie sehen noch nicht einmal den gedeckten Tisch.

Der gedeckte Tisch im Kosmos ist das innere Glück. Wer weder den Weg des inneren Glücks noch den Grundsatz des Gebens für seine Beziehung kennt, kann langfristig nie satt an Glück werden.Er kann nie langfristig eine glückliche Beziehung führen. Er wird nie wirklich mit sich und der Welt zufrieden sein. Er wird nie zum tiefen inneren Frieden und zum tiefen inneren Glück finden.

In einer spirituellen Beziehung sorgen wir als erstes gut für uns selbst. Wir sorgen dafür, dass unser inneres Glück langfristig wächst. Wir achten auf genügend Erholung, auf genug Zeit für uns selbst und machen jeden Tag ausreichend unsere spirituellen Übungen (Yoga, Lesen, Gehen, Meditation).Wir leben das kleine Geben. Wir geben nur so viel, wie wir Energie übrig haben. Wenn wir dann eines Tages ein Buddha (eine selbstverwirklichte Seele) sind und viel Glück in uns haben, dann können wir primär das Geben leben.

Die glückliche Beziehung

Kleiner Wolf: Ich habe viele Jahre allein gelebt und eigentlich nur gelegentlich eine Affäre gehabt. Liebe und Sex in einer Frau vereint hat mir Angst gemacht. Jetzt jedoch habe ich meine wirkliche Liebe getroffen. Ich lerne, was es heißt, wirklich glücklich zu sein.

Liebe und Sexualität aus einer Hand ist eine Magie, welche mit jedem Tag schöner und stärker wird.Ich freue mich auf jede Minute, jeden Augenblick, jeden neuen Tag mit meiner Traumfrau an meiner Seite und auf alles, was da noch kommen mag. Zusammen sind wir schon durch schwere Prüfungen gegangen, welche uns aber immer mehr aneinander gebunden haben.Ich stelle fest, dass ich mich menschlich verändere, was mir auch gesundheitlich gut tut und mein Leben sehr viel leichter macht.

Mel: Am glücklichsten wird die Beziehung von zwei Glücklichen.

Nils: Deshalb lesen wir heute, wie zwei Glückliche ihre Beziehung gestalten.

Ondrea ist eine Krankenschwester. Stephen ist ein Schriftsteller und Meditationslehrer.Sein Meister ist Neem Karoli Baba, der große indische Heilige aus der Hippiezeit. Ondrea und Stephen leben abgeschieden in einem Waldgebiet im Südwesten der USA. Sie haben drei Kinder, die inzwischen erwachsen sind und ihre eigenen Wege gehen.

Sie verstehen ihren Weg als ein undogmatisches Experiment. Sie probieren aus, was ihnen gut tut und wie sie gemeinsam am besten spirituell wachsen. Sie nennen ihren Weg den

Yoga der Partnerschaft. Am Anfang ihres Lebens in der Zurückgezogenheit haben sie viel meditiert. Doch dann entwickelte sich ihr Weg langsam von einem intensiven Meditationskurs zu einemBeziehungsretreat. Ihre Beziehung wurde zum Hauptmotor ihrer spirituellen Entwicklung.

Jeder hatte seine eigene spirituelle Praxis. Aber die meiste Zeit verbrachten sie gemeinsam. Es gab Zeiten, wo sie nicht im Einklang miteinander waren. Mit Liebe und Achtsamkeit haben sie diese Zeiten bewältigt.Eine Menge Schmerz, der in den Tiefen ihres Unterbewusstseins schlummerte, kam an die Oberfläche und wurde geheilt. Die subtilen Leiden unzähliger Lebensjahre tauchten auf und wurden aufgelöst.

Die Levines fanden für sich den Begriff Tandem-Weg.

Beide stiegen den großen Berg der Erleuchtung hoch, jeder auf seinem eigenen Weg. Aber zwischen ihnen hing locker ein Seil. Wenn einer zu stürzen drohte, gab ihm der andere Halt.Sehr wichtig war für sie der Grundsatz der Treue: „Wir befinden uns nun auf einer Stufe, wo die Monogamie eine unverzichtbare Voraussetzung für das weitere Aufsteigen geworden ist. Wir betreten den Weg in das gemeinsame Herz.“

Jahr für Jahr wuchsen sie weiter auf dem Weg des inneren Glücks. In ihrem Buch beschreiben sie es so:

„Unsere Praxis geht über in ein schlichtes Ruhen im Sein. Wir werden eins mit der Landschaft um uns herum. Von der Liebe des Partners gelangen wir zur umfassenden Liebe. Die Heilung wird unermesslich. Die Furcht wird zu furchtloser Achtsamkeit. Die Freude wird zu einem ganz alltäglichen Zustand. Die Lotusblüte erhebt sich aus den dunklen Wassern.“

Ondrea war an Krebs erkrankt. Auf ihrem spirituellen Weg wurde den Levines bewusst, welche großen Möglichkeiten der

Heilungaus einer achtsamen und warmherzigen Sexualität entstehen können: „Nur wenige Menschen erkennen, wie machtvoll eineLiebesbeziehung als Medium gemeinsamer Heilungsein kann – sowohl im körperlichen, als auch im emotionalen und im spirituellen Sinne.“

Der Weg der Heilung bestand darin, die spirituelle Energie gemeinsam in die Bereiche zu strahlen, die der Heilung bedurften.

Sie konzentrierten sich während der Sexualität jeweils auf die Bereiche, wo sie Verspannungen und Blockaden spürten. Irgendwann lösten sich die Verspannungen dann auf, die Energie begann zu fließen, und der Körper konnte sich von selbst heilen.

Im Moment geht es ihnen gesundheitlich gut.

Stephen wird aber langsam alt und gebrechlich. Das stört einen Erleuchteten nicht wirklich, weil er letztlich glücklich in einer höheren Dimension ruht.

Mögen wir alle glücklich durch schwierige Phasen im Alter hindurchkommen. Spirituelle Übungen sind dabei eine große Hilfe. Wer in der großen Liebe lebt, wird durch die große Liebe beschützt.

Inneres Glück ist tägliche Arbeit ————————————————

Michael:

Glück in einer Beziehung heißt für mich: täglich was dafür zu tun.

Spesi: Ich bin glücklich in einer Beziehung, wenn ich so angenommen werde wie ich bin, wenn ich mich geliebt und verstanden fühle. Und genau das Gleiche auch meinem Partner vermitteln kann. Liebe Grüße, ich muss wieder zum Herd!!

Andrea: Lieber Nils, da muss ich Michael zustimmen. Eine glückliche Beziehung ist tägliche Arbeit . Nichts was einem geschenkt wird.

Raya: Eine glückliche Beziehung zeichnet sich für mich persönlich dadurch aus, dass man auch in den nicht so schönen Tagen, grade

an den Herausforderungen des täglichen Lebens wächst und miteinander das Beste daraus macht…. oder wenigstens versucht. Ich lebe in einer glücklichen Beziehung…. und dafür bin ichdankbar.

Susa: Wenn ich täglich dran arbeiten muss, um Glück in der Beziehung zu haben, dann ist es für mich Arbeit und kein Glück !!

Spesi: Sicher muss man in einer Beziehung (und somit an einer Beziehung) arbeiten…aber für mich ist Glück etwas, dass ich geschenkt bekomme. Kann man Glück erarbeiten?

Schlumpf: Da kann ich mich den meisten Vorrednern nur anschließen: Wie eine Pflanze will eine Beziehung gepflegt sein . Für mich ist gegenseitiger Respekt wichtig.

Abendschein: Glücklich sein in mir selbst ist wichtig, denn wenn ich in mir glücklich bin, dann ist es der Andere auch. Reden ist Silber und manchmal ist Schweigen Gold, je nachdem.

Sila:

jeder ist seines glückes (gold)schmied.

Nomadin: Was mich in einer Beziehung konkret glücklich macht, kommt auf mein entsprechendes Bedürfnis an. Unterschiedliche Menschen können mich unterschiedlich glücklich machen. Grundlegend benötige ich dafür eine vertrauensvolle Atmosphäre, einen angemessenen Umgang mit meiner Persönlichkeit, hingebungsvolle Zärtlichkeit/Sexualität und Lebensfreude.

Gottesliebe: Hallo meine Lieben! Glück in einer Beziehung ist eine harte Arbeit . Die Vorausstzungen sind: Absolute Treue geistig und materiell, Respekt für den Partner, Verständnis, Vertrauen und Liebe .

Abendschein: Wer das leben kann, der werfe den ersten Stein.

Zu mir gehört auch die Traurigkeit, denn (fast) alles im Leben hat zwei Seiten.

Nils: Das ist richtig.

Erleuchtung besteht aus Leere und Fülle gleichzeitig. Der Weg zur Erleuchtung führt meistens durch das Annehmen von Leid, durch die Trauer, durch die Nichtswerdung des Egos. Ein Single wird ein Nichts durch die Ruhe und das Alleinesein. Ein Paar verliert sein Ego durch das in jedem Leben normalerweise ausreichend vorhandene Leid. Auch in einer glücklichen Beziehung wächst man/frau meistens durch das Leid ins Licht. Und etwas durch die Freude.

Ein vollendeter Buddha blickt einen oft glücklich mit traurigen Augen an.

Das Leid ist ein notwendiger Bestandteil des materiellen Kosmos. Ein Buddha verdrängt es nicht, sondern integriert es in seine Persönlichkeit. Er lebt in der Trauer (Leere), im Glück (Fülle) und in der umfassenden Liebe (Geben) gleichzeitig.So übersteigen wir auch in einer Beziehung die materielle Ebene und gelangen in die Dimension des dauerhaften Lebens im Licht (im Sein-Einheitsbewusstsein-Glückseligkeit).

Wie lebt ihr die Spiritualität in euren Beziehungen?

Jesus in der Bergpredigt: „Niemand kann zwei Herren dienen. Ihr könnt nicht dem inneren Glück (Gott, der Erleuchtung, der spirituellen Selbstverwirklichung) dienen und zugleich dem äußeren Glück (Geld, Beziehungen, Konsum). Sammelt euch eure Schätze im Himmel und nicht auf der Erde. Worauf ihr euch konzentriert, dort ist euer Herz. Trachtet als erstes nach dem Reich Gottes und alles andere Glück wird euch zufallen.“

Nils: Meine Interpretation: Ein Mensch sollte im Schwerpunkt spirituell leben. Das ist leichter als Single als in einer Beziehung. Aber auch in einer Beziehungmuss es getan werden, damit das Leben insgesamt gelingt. Es gibt

das Sakrament der Ehe. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Beziehung letztlich dem Ziel dient, dass beide dadurch ins Licht wachsen.Die Beziehung sollte also ein Erleuchtungsweg für beide sein. Die Beziehung sollte aus Gott (der Spiritualität, dem Weg des inneren Glücks) heraus gelebt werden.

Lina: Spiritualität ist für mich etwas, was sich nicht nur in schönen Vorstellungen, sondern auch im Alltag abspielt. Mein Partner zeigt mir Stellen auf, an denen ich noch „unreif“ bin und mich – der Liebe wegen – entwickeln mag.

Nils: Grundsätzlich sind nach Swami Shivananda für den Weg der Erleuchtung drei Dinge wichtig: Ruhe (in der Ruhe leben), umfassende Liebe und das spirituelle Üben (Yoga, Meditation).

Die umfassende Liebe kann man am besten am konkreten Objekt (Partner, Kinder, Mitmenschen) üben.Viel Ruhe hat man am ehesten als abgeschiedener Yogi.

Schlumpf: Moin Nils, mit deinem letzten Beitrag berührst du einen Punkt, der mich auch beschäftigt.

Es ist für mich nicht einfach, die Spiritualität in einer Beziehung zu leben. Deinen Vorschlag, die Beziehung in einem höheren positiven Prinzip zu verankern finde ich gut –diesen werde ich dieses Wochenende mal aufgreifen .Jedenfalls besuchen wir zur Zeit gemeinsam einen buddhistischen Kurs und tauschen uns darüber aus. Das ist ja schon mal ein Anfang.

Manchmal denke ich: Wau, was für eine Chance ist das einsame Yogileben für dich, Nils. Welch‘ schöne Ruhe… Ich selbst tanze auf 4 Hochzeiten. Zum einen unsere Beziehung. Dann die Spiritualität. Mein Beruf fordert mich auch. Und ebenso mein Hobby.

Nils:

Alleine als Yogi zu leben ist eine große Chance, aber es ist nach meiner Erfahrung auch sehr schwierig. Es ist schwer die viele Ruhe, Abgeschiedenheit und Einsamkeit zu ertragen.Ich habe lieber in meiner Beziehungszeit auf vier Hochzeiten gleichzeitig getanzt (Rechtsanwaltsberuf, Beziehung, Kind, Politik als Hobby), als mich den ganzen Tag als Yogi im Nichtstun (Sein) zu üben. Ich liebe es mehr mich jeden Tag auszupowern und meine Energien zu erschöpfen, als den spirituellen Druck aus Ruhe, Trauer und ständigen Egokrisen auszuhalten.

Es heißt: Je besser die Eigenschaften innerer Frieden, umfassende Liebe, Weisheit und Selbstdisziplin entwickelt sind, um so eher wird man ein erfolgreicher Yogi. Wenn ich bei mir ehrlich hinsehe, habe ich kaum positive Eigenschaften. Aber ich behaupte: „Mit der Gnade der erleuchteten Meister können auch kleine Yogis erfolgreich sein.“ Darauf gründe ich letztlich mein Vertrauen.

Partnerschaften als Weg des inneren Wachstums —————————————————————————-

Lina: Partnerschaften müssen keine Anhaftungswege sein. Wenn dabei die Liebe wächst, fallen manche Klettenarme automatisch ab.

Nils:

In einer Partnerschaft hat man wie im Leben allgemein ständig die Wahl zwischen innerem Wachstum und innerem Schrumpfen. Die Liebe zum Partner kann ein Weg der Beziehungssucht sein. Sie kann die Anhaftung an den Partner vergrößern und die Sucht nach äußerem Glück verstärken. Eine Beziehung kann aber auch ein Weg des intensiven spirituellen Trainings sein.Man kann in einer Beziehung spirituell wachsen oder spirituell fallen. Deshalb ist es wichtig, eine Beziehung im Schwerpunkt aus einem höheren Prinzip heraus zu leben.

Wu Wei: Das mit den Anhaftungswegen (in denen man sich nur allzu schnell selbst verliert) … Wie hast du das Problem gelöst?

Lina: Ich habe einfach nur getan, was anlag. Und immer öfter mal hingefühlt.

Emma: Lieber Nils, ich konnte weder die christlichen noch die buddhistischen Lehren 1:1 für mich übernehmen. Ich bin dankbar, daß ich in ihnen Ansätze für meinen eigenen Lebensweg gefunden habe.

Meiner Meinung nach können wir auch in einer Partnerschaft zur „Erleuchtung“ kommen (ohne 24 Stunden Meditation täglich), wenn wir genau hinschauen, was der Partner uns spiegelt und durch das Annehmen der Gegebenheiten.

Manche Beziehungen fühlten sich eng an für mich, dass war so als würde ich meine Füsse absägen müssen um in ein zu kleines Bett zu passen – in manchen Beziehungen fühlte ich mich lange Zeit sehr warm.

Es waren immer die „richtigen“ Partner für mich, durch sie habe ich erfahren was ich möchte und was ich nicht möchte, was gut für mich ist und was nicht.Ich bewege mich in luftigen Höhen und wandere durch tiefe Täler – alleine und auch wenn ich in einer Beziehung bin. Ich brauche solange ich hier auf der Erde bin beides.

Wenn Du es wirklich willst, wirst Du eine Lebensform finden, die Dir alle Freiheiten zum gemeinsamen oder einsamen spirituellen Üben läßt. Wie Du schon geschrieben hast : „Wenn beide Partner sich beständig in den Eigenschaften Weisheit, Liebe , Frieden, Kraft und innerem Glück üben, wächst die Beziehung ins Licht.“ Herzlichst Emma

Wikipedia: Liebesbeziehung ——————————————

Die Liebesbeziehung zweier oder mehrerer Menschen bedeutet umfassende gegenseitige Akzeptanz und erotische Anziehung und beginnt oft mit Verliebtheit.Wenn es sich nicht um platonische Liebe handelt, schließt sie auch Sexualität ein.Dauerhafte Liebesbeziehungen nennt man Partnerschaften.Zu einer kürzeren, von vornherein nicht auf Dauer angelegten Liebesbeziehung sagt man auch Liebesaffäre.

Im Mittelalter wurden sexuelle Bedürfnisse oft freizügig ausgelebt, wie zahlreiche bildliche Darstellungen offen zeigen. Die Kirche vertrat dagegen die Lehre, dass geschlechtliche Beziehungen allein der Fortpflanzung dienen sollen, und erklärte 1215 im Vierten Laterankonzil die Ehe zum

Sakrament. Zur Zeit der Aufklärung entwickelte sich eine Festlegung der Rollen von Mann und Frau. Dabei kam dem Mann an erster Stelle die Rolle des Berufsmenschen und der Frau die der fürsorgenden Hausfrau und Mutter zu.

Die „Liebesheirat“ ist eine Idee, die unter dem Einfluss der Romantik um 1800 zum Ideal des Bürgertums wurde. Vorher war die stetige Paarbeziehung, die in aller Regel als Ehe geführt wurde, in allen Schichten eine Zweckgemeinschaft (Vernunftehe). Die Liebesehe hat zu Problemen innerhalb der Ehe geführt, denn nie zuvor in der Geschichte ist versucht worden, leidenschaftliche Gefühle und eine rechtliche Institution zu verbinden. Der neue Anspruch an das eheliche Leben führt nicht selten zu Enttäuschungen. Im 20. Jahrhundert sind die Rollenmuster des 19. verstärkt aufgebrochen worden. Insbesondere seit den 1970er Jahren werden Ehe, Familie und Liebesbeziehungenin vielfältigen neuen Formen gelebt.

Beziehungsmeditation

1. Glückliche Welt = Wir visualisieren unter uns die Erdkugel, reiben den Erdboden und senden der ganzen Welt Licht. Wir denken: „Möge es eine glückliche Welt geben. Mögen alle Wesen glücklich sein.“

2. Licht = Wir senden unserem Partner Licht und hüllen ihn in Licht ein: „Om … (Name des Partners). Ich wünsche, dass du glücklich wirst.“ Wir stellen uns vor, dass unser Partner uns mit seiner Hand berührt und zu uns sagt: „Ich mag dich.“

3. Verschmelzen = Wir umarmen geistig unseren Partner. Wir verschmelzen mit ihm zu einer Energie. Wir werden zu einer Person. Wir denken das Mantra: „Wir sind eins.“ Wir spüren Liebe, Zärtlichkeit und Verschmelzung. Zum Schluss lösen wir den Partner ganz in uns auf. Er wird zu einem Teil unserer eigenen Seele. Wir lösen alle Anhaftungen durch vollständige Integration auf.

4. Kosmos = Wir visualisieren um uns den Kosmos voller Sterne. Wir machen große Kreise mit den Armen und denken: „Ich sehe den Kosmos voller Sterne.“ Wir lassen unser kleines Ich los, indem wir uns auf die Ganzheit des Kosmos konzentrieren. Wir erheben uns von der Ebene der Dualität in die Ebene der Einheit. Wir sind Teil der Natur und haben unseren Eigenwillen aufgegeben.

5. Meister-Yoga = Wir visualisieren über uns im Himmel unseren erleuchteten Meister (Buddha, Jesus, Shiva …) und denken: „Om alle erleuchteten Meister. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg.“ Wir leben uns und unsere Beziehung aus dem täglichen Meister-Yoga und der Gottüberlassenheit heraus.

6. Gedankenstopp = Wir stoppen eine Minute alle Gedanken und bewegen dabei unsere Zehen. Dann entspannen wir uns.

7. Zurückkommen = Wir gehen positiv durch unser Leben. In einer Beziehung mit einem anderen Menschen oder mit uns selbst. Egal. Hauptsache im Glück der Erleuchtung und in der Liebe zu allen Wesen. Ruhe, Üben (Yoga, Lesen, Meditation, positives Denken) und umfassende Liebe sind der große Weg. Mögen wir alle dauerhaft im Licht und in der Liebe leben.

Meditation auf das Beziehungsbild

Ich habe festgestellt, dass das Bild einige Geheimnisse in sich birgt.Das weibliche Wesen neben mir ist die Yogafrau. Die dazugehörige Geschichte könnt ihr in Yoga, Sex und Rock´n´Roll nachlesen. Ein intensiver Beziehungstanz über zehn Jahre. Und fünf Jahre haben wir danach gebraucht, um uns wirklich loslassen zu können. Was sie jetzt macht, weiß ich nicht. Ich sehe sie und unsere Beziehung als einen wichtigen Teil meines Lebens an. Insofern ist es kein Bild aus der Vergangenheit, sondern ein Bild aus der Gegenwart.

Shakti und Shiva trafen sich in einem Yogakurs. Es funkte sofort. Shakti verliebte sich in die starke Energie von Shiva. Und Shiva spürte eine intensive Energiestrahlung aus Liebe und sexuellem Verlangen. Shiva besuchte Shakti in ihrer Wohnung. Und sie fielen sofort übereinander her. Beide harmonierten gut miteinander. Sie passten gut zusammen. Ein Traummann hatte seine Traumfrau gefunden. Und umgekehrt. Drei Jahre waren sie sehr verliebt.

Es war der Inbegriff einer glücklichen Beziehung.

Dann trat der Effekt der Gewöhnung ein. Sie gewöhnten sich aneinander, an ihre Beziehung und an den regelmäßigen guten Sex.

Sie mochten sich nicht missen, aber sie lebten wieder auf ihrem normalen persönlichen Glücksniveau. Sie lernten, dass das Glück vorwiegend aus einem selbst und nicht aus den äußeren Umständen kommt. Sie empfanden ihre Beziehung als selbstverständlich und sich als altes Ehepaar.

Nach etwa fünf Jahren gab es einige äußere Krisen. Es traten ungünstige Umstände auf, die die Beziehung erheblich belasteten. Eine gute Beziehung wächst an Problemen. Aber Shiva und Shakti waren energetisch so gegenpolig, dass sie zwar guten Sex miteinander haben konnten. Aber das Reden und das Problemelösen war schwierig. Unter dem Druck der Probleme begannen sie zu streiten und vorwiegend das Negative im Gegenüber zu sehen. Sie wuchsen an den Problemen nicht ins Licht, weil sie Geheimnis der Erleuchtung durch Leid nicht kannten und nicht kennen wollten.

Nach zehn Jahren stellte die Yogafrau fest, dass sie Shiva nicht mehr liebte. Da sie von einer Beziehung dauerhaft einen Zustand der Verliebtheit erwartete und nicht bereit war an den Problemen ins Licht zu wachsen, trennte sie sich von Shiva. Shiva akzeptierte das. Sein Weg war offensichtlich der ständige Wechsel von Sex und Meditation, von Beziehungen und einsamem Yogileben. Er bewältigte alle Krisen mit seinen spirituellen Übungen und wuchs so immer weiter ins Licht. Er folgte dem großen Weg aus Ruhe (meditierender Shiva), Üben (tanzender Shiva) und Geben (segnender Shiva). So wurden alle Wesen zu seiner Shakti (energetischen Gegenüber).

Das ist die Hintergrundgeschichte. Jetzt kommen wir zur Meditation.

Ich habe festgestellt, dass ich immer wieder anders auf das Bild meditiert habe. Es kamen immer wieder andere Energien aus dem Bild heraus.Zuerst sah ich vorwiegend die Yogafrau und war traurig, dass sie mich verlassen hatte. Dann dachte ich daran, dass wir eine schöne Zeit zusammen hatten. Dann identifizierten sich viele Leserinnen mit der Yogafrau und viele Leser mit Shiva. Plötzlich war ich durch das Bild mit den Leserinnen und Lesern verbunden.

Das Bild kreierte ein neues Beziehungssystem. Es erhobt sich zu einem

symbolischen Heilungsbild.Je nachdem mit welcher geistigen Einstellung die Betrachter das Bild ansahen, entwickelten sich die inneren Energien. Mal war Shakti ein Sexobjekt und Shiva der ruhende Buddha. Manchmal sah ich nur Shakti oder nur Shiva. Und manchmal beide. Und irgendwie entfaltete das Bild bei jeder Betrachtung eine spezielle Heilwirkung. Mal gab es mir Trauer, mal Kraft und mal Glück. Es existiert nach meinem Gefühl auch einGlückspunktim Bild, das gemeinsame Herz, das Zentrum des Energiesystems.

Probiert es aus auf das Bild zu meditieren. Welche energetischen Wirkungen entfaltet es in euch? Könnt ihr euch in Shakti, in Shiva oder in beiden sehen? Denkt dabei das Mantra: „Om Shakti. Om Shiva. Om alle erleuchteten Meister. Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“ Denkt das Mantra so lange, bis ihr energetisch gereinigt sein und im Frieden und Glück ruht.