Gibt es ein Leben nach dem Tod?

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Der beste Beweis. Das richtige Sterben. Das Jenseits. Das Mantra. Die Hoffnung.

Nils Horn, Hamburg, 2022

Sterben ist ein spannendes Abenteuer. Viele Menschen glauben nicht an ein Leben nach dem Tod. Für andere Menschen beinhaltet das Leben nach dem Tod eine große Hoffnung. Was geschieht nach dem Tod mit uns? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wie stirbt man richtig? Wie können wir unser Sterben zu einem Aufstieg ins Licht machen? Was ist der aktuelle Stand der Wissenschaft? 

Der Tod meiner Mutter

Der Tod meiner Ex-Freundin

Mein verstorbener Vater erschien mir im Traum

Können wir ins Jenseits blicken? (Film von Arte)

Der BICS-Wettbewerb 2021

Beweisführung von Jeffrey Mishlove

Beweisführung von Pim van Lommel

Beweisführung von Dr. Leo Ruickbie

Der beste Beweis

Jeffrey Long

ARD-Sendung zur Nahtodforschung

SWR-Diskussionsrunde

Bestatter Eric sucht nach Antworten

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Die Nahtodforschung

Interview mit Amit Goswami

Bernard Jakoby

Das tibetische Totenbuch

Das ägyptische Totenbuch

Der Meister des Karma

Reinkarnationsbericht des Autors

Das spirituelle Ziel (Moksha, Nirvana, Paradies)

Die EREAMS-Studie

Wie ist es im Jenseits?

Erde, Zwischenwelt und Lichtwelt

Das Paradies im Jenseits

Paradiesberichte im Yoga

Wege ins Paradies

Gibt es im Jenseits eine Hölle?

Astralreisen

Wie überzeugt man einen Skeptiker?

Was passiert beim Sterben?

Ist alles vorherbestimmt?

Was kann man beim Tod tun?

Das richtige Sterben

Das Mantra beim Sterben

Eine Glücks-Meditation beim Sterben

Meditation auf den Herrn des Todes

Paradies Meditation

Zitate

Dankbarkeit

Literatur

Der Tod meiner Mutter

Vor fünf Jahren ist meine Mutter gestorben. Sie ist 93 Jahre alt geworden. Bis zum Alter von 90 Jahren hat sie in ihrem Haus in Hamburg-Hummelsbüttel gelebt. Sie hatte ein gutes Leben. Zwar hat sie ihre Jugend in der Zeit des Zweiten Weltkrieges verbracht. Aber danach hat sie meinen Vater kennengelernt. Sie führten 36 Jahre eine gute Ehe. Sie sind viel gereist, feierten viele Feste und hatten viele Freunde. Sie hatten zwei Kinder, meine Schwester und mich. 

Dann starb mein Vater. Das war für meine Mutter ein schwerer Schock. In der Zeit fand sie zum spirituellen Weg. Die spirituellen Bücher gab ihr Trost. Ihr Leben blieb aber nach einer Zeit der Trauer trotzdem glücklich. Sie hatte viele Freundinnen, mit denen sie sich regelmäßig traf und die ihr Leben bereicherten. Sie genoss es auch sehr, eine gute Großmutter für meinen Sohn zu sein. 

Als sie achtzig Jahre alt war, starben nach und nach alle ihre Freundinnen. Sie blieb alleine zurück und hatte mit 90 nicht mehr viel Lust auf ihr Leben. Selbst ihre Bücher erfüllten sie nicht mehr. Dann wurde sie dement und verbrachte ihre drei letzten Lebensjahre im Altersheim.

Im Altersheim ging es ihr insofern gut, als sie dort wieder viel Kontakt zu anderen Menschen hatte. Allerdings baute sie körperlich immer mehr ab, bis sie zum Schluss nur noch im Bett lag. Die Zeit des Todes nahte. Sie wünschte sich zu sterben, weil das Leben fast nur noch leidvoll für sie war. 

Sie verweigerte das Essen und sollte künstlich ernährt werden, obwohl sie in einer Patientenverfügung das ausgeschlossen hatte. Das Altersheim wollte sich nicht daran halten. Aber ich setzte mich durch, damit der Willen meiner Mutter respektiert wurde. Sie bekam dann nur noch eine künstliche Flüssigkeitszufuhr. 

Sie trat ins Koma und lag zwei Wochen bewusstlos im Koma. Ich wurde ins Altersheim gerufen, weil meine Mutter zu sterbe begann. Das war für mich ein schwerer Moment. Es galt meine Mutter loszulassen und den Tod zu akzeptieren. Ich war sehr traurig und saß alleine mit ihr in ihrem Zimmer im Altenheim. Sie lag schwer atmend im Bett. Ihr Mund war halbgeöffnet. 

Ich fragte mich, was ich jetzt tun sollte. Ich begann zu meditieren. Da merkte ich plötzlich, dass sich mein Bewusstsein mit dem Bewusstsein meiner Mutter verband. Ich konnte auf eine geistige Art mit ihr kommunizieren. Ich nutzte die Möglichkeit, um ihr zu erklären, dass das Leben nach dem Tod weitergeht.

Meine Mutter war atheistisch geprägt und glaubte trotz ihrer spirituellen Phase nach dem Tod meines Vaters nicht an ein Leben nach dem Tod. Jetzt ergab sich für mich die Möglichkeit, ihr das Weiterleben ihres Bewusstseins nach dem Tod des Körpers zu beweisen. 

Ich erklärte ihr, dass ihr Körper im Koma lag, ihr Bewusstsein trotzdem wach war und wir geistig kommunizieren konnte. Das konnte sie selbst klar erkennen. Das Bewusstsein war also vom Körper unabhängig. Und wenn es trotz des Komas möglich war, geistig bewusst zu bleiben und alle äußeren Dinge wahrzunehmen, dann würde es wahrscheinlich auch nach dem Tod des Körpers diese Möglichkeit geben.

Darauf weist auch die aktuelle Forschung zum Tod hin. Die Nahtodforschung kennt viele Fälle, wo das Bewusstsein der Menschen den Körper verlassen und ins Jenseits reisen konnte. Dagegen könnte man einwenden, dass diese Menschen noch nicht wirklich tot sind. Aber es gibt auch die Nachtodforschung. Viele Menschen nehmen nach dem Tod Kontakt mit ihren Verwandten auf. Sie erfahren so nachprüfbare Dinge, die sie vorher nicht wussten. Zum Beispiel erschien der Sohn meiner Tante ihr im Traum, als er im Zweiten Weltkrieg an der Front in Russland starb. Erst Monate danach las meine Tante im Feldpostbrief vom Todeszeitraum, den sie aber schon vorher im Traum gesehen hatte. Solche Fälle gibt es sehr viele. Sie lassen sich nur durch ein Weiterleben des Bewusstseins nach dem Tod erklären. 

Man könnte zwar auch behaupten, dass meine Tante übersinnliche Kräfte besessen hätte. Aber dann gibt es zumindest übersinnliche Kräfte. Und viele Menschen mit übersinnlichen Kräften können geistig ins Jenseits reisen, dort mit verstorbenen Menschen kommunizieren und auch ihre früheren Leben sehen. Und auch so wieder nachprüfbare Fakten erfahren, die kein Mensch vorher kannte. So ist es mir auch mit meinen früheren Leben ergangen. Ich habe durch Träume und Visionen mit verstorbenen erleuchteten Meistern kommuniziert. Mir wurde auch geistig der Tod einer Frau mitgeteilt, deren realen Todeszeitpunkt ich erst später erfuhr. 

Mit diesen Tatsachen kommt die derzeitige Wissenschaft nicht klar. Sie lassen sich nicht materialistisch erklären. Es gibt deshalb einen immer größeren Bereich in der Wissenschaft, der diese Dinge erforscht und zu erstaunlichen Erkenntnissen gekommen ist. Das Weiterleben des Bewusstseins nach dem Tod wird auch wissenschaftlich immer wahrscheinlicher. 

Meiner Mutter genügte jedenfalls die Erfahrung, dass ich mich mit ihr unterhalten konnte, als sie im Koma lag. Das überzeugte sie von einem Weiterleben nach dem Tod. Und dann geschah das Wunder. Ich verband mich mit meinen erleuchteten Meistern (Buddha Amitabha) und sang eine Stunde an ihrem Sterbebett spirituelle Mantras. Plötzlich trat eine unermessliche Glücksenergie in meine Mutter und mich ein. Im Koma formte ihr Mund ein glückseliges Lächeln. Ich selbst spürte ein derart starkes Glück, Liebe und Frieden in mir, dass alle Trauer über den beginnenden Tod meiner Mutter verschwand. Und meine Mutter starb im Zustand der Glückseligkeit, wie es sich alle spirituellen Menschen wünschen. 

Auch nach ihrem Tod konnte ich mit meiner Mutter kommunizieren. Sie erschien mir im Traum und erklärte mir, dass sie jetzt im Licht ist. Sie gab mir den Beweis, dass es glückselige Bereiche im Jenseits gibt. Ein Sterbemantra zu kennen, ist ein unermessliches Geschenk. Wir können für uns selbst dieses Mantra denken oder es auch für andere Menschen sprechen. Der spirituelle Weg ist eine große Gnade für alle Menschen. Mögen alle Menschen ein glückliches Leben haben und nach ihrem Tod in die glücklichen Bereiche gelangen. 

 Der Tod meiner Ex-Freundin

Vor einiger Zeit ist meine frühere Freundin Martina gestorben. Sie war noch relativ jung, aber sie hat zu viel geraucht und dadurch Krebs bekommen. Im heiligen Wald bei mir habe ich ein symbolisches Grab für sie mit einem Holzstock, einer Kerze und ihrem Bild gebaut. Dort kann ich gut um sie trauern. Seit drei Monaten war ich nicht mehr dort. Das Bild war vom Wind verweht worden. Spaziergänger hatten es aufgesammelt und wieder am Grab befestigt. Sie hatten erkannt, dass hier eine schöne junge Frau sehr frühzeitig aus dem Leben gegangen ist. Es hat mich sehr berührt, dass die fremden Spaziergänger das Grab geehrt haben.  

Martina hatte einen schweren Tod, obwohl sie extra in ein Sterbehospiz gegangen ist. Vier Wochen vor ihrem Tod habe ich mit ihr telefoniert. Sie erklärte mir, dass sie so große Schmerzen und so wenig Kraft hätte, dass sie nicht mehr telefonieren wolle. Das habe ich akzeptiert. Obwohl ein Hospiz eigentlich das Sterben erleichtern sollte, hat Martina offensichtlich nicht genug Schmerzmittel bekommen. Ihr letzter Satz war: „Ich leide so.“ 

Ich hatte gehofft, dass ihr spiritueller Meister ihr einen leichten Tod beschehren würde. Aber vermutlich war das Leid beim Sterben Teil ihres spirituellen Weges. Auch am Leid kann man wachsen, weil es einen zwingt bestimmte Chakren zu aktivieren. Das hilft beim spiritiuellen Aufstieg nach dem Tod. Als ich meine Mutter einige Zeit vor ihrem Tod im Krankenhaus besucht habe, übertrug sich mir dort eine geheimnisvolle Energie. Ich war plötzlich auf mein Wurzelchakra und bestimmte Energiepunkte unter mir konzentriert. Alle Angst und alle Schmerzempfindlichkeit verschwanden. Man hätte mir das Bein abschneiden können. Es hätte mich nicht gestört. Diese Energie hätte ich Martina auch gewünscht. Vielleicht hat sie diese Stufe der Meditation ja auch nach unserem letzten Telefonat erreicht. 

Wie sie genau gestorben ist, weiß ich nicht. Aber vier Wochen nach unserem Telefongespräch hatte ich plötzlich den starken inneren Impuls Martina wieder anzurufen. Das Hospiz stellte mich zu ihrem Pfleger durch. Dort wurde mir mitgeteilt, dass Martina gerade gestorben ist. Das habe ich offensichtlich über die große Entfernung gespürt. Martina lebte in Karlsruhe und ich in Hamburg. 

Wenn ein Mensch gerade gestorben ist, ist sein Bewusstsein noch formbar. Es ergibt sich die große Möglichkeit ihm durch ein Mantra, ein Gebet oder eine Meditation beim Aufstieg ins Licht zu helfen. Diese Möglichkeit wurde mir durch meine innere Stimme gegeben. Ich nutzte die große Chance und sang sofort ein Mantra für Martina. Ich praktizierte eine großes Sterberitual, dessen Abschluss ihr kleines Grabmal in meinem heiligen Wald war. 

Als ich wieder zuhause war und ein Bild Martinas betrachtete, spürte ich plötzlich, dass wir eins waren. Unser Bewusstsein hatte sich verbunden. Wir trafen uns in einem erleuchteten Einheitsbewusstsein. Da wusste ich, dass meine Gebete von Erfolg gekrönt und Martina im Licht angekommen war. Viele Jahre nach diesem Ereignis war ich noch immer in einer großen Liebe mit Martina verbunden.  

Der Tod Martinas machte mir sehr deutlich, dass die Zeit des Lebens begrenzt ist. Wir sollten uns dieser Begrenztheit bewusst sein und unser Leben gut nutzen. Es gibt zwei große Wege zu einem glücklichen Leben. Man kann an seinem eigenen inneren Glück arbeiten oder sich für eine glückliche Welt engagieren. Beides macht uns glücklich. Meine Meister sagen: „Nutze deine Lebenszeit. Verschwende keine Minute deines Lebens. Die Zeit ist ein kostbares Geschenk.“ 

Mein verstorbener Vater erschien mir im Traum

 Für mich begann der spirituelle Weg mit einer erstaunlichen Begebenheit. Mein Vater starb im Alter von 79 Jahren nach einem glücklichen Leben beim Joggen an einem Herzinfarkt. Er war sofort tot. Kurz nach seinem Tod erschien er mir im Traum und fragte mich: „Brauchst du noch etwas?“ Ich antwortete, dass mir noch ein Übungsweg fehle, mit dem ich schnell innere Kraft aufbauen könne. Als ich aufwachte, ging ich intuitiv in eine Buchhandlung, betrachtete die Regale und sah plötzlich ein Buch über Yoga. Ich wusste sofort, dass dieses Buch den im Traum versprochenen Übungsweg enthielt.  

Ein halbes Jahr lang praktizierte ich jeden Tag eine halbe Stunde die dort angegebene Art des Yoga. Es handelte sich um bestimmte Körperhaltungen verbunden mit Atemtechniken, Visualisierungen und Mantras. Dann erwachte die spirituelle Energie in mir. Ich konnte plötzlich die spirituelle Energie spüren. Nach einem halben Jahr Yoga konnte ich die Energien, die Gefühle und die Gedanken in mir und bei anderen Menschen spüren. Das war sehr hilfreich für meinen spirituellen Weg. Ich konnte meine inneren Chakren und Energiekanäle spüren und wußte jetzt, wie ich Energieblockaden am besten auflöse und ins innere Glück komme. Es war auch hilfreich für meine spätere Arbeit als Yogalehrer. Ich konnte in meinen Gruppen innerlich spüren, was die Menschen energetisch brauchten, welche körperlichen und welchen geistigen Übungen für sie gut waren. Ich konnte meine Gruppen durch mein Energiegespür lenken.  

Der Tod meines Vaters hat mich psychisch sehr getroffen. Ein halbes Jahr konnte ich keine Lebensfreude mehr empfinden. Mein Herzchakra war verschlossen. Mein Vater war der große Halt in meinem Leben gewesen. In meiner Kindheit gab es eine große Liebe zwischen meinem Vater und mir. Als Jugendlicher habe ich diese Liebe dann verloren und mich oft mit meinem Vater gestritten. Bei seinem Tod aber erkannte ich, dass diese große Liebe im Unterbewusstsein immer noch vorhanden war. Plötzlich fehlte eine wichtige Person in meinem Leben. 

Ich versuchte meine Lebensfreude wieder zu gewinnen. Ich machte viele spirituelle Übungen. Aber nichts funktionierte wirklich. Aber nach einem halben Jahr erschien mir plötzlich der Todesvogel im Traum. Im Traum ging ich einsam an einem langen weißen Strand am Meer entlang. Da kam der Todesvogel geflogen. Ich empfand eine unermessliche Trauer. In dieser Trauer wachte auf. Und nachdem ich die Trauer ausreichend gelebt hatte, öffnete sich auch wieder mein Herzchakra. 

Es gibt eine weitere Geschichte von mir und meinem Vater. Mein Vater war in seinem Leben ein Atheist gewesen, der den Sinn im Genuss des Lebens sah. Er hatte viel gearbeitet, viel Geld verdient, ein Haus gebaut, war mit meiner Mutter viel gereist und hatte oft rauschende Feste mit seinen vielen Freunden gefeiert. Er aß gerne, lachte gerne und sang gerne. Mit der Spiritualität konnte er sich nicht anfreunden, obwohl meine Mutter und er sich durch einen anthroposophischen Freund auch etwas mit der Spiritualität befassten. 

Mein Vater hielt mich für einen Versager und Nichtsnutz, weil ich nicht so viel arbeitete wie er, nicht so viel Geld verdiente wie er und mich mit aus seiner Sicht sinnlosen spirituellen Dingen wie Meditation und innerer Arbeit beschäftigte. Unsere Wege waren dadurch weit auseinander gegangen. Aber nach seinem Tod erschien er mir ein zweites Mal im Traum und erklärte mir aufgeregt, dass mein Weg richtig sei und er sich geirrt habe. 

Das hatte große Auswirkungen in einem dritten Traum, in dem ich das Jenseits bereiste und nach der Astralwelt zum Paradies gelangte. Mein Vater begleitete mich auf dieser Reise. Er führte mich bis zum Eingang vom Paradies, der glückseligen Lichtwelt im Jenseits. Weiter konnte er persönlich nicht gehen. Langfristig wird ihn aber auch meine spirituelle Energie erreichen. Es heißt, dass durch einen spirituellen Menschen letztlich auch alle mit ihm verbunden Ahnen, Freunde und Verwandte gerettet werden. Als ich mir dessen bewusst wurde, habe ich allen meinen Ahnen und insbesondere meinem Vater Licht und Liebe gesandt. 

Können wir ins Jenseits blicken? (Film von Arte)

Film von Arte auf YouTube: Können wir ins Jenseits blicken? 17.06.2022, 683.579 Aufrufe. 3407 Kommentare 

Können wir ins Jenseits blicken? | 42 – Die Antwort auf fast alles | ARTE – YouTube

Kritik: Können wir ins Jenseits blicken? Nah-Tod-Pseudowissenschaft von Jens Dreier auf Arte – YouTube

Warum Nahtoderfahrungen nicht im Gehirn entstehen | Biologe Dr. Michael Nahm – YouTube

Arte: „Wartet im Jenseits das Paradies auf uns? Menschen, die eine Nahtoderfahrung machten, sind davon überzeugt, einen Blick über den Jordan geworfen zu haben. Doch Mediziner haben da ihre Zweifel: Viele dieser Erfahrungen lassen sich wissenschaftlich erklären. Was stimmt nun: Sind Nahtoderfahrungen also authentische Berichte aus dem Jenseits oder ein Hirngespinst?

Ein helles Licht am Ende eines Tunnels, ein Kurzfilm des eigenen Lebens und unbeschreibliche Glücksgefühle – so beschreibt der Hirnforscher Gerhard Roth seine Nahtoderfahrung. Damit ist er nicht allein: Solche Erlebnisse machen Tausende Menschen jedes Jahr. Was steckt also dahinter? Wissenschaftler beschäftigen sich intensiv damit, die Mechanismen einer solchen Erfahrung zu ergründen und herauszufinden, ob diese Menschen wirklich ins Jenseits geblickt haben. Während die meisten Betroffenen davon überzeugt sind, erklären Forscher die meisten Nahtoderfahrungen mit neurologischen Prozessen im Gehirn.

Doch eine Frage bleibt: Warum haben wir überhaupt solche Erlebnisse? Eine ganz neue Studie stellt erstmals eine mögliche Erklärung dafür vor: Demnach könnte die Evolution dafür sorgen, dass wir den Moment des Sterbens als möglichst angenehm erleben. Deshalb sei das Gehirn darauf programmiert, Opioide auszuschütten oder alte, längst vergessene Erinnerungen auszugraben, wenn es aufs Ende zugeht. Der Neurologe Jens Dreier von der Charité Berlin spricht deshalb von einem „Algorithmus Sterben“.“

Dazu einige Kommentare:

 keks krümel:  Der Bericht ist sehr einseitig…

 Mer Ismvor: Ich liebe eure Dokus, aber hier habt ihr ein bisschen Partei ergriffen für die Variante, dass es kein Jenseits gibt.

 Massavor: Liebes Arte-Team: habt ihr die Berichte von Robert Bigelow und seinem Institute for Consciousness Studies mit in die Bewertung mit hinein gezogen? Zum Beispiel den von Pim van Lommel M.D.? Besten Gruß.

 Mr. Night: Grauenhaft…Am schlimmsten dann das Schlussfazit 22:44 : „Offenbar gibt es für beinahe jede Nahtoderfahrung eine diesseitige Erklärung“ – um noch mal schön es den Leuten in den Kopf zu setzen, dass es so sei. Aber das ist wiederum einfach falsch auf HÖCHSTER Stufe. …Warum nur diese eine Wissenschaftlerin. Bzw. warum nicht auch jemanden, der eine andere Meinung vertritt – und besonders auch mal ein Gegenargument einwirft. Stattdessen wird hier das Märchen vom Wissen erzählt – wie so oft in der „Wissenschaft“.

 Virtuoskommunizieren Eine Nahtoderfahrung rein physiologisch/pathologisch zu betrachten, während man die Sinntiefe der Erfahrenen weglässt, beschneidet das Phänomen um etwas sehr Wesentliches.

 Lotter Lotta: Raus aus dem Körper, ins Zimmer nebenan und nach der „Rückkehr“ genau schildern können, was im Zimmer nebenan gesprochen wurde. Wie erklärt sich das? Oder dass ein von Geburt an Blinder nach seinem Nahtoderlebnis den OP-Saal haargenau beschreiben kann? Würde mich interessieren, welche Erklärungen die Wissenschaft dafür parat hält.

 He-Man: Wurden nicht auch schon NTEs erlebt während keine Hirnaktivität messbar war? Erinnere mich an Patienten die von außerkörperlichen Erfahrungen in diesem Zeitraum berichteten.

 Cali: Schade dass ihr die NTE ausgelassen habt, die ein gehirnbasiertes Bewusstsein ausschließen. Es werden verifizierbare Erlebnisse berichtet, die z.B. während eines Komas aufgetreten sind.

 Claus Speer: Im Vordergrund sollten die Phänomene in Nahtoderfahrungen stehen, die nach dem bisherigen Weltbild nicht erklärbar oder gar unmöglich erscheinen. Wie kann jemand aus der Zeit mit einer Nulllinie im EEG wörtlich eine Unterhaltung wiedergeben oder detailreich einen Vorgang beschreiben der ganz woanders stattgefunden hat? Wir kann jemand hochspezifisches Wissen aus der Zeit im Koma mitbringen, die er vor der Nahtoderfahrung gar nicht hatte und auch nicht haben konnte? Stattdessen werden in dem Beitrag aus der Fülle der Phänomene, die in Nahtoderfahrungen vorkommen, nur diejenigen herausgepickt die man eventuell konservativ erklären könnte.

 Isabella Mösel: Und wie erklären Sie dann wenn Menschen über Dinge berichten die sie unmöglich wissen konnten oder plötzlich eine andere Sprache sprechen die sie nie gelernt haben ? Tja auf das wird hier leider nicht eingegangen.

Nils: Die Argumente für ein Leben nach dem Tod hätten in der Arte Sendung berücksichtigt werden müssen. Sie wurden im Wesentlichen 2021 vom Bigelow Institut veröffentlicht. Dort stellten die wichtigsten heutigen Befürworter ihre Argumente dar. Damit wurde die Debatte über das Weiterleben des Bewusstseins nach dem Tod neu eröffnet. Bei einem öffentlich-rechtlichen Sender hätte ich mir eine ausgewogene Darstellung der verschiedenen Argumente gewünscht, so dass sich jeder Zuschauer selbst seine Meinung bilden kann. Aus meiner Sicht ist das Weiterleben des Bewusstseins nach dem Tod wissenschaftlich ausreichend bewiesen. Alle Argumente der materialistisch argumentierenden Wissenschaftler wurden widerlegt. Selbst die ARD-Sendung zur Nahtodforschung (2003, Dimension Psi) kommt zu dem Ergebnis: „Kritiker der Nahtodforschung tun sich schwer, einen plausiblen Grund für dieses Phänomen zu finden.

Das Gute an dem Film ist, dass er die Diskussion über ein Leben nach dem Tod neu entfacht. Außerdem stellt er gut die säkulare Position dar. Nicht so gut an diesem Film ist, dass er die Argumente der Befürworter des Lebens nach dem Tod verschweigt. Mir fallen auf den ersten Blick drei entscheidende Argumente ein. Erstens ist es materialistisch nicht erklärbar, dass man die Situation von oben sieht, wenn das Bewusstsein aus dem Körper austritt. Pam Reynolds lag im Koma. Ihre Augen waren verbunden und ihre Ohren verstöpselt. Und trotzdem konnte sie die Gespräche der Ärzte bei der Operation hören und von oben sehen, wie die Operation ablief. Und nach ihrer Wiederbelebung alles genau berichten. Zweitens wird in dem Film behauptet, dass noch kein wirklich Gestorbener etwas berichten konnte. Das stimmt natürlich so nicht. Es gibt neuerdings eine umfangreiche Nachtodforschung. Sehr viele Menschen erscheinen nach ihrem Tod ihren Verwandten und berichten von ihrem Tod. Sie erfahren so den Tod aus einer höheren Dimension, obwohl sie oft materiell noch nichts davon wissen konnte. Ich persönlich erfuhr so den Tod einer Bekannten, obwohl er mir real erst zwei Wochen später mitgeteilt wurde. Und derartige Fälle gibt es sehr viele. Drittens sind noch die vielfach dokumentierten Rückführungen zu erwähnen. Menschen wurden von einen Rückführungstherapeuten in ein früheres Leben zurückgeführt und berichteten viele Details aus ihrem früheren Leben. Dann reisten sie mit Zeugen zu dem Ort ihres früheren Lebens. Durch Archive und Besichtigungen wurden dann die Aussagen bestätigt. Des Weiteren gibt es viele spirituelle Menschen, die ihre Körper verlassen und ins Jenseits reisen können. Sie berichten genau, wie es im Jenseits aussieht und wie man in die guten Bereiche kommt und die schlechten Bereiche vermeidet. Die besonderen Fähigkeiten von erleuchteten Meistern werden in dem Film nicht erwähnt. Es wird nur gesagt, dass man es ja nach dem Tod erfährt, ob es ein Jenseits gibt. Aber dann ist es zu spät. Man bestimmt durch sein jetziges Leben, wohin man nach dem Tod gelangt.

Der BICS-Wettbewerb 2021

Aus Essay-Wettbewerb: 1 Mio. Dollar Preisgeld für Beweise für ein Leben nach dem Tod (grenzwissenschaft-aktuell.de)

„Der Milliardär und Raumfahrunternehmer Robert Bigelow hat insgesamt eine Million Dollar Preisgeld für die besten Beweise für ein Leben nach dem Tod in Form eines Essays ausgelobt. Wie das Institut auf seiner Webseite berichtet, handelt es sich um einen Essay-Wettbewerb, dessen erster Preis mit 500.000 US-Dollar dotiert ist. Teilnehmen können Bewerber weltweit.

Wir suchen nach harten Beweisen, „die über einen vernünftigen Zweifel hinausgehen“, die uns über Religion oder Philosophie hinausführen und ein Wissen liefern, das in die Öffentlichkeit gebracht werden kann und dessen Auswirkungen auf das menschliche Bewusstsein und die menschliche Kultur vereinheitlichen könnten.“

Aus https://www.bigelowinstitute.org/contest_winners3.php

„Wenn die Leser die drei wichtigsten Essays von Dr. Jeffrey Mishlove, Dr. Pim van Lommel und Dr. Leo Ruickbie studieren, wird sich zeigen, dass es eine Vielzahl von Ansätzen gibt, die den Fall für das Überleben des menschlichen Bewusstseins nach dem körperlichen Tod zweifelsfrei beweisen. Aufgrund der sehr großen Anzahl exzellenter Aufsätze, die BICS erhielt (204), verbrachten die Juroren über vier Monate sehr intensiver Arbeit damit, ihre Entscheidungen akribisch zu bewerten, zu beraten, zu argumentieren und schließlich zu treffen.“

Platz 1: Dr. Jeffrey Mishlove

Platz 2: Dr. Pim van Lommel

Platz 3: Dr. Leo Ruickbie

Beweisführung von Jeffrey Mishlove

Zitate Jeffrey Mishlove: „Es war ein friedlicher Tod. Mein Großonkel Harry Schwam verstarb am 26. März 1972. Er starb in Sheboygan, Wisconsin, im Alter von 84 Jahren. Er war ein religiöser Mann, der einen kleinen Lebensmittelladen an der Ecke betrieb. Nachdem er am frühen Sonntagmorgen den Gottesdienst besucht hatte, kam er nach Hause, setzte sich in seinen Lieblingssessel und verstarb. In Kalifornien war es zwei Stunden früher, um 7.30 Uhr. Ich schlief noch – und wurde von dem überraschendsten, lebhaftesten und stärksten Traum meines Lebens gefangen genommen und absorbiert. Onkel Harry erschien und sprach zu mir über mein Leben, wobei er persönliche Themen auf eine Weise ansprach, die mich bis ins Innerste traf.

Ich kann nicht behaupten, dass ich Harry zu Lebzeiten gut gekannt habe. Er war über fünfzig Jahre älter als ich. Ich war 25 Jahre alt. Doch in diesem Traum, der realer zu sein schien als die wache Realität, teilten wir eine Seelenverwandtschaft, die sich jeder Beschreibung entzieht. Ich wachte auf und weinte, weinte Freudentränen und sang gleichzeitig ein hebräisches Lied, Avinu Malkeinu, das normalerweise nur bei den heiligsten jüdischen Festen gesungen wird. Etwas zutiefst Schönes und Transformatives hatte mich berührt. Weder vorher noch nachher habe ich einen Traum gehabt, der einen so intensiven, erhabenen Gefühlszustand verkörperte.

Ich schrieb sofort nach Hause und fragte nach Onkel Harry und erwähnte, dass ich an diesem Morgen von ihm geträumt hatte. Zwei Tage später, sobald sie meinen Brief erhalten hatte, rief meine Mutter an und teilte mir die Nachricht von seinem Tod mit. Ihre Stimme war voller Rührung, als sie mich fragte: „Woher wusstest du das? Das war, als er starb.“

Es gibt nur eine vernünftige Erklärung für dieses Ereignis, das erdbebenartigste und unvergesslichste in meinem jungen Leben. Onkel Harry besuchte mich tatsächlich in einem Traum, als er starb. Außersinnliche Wahrnehmung allein kann die überwältigend starken Gefühle, die mit seiner Anwesenheit verbunden waren, nicht erklären. Onkel Harrys Besuch überzeugte mich ohne jeden Zweifel davon, dass die Seele existiert und den Tod des physischen Körpers überlebt.

Ich bat meine Mutter um einen Gegenstand von ihm, der mich an ihn erinnern sollte. Innerhalb einer Woche erhielt ich ein Buch mit einem Zettel, auf dem stand, es sei Onkel Harrys Lieblingsbuch gewesen. Zu meiner Überraschung handelte es sich um ein Buch mit mystischen Lehrgeschichten über Rabbi Israel Baal Shem Tov, den Wundertäter des 18. Jahrhunderts, der die jüdische chassidische Tradition begründet hatte. So erfuhr ich, dass Onkel Harry im Herzen ein Mystiker war. Als er starb, hatte er mir einen kurzen, aber unvergesslichen Vorgeschmack auf eine andere Realität gegeben.

Aus dieser unauslöschlichen Erfahrung lernte ich, dass das postmortale Überleben Teil der langen Geschichte der inneren, mystischen Erforschung der Menschheit ist. Huston Smith, der Autor von The World’s Religions, nannte die Philosophie, die hinter dieser Erkundung steht, die ursprüngliche Tradition. Huston Smith behauptete, dass die Religionen aller Zeiten und Kulturen ein gemeinsames Verständnis haben. Ein solches verbindendes Konzept ist die Seele. Während die heutige Wissenschaft die Notwendigkeit eines solchen Konzepts gerne leugnen würde, stellt Smith fest, dass weder die Seele noch die spirituelle Realität, die sie impliziert, verschwinden wird. Sie umgibt uns – auch wenn sie für unsere Instrumente unsichtbar ist und nicht gemessen werden kann.

Ich versuchte, meine Erfahrungen mit Onkel Harry mit den Dozenten der Universität von Kalifornien zu besprechen, wo ich an der Fakultät für Kriminologie mit dem Schwerpunkt klinische Psychologie studierte. Ich geriet in eine völlige Sackgasse. Im Grunde genommen hatte sich niemand, mit dem ich an der Universität sprach, Gedanken über das postmortale Überleben gemacht. Also beschloss ich, mein eigener Experte zu werden. Innerhalb eines Jahres verließ ich das Kriminologie-Programm mit einem Master-Abschluss. Ich nutzte die Regeln der Graduate Division und schuf in Berkeley einen individuellen, interdisziplinären Promotionsstudiengang auf einem Gebiet, das für Aufsehen sorgte: Parapsychologie.

Ich hatte das Glück, Professoren aus mehreren Abteilungen des weit verzweigten Universitätssystems zu finden, die mich unterstützen wollten. Im Jahr 1980 erhielt ich das – leider bis heute – einzige Doktordiplom in Parapsychologie, das jemals von einer anerkannten amerikanischen Universität verliehen wurde. Mein beruflicher Wechsel von der Kriminologie zur Parapsychologie war radikal. Eine Erfahrung , die nur wenige Minuten dauerte, war der Auslöser für diesen Übergang, der zu einem festen Bestandteil meines Lebens wurde.

Solche außergewöhnlichen Transformationen sind nicht ungewöhnlich. Sie begleiten viele Kommunikationen nach dem Tod. William James, der Vater der amerikanischen Psychologie, bemerkte, dass man nur eine einzige weiße Krähe hervorbringen muss, um die Hypothese „Alle Krähen sind schwarz“ zu widerlegen. Onkel Harrys Traumbesuch war meine weiße Krähe. Für mich hat sie die Nullhypothese widerlegt, dass es kein postmortales Überleben gibt. 

Seit 1972, als Onkel Harry zum Zeitpunkt seines Todes in einem Traum zu mir kam, habe ich mein Berufsleben mit der Erforschung der Parapsychologie und ihrer Auswirkungen auf unser Verständnis von postmortales Überleben und Bewusstsein verbracht. Mit meinem soliden theoretischen und praktischen Wissen auf diesem Gebiet habe ich im Laufe der Jahrzehnte die Möglichkeit gehabt, durch Interviews beharrliche Nachforschungen anzustellen und habe Videogespräche mit Experten und Erlebnisträgern geführt, die fünfunddreißig Jahre zurückreichen. 

Als einsamer Empfänger des einzigen Doktordiploms in Parapsychologie, das jemals in den den Vereinigten Staaten verliehen wurde, weiß ich viel über den überwältigenden Widerstand in der akademischen Welt und anderswo gegen die Vorstellung von übersinnlichen Funktionieren unter den Lebenden. Dieser Widerstand ist viel stärker, wenn es um die Kommunikation mit den Verstorbenen. Daher sehe ich den Weg diese Sackgasse zu durchbrechen, darin, die Axiome zu übrprüen, auf die sich die Menschen stützen, wenn sie die gesammelten Beweise ablehnen. 

Die Wissenschaft muss noch zeigen, dass das Bewusstsein ein Produkt der neurologischen Funktion ist. Die reine Logik begünstigt metaphysischen Idealismus als Erklärungsmodell der Realität, wie Max Planck, der Begründer der Quantenmechanik, ausdrücklich gesagt hat. 

Dieser Aufsatz beruht auf dem Pfeilbündel-Prinzip, dass der beste Beweis für das postmortale Überleben das große Gesamtbild ist: neun verschiedene Richtungen von Beweisen, die alle auf postmortales Bewusstsein hindeuten. Diese Beweise sind massiv und konsistent. Daher gibt es keine vernünftige Alternative zu die Schlussfolgerung, dass das menschliche Bewusstsein den permanenten körperlichen Tod überleben kann. Dies ist keine überraschende Schlussfolgerung. Das Leben nach dem Tod ist in jeder Kultur und in jeder historischen historischen Periode bekannt. 

Erfahrungen und Kommunikationen nach dem Tod sind viel häufiger, als wir normalerweise realisieren. Der soziale Druck unterdrückt immer noch die Daten. Eine öffentliche Diskussion über das postmortale Überleben ist immer noch relativ selten. Der Grund dafür ist, dass wir Angst vor unserer eigenen Übernatur haben: Denn das ist es, was wir wirklich sind. Das ist es, wozu wir fähig sind. Wir verstecken uns vor unserer eigenen tiefsten Identität, wenn wir postulieren, dass das Bewusstsein mit dem Tod des Körpers ausgelöscht wird – was zu einer großen Lücke in unserer Fähigkeit zur Selbsterkenntnis führt.

Jenseits des Gehirns Das Überleben des menschlichen Bewusstseins nach dem endgültigen körperlichen Tod. Jeffrey Mishlove 2021 (https://www.bigelowinstitute.org/docs/1st.pdf)

Beweisführung von Pim van Lommel

Pim van Lommel, MD

Abteilung für Kardiologie, Rijnstate Hospital, Arnheim, Niederlande

„Seit der Veröffentlichung mehrerer Studien über NTE bei Überlebenden eines Herzstillstands mit auffallend ähnlichen Ergebnissen und Schlussfolgerungen, kann das Phänomen der Nahtoderfahrung wissenschaftlich nicht mehr ignoriert werden. Die NTE scheint eine authentische Erfahrung zu sein, die nicht einfach auf Einbildung, Todesangst, Halluzination, Psychose, Drogenkonsum oder Sauerstoffmangel zurückgeführt werden kann.

Die allgemeine Schlussfolgerung der wissenschaftlichen Forschung über NTE ist in der Tat, dass unser Bewusstsein nicht auf unser Gehirn beschränkt ist. Unser Bewusstsein scheint nicht lokal zu sein, und unser Gehirn erleichtert die Erfahrung dieses Bewusstseins eher, als dass es sie erzeugt. Es liegt auf der Hand, dass diese Erkenntnisse wichtig sind für unsere Konzepte von Leben und Tod, weil die Schlussfolgerung fast unvermeidlich ist, dass zum Zeitpunkt des physischen Todes das Bewusstsein weiterhin in einer anderen Sphäre erlebt wird, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umfasst.

Der Tod ist nur das Ende unserer Körperlichkeit. Ohne einen Körper können wir immer noch bewusste Erfahrungen machen, wir sind immer noch bewusste Wesen. In diesem Artikel werden Beispiele angeführt von Erfahrungen mit nichtlokalem Bewusstsein jenseits des Gehirns, zum Beispiel während einer Zeit, in der das Gehirn entweder nicht oder nur schlecht funktioniert. Andere Erfahrungen mit nichtlokalem Bewusstseins werden ebenfalls erwähnt, einschließlich des Kontakts mit dem Bewusstsein von verstorbenen Angehörigen. All diese Erkenntnisse machen das Konzept der Kontinuität des Bewusstseins sehr wahrscheinlich. Ausgehend von diesen Ideen scheint es offensichtlich, dass der Tod, wie die Geburt, ein bloßer Übergang von einem Bewusstseinszustand in einen anderen sein kann….

Für mich begann alles mit Neugierde. Das Phänomen der Nahtoderfahrungen wirft mehrere grundlegende Fragen auf. Eine NTE ist ein besonderer Bewusstseinszustand, der während eines drohenden oder tatsächlichen Todes oder manchmal auch ohne offensichtlichen Grund eintritt. Aber wie und warum kommt es zu einer NTE? Wie kommt der Inhalt einer NTE zustande? Warum verändert sich das Leben eines Menschen nach einer Nahtoderfahrung so radikal? Einige der Antworten auf diese Fragen konnte ich nicht akzeptieren, weil sie mir unvollständig, falsch oder unbegründet erschienen.

Es hat sich gezeigt, dass die meisten Menschen nach einer Nahtoderfahrung jegliche Angst vor dem Tod verlieren.
Für mich persönlich war diese Erfahrung entscheidend, um mich davon zu überzeugen, dass das Bewusstsein über das Grab hinaus fortbesteht. Der Tod erwies sich nicht als Tod, sondern als eine andere Form des Lebens.

Wenn ich Vorträge über die Kontinuität des Bewusstseins nach dem physischen Tod halte, werde ich oft gefragt, ob das Bewusstsein in einem neuen Körper zurückkehren kann. Der Glaube an die Reinkarnation oder die Seelenwanderung ist in der Geschichte und in vielen Kulturen und Religionen verbreitet. Heutzutage sind weniger Menschen offen für diese Möglichkeit. Die wissenschaftlichen Studien zur Reinkarnation haben jedoch im Allgemeinen ergeben, dass kleine Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren spontan beginnen können, über Erfahrungen zu sprechen, die sie in einem früheren Leben gemacht haben, und zwar in vielen Details und meist mit intensiven Emotionen und Albträumen. Fast immer beschreibt das Kind seinen meist gewaltsamen Tod in einem früheren Leben. Es gibt viele gut untersuchte und recht überzeugende Fälle von Reinkarnation, sogar mit Muttermalen, die Verbrennungen, Messerstichen und anderen gewaltsamen Traumata entsprechen, die den Tod in einem früheren Leben verursacht haben. 

Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass Menschen, die glauben, der Tod sei das Ende von allem, was wir sind,
einschließlich unseres Bewusstseins, ihre Energie nur auf das Vorübergehende und materiellen Aspekte ihres Lebens verwenden. In ihrem Leben wird es nur um Wettbewerb gehen und darum, mehr Geld zu verdienen. In ihrer Kurzsichtigkeit werden sie vergessen, wie wir miteinander und mit der Natur verbunden sind. Um Dag Hammerskjöld (1905-1961) zu zitieren: „Unsere Vorstellungen vom Tod bestimmen, wie wir unser Leben leben“.

Oft braucht es eine Nahtoderfahrung oder eine andere Erfahrung von nichtlokalem Bewusstsein, um Menschen dazu zu bringen, über die Möglichkeit nachzudenken, Bewusstsein unabhängig vom Körper zu erfahren und zu erkennen, dass unser Bewusstsein immer da war und immer da sein wird, dass alles und jeder mit uns verbunden ist, dass unsere Gedanken und Erinnerungen ewig existieren werden und dass der Tod als solcher nicht existiert. 

Das Bewusstsein scheint unsere Essenz zu sein, und sobald wir unseren Körper und unsere physische Welt verlassen, existieren wir als reines Bewusstsein, jenseits von Zeit und Raum, und wir sind von reiner, bedingungsloser Liebe umhüllt. 

Beweisführung von Dr. Leo Ruickbie

Aus  https://www.bigelowinstitute.org/docs/3rd.pdf

Dr. Leo Ruickbie„Habe ich mich selbst überzeugt? Nachdem ich nun die „besten“ Beweise vorgelegt und die Punkte sozusagen miteinander verbunden habe, muss der Wissenschaftler die Beweise anerkennen, selbst wenn sie liebgewonnenen Theorien widersprechen. Diese Beweise führen zwangsläufig zu der Schlussfolgerung, dass unser „Geist“, das Bewusstsein, unabhängig von Raum und Zeit existiert. Eine solch kühne Behauptung wurde schon früher aufgestellt, aber dieses Mal haben wir auch gesehen, dass die moderne Physik ein Universum offenbart hat, in dem genau ein solcher Zustand existieren könnte, in dem das Bewusstsein selbst ein Quantenprozess und die Zeit eine entstehende Eigenschaft der Quantenverschränkung ist.

Sagan war ein Gründungsmitglied einer skeptischen Organisation, die sich der „Entlarvung“ von Pseudowissenschaft verschrieben hat; dennoch war Sagan immer bereit, den Weg zu gehen, den die wissenschaftlichen Beweise weisen sollten, und es ist diese Kühnheit, die es wert macht, ihm zuzuhören. Was also brachte den skeptischen Sagan zu der Überzeugung, dass die Reinkarnation sein materialistisches Weltanschauung überwinden könnte?

Der Fall von Pam Reynolds

Der Fall von Pam Reynolds (1956-2010), die 1991 im Alter von 35 Jahren wegen einer lebensbedrohlichen Erkrankung operiert wurde, ist eines der detailliertesten und am besten belegten Beispiele für das, was man gewöhnlich als Nahtoderfahrung bezeichnet.

Um eine Schwäche in der Arterienwandzu entfernen, die eine riesige, lebensbedrohliche Blase entstehen ließ, wurde der Neurochirurg Dr. Robert F. Spetzler hinzugezogen. Nachdem sie mit Narkosemitteln bewusstlos gemacht worden war, wurde sie auf etwa 20°C abgekühlt, ihr Herz hörte auf zu schlagen, ihre Lungen hörten auf zu atmen, ihr Gehirn hörte auf zu funktionieren (elektrozerebrale Stille), das Blut wurde aus ihrem Schädelinneren abgelassen. Alle ihre Lebenszeichen waren nicht mehr vorhanden. Sie war klinisch tot. Es gab keine Lebenszeichen, aber sie sah und hörte. Es gab keine Hirnaktivität, aber sie war bei Bewusstsein.

Das Geräusch, das sie dazu brachte ihren Körper zu verlassen, war das der chirurgischen Säge, die Spetzler benutzte, um ihren Schädel aufzuschneiden. Sie fand, dass die Säge wie eine elektrische Zahnbürste aussah und bemerkte eine Delle darin und die austauschbaren Klingen in einem „Steckschlüsselkasten“. Sie hatte erwartet, dass die Ärzte ihr den ganzen Kopf rasieren würden, sah aber stattdessen, dass nur ein Stück rasiert worden war.

Sie hörte eine weibliche Stimme, die über ihre Venen und Arterien sprach: „Sie sind sehr klein“. Die meisten Werkzeuge und Instrumente erkannte sie nicht, aber sie sah eine Herz-Lungen-Maschine und mochte das Beatmungsgerät nicht.

Reynolds hatte weiterhin ein sehr lebhaftes Erlebnis, bei dem sie verstorbene Verwandte traf, aber die einzigen überprüfbaren Informationen beziehen sich auf ihre Beschreibung des Operationssaals – eine Beschreibung, die sie unter den gegebenen Umständen nicht hätte machen können. Sie wurden alle bestätigt.

Es sollte nur ein Fall wie der von Pam Reynolds nötig sein, damit wir das Geist-Gehirn-Problem neu überdenken, wenn nicht sogar sofort die derzeitige orthodoxe Position aufgeben, die besagt, dass das Gehirn den Geist erzeugt. Aber es hat mehr als einen Fall gegeben. Als Moody sein bahnbrechendes Buch Life After schrieb, hatte er etwa 150 Fälle von Nahtoderfahrungen, und das war erst der Anfang.

Beweise für die Reinkarnation

Die wissenschaftliche Erforschung des Phänomens wurde von Dr. Ian Stevenson vorangetrieben. Selbst wenn man alle Kritikpunkte an Stevensons Arbeit berücksichtigt, sind seine Forschungen überwältigend überzeugend. Er verfasste etwa 300 Abhandlungen und vierzehn Bücher über Reinkarnation und sammelte über vierzig Jahre hinweg etwa 3.000 Fälle. Er bestätigte nicht nur Erinnerungen an frühere Leben, sondern indem er sie mit bekannten Fakten über diese früheren Leben abglich, fand er auch Beweise für Geburtsmale und Defekte bei reinkarnierten Menschen, die mit Verletzungen aus dem vorherigen Leben übereinstimmten (35 %). Obwohl er 1972 skeptisch war, sagte er später, dass „ich glaube, dass ein vernünftiger Mensch, wenn er wenn er will, auf der Grundlage von Beweisen an die Reinkarnation glauben kann“.

Die beiden überzeugendsten Fälle sind die von James Leininger und Ryan Hammons. James Leininger begann sich im Alter von zwei bis fünf Jahren an sein Leben als Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg zu erinnern. Zunächst zeigte er ein ungewöhnliches Interesse an Flugzeugen und einen für sein Alter ungewöhnlichen Wissensstand. Später konnte er Namen aus seinem früheren Leben nennen, die bestätigt wurden. Er war James genannt worden, hatte einen Freund namens Jack Larsen und war bei Iwo Jima abgeschossen worden – all diese Details und mehr wurden später bestätigt.

Als Ryan Hammons vier Jahre alt war, begann er sich an Details aus seinem Leben zu erinnern. Ryans Mutter kontaktierte den Forscher Dr. Jim Tucker, der fünfundfünfzig Aussagen über Ryans früheres Leben als Martin bestätigte, einschließlich der Berichtigung eines Fehlers in Martins Sterbeurkunde.

Neben den Aussagen von Menschen, die behaupten, reinkarniert zu sein, gibt es auch Bestätigungen aus anderen Bereichen der Forschung. Nach einer Nahtoderfahrung glauben etwa 70 % an die Reinkarnation, gegenüber 23 % in der allgemeinen Bevölkerung. Es geht auch um mehr als nur den Glauben, die Menschen berichten von Nahtoderfahrungen, die einen direkten Zusammenhang zur Reinkarnation haben.

Ein Nahtoderfahrener berichtete von einem Lebensrückblick, der sich auf frühere Leben erstreckte: „Mein ganzes Leben lag vor mir, Dinge, die ich getan und nicht getan habe, aber nicht nur in diesem einem Leben, sondern von allen Leben. Ich weiß mit Sicherheit, dass es Reinkarnation gibt. Mir wurden all diese Leben gezeigt und wie ich einige der Dinge, die ich in anderen Leben getan hatte, überwunden hatte.“

Die Nah-Zukunfts-Erfahrung

„Mir wurden alle Details meines Lebens gezeigt, des Lebens, das ich bereits gelebt hatte“, sagte Lisa über ihre Nahtoderfahrung und fügte hinzu: „und alles, was kommen würde, wenn ich auf die Erde zurückkäme.“ 170 Menschen, die eine Nahtoderfahrung hatten, erleben nicht nur Lebensrückblicke, sondern auch Lebensvorschauen, die ihnen ihre Zukunft zeigen, sollten sie ins Leben zurückkehren. Der Nahtodforscher Kenneth Ring hat dies ebenfalls festgestellt und nennt es den „persönlichen Flashforward“. Ring zog auch die logische Schlussfolgerung, dass sie „extrem tiefgreifende Auswirkungen auf unser Verständnis der Natur der Zeit haben.

Es gibt auch etwas Besonderes an dieser vorausgesehenen Zukunft. 1972 hatte Tracy T. eine NTE, nachdem sie nach dem Ausbruch des Ryes-Syndroms ins Koma gefallen war. Während dieser Erfahrung sah sie „die Zukunft meines Lebens, wenn ich zurückkäme“. Wie bei der Vergangenheitsbetrachtung umfasste dies nicht nur eine Vision der Ereignisse, sondern auch ihren emotionalen Inhalt und ihre Bedeutung, ja sogar ihren Lebenszweck. Das wichtigste Merkmal war jedoch die Plastizität dieser Zukunft: „Nicht, dass etwas in Stein gemeißelt wäre.“

Ring nannte dies eine „bedingte Zukunft“. Ein Beispiel dafür ist ein bemerkenswerter Fall, der von Raymond Moody dokumentiert wurde. Eine Person hatte eine außerkörperliche Erfahrung. Die seelische Qual des Wahrnehmenden, als er erkannte, dass er seiner Frau und seinem Adoptivneffen nicht mehr helfen konnte, veranlasste eine Entität (Lichtwesen), ihn entgegen den Erwartungen der Ärzte ins Leben zurückkehren zu lassen, von denen einer bemerkte: „Es geschehen noch immer Wunder“.

Der beste Beweis

„Der beste Beweis für das Fortbestehen des menschlichen Bewusstseins“ von Sharon Hewitt Rawlette (2021)

„Wir haben uns eine Vielzahl von Beweisen für das Überleben des Todes angesehen, sowohl aus der Perspektive der dritten Person und aus der Ich-Perspektive. Jedes Phänomen, das wir untersucht haben – Erscheinungen, Träume, mentale Medialität, Poltergeistphänomene, Phantomtelefonate, Synchronizität, Nahtoderfahrungen und Erinnerungen an frühere Leben – liefert einige Beweise für das Überleben, wenn man sie allein betrachtet. Aber die eigentliche Stärke der Beweise liegt in der Tatsache, dass nicht nur postmortale Bewusstseinserfahrungen äußerst häufig sind, sondern auch über ihre vielen Formen hinweg konsistente Beweisqualitäten und eine Kohäsion aufweisen, die nur schwer zu erklären ist, wenn man nicht das tatsächliche Überleben des Bewusstseins über den Tod des Körpers hinaus annimmt.

Einige Menschen werden die Idee des Überlebens wahrscheinlich immer noch ablehnen, weil sie nicht zu den heutigen wissenschaftlichen Mainstream-Ansichten über die physische Welt und die Verbindung zwischen Bewusstsein und dem Gehirn passt, aber es wäre ein schwerer Fehler, die gut belegten Beweise zu ignorieren. Diese Beweise haben viel zu lehren, und die deutlichste Lektion scheint zu sein, dass wir noch in den Kinderschuhen stecken, wenn es darum geht, das Bewusstsein und seine Beziehung zur physischen Welt zu verstehen.

Glücklicherweise gibt es eine wachsende Zahl von Forschern und Theoretikern, die die Beweise für das Überleben ernst nehmen und Theorien über die Beziehung zwischen Geist und Gehirn formulieren, die diese Beweise erklären und neue, überprüfbare Vorhersagen machen. Die vielversprechendste Art von Theorie betrachtet meiner Meinung nach das Bewusstsein als die primäre Realität und versteht die physische Realität nur als eine Art von Erfahrung, die das Bewusstsein machen kann. Eine andere Analogie ist, sich die physische Realität als einen Traum vorzustellen, den das Bewusstsein erleben kann. Das passt gut zu den Beobachtungen von Nahtoderfahrenen, die sagen, Sterben sei wie das Aufwachen aus einem Traum. Es erklärt auch warum es neben dem Sterben noch andere Möglichkeiten zu geben scheint, eine vorübergehende Pause von der der physischen Welt zu nehmen: zum Beispiel durch veränderte Bewusstseinszustände, die durch Meditation oder psychedelische Substanzen ermöglicht werden.

Einer der stärksten Beweise dafür, dass es sich bei Erscheinungen nicht um bloße Halluzinationen handelt, die durch Trauer oder Wunschdenken hervorgerufen werden, ist die Tatsache, dass Menschen oft eine Erscheinung sehen, bevor sie überhaupt über den Tod der betreffenden Person informiert wurden. Solche Fälle reichen bis in die frühesten Jahre der parapsychologischen Forschung zurück.

Robert Dale Owen beispielsweise veröffentlichte 1860 seine persönliche Untersuchung des Falls eines britischen Militärkapitäns. Captain Wheatcroft war in Indien stationiert, aber in der Nacht vom 15. November 1857 erschien er offenbar seiner Frau neben ihrem Bett in Cambridge, England. Sie sagte, sie habe ihn nach vorne gebeugt gesehen, als würde er leiden, und er habe versucht zu sprechen, aber es kam kein Ton heraus. Nach etwa einer Minute war er dann verschwunden. Dieses Erlebnis veranlasste die Frau des Kapitäns zu der Vermutung, dass er getötet oder schwer verwundet worden war, aber erst im folgenden Monat erfuhr sie, dass ihr Mann am 15. November gestorben war. Als sie dies erfuhr, war sie sich jedoch sicher, dass das ihr genannte Datum falsch war und ihr Mann am Vortag, dem 14. November, gestorben sein musste. Tatsächlich bestätigte einige Monate später ein Mann, der Augenzeuge von Wheatcrofts Tod war, dass er tatsächlich am 14. November gestorben war. 

Hier ist ein weiterer sorgfältig untersuchter Fall, in dem eine Erscheinung sonst unbekannte Informationen über den Tod der betreffenden Person lieferte. Ein 17-jähriges Mädchen namens Minnie Wilson lebte in einem Kloster in Belgien, als sie einen unerwarteten Besuch von ihrem Paten erhielt. Er kam auf sie zu, während sie in einer Kapelle beim Gebet kniete (und möglicherweise in einem tranceartigen Zustand war). „Ich dachte, dass etwas nicht stimmte, da er einen so gequälten Gesichtsausdruck hatte“, erzählte Minnie in ihrer schriftlichen Aussage. „Er nahm meine Hand und sagte, er habe etwas sehr Falsches getan und dass es ihm sehr helfen würde, wenn ich für ihn beten würde; dann erzählte er mir, dass er von der Frau, die er liebte, abgewiesen worden war und dass er sich in seiner Verzweiflung erschossen hatte.“ Minnies Patenonkel war zuvor in London gestorben, und zwar genau so, wie es seine Erscheinung beschrieben hatte. Minnie war noch nicht über den Tod informiert worden, da das Kloster, in dem sie lebte, keine Zeitungen erlaubte. Ihre Mutter schrieb ihr erst drei Tage nach der Erscheinung davon. Selbst dann teilte ihre Mutter ihr nicht die Umstände des Todes ihres Patenonkels mit. Es war Minnie selbst, die bei ihrem nächsten Besuch in England darauf bestand. Der Patenonkel hatte sich das Leben genommen, weil eine Frau ihn nicht lieben wollte. Ihre Mutter bestätigt, dass dies wahr sei.

Das Erleben einer Erscheinung, bevor man über einen Todesfall informiert wird, ist an sich sehr häufig. Haraldsson berichtet, dass von den 449 von ihm gesammelten Fällen der Begegnungen mit Verstorbenen in 86 % dieser Fälle  die Person, die das Erlebnis hatte, noch nicht wusste, dass der Tod eingetreten war.

Erinnerungen an frühere Leben

Über Erinnerungen an ein früheres Leben in einem anderen Körper wird nicht annähernd so viel berichtet wie über Nahtoderfahrungen, obwohl die Literatur, die die Richtigkeit von Erinnerungen an frühere Leben dokumentiert, viel umfangreicher und gründlicher ist als die Literatur über Nahtoderfahrungen. Ein Großteil der Dokumentation über Erinnerungen an frühere Leben geht auf die monumentale Arbeit des verstorbenen Dr. Ian Stevenson von der University of Virginia School of Medicine zurück, der seit den 1960er Jahren mehrere Jahrzehnte lang die Welt bereiste und äußerst gründliche Untersuchungen der Erinnerungen an frühere Leben durchführte.

In vielen dieser Fälle sind die Übereinstimmungen zwischen den Erinnerungen und dem Leben der Verstorbenen so genau und detailliert, dass die beste Erklärung eine Art „Reinkarnation“ zu sein scheint: die Fortsetzung des Bewusstseins einer verstorbenen Person in einem neuen Körper. Bis 2001 hatte die Universität von Virginia bereits mehr als 2.500 Fälle in ihrer Sammlung, bei denen die Untersuchung ergab, dass sie auf Reinkarnation hindeuten. In den letzten 70 Jahren gab es auch großes Interesse an der Wiedererlangung von Erinnerungen aus dem vergangenen Leben durch Hypnose.

Eine Konstante ist, dass die Erinnerungen an vergangene Leben in der Regel Dinge betreffen, die kurz vor dem Ende des vorherigen Lebens passiert sind und fasst 75 % der Kinder mit Erinnerungen an das vergangene Lebenn Aussagen darüber machen wie sie gestorben sind. Darüber hinaus identifizieren sich diese Kinder im Allgemeinen mit der Person, deren Erinnerungen sie in sich tragen. Die Mutter eines Kindes mit Erinnerungen an frühere Leben versuchte zum Beispiel, ihm zu helfen, sie hinter sich zu lassen und in der Gegenwart zu leben, und so sagte sie ihm: „Ryan, du weißt doch, dass du nicht mehr der Mann auf dem Bild bist. Wir wollen nur, dass du Ryan bist.“ Nach Angaben von Tucker, der den Fall untersuchte, antwortete ihr Sohn, „dass er äußerlich nicht mehr derselbe sei wie der Mann auf dem Bild, aber innerlich sei er immer noch derselbe.““

Aus https://www.bigelowinstitute.org/Winning_Essays/Sharon_Rawlette.pdf

Nils: Dieser Bericht entspricht meinen Erfahrungen. Auch ich habe die Person in meinen früheren Leben immer als ich empfunden. Das ist aus der Sicht des Buddhismus sehr wichtig, da häufig bezweifelt wird, dass die eigene Person immer wieder geboren wird. Es wird oft behauptet, dass es nur eine Art Impuls sei, der eine neue eigenständige Person zum Leben erweckt. Wenn es aber dieselbe Person ist, die von Leben zu Leben wandert, dann gilt auch das Gesetz des Karma. Wir setzen in diesem Leben die Ursachen und Bedingungen für unsere zukünfitgen Leben. Wenn wir in diesem Leben die Eigenschaften Weisheit, Liebe, Frieden und Glück entwickeln, dann werden wir sie auch in unseren zukünftigen Leben besitzen und uns so schrittweise immer mehr zur Erleuchtung entwickeln.

Bei den etwa 5000 früheren Leben, die ich gesehen habe, handelt es sich auch meistens um Sterbesituationen. Diese Situationen prägen sich dem Bewusstsein am stärksten ein. Ich konnte ebenfalls viele Einzelheiten in meinen früheren Leben sehen, die mir unbekannt waren und die ich nachprüfen konnte. Insofern habe ich keine Zweifel mehr an dem Weg der Wiedergeburt.

Des Weiteren kenne ich persönlich auch zwei Fälle, in denen ein Mensch auf übersinnlichen Weg von dem Tod einer anderen Person erfahren hat, obwohl er real erst einige Zeit später davon erfuhr. Der eine Fall war meine Tante, deren Sohn im 2. Weltkrieg gefallen ist. Er erschien ihr zum Zeitpunkt seines Todes im Traum und teilte ihr seinen Tod mit. Sie bekam erst lange Zeit danach einen entsprechenden Brief von seiner Einheit. Im zweiten Fall erschien mir die Mutter meiner damaligen Freundin. Erst zwei Wochen danach erfuhr ich von meiner Freundin von dem Tod ihrer Mutter.

Spannend ist, dass es der Lehre des Buddhismus und des Hinduismus entspricht, diese Welt nur als einen vergänglichen Traum zu sehen. Die höhere Realität ist das Bewusstein, dass sich durch viele Inkarnationen zur Erleuchtung hin entwickelt und dann dauerhaft im Jenseits verbleiben kann.

Jeffrey Long

 Jeffrey Long ist ein amerikanischer Autor und Forscher zum Phänomen der Nahtoderfahrungen (NTEs). Als ausgebildeter Arzt praktiziert Long Radioonkologie in einem Krankenhaus in Louisiana. 

„Praktisch jeder hat sich schon einmal gefragt, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Das ist verständlich, angesichts der angemessenen Besorgnis über die Sterblichkeit von uns selbst, unseren Lieben und der gesamten  Menschheit. Die Frage nach einem Leben nach dem Tod wird schon seit Jahrtausenden diskutiert und erörtert. Als Arzt, der das medizinische Fachgebiet der Radioonkologie ausübt, d. h. die Anwendung von Strahlentherapie zur Behandlung von Krebs beschäftigt, hat mich die Frage nach unserer Sterblichkeit fasziniert. Die Frage, was nach dem körperlichen Tod geschieht, ist in meiner täglichen medizinischen Praxis regelmäßig präsent, wenn ich mit Patienten arbeite, bei denen eine lebensbedrohliche Krebsdiagnose gestellt wurde.

Frühere Untersuchungen von Nahtoderfahrungen (NTE) in Verbindung mit der Forschung, die ich in diesem Artikel vorstelle, haben mich überzeugt, dass unser Bewusstsein den körperlichen Tod überlebt. Beweise für die Realität eines Lebens nach dem Tod gibt es aus mehreren wissenschaftlichen Richtungen. Die vielleicht wichtigsten Beweise für die Realität eines Lebens nach dem Tod stammen aus Nahtoderfahrungen (NTEs). Es ist sowohl wissenschaftlich als auch logisch sinnvoll, die Erfahrungen von Menschen zu untersuchen, die gestorben sind oder dem Tod sehr nahe gekommen sind.

Die 12 Elemente von Nahtoderfahrungen sind:

1. Eine außerkörperliche Erfahrung (OBE).

2. Geschärfte Sinne.

3. Intensive und allgemein positive Emotionen oder Gefühle.

4. Das Betreten oder Durchqueren eines Tunnels.

5. Die Begegnung mit einem mystischen oder strahlenden Licht.

6. Begegnungen mit verstorbenen Verwandten/Freunden oder mystischen Wesen.

7. Ein Gefühl der Veränderung von Zeit oder Raum.

8. Ein Lebensrückblick.

9. Die Begegnung mit jenseitigen (himmlischen) Bereichen.

10. Die Begegnung mit oder das Erlernen von besonderem Wissen.

11. Auf eine Grenze oder Barriere stoßen.

12. Eine freiwillige oder unfreiwillige Rückkehr in den Körper.

Nahtoderfahrungen sind keine Seltenheit. Erhebungen in den Vereinigten Staaten, Deutschland, und Australien schätzten, dass etwa 4 bis 15 % der Bevölkerung bereits Nahtoderfahrungen gemacht haben. Somit standen in der Vergangenheit Tausende von Nahtoderfahrungen für die Forschung zur Verfügung, und Tausende von Nahtoderfahrungen sollten für zukünftige Untersuchungen zur Verfügung stehen. Die Untersuchung einer großen Anzahl von Nahtoderfahrungen gibt uns ein größeres Vertrauen in die Ergebnisse der Studien, als dies bei der
als bei der Untersuchung einer kleinen Anzahl von Nahtoderfahrungen oder nur anekdotischen Berichten der Fall wäre.

Hier sind zwei Beispiele für Nahtoderfahrungen, die zum Zeitpunkt eines Herzstillstandes erfogten. Joan hatte eine Spinalanästhesie für eine Operation an ihrem Knöchel. Es gab Komplikationen, und sie kollabierte, was bedeutet, dass ihr Herz stehen blieb. Joan beschreibt ihre Nahtoderfahrung : „Ich war nicht mehr in meinem Körper, sondern an einem Ort der absoluten Liebe. Ich kann es nur so beschreiben, als wäre ich in einem Swimmingpool, aber sogar mein Körper war von dieser Liebe erfüllt. Ich war eins mit diesem Ort, aber auch getrennt von ihm. Ich war immer noch ich, aber ich war weit mehr als ich. Ich war eins mit allem – und es war ALLES gut. Ich hörte wunderschöne Musik, aber es war nicht wie unsere Musik. Die Musik selbst war ein Teil von mir, aber ich glaube, ich habe nicht gesungen. Ich fühlte mich schwerelos und frei – absolut frei. Ich war von dieser Liebe umhüllt und war auch ein Teil von ihr. Es gab keinen einzigen Teil von mir oder Teil von irgendetwas anderem, der nicht Liebe war. Individuen existierten nicht auf dieselbe Weise wie wir hier. Ich war immer noch ich, aber ich war auch Teil des Liebenden. Ich WUSSTE Dinge, ohne ein einziges gesprochenes Wort zu hören. Ich WAR Liebe. Ich WUSSTE, dass alle Religionen falsch lagen. Die irdischen Religionen machten es kompliziert, obwohl es sehr einfach war. Es gibt nur die Liebe, und wir alle sind ein Teil von ihr. Ich war glücklicher als je zuvor. Ich fühlte mich vollkommen verbunden mit allem und jedem. Wir SIND als Einheit miteinander verbunden. Es gibt nicht so etwas wie den Tod. Diese Erfahrung hat mich verändert.“

Ein weiteres Beispiel für eine Nahtoderfahrung, die während eines Herzstillstands eintrat ist das von Yazmine. Ihr Herz blieb für sechs Minuten stehen. Sie erhielt eine Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW), die sie wieder zum Leben erweckte. Nachdem sie sich erholt hatte, erzählte sie von ihrer bemerkenswerten Nahtoderfahrung: „Plötzlich befand ich mich über meinem Körper, der auf einer Bahre lag und einen weißen Krankenhauskittel trug. Ich sah meinen Körper an und wusste, dass er nicht mein wahres Ich war. Es war das Ding, in dem ich gefangen gewesen war. Jetzt war ich frei! Ich fühlte ein solches Glück! Die Freude war allgegenwärtig. Wir regen uns gerne über den realen Schmerz, das Leiden und den Verlust auf, aber das sind alles illusorische Erfahrungen. Alles wurde mir klar. Die Krankenschwestern riefen meinen Namen. Eine Schwester weinte, und eine andere sagte: „Oh mein Gott, wir haben sie verloren!“ Ich stand über ihnen und dachte wie dumm es war, dass sie so viel Aufhebens machten. Ich fragte mich, warum sie mich nicht sehen konnten. Ich wusste nur, dass alles ganz fabelhaft war! Dann sah ich ein offenes Fenster, etwa 6 Zoll breit. Ich dachte: „Wow, ob ich da durchpasse?“ Und sofort war ich in einem anderen Zustand.“

Die Nahtoderfahrung von Susan ist ein Beispiel für eine Out Off Body Experience. Ihr Herz blieb stehen aufgrund einer schweren allergischen Reaktion auf eine intravenöse Injektion von Kontrastmittel für einen medizinischen Scan. Schwere Reaktionen, wie sie Susan erlebte, sind glücklicherweise extrem selten. Susans Beobachtungen während ihrer Nahtoderfahrung wurden später bestätigt: „Ich hatte eine CT-Untersuchung als Diagnosetest für Magenprobleme. Nachdem mir das Kontrastmittel injiziert wurde, begann ich unkontrolliert zu niesen. Die Untersuchungen wurden durchgeführt, und die Krankenschwester teilte mir mit, dass es Zeit sei, mich zu verlassen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich weder sprechen noch atmen. Ich wurde ohnmächtig, und die Schwester rief verzweifelt nach dem Code Blue Team. Als das Team eintraf, war ich wohl schon „tot“. Ich sah, wie das Team eintrat und eine Person umgab; zumindest dachte ich das zu diesem Zeitpunkt. Es dämmerte mir nie, dass die andere Person ich war. Ich war sehr ruhig, aber ich fühlte mich schrecklich für die Dame (mich), als das Code Blue Team kämpfte, um ihr Herz wieder in Gang zu bringen. Ich sah, wie ‚ich‘ intubiert wurde und die Brust Herzdruckmassage, während sie versuchten, mich wiederzubeleben. Ich sah meine Katheterisierung und alles andere um mich herum. Fünfundvierzig Minuten später begann mein Herz von selbst zu schlagen. Ich fühlte mich zurück in meinen eigenen Körper gezogen. Ich sah alles und erzählte dies später dem Code Blue Team, und sie bestätigten, dass das, was ich gesehen habe, wirklich passiert ist. Ich habe alles gesehen, jedes Detail während meines Todes. Jedes Mitglied des Code-Blau-Teams bestätigte dies später.““

Aus https://www.bigelowinstitute.org/Winning_Essays/Jeffrey_Long.pdf

ARD-Sendung zur Nahtodforschung

2003 gab es im Ersten Deutschen Fernsehen (ARD) eine Sendung zur Nahtodforschung. In dem von Walter von Lucardou herausgegebenen Begleitbuch (Dimension Psi) hat Regine Kexel alle wesentlichen Argumente der Befürworter und Gegner der Seelentheorie dargestellt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es zu viele Berichte über Nahtoderfahrungen gibt, als dass sie einfach ignoriert werden können.

Regine Kexel folgt im Wesentlichen der von mir aufgezeigten Argumentation. Die Gegenargumente der Gegner sind alle widerlegt. Die Unabhängigkeit des Bewusstseins vom Gehirn ist derzeit der aktuelle Stand der Wissenschaft,in den Worten von Regine Kexel: „Kritiker der Nahtodforschung tun sich schwer, einen plausiblen Grund für dieses Phänomen zu finden.“

Einen absolut sicheren Beweis für ein Leben nach dem Tod gibt es aber nicht und kann es auch nicht geben: „Wir müssen uns mit dem zufrieden geben, was wir heute wissen. Die große Antwort auf alle Fragen werden wir erst nach unserem Tod erfahren.“

Nach ihrer Meinung (und damit der Meinung der ARD) stehen wir noch ganz am Anfang eines großen Rätsels. Hier muss ich widersprechen. Wer sich gründlich mit der Spiritualität beschäftigt, der erhält bereits jetzt eine Antwort auf alle wesentlichen Fragen. Die erleuchteten Meister der Vergangenheit und der Gegenwart haben alle wesentlichen Geheimnisse aufgedeckt. Man muss nur ausreichend nachforschen, dann wird man eine Antwort auf seine Fragen finden.

Für Regine Kexel ist es zum Beispiel ein Rätsel, dass nicht alle kurzzeitig klinisch toten Menschen eine Nahtoderfahrung machen. Bei den Erwachsenen sind es etwa 30 % und bei den Kindern immerhin 70 %. Die Erklärung besteht darin, dass die meisten Erwachsenen mit ihrem Bewusstsein so fest im materiellen Körper verankert sind, dass sie selbst bei Nahtodsituationen noch in ihrem Körper bleiben. Bei Kindern ist die Verbindung der Seele mit dem Körper noch nicht so stark. Deshalb treten sie viel leichter aus ihrem Körper aus.

Bei genauer Betrachtung spricht auch dieser Umstand für die Existenz einer Seele. Sie widerlegt alle materialistischen Erklärungen. Wenn Sauerstoffmangel, Hormonausschüttungen oder Halluzinationen die Ursache für Nahtoderfahrungen wären, dann müssten sie bei allen Menschen in der gleichen Situation gleich auftreten. Es dürfte nicht diese erstaunlichen Unterschiede bei Kindern und Erwachsenen und zwischen den Erwachsenen geben.

Interessant ist bei Regine Kexel, dass sie von Höllenerfahrungen berichtet. Die überwiegende Zahl der Nahtodpatienten beschreibt das Jenseits als eine positive Welt. Nur etwa 10 % der Jenseitsreisenden haben Kontakt mit unangenehmen Jenseitsbereichen. Sie gelangen in eine Welt des Hasses, in der sich die Wesen gegenseitig quälen. Oder sie kommen in eine traurige Welt aus einer kalten Leere.

Nach den Aussagen der erleuchteten Meister ist das Bewusstsein eines Menschen vor seinem Tod gleich dem Bewusstsein nach dem Tod. Auch auf der Erde leben etwa 10 % der Menschen geistig in einem Leidbereich. Sie bezeichnen sich in Umfragen als unglücklich. Sie leiden entweder unter Trauer und Depressionen. Oder sie sind voller Ängste und voller Aggressionen. Da sie ihre negativen psychischen Eigenschaften ins Jenseits mitnehmen, muss es auch im Jenseits Bereiche für ängstliche, wütende, traurige und depressive Menschen geben.

Die positiven Seelen im Jenseits können ihnen etwas helfen. Der Hauptweg der Rettung besteht aber darin, bereits auf der Erde ein positives Bewusstsein zu entwickeln. Spätestens kurz vor dem Tod sollte sich jeder Mensch im positiven Denken üben. Hier erweist sich ein spirituelles Leben aus Meditation und regelmäßiger Gedankenarbeit als eine große Gnade. Wer während seines Lebens spirituell übt, kann sich dadurch bei seinem Tod in eine Lichtwelt erheben.

Auch nach den Aussagen einiger erleuchteter Meister gibt es die Leidbereiche im Jenseits. Das ändert aber nichts an der Gesamtbewertung des Jenseits als einer positiven Welt. Insgesamt ist es im Jenseits besser als auf der Erde. Falsch ist die christliche Darstellung, wonach das Jenseits überwiegend aus der Hölle besteht und nur wenige auserwählte Seelen ins Licht gelangen. Wir sind alle auserwählt. Auch die Wesen in den Leidbereichen bleiben nicht ewig dort. Sie werden so lange auf der Erde wiedergeboren, bis sie den Weg ins Licht verstanden und verwirklicht haben.

https://www.youtube.com/watch?v=o9eYy1jViSo ARD Dimension Psi
 

SWR-Diskussionsrunde

Wiedergeburt – oder alles vorbei? | SWR Nachtcafé – YouTube

In der SWR-Diskussionsrunde sprach zuerst eine Frau über ihre Erfahrungen zum Thema Wiedergeburt. Sie glaubte an die Wiedergeburt, weil sie in einer Rückführung fünfzehn frühere Leben kennengelernt hatte. Das Wissen von ihren früheren Leben hatte ihr geholfen Probleme in ihrem jetzigen Leben zu begreifen und aufzulösen. 

Bei mir tauchten in einer bestimmten Phase auf dem spirituellen Weg in Träumen meine früheren Leben auf. Die Träume waren sehr klar und mit bestimmten Begleitumständen verbunden. Zuerst tauchten Träume von Situationen aus dem jetzigen Leben auf, verbunden mit den genannten Begleitumständen. Dann träumte ich von meiner Geburt. Dann geschah einige Zeit nichts. Und dann tauchten innerhalb von vier Jahren die früheren Leben aus meinem Unterbewusstsein auf. 

Aus meinen früheren Leben kann ich erkennen, dass sich mein Bewusstsein immer mehr zum Höheren entwickelte. Ich war beständig auf der Suche nach dem Glück. Ich vermutete das glückliche Leben immer bei den höher entwickelten Lebewesen und inkarnierte mich deshalb entsprechend, wenn ich mit ihnen in Kontakt gekommen war. Vor etwa fünf Leben kam ich als Schamane kurz zur Erleuchtung und erfuhr dabei das höchste Glück. Ich brauchte aber noch vier Leben, um den zu mir passenden spirituellen Weg zu finden.

Spannend war in der SWR-Diskussionsrunde der Bericht eines christlichen Mannes, der eine Nahtoderfahrung gemacht hatte. Er war im Alter von 28 Jahren an Leukämie erkrankt und hatte nach Auskunft der Ärzte nur noch zwei bis drei Wochen zu leben. Alle lebenswichtigen Organe fielen nacheinander aus. Auf der Intensivstation erlitt er einen Herzstillstand und trat mit seinem Bewusstsein aus dem Körper aus. Er sah von oben seinen Körper im Krankenbett liegen. Dann wanderte sein Bewusstsein weiter in eine Dimension des unermesslichen Glücks. Er beschrieb sie als ein glitzerndes Energiemeer, in dessen Mittelpunkt entsprechend christlicher Vorstellung sich eine goldene Stadt befand. Dort traf er auf Jesus Christus und erfuhr unermessliche Liebe.

Ähnliche Vorstellungen gibt es im Hinduismus. Der Gott Brahma wohnt in einem goldenen Palast. Der Gott Vishnu ruht auf einem Liegesofa in der Mitte eines großen Energiemeeres. Und der Gott Shiva meditiert auf einem Berg in Shivaloka. Ich selbst bin bei einer Meditation nach Sathyaloka gelangt, dem Ort der höchsten Wahrheit. Dieser Ort ist vergleichbar mit dem buddhistischen Nirwana im Jenseits, einem Ort der Egolauflösung, des tiefsten Friedens (Leere) und des größten Glücks (Einheit, Fülle). 

Den besten Beweis für ein Leben nach dem Tod liefert die Nahtodforschung. Menschen treten in einer Sterbesituation mit ihrem Bewusstsein aus dem Körper aus, betrachten die Situation von oben, hören alle Gespräche der Ärzte und können nach ihrer Wiederbelebung darüber Auskunft geben. Teilweise können sie mit ihrem Bewusstsein auch an entfernte Orte reisen, dort das Geschehen sehen und nach ihrer Wiederbelebung den Beweis eines echten Wissens erbringen. Es gibt so viele wissenschaftlich erforschte Fälle (60 Millionen weltweit), dass man inzwischen von einem Weiterleben des Bewusstseins nach dem Tod ausgehen kann. 

In der Diskussionsrunde kam auch eine Frau zu Wort, deren Mann gestorben war und die die Fähigkeit erlangt hatte mit ihrem Mann im Jenseits zu kommunizieren. Er hatte ihr vom Jenseits berichtet und sie einmal sogar mit ihrem Bewusstsein mit ins Jenseits genommen. Der Wissenschaftler Walter von Lucadou (Physiker und Psychologe) berichtete, dass etwa 80 % aller Menschen nach dem Tod eines Angehören einen kurzen oder langen Kontakt haben. Das kann vom Spüren der Seele über Träume bis zu Gesprächen gehen. 

Bestatter Eric sucht nach Antworten

Bestatter Eric sucht nach Antworten (YouTube: Leben nach dem Tod: Bestatter Eric sucht nach Antworten I 37 Grad 441.947 Aufrufe 27.10.2021 Gibt es ein Leben nach dem Tod? Die Frage, was uns nach dem Sterben erwartet, beschäftigt die Menschheit schon immer. Bestatter Eric nähert sich dem Thema aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.)

In diesem Video sucht der Bestatter Eric nach Antworten zum Leben nach dem Tod. Er trifft zuerst den Wissenschaftler Pim van Lommel, der viele Nahtoderfahrungen erforscht hat. Pim van Lommel geht davon aus, dass das Bewusstsein nach dem Tod des Körpers weiter existiert. Der Hauptbeweis liegt darin, dass viele Menschen bei der Nahtoderfahrung ihren Körper von oben betrachten und über das Geschehen Auskunft geben können. Die Angaben sind nachprüfbar und nicht anders als durch die Unabhängigkeit des Bewusstseins vom Körper zu erklären.

Als zweites besucht Eric eine Frau, die eine Nahtoderfahrung gemacht hat. Sie lag nach einem Verbrennungsunfall neun Tage im Koma und bestätigt, dass sie ihren Körper verlassen und das Geschehen von außen betrachten konnte. Während des Komas tauchte eine Lichtgestalt auf und zeigte ihr das Jenseits. Sie stellte der Lichtgestalt viele Fragen und begriff die tiefen Zusammenhänge in ihrem Leben. Nach der Nahtoderfahrung war ihr klar, dass das Bewusstsein ewig lebt. Sie stellte ihr Leben völlig um und führte von jetzt an ein eher spirituelles Leben.

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

 Es ist in der Wissenschaft sehr umstritten, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Aber seit einigen Jahrzehnten deutet sich eine große Wende an. Die Wende begann mit den Nahtodforschungen von Elisabeth Kübler-Ross und hat jetzt auch die Quantenphysik erfasst. Durch die Verbindung der Nahtodforschung mit den Erkenntnissen der Quantenphysik entsteht eine ernst zunehmende Theorie, nach der das Bewusstsein eines Menschen seinen körperlichen Tod überdauern kann. Hier verbindet sich die moderne Wissenschaft mit den Erkenntnissen, die in der Spiritualität schon seit Jahrtausenden vorhanden sind. 

Die große Fragen, was nach dem Tod mit uns und unserem Bewusstsein geschieht, beschäftigen seit Jahrtausenden nicht nur Naturwissenschaftler, Philosophen oder Theologen. Wissenschaftler der „University of Southampton“ haben nun in einer groß angelegten und vier Jahre andauernden Studie mit der Bezeichnung AWARE (=’AWAreness during REsuscitation‘) den Beweis angetreten. Sie sprechen davon, dass das Bewusstsein erhalten bleibt, selbst wenn das Gehirn nicht mehr arbeitet. Ihre Schlussfolgerungen wurden in der Fachzeitschrift „Resuscitation“ im Oktober 2014 veröffentlicht.“

Die Gesetze der klassischen Physik waren bisher ungeeignet, das Phänomen des Bewusstseins zu erfassen. Durch das Einbeziehen der Quantenphysik wurde eine neue Richtung eingeschlagen. Professor Penrose und Dr. Hameroff entdeckten den Kopplungsmechanismus zwischen Gehirn und Quantenbewusstsein. Sie ordnen dem Gehirn Eigenschaften eines nicht-lokalen Quantenbewusstsein zu. In der Quantenphysik existieren Effekte, die durch „verschränkte“ Materieteilchen auch per Fernwirkung, also außerhalb von Raum und Zeit Einflüsse aufeinander ausüben können. Und zwar unabhängig von der Lichtgeschwindigkeit! Nach der Quantenphysik können zwei subatomare Teilchen eine Verbindung miteinander eingehen, durch die ihre Eigenschaften für immer aneinander gekoppelt werden. 

Dr. Stuart Hammeroff und Professor Roger Penrose haben dazu unlängst eine Theorie der Seele entwickelt, die ich sehr bemerkenswert finde. Aus Ihrer Sicht stirbt die Seele nicht, ihre Information kehrt zurück ins Universum und besteht dort fort. Ihre interessante Theorie besagt, dass das Wesen des Menschen oder die Seele in Strukturen, die Mikrotubuli genannt werden, enthalten ist. 

Die Theorie besagt, dass die Mikrotubuli im Gehirn, wenn sie in eine Phase eintreten, die als „klinischer Tod“ bekannt ist, zwar ihren Quantenzustand verlieren, aber die in ihnen enthaltene Information fortbesteht. Mit anderen Worten: Wenn Menschen sterben, kehrt ihre Seele in das Universum zurück und stirbt nicht. Mehr sogar, sie hat ihrer Verbindung zum Universum eigentlich nie verloren.“

Die Nahtodforschung

Ein wichtiges Indiz  für das Leben nach dem Tod gibt uns die Nahtodforschung. 1969 veröffentlichte die Ärztin Elisabeth Kübler-Ross ihr Buch „Interviews mit Sterbenden“. Es setzte eine umfassende Diskussion über den Tod im Westen in Gang. Die Ärztin traf auf die erstaunliche Tatsache, dass viele Menschen mit Nahtoderfahrungen während ihres kurzzeitigen Todes in das Jenseits blicken konnten. Sie waren mit ihrer Seele aus dem Körper ausgetreten, hatten Erfahrungen mit dem Jenseits gemacht und konnten nach ihrer Wiederbelebung ausführlich darüber berichten.  

1975 schrieb Raymond Moody sein Buch „Leben nach dem Tod“. Darin protokollierte er die Nahtoderfahrungen von 150 Menschen. Viele berichteten, dass sie nach ihrem Tod durch einen dunklen Tunnel geflossen und in eine Dimension des Lichts gekommen waren. In der Lichtwelt trafen sie auf heilige Lichtwesen und auf bereits verstorbene Verwandte. Sie erfuhren Dinge, die sie vorher nicht gewusst hatten. Nach ihrer Nahtoderfahrung stellten viele Menschen ihr Leben vollkommen um und orientierten sich vorwiegend an spirituellen Werten.

Viele Forscher überprüften die Erkenntnisse von Kübler-Ross und Moody. Mit einer Flut von Gegenargumenten versuchte man, die Nahtodforscher zu widerlegen. Im Wesentlichen bestand die Gegenargumentation darin, dass es sich bei den Nahtodvisionen um biochemische (materielle) oder psychische (geistige) Reaktionen des Gehirns auf den sich nähernden Tod handele. Kurz vor dem Tod habe ein Mensch Halluzinationen. Das Gehirn reagiere auf den Tod mit einer Hormonausschüttung.

Einer der Hauptkritiker war der Arzt Michael Sabom. Nachdem er das Buch von Moody gelesen hatte, beschloss er, die Dinge selbst gründlich nachzuprüfen. Der große wissenschaftliche Durchbruch gelang Sabom 1991. Die 35-jährige Pam Reynolds musste am Gehirn operiert werden. Ihr Blut wurde aus dem Gehirn abgeleitet. Die Patientin wurde in einen Kälteschlaf versetzt. Ihr Kopf wurde mit Messgeräten verkabelt. Es wurde festgestellt, dass in dieser halben Stunde in ihrem Gehirn keine Gehirnströme flossen. Die Denktätigkeit war blockiert. Eine Hormonausschüttung war nicht mehr möglich. Halluzinationen konnten nicht mehr geschehen.

Und genau in dieser Zeit hatte Pam Reynolds ihre außerkörperlichen Erfahrungen. Sie schwebte mit ihrer Seele aus dem Körper heraus. Sie beobachtete von oben herab alle Einzelheiten der Operation. Und konnte darüber später Auskunft geben. Dann schwebte sie durch einen Tunnel in eine Lichtwelt. Dort traf sie ihre verstorbene Großmutter und einige andere Menschen. In einem späteren, vom britischen Fernsehen (BBC) dokumentierten Interview erklärte Pam Reynolds, dass sie in der Lichtwelt den Atem Gottes wahrgenommen hatte.

–> Video Pam Reynolds

Das Besondere an dem Fall Pam Reynolds besteht darin, dass hier erstmalig mit modernen Messgeräten nachgewiesen werden konnte, dass das Bewusstsein eines Menschen auch dann denken kann, wenn das Gehirn materiell ausgeschaltet ist. Es muss also ein vom Körper unabhängiges Bewusstsein geben. Körper und Seele sind zwei von einander unabhängige Energiemanifestationen. Anders sind die Erkenntnisse der Wissenschaftler nicht erklärbar.

Der Fall Pam Reynolds wurde bis zum Jahre 2001 in vielen Untersuchungen mit anderen Patienten nachgeprüft (Pim van Lommel/Holland 2001, Sam Parnia/ Universität Southampton 2001). Sie alle bestätigten das Ergebnis von Sabom. Es wurde festgestellt, dass die Nahtoderlebnisse nicht durch biochemische oder geistige Gehirnprozesse verursacht sind. Sie sind unabhängig vom Alter, vom Geschlecht, von der Religion und von dem Land der Menschen.

2003 gab es im Ersten Deutschen Fernsehen (ARD) eine Sendung zur Nahtodforschung. In dem von Walter von Lucadou herausgegebenen Begleitbuch (Dimension Psi) hat Regine Kexel alle wesentlichen Argumente der Befürworter und Gegner der Seelentheorie dargestellt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es zu viele Berichte über Nahtoderfahrungen gibt, als dass sie einfach ignoriert werden können: „Kritiker der Nahtodforschung tun sich schwer, einen plausiblen Grund für dieses Phänomen zu finden.

Wissenschaftlich denkende Menschen brauchen gute Argumente für ein Leben nach dem Tod. Und hier ist die Situation schwierig. Es gibt aus meiner Sicht einige Indizien für ein Leben nach dem Tod, aber einen eindeutigen Beweis gibt es nicht. Man kann es also glauben oder nicht, je nachdem wie man die Indizien bewertet. 

Grundlegend sind die Erkenntnisse der heutigen Quantenphysik. Danach gibt es hinter der materiellen Welt eine Welt der Energie. Die Materie bildet sich sogar aus der Energie und kann sich in Energie zurück verwandeln. Das hat Albert Einstein erkannt. Seine Theorien sind durch wissenschaftliche Versuche bewiesen worden. Und damit eröffnet sich uns eine völlig neue Weltsicht. Der reine Materialismus ist wissenschaftlich überwunden. Nach dem reinen Materialismus wäre der Mensch nur sein materieller Körper. Das Bewusstsein wäre eine Funktion dieses Körpers. Und mit dem Tod des Körpers verschwindet alles. 

So muss es aber nicht sein. Nach dem Quantenphysiker Professor Dürr bildet das Bewusstsein ein Quantenfeld, das nach dem Tod des Körpers eigenständig weiter existieren kann. Damit ist ein Leben nach dem Tod quantenphysikalisch möglich. 

  • Professor Dürr: Primär existiert nur das Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir könnten es auch Bewusstsein nennen. Materie und Energie treten erst sekundär in Erscheinung – gewissermaßen als geronnener, erstarrter Geist. Viele Erscheinungen der Quantenphysik sind nicht nur immateriell, sondern wirken in ganz andere, größere Räume hinein, die nichts mit unserem vertrauten dreidimensionalen Raum zu tun haben. Es ist ein reines Informationsfeld – wie eine Art Quantencode. Es hat nichts zu tun mit Masse und Energie. Dieses Informationsfeld ist nicht nur innerhalb von mir, sondern erstreckt sich über das gesamte Universum. Der Kosmos ist ein Ganzes, weil dieses Informationsfeld keine Begrenzung hat. Es gibt nur das Eine. Aber dieses Eine ist differenziert. (P.M. Magazin 05/2007)
  • Frage: Glauben Sie an ein Jenseits? Gibt es eine Existenz nach dem Tode?
    Antwort: Was wir Diesseits nennen, ist ja eigentlich die Schlacke, die Materie, also das, was greifbar ist. 
    Das Jenseits ist die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere. Das, worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen. Wenn ich mir also vorstelle, dass ich während meines diesseitigen Lebens nicht nur meine eigene kleine Festplatte [Gehirn] beschrieben habe, sondern immer auch etwas in den geistigen Quantenfeldern [Seele, körperunabhängigen Bewusstsein] abgespeichert habe, dann geht das ja mit meinem körperlichen Tod nicht verloren. In dem Maße bin ich unsterblich. Interview mit Professor Hans-Peter Dürr, Quantenphysiker, ehemaliger Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik, München, (P.M. Magazin 05/2007)
  • Dürr erhielt für seine Theorien Unterstützung von dem Heidelberger Physiker Professor Markolf H. Niemz. Dieser glaubt, dass sich nach dem Tod eines Menschen die Seele mit Lichtgeschwindigkeit aus dem Körper verabschiedet und sich in den universellen Quantencode einfügt. Niemz lehrt an der Universität Heidelberg Medizintechnik. Daneben beschäftigt er sich intensiv mit der Nahtodforschung. Letztere lieferte die entscheidenden Impulse für seine These. Zitat aus http://goazin.de/quantenphysik-leben-tod-seele/

Diskussion

Behauptung: Ich kenne diese Berichte von Nahtoderfahrungen. Ich spreche den Leuten nicht ihr Erleben ab, sondern den Schluss der daraus gezogen wird, dass Nahtoderlebnisse etwas über ein Leben nach dem Tod aussagen. Diese Menschen waren nicht tot, sonst hätten sie nicht darüber berichten können.

Nils: Die Nahtoderfahrungen weisen darauf hin, dass das Bewusstsein vom Körper unabhängig ist. Die Menschen konnten mit ihrem Bewusstsein während der Operation aus ihrem Körper austreten und die Operation von oben beobachten. Sie konnten später genau über die Operation und die Gespräche Auskunft geben. Daraus kann gefolgert werden, dass das Bewusstsein beim Tod genauso aus dem Körper austritt und dann den Körper überleben kann.

Es gibt aber auch Beispiele wo körperlich Tote in der Welt handeln. Vielen Menschen erscheinen ihre toten Verwandten nach dem Tod im Traum. Viele erleuchtete Meister kommunizieren mit ihren Schülern auch nach ihrem Tod über Träume und Visionen. Sie helfen ihren Anhängern auch weiterhin auf ihrem Weg. Mir ist das selbst oft geschehen. 

Im tibetischen Buddhismus gibt es eine Praxis, dass erleuchtete Meister noch drei Tage nach ihrem Tod mit ihrem Bewusstsein im Körper sind. Der Körper bleibt dann aufrecht sitzen. Eine Verwesung findet nicht statt. Das Herzchakra ist warm. Und die Menschen können die Anwesenheit des Erleuchteten spüren.

Der Karmapa ist neben dem Dalai Lama der zweite oberste Meister im tibetischen Buddhismus. Der 16. Karmapa schenkte der westlichen Welt einen Beweis des Weiterlebens nach dem Tod. Er starb 1981 in einem Krankenhaus in Chicago. Für die behandelnden Ärzte erkennbar demonstrierte er das Sterben und die anschließende Rückkehr der Seele in den Körper.  

Bericht des behandelnden Arztes Dr. Mitchell Levy: „Er starb. Ich wusste es. Jeder im Team wusste es. Und dann wachte er wieder auf und setzte sich aufrecht. Er öffnete seine Augen und sein Wille brachte ihn wieder hoch. So etwas hatte ich noch nie erlebt.“
Trungpa Rinpoche sagte später zu mir: „Jetzt sehen sie, was wirklich möglich ist.“ Es war fast, als hätte jemand die Messgeräte ausgesteckt, irgendwas mit ihnen gemacht, sie wieder angeschlossen – und sie zeigten einen Normalzustand.  

Einige Tage danach starb der Karmapa tatsächlich. 48 Stunden nach seinem Tod war seine Brust über seinem Herzen warm. Kurz nachdem wir das Zimmer verlassen hatten, kam der Chirurg und sagte: „Er ist warm, er ist warm.“ Und dann kam es so, dass das Pflegepersonal immer wieder fragte: „Ist er noch warm?“  

Es war in Übereinstimmung mit der traditionellen tibetischen Erfahrung. Verwirklichte Menschen wie Seine Heiligkeit bleiben, nachdem Atem und Herzschlag aufgehört haben, noch einige Tage in einem Zustand tiefer Meditation in ihrem Körper.“

Interview mit Amit Goswami

Goswami: Von Anfang an – seit dem Beginn der Quantenphysik im Jahr 1900 – hat die Quantenphysik Hinweise darauf gegeben, dass sich unsere Sicht der Dinge ändern könnte. Von 1982 an kamen dann Ergebnisse aus den Laborexperimenten der Physiker. Das ist das Jahr, in dem in Frankreich Alain Aspect und seine Mitarbeiter das große Experiment (geistige Verknüpfung aller Quanten in einer höheren Dimension) durchführten, mit dem die Glaubwürdigkeit der spirituellen Ansätze, insbesondere der Transzendenz, schlüssig nachgewiesen wurde.

Als Hintergrund dazu sei gesagt, dass die Quantenphysik seit vielen Jahren Hinweise darauf gegeben hatte, dass es andere Ebenen der Realität gibt, als die materielle Ebene. Es begann damit, dass Quantenobjekte als Wahrscheinlichkeitswellen angesehen wurden. Anfangs dachte man: „Ach, sie sind bloß wie die üblichen Wellen.“ Aber es zeigte sich sehr schnell, dass sie nicht Wellen in Raum und Zeit waren. Sie haben Eigenschaften, die nicht mit denen der üblichen Wellen korrespondieren. Somit wurden sie als Potenzialwellen, Wellen von Möglichkeiten, erkannt. Und das Potenzial war Transzendenz, jenseits von Materie.

Allerdings war für eine lange Zeit die Tatsache, dass dies transzendentes Potenzial war, nicht sehr klar. Dann bewies Aspects Experiment, dass Objekte tatsächlich jenseits von Raum und Zeit verbunden sind – außerhalb von Raum und Zeit! In diesem Experiment gibt ein Atom zwei Lichtquanten ab, Photonen genannt, die in entgegengesetzte Richtungen ausstrahlen. Dennoch beeinflussen diese Photonen einander, ohne irgendwelche Signale auszutauschen. Beachten Sie bitte: Ohne irgendwelche Signale durch den Raum auszusenden, beeinflussen sie einander – und zwar sofort.

Nun hat Einstein jedoch vor langer Zeit bewiesen, dass zwei Objekte in Raum und Zeit einander nie sofort beeinflussen können, da sich alles nur innerhalb einer maximalen Geschwindigkeit bewegen kann, der Lichtgeschwindigkeit. Es wurde angenommen, dass jedes Signal räumlich ist und insofern eine bestimmte Zeit benötigt, um sich im Raum zu bewegen. Aspects Photonen jedoch – die Photonen, die von einem Atom in seinem Experiment freigesetzt wurden – beeinflussen einander in räumlicher Distanz, und da sie dies augenblicklich tun – schneller als mit Lichtgeschwindigkeit. Daraus lässt sich schließen, dass diese Einflussnahme sich nicht durch den Raum bewegt haben konnte. Stattdessen muss dieser Einfluss in einem anderen Realitätsbereich (in einer höheren Raumzeitdimension) stattgefunden haben.

Hamilton: Sie meinen also, dass die Vorstellung einer höheren Dimension eingeführt werden muss, um all dies zu verstehen.

Goswami: Ja. Henry Stapp, ein Physiker an der Universität von Berkeley in Kalifornien, sagt es ganz deutlich in einer seiner Arbeiten, die er 1977 schrieb: Dinge außerhalb von Raum und Zeit beeinflussen Dinge im Raum- und Zeitgefüge. Gar keine Frage, genau das geschieht mit Quantenobjekten im Bereich der Quantenphysik.

Hamilton: Was war ihre spezielle Entdeckung?

Goswami: Ich hatte das Glück, durch die Quantenphysik erkennen zu können, dass alle Paradoxa der Quantenphysik gelöst werden können, sobald wir Bewusstsein als Urgrund des Seins anerkennen. Das war mein spezifischer Beitrag – hier liegt natürlich das Potenzial für einen Paradigmenwechsel, denn nun können Wissenschaft und Spiritualität einander wirklich ergänzen.

Hamilton: Ihr Ansatzpunkt war die Gehirnforschung.

Goswami: Damals nahm man an, dass das Bewusstsein eine Folge des Gehirns sein müsse. Dann hätte alle Wirkung von den materiellen Elementarteilchen ausgehen müssen. Das war mir ein Rätsel. Und ich konnte ganz einfach keinen Weg finden, es zu lösen. Später erkannte ich, dass Bewusstsein die primäre Realität ist. Über unserem materiellen Kosmos gibt es eine höhere Realität. Diese höhere Dimension besteht aus Bewusstseinsenergie. Das Universum ist ein bewusstes Universum und wird durch Bewusstsein erzeugt. Bewusstsein ist die einzige wahre Realität, es existiert außerhalb der physikalischen Raumzeit. Bewusstsein ist kein Epiphänomen der Materie, keine Folge des Gehirns. Bewusstsein existiert nicht aus der Materie heraus, sondern es kann die Materie beeinflussen. Die Welt der Manifestationen geht letztlich aus einer transzendenten Ideenwelt hervor.

Der Gehirnforscher John Eccles hat erkannt, dass Nervensignale im Gehirn auf Quantenwellen basieren. Hier ist der große Verbindungspunkt zwischen der geistigen und der materiellen Welt. Der Geist ist eine vom Körper getrennte Energie, die über die Quanten als kleinste Teile unseres Kosmos auf das Gehirn einwirken kann. Der Geist steht über der Materie. Mit einer derartigen Sichtweise werden viele unerklärliche Phänomene erklärbar.

Hamilton: Wann haben Sie sich auf die Suche nach einer neuen Weltsicht begeben? Goswami: Mit 37 befriedigte mich jene Welt der Wissenschaftler nicht mehr, wo es Gott nicht gab und der Lebensinhalt nur darin bestand, mentalen Konzepten nachzujagen, um beruflichen Ruhm zu erlangen – sie befriedigte mich nicht mehr, und sie machte mich nicht glücklich. Sie war im Grunde nur voller Leiden.

Das brachte mich zur Meditation. Ich wollte sehen, ob es einen Weg gab, auf dem ich zumindest Trost oder sogar Glück finden konnte. Allmählich fand ich damit große Freude, aber das brauchte einige Zeit. Irgend etwas in mir wurde da aufgestoßen, genau kann ich es nicht erklären. Es war eine ultimative Wahrnehmung, die ich in diesem Moment hatte.

In meiner Psyche geschah eine totale Umkehr, und ich erkannte einfach, dass Bewusstsein der Urgrund allen Seins ist. Ich erinnere mich, dass ich eine ganze Nacht wach blieb, zum Himmel aufschaute und dabei ein wirklich mystisches Gefühl davon hatte, was die Welt ist, und die völlige Überzeugung, das ist die Art und Weise, wie die Welt ist. So ist die Wirklichkeit, und man kann Wissenschaft betreiben.

Und ich möchte noch erwähnen, dass ich auch wieder heiratete, und die Liebe war eine sehr wichtige Herausforderung. Anders gesagt, ich erkannte sehr bald, nachdem ich zum zweiten Mal geheiratet hatte, dass Liebe etwas ganz anderes war, als ich gedacht hatte. So entdeckte ich mit meiner Frau die tiefere Bedeutung der Liebe, und das hat auch viel zu meiner eigenen Spiritualität beigetragen. 

(Kurzfassung und Neuformulierung von mir unter Verwendung der wichtigsten Zitate)

https://www.bibliotecapleyades.net/ciencia/ciencia_consciousuniverse08.htm

Wikipedia: Amit Goswami (* 4. November 1936 in Indien) ist ein indisch-amerikanischer Physiker. Er war Professor am Institut of Theoretical Science der University of Oregon. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten verfasst und zwei Physikbücher geschrieben, davon eines über Quantenmechanik. Er bemüht sich um eine Verbindung von Quantenphysik und Spiritualität.

Bernard Jakoby

 Jakoby sieht als Hauptbeweise für ein Leben nach dem Tod die heutige Nahtodforschung, die Erkenntnisse der Rückführungstherapeuten, die Versuche der Parapsychologie mit medial veranlagten Menschen und die Aussagen der Erleuchteten (Mystiker) an.

Die Nahtodforschung hat nachgewiesen, dass es ein vom Gehirn unabhängiges Bewusstsein (Seele) gibt. Es besteht deshalb die Möglichkeit, dass das Bewusstsein eines Menschen nach dem Tod des Körpers in einer höheren Dimension des Kosmos weiter existiert. Viele Menschen mit Nahtoderfahrungen haben von einer jenseitigen Welt mit verschiedenen Lebensbereichen berichtet. Tausende von Aussagen sind in den letzten Jahrzehnten gesammelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

In der Rückführungstherapie werden die Menschen in eine Hypnose versetzt und dann zum Zurückgehen in frühere Leben aufgefordert. Dabei wurde überraschenderweise festgestellt, dass manche Patienten in ihrer Erinnerung nicht in ein früheres Leben, sondern in die Zwischenwelt oder die Lichtwelt gekommen sind. Sie beschrieben das Leben im Jenseits genau wie die Nahtodpatienten. Die Erkenntnisse der Rückführungstherapeuten deuten deshalb ebenfalls auf die Existenz eines Jenseits hin.

Der amerikanische Professor Gary Schwartz testete von 1998 bis 2001 die bekanntesten medial veranlagten Menschen der USA. Er verglich ihre Aussagen über entfernte Dinge mit einer Kontrollgruppe aus normalen Menschen. Die Medien hatten eine Trefferquote von 83 %, während es die Kontrollgruppe nur auf 36 % brachte. Die Medien konnten mit ihrem Geist ins Jenseits spüren und Kontakt mit Verstorbenen aufnehmen. Sie erfuhren Dinge, die sie vorher nicht wussten und die sich im Nachhinein als wahr herausstellten. Medial veranlagte Menschen sind wichtige Zeugen für ein Leben nach dem Tod.

Über die Mystik sagt Jakoby: „Mystik ist in ihrem Kern ein Bewusstseinszustand, durch den die Einheit aller Dinge erlebt wird. Der Mystiker schaut eine Wirklichkeit, die alles übersteigt, was mit dem Verstand vorstellbar ist. Alle Widersprüche des Lebens heben sich auf, und die Wahrheit, dass Gott ist, wird zum allumfassenden Wissen. Wer die Einheit mit Gott erfährt, ist in der Liebe.“

Als großen Erleuchteten bezeichnet Jakoby den schwedischen Mathematiker Emanuel Swedenborg (1688-1772). Swedenborg hatte oft außersinnliche Wahrnehmungen, die sich im Nachhinein bestätigten. 1758 erschien sein Hauptwerk „Himmel und Hölle“. Er beschreibt darin die geistige Welt. Seine Darstellungen stimmen weitgehend mit den Aussagen der Nahtodpatienten überein. Er berichtet von dem Lebensrückblick, von dem Tunnel als Übergangsweg in die Lichtwelt, von der Begrüßung durch Freunde und Verwandte und von wunderschönen Landschaften im Jenseits: „Alle Menschen, die ihr Leben dem Guten gewidmet haben und ihrem Gewissen (ihrer inneren Stimme der Richtigkeit) gefolgt sind, werden ins Licht gelangen.“

Wikipedia: Bernard Jakoby (* 6. August 1957 in Cloppenburg) ist ein deutscher Autor, Magister der Literaturwissenschaft und hält Vorträge zum Thema Tod in Berlin. Sein erstes Buch Auch du lebst ewig machte ihn bekannt. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Bernard Jakobys Thesen sind umstritten.

Bernard Jakoby setzt sich mit Nahtod-Erfahrungen, Nachtod-Kontakten, dem Sterbeprozess und der Sterbe- und Trauerbegleitung auseinander. Er ist bemüht, Beweise zu erbringen, dass das Bewusstsein und die Seele nach dem Tod des menschlichen Körpers weiter existieren und es ein Leben nach dem Tod gibt, der Tod nur ein Übergang in eine andere Form des Seins ist, was durch die zahlreichen, spontan erlebten Nachtodkontakte empirisch nachweisbar sein soll.

Das Hauptanliegen von Bernard Jakoby ist, durch Berichte über ein „Leben nach dem Tod“ Ängste im Umgang mit Sterbenden und dem Tod abzubauen. So veranstaltet er regelmäßig Seminare und Vorträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz und gibt in Presse, Rundfunk und Fernsehen Interviews zum Thema.

Seit einigen Jahren erhält Bernard Jakoby nach eigener Aussage „Durchgaben“ von seinem „Seelenbegleiter“ Grégory. 2009 veröffentlichte er den diesbezüglich ersten Band unter dem Titel Gesetze des Jenseits – Botschaften von Gregory. In diesem Buch geht es um den Bewusstseinswandel in der heutigen Zeit und wie ein Mensch den Kontakt zu seiner Seele herstellen kann.

Wie es ist zu sterben – Das größte Geheimnis der Menschheit – Bernard Jakoby 

 Bernard Jakoby – Nachtodkontakte, wie Verstorbene mit Hinterbliebenen kommunizieren

LEBEN NACH DEM TOD – Wissenschaftliche Beweise – Bernard Jakoby

Das tibetische Totenbuch

Das tibetische Totenbuch enthält Anweisungen für eine gute Reise nach dem Tod. Es ähnelt dem ägyptischen Totenbuch. Auch viele Nahtoderfahrungen deuten darauf hin, dass wir nach dem Tod ins Licht gehen können. 

Wikipedia: Bardo Thödröl („Befreiung durch Hören im Zwischenzustand“; auch: Tibetisches Totenbuch) ist eine buddhistische Schrift aus dem 8. Jahrhundert, die im 14. Jahrhundert in einer Höhle entdeckt wurde und auf den Begründer des tibetischen Buddhismus, Padmasambhava, zurückgeht. Das Bardo Thödröl ist eine der wenigen Schriften, die auf die Erlebnisse der menschlichen Seele beim Sterben, im Nach-Tod-Zustand und bei der Wiedergeburt eingeht, und soll Verstorbenen als Führer durch die Zeit der Bardo-Existenz zwischen Tod und Wiedergeburt dienen. Darüber hinaus ist das Bardo Thödröl eine Anweisung, wie der Verstorbene mit Hilfe vorgelesener Texte das Licht der Erlösung erkennen und den Kreislauf der Wiedergeburten verlassen kann. Diese „Kunst des Sterbens“ stehe jedem offen und müsse bereits im Leben, durch Zerreißen der Schleier der Maya, eingeübt werden.

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/religion/tibetisches-totenbuch-thema100.html

Das Tibetische Totenbuch ist eine Art Reiseführer für Sterbende. Es wurde insbesondere dafür geschaffen, während des Sterbeprozesses (von einem Meister oder einem spirituellen Freund) vorgelesen zu werden. Denn durch das Hören bestimmter tiefgründiger Lehren im Moment des Todes besteht nach buddhistischer Auffassung die Möglichkeit, Befreiung oder Erleuchtung zu erlangen.

Aus buddhistischer Sicht gibt es keinen Grund, sich vor dem Tod zu fürchten. „Lü“, das tibetische Wort für Körper bezeichnet „etwas, das man zurücklässt“ – wie Gepäck. Es sei wesentlich, im Leben zu begreifen, dass der Körper eine Illusion ist – um ihn gut zurücklassen zu können. Im Buddhismus leitet der Tod lediglich ein neues Kapitel ein. Es ist von großer Bedeutung, wie man stirbt. Auf zwei Dinge kommt es vor allem an: Auf das, was wir im Leben getan haben und auf den Zustand unseres Geistes in jenem Augenblick des Todes. Denn im Todesmoment sind wir der Mensch, der wir heute sind und das hat Auswirkungen auf das, was nach buddhistischer Sicht weitergeht. Beim Verlassen des Körpers erscheint das so genannte Klare Licht.

Wer in der Lage ist, die Natur des Geistes zu begreifen, ist befreit. Die meisten Menschen werden in diesem Moment das Klare Licht nicht erkennen, weil sie sich nicht auf den Tod vorbereitet haben und keine Kenntnis von der innersten Natur unseres Geistes. Sie reagieren ihren alten Ängsten, Gewohnheiten und Wahrnehmungsmustern entsprechend. Wer jedoch in einer positiven Geisteshaltung stirbt, kann zumindest die Bedingungen für die nächste Geburt verbessern. Der Todesmoment birgt die Chance eine andere Bewusstseinsebene, ein heilsames Karma, zu erreichen, um zu einer glücklichen Wiedergeburt zu gelangen. Aus buddhistischer Sicht sind für den Sterbenden drei Faktoren notwendig: Die Summe seiner guten und schlechten Taten (das karmische Potential), die spirituelle Praxis, die er zu Lebzeiten ausgeübt hat und die Anwesenheit geistigen Beistands, möglichst ein spiritueller Lehrer, „Lama“ genannt.

Das ägyptische Totenbuch

Wikipedia: „Das ägyptische Totenbuch („[Buch vom] Heraustreten in das Tageslicht“) ist eine Sammlung von Zaubersprüchen, Beschwörungsformeln und liturgischen Anweisungen. Die verschiedenen Tore dienen dem Schutz von Osiris, da nur jene Verstorbene in die Unterwelt eintreten dürfen, die „rein sind und die Namen der Tore kennen“. Bevor sich die Ba-Seele mit seinem Leichnam (Mumie) in der Unterwelt vereinigen kann, müssen zahlreiche Prüfungen bestanden werden. Den Abschluss bildet das Totengericht, das über die erbrachten Leistungen im Leben urteilt und nach positiver Einschätzung die Ba-Seele des Verstorbenen in „das Gefolge des Sonnengottes Re“ übertreten lässt. Das Ägyptische Totenbuch ist ein wichtiges Zeugnis der ägyptischen Mythologie. Viele der Sprüche sollen dem Toten helfen göttlich zu werden.“

Der Meister des Karma

Der Karmapa ist neben dem Dalai Lama der zweite oberste Meister im tibetischen Buddhismus. Der erste Karmapa wurde 1110 in Tibet geboren. Der 16. Karmapa schenkte der westlichen Welt einen Beweis des Weiterlebens nach dem Tod. Er starb 1981 in einem Krankenhaus in Chicago. Für die behandelnden Ärzte erkennbar demonstrierte er das Sterben und die anschließende Rückkehr der Seele in den Körper. Bericht des behandelnden Arztes Dr. Mitchell Levy: „Er starb. Ich wusste es. Jeder im Team wusste es. Und dann wachte er wieder auf und setzte sich aufrecht. Er öffnete seine Augen und sein Wille brachte ihn wieder hoch. So etwas hatte ich noch nie erlebt.

Trungpa Rinpoche sagte später zu mir: „Jetzt sehen sie, was wirklich möglich ist.“ Es war fast, als hätte jemand die Messgeräte ausgesteckt, irgendwas mit ihnen gemacht, sie wieder angeschlossen – und sie zeigten einen Normalzustand. Einige Tage danach starb der Karmapa tatsächlich. 48 Stunden nach seinem Tod war seine Brust über seinem Herzen warm. Um es zu untersuchen, bewegte ich meine Hand zu jeder Seite seiner Brust, und es war dort kühl. Dann fühlte ich wieder in der Mitte, und dort war es warm. Ich kniff auch seine Haut, und sie war immer noch geschmeidig und völlig normal. Nach 36 Stunden ist die Haut eines normalen Toten wie Teig. Und hier war seine Haut nach 48 Stunden immer noch so wie meine oder Ihre. Es war, als ob er nicht tot wäre. Ich zwickte seine Haut und sie kehrte wieder in ihren vorherigen Zustand zurück. Der Spannungszustand war völlig normal. 

Kurz nachdem wir das Zimmer verlassen hatten, kam der Chirurg und sagte: „Er ist warm, er ist warm.“ Und dann kam es so, dass das Pflegepersonal immer wieder fragte: „Ist er noch warm?“ Es war in Übereinstimmung mit der traditionellen tibetischen Erfahrung. Verwirklichte Menschen wie Seine Heiligkeit bleiben, nachdem Atem und Herzschlag aufgehört haben, noch einige Tage in einem Zustand tiefer Meditation, ohne dass in dieser Zeit die Totenstarre eintritt. Nach drei Tagen endete der Samadhi. Man erkannte es, denn Seine Heiligkeit war nicht mehr warm und die Totenstarre setzte schließlich ein. Auch die Atmosphäre in dem Zimmer änderte sich, wurde normal.“

Reinkarnationsbericht des Autors

Nils: „Ich kann in der Meditation zu meinen früheren Leben hinspüren. Ich habe im Laufe meines spirituellen Reinigungsprozesses etwa tausend frühere Leben gesehen. Als ich sieben Jahre als Yogi gelebt hatte, überkam mich bei einer Meditation plötzlich der Wunsch, meine früheren Leben zu wissen. Ich spürte geistig in der Zeit zurück und erhielt bei einem bestimmten Punkt eine Resonanz. Es trat eine Art innerer Widerstand auf. Dort spürte ich dann genau hin. Nacheinander ertastete ich so geistig vier frühere Leben. Ich konnte jeweils den Ort, die Zeit und auch etwas die Art des früheren Lebens erkennen.

Die Rückerinnerung an frühere Leben in der Meditation ist eine Yogatechnik. Eine weitere Technik besteht darin, systematisch alle Verspannungen im Körper und im Geist aufzulösen. Das ist der Hauptweg des Hatha-Yoga. Dann kommt man eines Tages zu der für einen persönlich richtigen Zeit an Stresssituationen aus früheren Leben heran. Wer zu früh seine vergangenen Leben ansieht, kann manchmal mit den meistens grausamen Geschehnissen nicht gut umgehen. Man sollte diese Dinge nicht gewaltsam forcieren, wie es teilweise in spirituellen Workshops geschieht.

Alle großen Stresssituationen werden im Seelengedächtnis gespeichert. Wenn sich die Verspannungen lösen, tauchen in Träumen oder im Wachzustand Bilder oder kurze Szenen (kleine Filme) aus den Stresssituationen auf. Die Lösungsprozesse sind oft mit intensiven Körperreaktionen wie Unruhe, Muskelzittern, Hitze oder Kälte verbunden. Bei mir lösten sich zuerst die Verspannungen aus dem jetzigen Leben. In kurzen Filmszenen sah ich stressreiche Examenssituationen, Beziehungsstreitigkeiten und verdrängte Unfälle. Da ich die Stressereignisse noch in Erinnerung hatte, wurde mir der Zusammenhang zwischen spirituellen Übungen, Auflösung von inneren Verspannungen und dem Auftauchen von Lösungsträumen deutlich bewusst. Ich lernte klar zu unterscheiden was ein Lösungstraum und was ein normaler Traum war.

Nachdem ich drei Jahre als Yogi gelebt hatte, lösten sich die bei meiner Geburt entstandenen Verspannungen. Ich durchlebte noch einmal bewusst meine Geburt. Ich floss durch einen dunklen Kanal hindurch, spürte großen Stress und war dann im Freien. Später erlebte ich noch zehn Geburten aus früheren Leben. Tod und Geburt sind nach den Berichten der tibetischen Yogis die beiden Hauptfälle der im Seelengedächtnis gespeicherten Stresssituationen.

Nach elf Jahren als Yogi tauchten plötzlich die früheren Leben in meinem Geist auf. Zuerst lösten sich nur einzelne frühere Leben. Dann kamen ganz viele frühere Leben wieder an die Oberfläche meines Bewusstseins. Und nach etwa vier Jahren ebbte der Prozess langsam wieder ab. Anders als bei dem bewussten Hinspüren während einer Meditation kamen jetzt sehr deutliche Kurzfilme. Ich konnte meistens alle Einzelheiten der jeweiligen Stresssituation und auch die Lebensumwelt erkennen. Aus den einzelnen Bildern konnte ich geographische und zeitliche Zuordnungen vornehmen.

Am schlimmsten in meinen früheren Leben waren die vielen Kriege. Ich sah mich traurig vor verkohlten Häuserruinen stehen. Die Feinde hatten meine ganze Familie umgebracht. Das war für mich schrecklicher, als wenn ich selbst gestorben wäre. Damals entwickelte sich in mir der Wunsch nach einer glücklichen Welt mit genug zu Essen, fröhlichen Menschen und einem dauerhaften Frieden. In meinem letzten Leben war ich ein Mönch. Es gelang mir aber nicht zur Erleuchtung zu kommen, weil ich mich im formalen Üben verloren hatte. In diesem Leben probierte ich viele spirituelle Techniken aus und fand den Weg, auf dem ich effektiv spirituell vorankomme. Ich habe das Gefühl, dass ich jeden Tag optimal spirituell wachse. Ich schreibe das meinem guten inneren Gespür, meinem spirituellen Wissen und der Gnade meiner erleuchteten Meister zu. Sie scheinen mich aus einer höheren Dimension heraus genau zu sehen und jeden Tag geistig so zu lenken und meine Lebensumstände so zu konstellieren, dass ein ständiger innerer Wachstums- und Reinigungsprozess entsteht. Ich kann es rational nicht begreifen, aber es fühlt sich an wie ein Leben in der Gnade.“

Das spirituelle Ziel (Moksha, Nirvana, Paradies)

Nahtoderfahrung und Nachtodkontakt einer Skeptikerin | Diana Raffenberg,

Das Sterben war überhaupt nicht schlimm“ | Michèle Bögli

Das spirituelle Ziel nennt sich im Yoga Moksha. Moksha bedeutet Befreiung vom Kreislauf der Wiedergeburten. Wobei dieser Begriff etwas zu kurzgefasst ist. Es geht letztlich um die Erleuchtung. Es geht darum einen Zustand allergrößten Glücks, allergrößter Liebe und allergrößten Friedens zu erreichen. Nach den Erfahrungsberichten ist dieser Zustand auf der Erde nur begrenzt zu erreichen. Auf der Erde kann man sich diesem Zustand annähern.

Bei meiner ersten Erleuchtungserfahrung 1984 löste sich mein Ego vollständig auf. Ich war reines Sein. Ich war egoloses Bewusstsein. Dadurch erfuhr ich einen tiefen inneren Frieden. Alle meine Ängste verschwanden. Ich identifizierte mich nicht mehr mit meinem Körper. Ich ruhte anhaftungslos in einer Dimension des inneren Friedens. Ich war eins mit allem, obwohl es mein Bewusstsein immer noch als eigenständige Einheit gab. Ich konnte auch mit meinem Bewusstsein meinen Körper verlassen und in andere Körper hineingehen.

Aber mir fehlte das tiefe innere Glück. Dieses tiefe innere Glück erfuhr ich zwei Jahre später, als meine Kundalini-Energie erwachte. Wir können es auch das Erwachen der spirituellen Energie nennen. Das geschah auf viele verschiedene Weisen. Die Grunderfahrung bestand darin, dass in der Meditation meine Kundalini-Energie im Unterbauch (im Wurzelchakra) erwachte und in der Mitte meines Körpers bis in den Kopf hin aufstieg. Wobei es dabei schon verschiedene Wege gibt. Die Energie kann in der Wirbelsäule, in der Körpermitte und an der Körpervorderseite aufsteigen. Der Weg über den Rücken ist der Weg der Kraft, der Weg über das Brustbein ist der Weg der Liebe und des Glücks, und der Weg durch die Mitte des Körpers ist der Weg der Harmonie. Als Symbol gibt es dafür den Baum der Erleuchtung, der in der Mitte der Paradieses oder auf dem Berg der Erleuchtung wächst. Als Frucht bringt der eine Kugel, einen Apfel, das Einheitsbewusstsein hervor. Wir können diesen Weg durch den mittleren Weg Buddhas oder durch die Figur der Gottheit Brahma symbolisieren, der mit seinen vier Gesichtern in alle vier Himmelsrichtungen blickt und so in die Einheit des Kosmos gelangt.

Die Energie stieg bei mir als armdicke Energiesäule langsam von Chakra zu Chakra auf und öffnete dabei die Chakrenknoten. Ich wurde immer ruhiger. Als die Energie die Kopfmitte erreichte, gab es einen Bewusstseinsumschwung und ich war in einer absoluten Dimension des Glücks. Der innere Frieden des erleuchteten Seins hatte sich mit dem inneren Glück verbunden. Diesen Zustand beschreibe ich als Erleuchtung. In mir war das Licht, ich lebte im Licht und strahlte Licht aus.

Ich war sozusagen mit dem göttlichen Licht gefüllt. Im Christentum bezeichnet man diese Energie auch als den Heiligen Geist. Durch das Einfließen des Heiligen Geistes wurde ich eins mit Gott. Mein persönliches Ego löste sich auf. Im Christentum herrscht die Vorstellung vor, dass der Heilige Geist von oben in den Körper eintritt. Das geschah mir kurze Zeit später bei einer zweiten Energieerfahrung. Ich machte eine Yogaübung im Stehen, streckte die Hände zum Himmel, und plötzlich öffnete sich der Himmel, eine starke Lichtenergie floss vom Himmel herab durch mein Scheitelchakra in meinen Körper und erfüllte mich mit Licht, Liebe und Glück. Auf meinem Kopf bildete sich eine Energieflamme, eine Feuerzunge, wie sie beim Pfingstereignis im Christentum beschrieben. Entsprechend dieser Erfahrung gibt es Buddhastatuen, bei denen auf dem Kopf des Buddhas eine Energieflamme sichtbar wird.

Einen dritten Weg erfuhr ich einige Zeit später, als wieder bei einer Yogaübung im Stehen die Energie vom Wurzelchakra zum Kopf hin aufstieg, mein Scheitelchakra öffnete und dann zum Himmel schoss. Von dort aus floss es dann wieder in einem großen Außenkreis herunter und verband mich dadurch mit der Einheit des Kosmos. Mutter Meera erklärte, dass bei einem solchen Geschehen die Erleuchtung unumkehrbar ist. Tatsächlich löste sich bei mir die Erleuchtung aber wieder auf. Allerdings blieb das Ziel und die Erfahrung in meinem Bewusstsein gespeichert. Ich ging und gehe immer noch einen langen Weg, um dort hin zurück zu kommen.

Ich glaube, dass es verschiedene Erleuchtungszustände gibt. Man kann man diese Zustände mit den Begriffen Nirvana und Parinirvana beschreiben. Das Nirvana kann man auf der Erde erfahren und im erleuchteten Sein leben. Im Yoga nennt man das Sat-Chid-Ananda. Man lebt im Sein, im Einheitsbewusstsein (Gottesbewusstsein) und in der Glückseligkeit (Ananda). Im Parinirvana ist das Glück noch unermesslich größer. Dieses Glück kann man nur im Jenseits erfahren. Im Buddhismus ist es das letztendliche Ziel ins Parinirvana zu kommen. Im Hinduismus nennt man diesen Bereich Satyaloka, den Ort absoluter Wahrheit.

Im Christentum spricht man von einem Ruhen in Gott. Wir werden eins mit Gott. Wir leben im Königreich Gottes. Wobei im Christentum der Weg zum absoluten egolosen Licht über die persönliche Gottesvorstellung geht. Wir verbinden uns mit Gott oder mit Jesus und werden dann ins Licht geführt. Im Hinduismus gibt es dafür verschiedene Gottheiten wie Shiva, Vishnu, Brahma, Ganesha, Durga, Sarasvati und Lakshmi. Sie alle verkörpern verschiedene Wege zur Erleuchtung und zum Aufstieg ins Licht.

Im Buddhismus gibt es Buddha als Hauptvorbild. Daneben existieren im Mahayana-Buddhismus noch viele weitere Gottheiten wie Amitabha, Chenrezig und Tara. Im tibetischen Buddhismus und im insbesondere im Zen-Buddhismus wird dann der persönliche erleuchtete Meister zum Hauptbegleiter auf dem Weg ins Licht.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Hinduismus und Buddhismus auf der einen und dem Christentum auf der anderen Seite. Hindus und Buddhisten glauben an die Reinkarnation. Ein Wesen wird solange wiedergeboren, bis es das Ziel der Erleuchtung erreicht hat. Im Christentum glaubt man überwiegend daran, dass man nach dem Tod des Körpers dauerhaft mit seiner Seele ins Paradies oder in die Hölle kommt. Allerdings gibt es auch im Christentum teilweise Anhänger der Reinkarnationslehre. Hinweise dafür gibt es bereits in der Bibel. So wird davon gesprochen, dass Jesus am Ende aller Zeiten noch einmal auf die Erde kommt, also reinkarniert.

Die Möglichkeit der Reinkarnation eines erleuchteten Wesens gibt es auch im Buddhismus und im Hinduismus. Im Buddhismus gibt es dafür das Vorbild des Bodhisattvas. Alle tibetischen Buddhisten und alle Zen-Buddhisten geloben sich so lange zu reinkarnieren, bis alle fühlenden Wesen auf der Erde vom Leid befreit sind. Im Hinduismus gibt es das Vorbild Vishnu, der sich in verschiedenen Formen immer wieder auf der Erde inkarniert, wenn es notwendig ist um die Welt zu retten. Auch Shiva inkarniert sich von Zeit zu Zeit mit seiner Frau Parvati auf der Erde. Entsprechend diesen Vorbildern gibt es auch im Hinduismus viele erleuchtete Meister, die sich immer wieder auf der Erde inkarnieren.

Viele erleuchtete Meister und auch Menschen mit Nahtoderfahrungen berichten vom höchsten spirituellen Ziel. Der Yogameister Sai Baba hat eine eigene Paradieslehre aufgestellt (Dr. Naresh Bhatia, Traum und Wirklichkeit im Angesicht Gottes, 1994). Er hat seinen Schüler Naresh Bhatia in die höchsten Paradiese geführt. Im tibetischen Buddhismus gibt es eine umfassende Paradieslehre. Man kann immer weiter aufsteigen, von den Paradiesen der Form über die formlosen Paradiesbereiche bis in die höchste Buddha-Ebene. Im Amitabha-Buddhismus arbeitet man mit einem Paradies der Form ähnlich wie im Christentum, von dem man in die höchste Lichtebene aufsteigen kann. Dazu muss man sich mit dem Buddha Amitabha verbinden. Buddha Amitabha führt dann seine Schüler entsprechend ihren Möglichkeiten ins Licht. Der Glaube allein genügt. Alles andere geschieht durch den Verlauf des Lebens und durch die Gnade Amitabhas (des erleuchteten Meisters). Wobei Amitabha ähnlich wie Jesus den Weg der umfassenden Liebe lehrt. Daran sollte man sich natürlich orientieren.

Viele Menschen mit einer Nahtoderfahrung sind ähnlich wie ich ins höchste Paradies gelangt. Bei mir war es der Weg der Meditation und der Aktivierung der Kundalini-Energie. Bei ihnen war es der Weg über eine Nahtoderfahrung. Ich möchte dazu zwei Beispiele anführen.

Diana Raffenberg war ähnlich wie ich eine Skeptikerin. 2013 litt sie an Atembeschwerden. Eines Nachts erwachte sie und trat dann mit ihrem Bewusstsein aus ihrem Körper aus. Sie erblickte einen unendlichen Raum und darin ein gewaltiges Licht. Sie ging auf das Licht zu und dann ins Licht hinein. Dort wurde sie mit einer unbeschreiblichen Liebe empfangen. Sie erlebte sich als reines Sein, das mit Liebe umhüllt und durchdrungen war. Das Licht bestand nicht nur aus Liebe und Glück, sondern auch aus Information und absolutem Wissen. Das Licht hätte jede Frage beantworten können. Aber Diana hatte anders als ich keine Frage. Aber nach der Erfahrung dieses Lichts hatte Diana wie ich das Gefühl alles verstanden zu haben. Sie kannte jetzt den tieferen Sinn des Lebens. Sie empfand dieses Licht als ihr wahres Zuhause. Durch dieses Licht konnte sie auch ihre früheren Leben sehen. Sich selbst nahm sie als feinstofflich und formlos wahr. Es war ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit und Glückseligkeit. Sie berührte das Licht und wurde selbst zu Licht und Liebe. Und gleichzeitig empfand sie sich immer noch als eigenes Ich. Das erging mir genauso. Dann zog es sie in ihren Körper zurück.

Michele Bögli hatte an ihrem 21. Geburtstag im Krankenhaus eine Nahtoderfahrung. Bei einer schweren Operation trat sie aus ihrem Körper aus. Sie wechselte von ihrem Körper direkt ins Licht. Sie fühlte sich wie in einer grenzenlosen, bedingungslosen Liebe gebadet. Es war ein Baden in Glückseligkeit, wie sie es von der Erde her nicht kannte. Zuerst ruhte sie nur im glückseligen Sein. Dann tauchte plötzlich ein riesengroßes formloses Lichtwesen auf, wie ein riesiges goldenes Licht. Sie dachte, dass sie jetzt sterben würde. Aber das Lichtwesen erklärte ihr, dass sie noch eine Aufgabe auf der Erde zu erledigen hatte. Das Besondere bei Michele Bögli ist, dass sie spirituell so weit entwickelt war, dass sie ihr Bewusstsein direkt in die höchste Lichtebene übertragen konnte. Man spürt auch jetzt noch in ihrem Video eine starke spirituelle Präsenz. Nach ihrer Lichterfahrung sehnte sich Michele lange Zeit danach in diesen Zustand wieder hereinzukommen. Sie fand dann für sich die Dankbarkeitsübung als spirituellen Hauptweg. Im Laufe der Jahre entwickelte sie sich immer weiter, bis sie jetzt als spirituelle Lehrerin arbeiten kann.

Meine frühere Freundin Martina hatte dreimal ein tiefes Erleuchtungserlebnis. Sie gelangte in den Zustand der absoluten Glückseligkeit. Aber sie dachte, dass sie nichts tun kann, um dort wieder hinzukommen und sich weiter zu entwickeln. Sie blockierte sich durch ihre Gedanken. Mir dagegen war immer klar, dass es einen Weg ins Licht gibt. Ich musste ihn nur finden. Ich probierte viele Wege aus, bis ich dann die Übungen fand, die mich persönlich ins Licht brachten. Das Grundlegende war es in einer so starken Ruhe zu leben, dass sich die Lebensenergie nach innen wenden kann. Dann brauchte ich verschiedene Techniken wie den Kundalini-Yoga, den Gottheiten-Yoga, den Guru-Yoga, das tägliche Gehen und die Meditation. Und insbesondere brauchte ich gute Techniken der Gedankenarbeit. Wesentlich war für mich der Weg der umfassenden Liebe. Dadurch gelang es mir mein Ego zu überwinden und in ein Einheitsbewusstsein zu gelangen. Das geht ganz einfach, indem ich jeden Tag allen Menschen Licht sende und eine glückliche Welt wünsche.

Die EREAMS-Studie

 Jenseitskontakte durch Medien (YouTube)

Jenseitskontakte sind ein sehr umstrittenes Thema. Professor Dr. Lazar hat sie mit der Ereams-Studie gründlich erforscht. Er kam zu dem Ergebnis, dass sich derartige Fähigkeiten wissenschaftlich beweisen lassen. Es gibt Medien, die Kontakte zu Verstorbenen im Jenseits herstellen können. Das ist für Angehörige oft sehr tröstlich. Und es ist ein zusätzlicher Beweis dafür, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und das Bewusstsein unsterblich ist.

EREAMS-Studie (Empirical Research of the Effectiveness and Authenticity of Messages from Spirit):

„Das Ziel der EREAMS-Studie ist die empirische Erforschung der Wirksamkeit und Authentizität von Botschaften aus der geistigen Welt. In der Studie wurden in der ersten Erhebungswelle 243 Jenseitskontakte (auch Sittings genannt) nach dem britischen Spiritismus untersucht, die von zwei renommierten und europaweit bekannten Medien durchgeführt wurden. Seit April 2021 läuft die zweite Erhebungswelle, aktuell (November 2021) liegen uns insgesamt über 300 ausgewertete Fragebögen vor. Die Resultate der ersten Erhebungswelle befinden sich in meinem Buch „Jenseits von Materie“, die neuen Ergebnisse der zweiten Erhebungswelle werden beizeiten veröffentlicht.

Die wichtigste Frage in unserer Studie ist, ob der Jenseitskontakt authentisch war, also ob es tatsächlich einen echten und überprüfbaren Kontakt zur Seele des Verstorbenen gab. Der Schwerpunkt der Studie liegt daher auf der Untersuchung und Überprüfung der durchgegebenen und objektiv verifizierbaren Beweise, die die wichtigste Voraussetzung sind, damit die vom Medium durchgegebenen Botschaften überhaupt geglaubt und angenommen werden können.

Viele Skeptiker und materialistisch geprägte Wissenschaftler werfen den Studien aus dem Bereich der Spiritualität immer wieder vor, dass sie nicht objektiv verifizierbar seien und sich somit einer anerkannten wissenschaftlichen Methodik entziehen würden. Subjektive Wahrnehmungen und Erfahrungsberichte von Betroffenen werden wissenschaftlich nicht akzeptiert. Solche Studien seien in einer Wissenschaft, die Objektivität, Messbarkeit und Wiederholbarkeit in Raum und Zeit fordert, nicht legitim.

Mit unserer EREAMS-Studie verlassen wir jedoch den Bereich der Subjektivität. Wir erreichen mit unserer Methodik ein völlig neues Qualitätslevel in der Erforschung von Jenseitskontakten. Wir untersuchen hochspezifische Beweise, die eindeutig messbar, also verifizierbar sind. Das folgende Beispiel aus einem unserer Fragebögen gibt dir einen ersten Eindruck davon. Eine Mutter, die ihre Tochter verloren hat, erhielt von dem Medium die Botschaft, dass ihr das Mädchen einen Hasen und einen einzelnen Fisch zeigen würde. Die Mutter bestätigte diese Botschaft, denn ihre verstorbene Tochter hatte tatsächlich einen Hasen bzw. ein Kaninchen und einen einzelnen Fisch als Haustiere. Sie schrieb in die Kommentare: „Welches Kind hat denn schon einen einzelnen Fisch als Haustier? Das ist mit Sicherheit nichts, was man erraten kann.“

Die Kenntnis dieser Information kann unmöglich über Recherchearbeit, Coldreading, Zeugen- und Aussagenpsychologie oder eine sonstige natürliche Erklärung begründet werden. Die genannte Information war eindeutig überprüfbar, die Mutter des Mädchens konnte die Infomationen eindeutig bestätigen. Genauso hätte sie diese Botschaft aber auch verneinen können. Es gab viele weitere solcher Botschaften, z.B. welche Gegenstände mit in den Sarg gelegt wurden, Sprachfehler wurden nachgeahmt, familiäre Geheimnisse, die nur der Verstorbene wissen kann oder was die letzten Worte am Sterbebett waren. Ich denke, wir sind uns einig darüber, dass man diese hoch spezifischen Informationen weder recherchieren noch phantasieren kann, auch die Methoden des Cold-Readings stoßen schnell an ihre Grenzen. Wir reden auch nicht mehr über ein persönliches Empfinden oder die eigene subjektive Wahrnehmung. Wir reden hier über eindeutige, objektiv verifizierbare Fakten. Doch ist das nur der Anfang, wir haben noch eine weitere Stufe der Evidenz nachweisen können, dazu beschreiben wir Fälle, wo man erst im Nachhinein durch Recherche und das Hinzuziehen weiterer Personen gewisse Informationen aus den Botschaften verifizieren konnte. Details dazu findest du in meinem Buch „Jenseits von Materie“ und in meinen Vorträgen. Der Vorwurf, solche spirituellen Studien entzögen sich einer seriösen wissenschaftlichen Methodik, kann daher nicht länger aufrecht erhalten werden. Sie sind zumeist nur ein Ausdruck einer dogmatischen Weltanschauung.

Die höchst signifikanten Ergebnisse dieser empirischen Studie bringen nicht nur das materialistische Weltbild ins Wanken, sie bestätigen darüber hinaus sehr eindrucksvoll die Evidenz für ein Weiterleben unseres Bewusstseins auch nach dem physischen Tod.“

Wie ist es im Jenseits?

Wie ist es im Jenseits? (YouTube)

Der Reinkarnationsforscher Dr. Dieter Hassler hat erforscht, was Menschen mit Reinkarnationserfahrungen über das Jenseits berichten. Die wichtigsten Aussagen sind:

„Das Geschehen auf der Erde wird nach dem Tod beobachtet (63 % der Fälle bei Rückführungen).

Es findet eine Prüfung oder Bewertung des vergangenen Lebens statt (davon berichtet auch Joyce).

Nach dem Tod begegnet man einem höheren spirituellen Wesen, von dem man geführt wird.

Nach dem Tod begegnet man Verstorbenen, manchmal Verwandten, Freunden oder Bekannten.

Man befindet sich in Räumen oder schönen Landschaften (Paradiesen oder Tempeln).

Man wird unfreiwillig wieder auf die Erde zurück geschickt oder man kommt freiwillig wieder zurück.

Man kann sich bezüglich der Wiedergeburt beraten oder darüber verhandeln. Man sieht und erkundet die Situation im Elternhaus vor der Inkarnation. Man kann den Körper bzw. die Mutter wählen.

Lernen und Weiterentwicklung ist das Ziel auf Erden. Man hat eine Aufgabe zu erfüllen.

Auf dem Weg zur Erde und nachher wird man von Wesen aus dem Jenseits begleitet und beschützt.

Die Zwischenlebenszeit im Jenseits ist sehr unterschiedlich lange. Bei den Reinkarnationsberichten von Kindern gibt es einen statistischen Mittelwert von 15 Monaten. Die Wiedergeburt geschah hier oft sehr schnell, weil es noch eine große Anhaftung an das Erdenleben gab. Rückführungsberichte sprechen eher von Jahrzehnten bis Jahrhunderten.“

Nils: Was sind meine Erfahrungen dazu? Ich habe normalerweise mehrere Jahrhunderte im Jenseits verbracht. Je weiter man spirituell entwickelt ist, desto länger kann man im Paradies im Jenseits verweilen. Das sagt auch mein spiritueller Meister Sai Baba. Er lehrt es deshalb im Alter die Anhaftungen an diese Welt langsam loszulassen und sich auf das Leben im Jenseits zu konzentrieren. Das entspricht auch der Lehre des Buddhismus. Das Hauptziel im Buddhismus und im Hinduismus ist es dauerhaft im Jenseits zu bleiben (im Parinirvana), d.h. sich von Zwang zur Wiedergeburt zu befreien. Dazu ist es notwendig zur Erleuchtung zu kommen. Solange man nicht erleuchtet ist, kommt man automatisch immer wieder zur Erde zurück. Es gibt aber auch den Weg sich im Jenseits zur Erleuchtung zu entwickeln. Nach den Aussagen vieler Erleuchteter geht die Entwicklung auf der Erde schneller, ist aber auch härter.

Andererseits gibt es im Buddhismus den Bodhisattva-Weg. Ein Bodhisattva kommt auf die Welt, um anderen Wesen zu helfen. Spirituelle Lehrer (Tulkus) inkarnieren sich deshalb im tibetischen Buddhismus oft kurze Zeit nach ihrem Tod in einem neuen Körper. Sai Baba erklärt entsprechend der hinduistischen Vishnu-Tradition, dass sich ein erleuchtetes Wesen immer dann wieder auf der Erde inkarniert, wenn es gebraucht wird oder wenn es die Liebe seiner Anhänger auf die Erde zieht.

Nach meiner Meinung gibt es im Jenseits sehr unterschiedliche Energiebereiche. Es gibt verschiedene Höllen (Wut, Trauer, Angst, Sucht, Depression), verschiedene Paradiesbereiche (Liebe, Kraft, Frieden, Weisheit, unterschiedliche Glücks- und Erleuchtungsstufen). Man kann von einem niedrigen Paradies in ein höheres Paradies aufsteigen. Dazu gibt es in den Paradiesen verschiedene Techniken (Yoga, Meditation, Kundalini-Yoga, Mantra-Yoga, Licht-Yoga, Gottheiten-Yoga). Nach den Nahtodberichten kommen nur wenige Menschen in die Hölle oder ins Paradies. Die meisten Wesen landen in einem Zwischenbereich (in der Astralebene, auf einem Stern, in einem anderen Universum).

Geführt und beschützt wird man im Diesseits und im Jenseits dann, wenn man Verbindung zu einem höher entwickelten Wesen hat. Deshalb ist es gut eine geistige Verbindung zu Jesus, Buddha, Shiva oder einem erleuchteten Meister (Heiligen) aufzubauen und sie täglich zu pflegen. Im tibetischen Buddhismus nimmt der Guru-Yoga einen zentralen Stellenwert ein. Im Amitabha-Buddhismus verbindet man sich jeden Tag durch ein Mantra, eine Meditation oder einen spirituellen Text mit dem Buddha Amitabha. Im ursprünglichen Buddhismus verbindet man sich durch das Lesen buddhistischer Texte, Mantren oder der Verehrung einer Buddha-Statue mit Buddha und den erleuchteten buddhistischen Meistern.

Ich habe von Leben zu Leben nach der Wahrheit und dem inneren Glück gesucht. Die Suche hat mich immer weiter geleitet. Jetzt habe ich meine spirituellen Meister gefunden und werde sicherlich von Leben zu Leben weiter von ihnen geführt. Ich praktiziere den Amitabha-Buddhismus, um nach meinem Tod ins Paradies aufzusteigen. Gleichzeitig habe ich das Bodhisattva-Gelöbnis abgelegt und werde vermutlich noch einige Male zur Erde zurückkehren. Nach Sai Baba braucht man bis zur vollständigen Erleuchtung (Buddhaschaft) mindestens drei Leben als Yogi. Danach hat man die freie Wahl, ob man das Leben im Paradies genießen oder auf der Erde den Weg der Liebe gehen will. Grundsätzlich habe ich mich für einen mittleren Weg entschieden. Etwas Freude, etwas Spaß, etwas Liebe, etwas spirituell üben, etwas meinen Mitmenschen helfen und etwas spirituell wachsen. Und grundsätzlich das Leben auf der Erde im erleuchteten Sein genießen.

Erde, Zwischenwelt und Lichtwelt

Im Jenseits (in der geistigen Welt) gibt es viele Bereiche. Je genauer man hinsieht, um so mehr Energieebenen (Bewusstseinsdimensionen) erkennt man. Man kann das Jenseits in tausend, in vierzehn, in sieben, in drei oder sogar nur in einen Bereich (den Himmel) einteilen. Im Christentum spricht man oft nur von „dem Himmel“ (dem Paradies). Der Apostel Paulus erfuhr bei seiner Jenseitsreise drei Himmel. Im Yoga sagt man, dass es tausend Stufen der Erleuchtung (Bewusstseinsebenen) gibt.

In der Spiritualität gibt es die Lehre von den drei Welten Erde (Welt der Materie), Zwischenwelt (Welt der Energie, Astralwelt) und Lichtwelt (Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks). Die Zwischenwelt und die Lichtwelt sind zwei verschiedene Bereiche des Jenseits (der Totenwelt). Es gibt alle drei Bereiche aber auch bereits als Bewusstseinszustände auf der Erde. Wir können auf der Erde vorwiegend körperlich (materieller Genuss, Essen, Sex), energetisch (Gefühle und Gedanken als Zentrum) oder spirituell (inneres Glück und umfassende Liebe als Zentrum) leben.

Die Erde ist der Bereich der festen Materie und der schwierigste Ort im Kosmos. Auf der Erde können die Seelen am intensivsten spirituell lernen, am schnellsten innerlich wachsen und am besten ihren Mitwesen helfen. Der Preis dafür sind das viele Leid auf der Erde, die Möglichkeit großer körperlicher Schmerzen und die Notwendigkeit von Geburt und Tod. Das Leben auf der Erde unterliegt ständiger Veränderung und ist zeitlich begrenzt.

Die Zwischenwelt wurde im antiken Griechenland Hades (Unterwelt, Totenreich) und im Alten Testament (Judentum) Scheol genannt. Sie war nicht wie im mittelalterlichen Christentum ein Ort der großen Qual und der ewigen Verdammnis, sondern einfach der Aufenthaltsort der Seelen nach dem Tod. Die Seelen verweilten dort vorwiegend in einem Zustand der Ruhe.

Es gibt in der Zwischenwelt viele verschiedene Bereiche. Manche sind eher glücklich, manche eher leidvoll, manche dynamisch, und viele sind Orte der Heilung und Erholung. Grundsätzlich kann man sagen, dass es in der Zwischenwelt energetisch etwas besser ist als auf der Erde. Die Zwischenwelt ist spirituell ein Aufstieg und kein Abstieg, obwohl sie oft unter der Erde (Unterwelt) visualisiert wird.

Der deutsche Begriff „Hölle“ und die englische Bezeichnung „hell“ leiten sich von dem germanischen „Hel“ ab (Wikipedia). Das germanische Totenreich stand unter der Herrschaft der Todesgöttin Hel (Holle). Es war wie der griechische Hades kein Ort der Bestrafung, sondern nur der normale Aufenthaltsort der Toten. Es gab dort sogar Festmähler. Man konnte in der germanischen Hel gut leben. Erst das mittelalterliche Christentum hat den Begriff „Hölle“ dann mit grausamen Vorstellungen belegt.

Die moderne Sterbeforschung sieht das Totenreich eher als einen positiven Ort an. Die Nahtodberichte sprechen überwiegend von positiven Erfahrungen. Grundsätzlich entspricht der Bewusstseinszustand der Seele nach dem Tod dem Bewusstsein vor dem Tod. Wir müssen deshalb davon ausgehen, dass das mittelalterliche Christentum das Wesen der Zwischenwelt (Hades, Hölle, Hel, Scheol) verfälscht hat, um den Menschen Angst zu machen und sie besser beherrschen zu können. Ich kehre zur ursprünglichen germanischen Bedeutung des Begriffes Hölle zurück und verwende hauptsächlich den neutralen Begriff „Zwischenwelt“.

Nach dem Tod treten die Verstorbenen in eine Phase der Erinnerung und der Neuorientierung ein. Sie betrachten noch einmal ihr vergangenes Leben und überlegen, in welche Richtung sie sich in Zukunft weiterentwickeln wollen. Dann verbleiben sie für längere Zeit in der Zwischenwelt, inkarnieren sich wieder auf der Erde oder fließen durch den dunklen Tunnel der Egoauflösung in die Lichtwelt.

Die Bibel spricht von einem Ort des Gerichtes im Jenseits. Die heutige Nahtodforschung betont den Aspekt der Selbstbeurteilung. Kein fremder Gott verurteilt uns streng, sondern wir selbst sehen einfach nur klar, was gut und was schlecht in unserem Leben war.

Einen Teufel gibt es nach Jakoby nicht: „Selbst eine Seele mit dem niedrigstmöglichen Bewusstsein findet irgendwann ihren Weg ins Licht. Es gibt keine ewige Verdammnis!“ Diese Auffassung teile ich. Der Teufel ist nur ein Symbol für negative innere Tendenzen wie Wut, Neid, Genusssucht oder Habgier. Das hat meine gründliche Durchsicht der Jenseitsberichte von Jenseitsreisenden ergeben. Selbst wenn dort von einem Teufel gesprochen wird, ist immer nur eine besonders egoistische Seele gemeint.

Wir reden deshalb besser von inneren Teufeln. Auch als Jesus in der Wüste vom Teufel versucht wurde, traf er nur auf seine inneren Teufel und überwand sie. Dann dienten ihm die Engel. Jesus war im Licht (in einem Leben in Gott) und konnte mit der Lichtenergie (Engelsenergie) in der Welt handeln. Er konnte Wunder tun und seinen Mitmenschen spirituell gut helfen.

Genau so geschah es bei Buddha. Er begegnete seinem Ego in Form von Mara, ließ seine Anhaftung an weltliche Genüsse los und überwand seine Ablehnung von Leid. Sein inneres Glück begann zu sprudeln, Mara verschwand und Buddha war erleuchtet.

Ein „Teufel“ schädigt seine Mitmenschen und sich selbst. Er ist getrieben von falschen Glücksideen. Ein „Teufel“ ist immer im Kern ein armer Teufel. Jede Seele hat aber auch gute Eigenschaften. Alle Seelen sind entwicklungsfähig und können mehr oder weniger schnell ins Licht gelangen. Auch ein „Teufel“ kann Weisheit erlangen, seine positiven Eigenschaften trainieren und sein inneres Glück entwickeln.

In der Lichtwelt (Himmel) übersteigen wir unsere Ängste und Wünsche. Wir lassen unser Ego los. Wir überwinden unsere Ich-Zentrierung, unsere Selbstsucht und unsere materielle Orientierung. Wir lösen unser Ich-Bewusstsein auf und gelangen in die Einheit des Kosmos. Wir werden zu Lichtwesen (Erleuchteten, Heiligen, Göttern und Göttinnen). Wir verwirklichen die Eigenschaften Liebe, Frieden, Weisheit und inneres Glück. Wir strahlen Liebe, Frieden und Weisheit in alle Bereiche des Kosmos aus.

Wichtig ist es nach Jakoby, zu begreifen, dass der Himmel im Schwerpunkt kein Ort, sondern ein erweiterter Bewusstseinszustand ist. Die Welt des Jenseits besteht aus Gedankenformen. Durch seine Gedanken und Gefühle erschafft man um sich herum seine Jenseitswelt. Wer positiv denkt, erschafft positive Zustände. Wer negativ denkt, erzeugt negative Zustände. Wie wir auf der Erde unsere Gedanken trainieren, so werden wir im Jenseits leben.

Gleiches zieht Gleiches an. Seelen mit ähnlichen geistigen Tendenzen leben gemeinsam in den Energiebereichen im Jenseits, die ihnen persönlich am besten entsprechen. Seelen aus höheren Dimensionen können den Seelen in niedrigeren Dimensionen geistig und energetisch helfen. Der Zweck des ganzen Kosmos ist das Wachstum aller Seelen ins Licht.

In der Lichtwelt gibt es nach Jakoby eine Ebene der Heiligen (Erleuchteten). In diese Ebene kann im Allgemeinen keine Seele ohne die Hilfe eines Meisters (eines Höherentwickelten) gelangen: „Versuche dein Denken immer auf eine spirituelle Ebene zu erheben. Denke positiv. Trainiere Liebe und nicht Hass. Übe dich in Konzentration und Selbstdisziplin. So werden dieses Leben und die zukünftigen besser.“

Das Paradies im Jenseits

 Nahtoderfahrung bei Geburt der Tochter und 2 Nach-Tod-Kontakte | Dorothea Volz (YouTube)

Bei der Geburt ihrer Tochter hatte Dorothea Volz durch einen Arztfehler eine Nahtoderfahrung. Dabei trat sie mit ihrem Bewusstsein aus ihrem Körper aus. Sie schwebte bis zur Zimmerdecke. Sie betrachtete die ärztliche Notbehandlung von oben. Sie empfand sich als völlig neutral, aber interessiert. Sie floss mit ihrem Geist auch in das Nachbarzimmer, wo sie ihre Tochter schreien hörte. Dann öffnete sich die Zimmerdecke und sie wurde durch einen langen Tunnel in eine Dimension des Lichts gezogen. Sie bemerkte wunderschöne Farben und empfand ihr dortiges Sein als angenehm. Sie floss etwas weiter durch diese Dimension und entdeckte hinter einem Zaun eine Wiese mit vielen Blumen und einem wunderbaren Duft, auf der Wesen hin und her wanderten. Sie wollte über diesen Zaun steigen. Da hörte sie die Stimme ihrer Großmutter, die „Halt“ rief. Ihre Großmutter saß auf einer blumenumkränzten Schaukel im Zustand eines Glücks, wie sie es auf der Erde nie gewesen war. Die Großmutter erklärte ihr, dass sie nicht dort bleiben dürfe. Sie müsse wieder zur Erde zurück, weil sie dort noch ihre Aufgaben zu erledigen hätte. Obwohl es der größte Wunsch von Dorothea war im Paradies zu bleiben, wurde sie wieder in ihren Körper zurückgezogen. Drei Stunden später wachte sie aus dem Koma auf und erfuhr, dass sie einen Herzstillstand hatte. Sie versuchte ihren Mitmenschen von ihrer Erfahrung zu erzählen, aber die konnten damit nichts anfangen. Erst viele Jahre später las sie ein Buch von Elisabeth Kübler-Ross über Nahtoderfahrungen. Da wurde ihr klar, dass viele Menschen solche Erfahrungen gemacht hatten. Der große Vorteil aus dieser Erfahrung war für Dorothea, dass sie jetzt an ein Leben nach dem Tod glaubte und alle Angst vor dem Tod verlor.

Ich habe in meiner buddhistischen Gruppe in Facebook über das Leben nach dem Tod diskutiert. Etwa die Hälfte glaubte an ein Leben nach dem Tod und die andere Hälfte nicht. An ein Leben nach dem Tod glaubten vorwiegend die Menschen, die eine Nahtoderfahrung gemacht hatten oder ihre früheren Leben kannten.

Der Aufstieg durch einen Tunnel ins Licht wird von vielen Menschen berichtet. Ich gelangte einmal vor vielen Jahren durch die Gnade meiner Meister in einem geführten Traum auch durch einen langen Kanal ins Jenseits. Dort kam ich zunächst in die Astralwelt, die Dorothea als angenehm, aber nicht extrem glücklich empfand. Mein verstorbener Vater führte mich durch die Astralwelt bis zu dem Zaun, hinter dem sich die Paradiesdimension befand. Da er nicht erleuchtet war, konnte er den Zaun nicht überwinden. Durch ein Fenster sah ich von der Astralwelt aus das Paradies als ein großes Energiemeer, in dem heilige Wesen den Zustand des Glücks genossen. Die Heiligen entdeckten mich und ein Heiliger kam auf mich zu, um mich abzuholen. Ich erklärte ihm, dass ich auf der Erde noch etwas zu tun hatte und flüchtete schnell zurück in meinen Körper. Drei Tage nach dieser Erfahrung flossen noch Glücksenergien durch mich hindurch. Ich hatte einen Geschmack vom Paradies mit auf die Erde genommen.

Den langen Tunnel habe ich in meinem Körper als Kanal der Kundalini-Energie wahrgenommen. Mein Bewusstsein musste mit der Kundalini-Energie bis zum Kopf hin aufsteigen, damit ich ins Licht gelangen konnte. Vermutlich hat dann mein Bewusstsein im Traum den Körper durch das Scheitelchakra verlassen, wie es in den heiligen Schriften beschrieben wird. Das ist im Yoga der Weg ins Paradies. Sehr erstaunt war ich darüber, dass es im Jenseits zwei klar von einander abgegrenzte Bereiche gibt. Nur spirituell fortgeschrittene Wesen können die Grenze von der Astralwelt in die Lichtwelt überschreiten. Treten sie dann durch das Tor in die Lichtwelt ein, gibt es kein Zurück mehr in den Körper. Das war auch meine Erfahrung. Genau wie bei Dorothea. Ich machte diese Erfahrung aber nicht durch ein Nahtoderlebnis, sondern in einem meditativen Traum. Die Voraussetzung für den Aufstieg war neben der Hilfe meiner Meister der Weg der umfassenden Liebe. Es tauchten in meinem Traum Tiere auf, die ich nicht töten durfte, sondern lieben musste. Das war meine Prüfung, die ich glücklicherweise bestand. Als Folge dieses Traums sehe ich auch positiv meinem Leben nach dem Tod entgegen. Ich werde ins Paradies aufsteigen und viele Menschen mitnehmen, wie es mir in einer Vision geweissagt wurde.

Nach meiner Erfahrung gibt es das Paradies im Diesseits und im Jenseits. Wenn sich die Kundalini-Energie aktiviert und man zur Erleuchtung gelangt, dann verwandelt sich das Bewusstsein. Durch das innere Glück wird der Geist grundlegend positiv und nimmt seine Umwelt als Paradies wahr. Ähnliches geschieht auch nach dem Tod im Jenseits. Durch die richtigen Techniken beim Sterben entsteht ein Erleuchtungsbewusstsein. Dieses Bewusstsein ist die Eintrittskarte in den Bereich des Lichts im Jenseits. Je nach der Höhe des Erleuchtungsbewusstseins gelangt man in einen entsprechenden Energiebereich. Es gibt das Paradies der Form, das man als eine Blumenwiese oder einen Garten Eden sehen kann. Die Formen werden energetisch durch den Geist geschaffen. Wird der Geist noch weiter entwickelt, lösen sich die Formen auf und man ruht in einem Zustand des tiefen Friedens, des allgrößten Glücks und der umfassenden Liebe. Das ist der Energiebereich der Heiligen, der im Yoga auch als Energiemeer des Gottes Vishnu gesehen wird. Wer sich mit dem Gott Vishnu (Krishna) verbindet, der wird ins Paradies geführt. Das Paradies von Shiva ist ähnlich wie im Christentum zweistufig gestaltet. Im Paradies der Form (bei Shiva eine glückliche Gebirgslandschaft mit Retreathütten) kann man sich durch spirituelle Übungen (Mantra singen, Yoga machen, meditieren) zum höchsten Glück entwickeln. Im Christentum spricht man vom Garten Eden. Und darüber gibt es das Sitzen bei Gott (das Ruhen im höchsten Licht).

Im Buddhismus gibt es verschiedene Paradieslehren. Buddha konzentrierte sich auf die Erleuchtung. Dadurch gelangt man nach dem Tod ins Parinirvana. Wer vor oder bei dem Tod nicht zur Erleuchtung kommt, kann in verschiedene Götterbereiche aufsteigen.

Einen speziellen Paradiesweg bietet der Amitabha-Buddhismus an. Wer sich im Erdenleben mit dem Buddha Amitabha verbindet und seinen Namen als Mantra denkt, den bringt Amitabha beim Tod ins Paradies. Das Paradies von Amitabha ist ein wunderschönes Land mit Tempeln, Bäumen, Quellen und glücklichen Wesen. In diesem Paradies kann man sich spirituell immer weiter entwickeln, bis man zur Buddhaschaft gelangt. Wir sehen in diesem Paradies einen erleuchteten Buddha, der seine vielen Zuhörer spirituell unterrichtet. Das höchste Vorbild im Amitabha-Buddhismus ist der Bodhisattva, der den leidenden Wesen auf der Erde hilft. Nach einer mehr oder weniger langen Zeit im Paradies kehrt man deshalb als Bodhisattva wieder auf die Erde oder in eine andere leidende Welt zurück.

Dorothea hatte neben ihrer Nahtoderfahrung auch noch Nachtodkontakte zu ihren verstorbenen Verwandten. Sie kann sich mit ihrem Geist bewusst ins Jenseits versetzen und trifft an der Paradiesgrenze ihre verstorbenen Brüder und auch ihren Vater. Sie sieht sich als Schwellenhüterin, als Verbinderin zum Jenseits. Dorothea hat lange in der Altenpflege gearbeitet und vielen Menschen beim Sterben geholfen. Sie ist davon überzeugt, dass das Bewusstsein ewig lebt. Dorothea sah sich bei einer Rückführung in vielen früheren Leben. Sie glaubt deshalb auch an den Weg der Reinkarnation. Sie hat so viele frühere Leben gesehen, dass sie sie nicht mehr zählen kann. Es zog sie immer dann in ein nächstes Leben, wenn sie das Gefühl hatte noch etwas zu erfahren oder zu erledigen müssen. Insbesondere wollte sie frühere Fehler bereinigen. Sie hat sich immer selbst entschieden, wieder auf die Erde zu kommen. Ihre Hauptlehre ist es so zu leben, dass man mit sich zufrieden ist.

Ein Bericht vom Paradies im Jenseits finden wir auf YouTube von der Ärztin Dr. Elling (Außerkörperliche Erfahrung | Dr. E. von Elling 14.174 Aufrufe 02.09.2022. Dr. E. von Elling berichtet über ihre außerkörperliche Erfahrung, die sie im Sommer 2022 hatte). Im Wachzustand verließ sie als Bewusstsein ihren Körper und reiste dann durch einen langen Tunnel (den sie Wurmloch nannte) in die Paradies-Dimension im Jenseits. Dort erlebte sie eine große Glückseligkeit. Wegen ihrer Tochter kehrte sie auf die Erde zurück. Das Paradies empfand sie als Nach-Hause-Kommen. Vermutlich kannte sie diesen Bereich bereits. Für mich dagegen war diese Erfahrung neu und ich empfand den Paradies-Bereich als Ziel aller Seelen. Außerkörperliche Erfahrung | Dr. E. von Elling – YouTube https://www.youtube.com/watch?v=Sn9RSUPToso

Einen weiteren Bericht gibt es von Sylvia Kleiner. Bei einer Nahtoderfahrung stieg sie mit ihrem Bewusstsein ins Paradies auf. Sie hatte ein großes Gefühl von Frieden, Liebe und Glückseligkeit. Sie schwebte im Nichts. Buddhistisch nennt man es Nirwana und christlich das Paradies, das Leben im Licht und in Gott. Diese Erfahrung bezeichnete sie als das größte Geschenk in ihrem Leben. Es gab dort auch ein mächtiges anderes Wesen, mit dem sie telepathisch kommunizieren konnte. Sie hätte dann durch einen Tunnel endgültig in eine noch höhere Dimension aufsteigen (ins Licht gehen) oder zur Erde zurück gehen können. Sie hat sich für das Leben auf der Erde entschieden, weil sie das Gefühl hatte, dass sie auf der Erde noch etwas zu erledigen hatte. Den gleichen Impuls hatte ich auch bei einer Jenseitserfahrung, in der ich bis an den Eingang zum Paradies kam. 

YouTube: Die Nahtoderfahrung von Sylvia Kleiner | Die Liebe im Jenseits, das Schönste was es gibt 188.297 Aufrufe 05.06.2022 Sylvia Kleiner hatte eine Nahtoderfahrung trotz einer schweren neurologischen Erkrankung in Folge einer Hirnblutung. https://www.youtube.com/watch?v=oibfNk0wROA

 Paradiesberichte im Yoga

Swami Muktananda

Einer der großen erleuchteten Yogis der heutigen Zeit ist Swami Muktananda (1908 bis 1983). Viele Jahre zog er als Pilger und spirituell Suchender durch Indien. Mit 39 Jahren, nach über zwanzig Jahren der Suche, traf er seinen Meister Nityananda. Nityananda erweckte seine Kundalini-Energie und empfahl Muktananda in einer abgeschiedenen Hütte als Yogi zu praktizieren. 

Eine wichtige Meditationstechnik von Muktananda war die Konzentration auf das Scheitelchakra. Er band so seine Kundalini-Energie an einem bestimmten Punkt fest und konnte dadurch lange Zeit in der Meditation verweilen. Gleichzeitig war Muktananda in der Lage mit seiner Seele durch das Scheitelchakra den Körper zu verlassen und in die verschiedenen Bereiche des Jenseits zu reisen. Nach neun Jahren des Übens erreichte Muktananda die vollständige Erleuchtung (Buddhaschaft, Christusbewusstsein). Über seinen Weg schrieb er das Buch „Spiel des Bewußtseins“ (1975). 

Muktananda reiste in seiner Zeit als Yogi in die Hölle der negativen Seelen. Sich in der Hölle zu befinden war für ihn zwar unangenehm, aber er visualisierte sich als Buddha und Helfer aller Wesen. Er identifizierte sich mit dem Totengott Yama mit der segnenden Hand und der goldenen Krone auf dem Kopf, der auf einem schwarzen Büffel reitet. Dadurch aktivierte er sein inneres Glück. Die Erfahrung seiner Umwelt als Hölle war für ihn ein Weg zur Verstärkung seiner Kundalini-Energie. Es heißt im Yoga, dass das Yogüben in einem Leidbereich der schnellste Weg zur Erleuchtung ist. Das äußere Leid zwingt den Körper zum Loslassen der Idee des äußeren Glücks und zur energetischen Umwandlung zum inneren Glück hin. Die Energie eines Yogi richtet sich in einem Leidfeld nicht nach außen zu den Anhaftungsobjekten, sondern nach innen. 

Muktananda besuchte im Jenseits auch die Hölle der depressiven Seelen. Diese Hölle empfand er als besonders schlimm. Er musste sich drei Tage von dieser Seelenreise erholen. Wer beim Leid der depressiven Menschen hinsieht, der kann dadurch sein Mitgefühl erwecken. Unter weltlichen Menschen kann man als Yogi sein inneres Glück gut dadurch bewahren, dass man sich auf das Leid seiner Mitmenschen konzentriert und sich bemüht ihnen zu helfen. Das Leidfeld der Mitmenschen ist in diesem Fall das äußere Leid, das die Umkehr der Energie im Yogi bewirkt und seine Seele zur Erleuchtung hin wachsen läßt. Aus den Augen des Yogis leuchtet dann Mitgefühl und in seinem Inneren spürt er Glück und Liebe. 

Spannend war die Reise von Muktananda ins Yoga-Paradies. Das Paradies der Yogis im Jenseits heißt Siddhaloka. Man kann es auch Shivaloka nennen. Er ist der Wohnort des Gottes Shiva. Wenn man sich als meditierenden Shiva im Himmel in einer schönen Berglandschaft voller Blumen, Licht und sprudelnder Quellen visualisiert, kann man sich mit dieser Paradiesenergie verbinden. Frau kann sich auch in Siddhaloka als Shivas Frau (Parvati, Gauri, Durga), als buddhistische Göttin Tara (Kuan Yin) oder als Glücksgöttin auf einer Lotusblume in einem Lotusteich (Lakshmi, Aphrodite, Venus) visualisieren. Siddhaloka ist ein Übungsort im Himmel für Männer und Frauen und Yogis aller Stilrichtungen. 

Nach der Meinung von Muktananda ist Siddhaloka das schönste aller Paradiese mit der höchsten Glücksenergie und dem größten Potential an spirituellem Wachstum. Muktananda beschrieb genau, wie man er nach Siddhaloka gelangte. Er trat in die Meditation ein, konzentrierte sich auf das Scheitelchakra und es erschien über dem Scheitelchakra ein kleiner blauer Stern. In diesen Stern floß Muktananda mit seiner Seele hinein. Der Stern brachte ihn dann den langen Weg durch das Jenseits bis nach Siddhaloka. Der kleine blaue Stern war sein Seelengefährt. Blau die Farbe Shivas. Erst verbindet man sich mit einem Teil von Shiva und dann gelangt man in die Welt von Shiva. 

Muktananda erfuhr Siddhaloka als ein Paradies voller Ruhe und Frieden. Überall leuchtete ein glückseliges blaues Licht. Muktananda traf in Siddhaloka viele Yogis und Yoginis (weibliche Yogis). Es gab in Siddhaloka hohe Berge, grüne Wälder, sprudelnde Quellen und fließende Bäche. Rehe spielten auf Wiesen voller Blumen. In der Mitte von Siddhaloka standen an einem großen See die sieben Weisen. Die sieben Weisen verkörpern im Yoga die sieben positiven Eigenschaften, mit denen man zur Erleuchtung kommen kann. Die sieben Eigenschaften sind Weisheit, Frieden, Liebe, Kraft, Freude, Glück und kosmisches Bewusstsein. 

Sai Baba

Der indische Yoga-Meister Sai Baba erschien 1982 dem Arzt Naresh Bhatia im Traum und führte ihn nach Vaikuntha (Naresh Bhatia, Traum und Wirklichkeit im Angesicht Gottes, 1994). Vaikuntha ist das Paradies von Vishnu und der Glücksgöttin Lakshmi. Vishnu war im alten Indien der Sonnengott. Als Sonnengott ist er voller Licht und strahlt das Licht in die Welt. Er hat sich in der indischen Philosophie zum Gott der Liebe weiterentwickelt. Vaikuntha ist deshalb ein Ort voller Sonne, Licht und Liebe in der jenseitigen Welt. 

Bhatia verließ zusammen mit seinem Meister Sai Baba den Körper. Sie durchquerten die Astralwelt. Sie flogen an Galaxien aus Sternen vorüber. Nach einer langen Reise erreichten sie Vaikuntha in der Lichtwelt. Bhatia sah einen Ort voller Blumen, Licht und sprudelnder Quellen. Umgeben war Vaikuntha von hohen Bergen. In der Mitte stand der Palast Vishnus. 

Im Palast hatte Bhatia eine Vision. Er sah einen milchweißen Ozean, in dessen Mitte als Ausdruck der erwachten Kundalini-Energie eine große Schlange schwamm. Die Schlange trug auf ihrem Rücken ein Liegesofa. Auf dem Sofa ruhte halb liegend wie ein Buddha der Gott Vishnu. Um seinen Hals trug er die Blumengirlande eines erleuchteten Meisters. 

An seiner Halskette leuchtete ein dunkler, grünlich-blauer Edelstein. Der Edelstein Vishnus heißt Kaustubhamani und ist ein Symbol für den Stein der Weisen. Der Stein der Weisen besteht aus den fünf Elementen Erde, Feuer, Wasser, Luft und Raum. Die Hauptlehre Sai Babas sind die fünf Eigenschaften Gewaltlosigkeit (Ahimsa), Rechtschaffenheit (Dharma, spirituelles Üben, die Lebensaufgabe erfüllen), Wahrheit (Satya), Liebe (Prema) und Frieden (Shanti). 

Bei den Füßen Vishnus stand die Glücksgöttin Lakshmi in einem roten Sari mit Goldstickereien. Sie hob segnend eine Hand und sandte Lichtstrahlen in die ganze Welt. Vishnu und Lakshmi sind zwei zusammengehörende Symbole für den Weg der umfassenden Liebe. Ein liegender Gott verweist uns auf das Sat-Chid-Ananda, das Sein im Glück. Eine stehende Göttin ist ein Ausdruck der Tatkraft. Sie handelt aktiv für das Glück aller Wesen. Ein Yogi muss sich in der Ruhe verankern, damit er im Glück bleibt. Er muss handeln, wenn er seinen Mitmenschen spirituell helfen will. Das Zentrum des Karma-Yoga ist die Verbindung von Meditation und Handeln. Das ist der optimale Weg der umfassenden Liebe. 

Die Glücksgöttin Lakshmi berührte mit ihrer Hand die Füße Vishnus. Sie verband sich mit den Füßen Gottes. So erweckte sie die Kundalini-Energie in Vishnu. Die Paradiesschlange Sheesha floss in Vishnu hinein und brachte ihn ins Paradiesbewusstsein. Dann meditierte Lakshmi auf den grün-blauen Edelstein an Vishnus Hals. Ihre Gedanken kamen zur Ruhe. Bhatia wurde in seiner Vision eins mit Vishnu und Lakshmi. Sein Ich-Bewusstsein verschwand. Und plötzlich war er im höchsten Paradies, in Satyaloka. Bhatia verweilte eine lange Zeit im höchsten Glück. Dann wurde er von Sai Baba wieder zur Erde zurückgebracht.

Im März 2001 erhielt Nils den Paradies-Traum. Er sah sich als einen erfolgreichen spirituellen Meister, der viele Menschen durch eine schwierige Gebirgslandschaft in ein schönes Paradiesdorf im Jenseits führt. Jeder bekam dort sein eigenes Haus. Später erschien ihm auch noch der Yoga-Gott Ganesha. Ganesha verkörpert den mittleren spirituellen Weg, auf dem ein Yogi auch die weltlichen Genüsse leben darf (Beziehungen, gutes Essen, Fernsehen, Musik, Kreativität).

Mahaprabhuji

Ein großer Yogi war Mahaprabhuji (1828 – 1963). Er lehrte die fünfundfünfzig goldenen Regeln: „Bleibe stets bei der Wahrheit. Vergeude dein Leben nicht mit Sinnesfreuden. Nutze die Zeit deines Lebens. Nimm dir die Leben der Heiligen aller Religionen zum Vorbild. Halte dich stets an das Gute. Der Hauptweg der Selbstverwirklichung ist die Liebe. Wahres Glück findest du im Dienst an allen Lebewesen. Was immer du dir vornimmst, tue es mit fester Entschlossenheit. Vertraue in deine Fähigkeiten und Gott wird dir helfen.“ 

Über Mahaprabhuji gibt es das Buch „Lila-Amrit“ (1990) von Swami Madhavananda. Darin beschreibt sein Schüler Madhavananda, wie Mahaprabhuji ihm 1963 während einer Meditation das Paradies zeigte. Mahaprabhuji legte die Hand auf den Kopf von Madhavananda und aktivierte mit seiner Erleuchtungsenergie dessen Scheitelchakra. Daraufhin konnte Madhavananda geistig in das Jenseits hineinsehen. Er erblickte vier Engel, die mit einer Sänfte zu Mahaprabhuji schwebten. Mahaprabhuji stieg in die Sänfte und reiste damit durch alle Bereiche des Jenseits bis in den höchsten Himmel. 

Der höchste Himmel heißt im Yoga Satyaloka, der Ort der höchsten Wahrheit. Es ist ein Ruhen im Sein, in der Einheit des Kosmos und im Glück. Das Glück in Satyaloka ist unermeßlich. Es wird mit dem Strahlen von tausend Sonnen verglichen. Madhavananda, der in seiner Vision Mahaprabhuji in Satyaloka sehen konnte, beschreibt Satyaloka als hell erleuchtet wie von Sonnen in unendlicher Zahl und von immerwährendem Glück erfüllt. Dort gibt es keine Gegensätze wie Schmerz und Freude, Dunkelheit oder Helligkeit, Hitze oder Kälte. Nur der glückselige Klang und das glückselige Licht Gottes erfüllen den Raum.

 Einige Tage nachdem Mahaprabhuji der Welt seine Vision von Satyaloka geschenkt hatte, starb er mit den Worten: „Ich werde auch nach meinem Tod mit euch sein. Wann immer ihr an mich denkt, werde ich anwesend sein. Bleibt standhaft auf eurem spirituellen Weg. Verliert eure Ziele nicht aus dem Auge.“

Wege ins Paradies

Es gibt für eine Seele zwei Wege ins Paradies (die Lichtdimension im Kosmos). Man kann in das Paradies durch die Visualisierung einer Reise durch einen langen Tunnel gelangen. Und man kann in das Paradies durch eine tiefe Kundalini-Meditation kommen. Die Möglichkeit zweier verschiedener Paradieswege entsteht dadurch, dass der Kosmos ein System aus verschiedenen Dimensionen ist. 

Ich kann die Existenz beider Wege bestätigen. Durch eine Kundalini-Meditation gelangte ich 1986 in die Lichtdimension des Kosmos. Im Liegen brachte ich seine Gedanken mit einer Meditation zur Ruhe. Aus meinem Beckenraum erhob sich die Kundalini-Energie. Ich konzentrierte mich auf die Kundalini-Energie und sie stieg als warmer Lichtstrahl langsam in der Mitte des Körpers hoch bis in den Kopf. Als sie im Kopf angekommen war, gab es einen geistigen Umschwung. Das Egobewusstsein erlosch und ich war im Licht. 

Am 16. Juni 2005 lernte ich in einem Traum den Reiseweg ins Paradies kennen. Zu Beginn sah ich mich als Seele in einem großen Raum. Dieser Raum war die materielle Welt. In dieser Welt haben die Wesen einen materiellen Körper und definieren sich durch ihre körperlichen Bedürfnisse.  

Ich befand mich am Anfang meines Paradiestraumes also in der materiellen Welt. Ich kletterte an einer langen Gardine (einer Art Seil) aufwärts, bis ich zu dem Eingang eines dunklen Tunnels kam. Das Seil ins Paradies sind die spirituellen Übungen, der Kundalini-Yoga. Mit dem Kundalini-Yoga (Hatha-Yoga, positives Denken, Meditation) wird die Energie im Kundalini-Kanal (in der Mitte des Körpers vom Becken bis zum Scheitelchakra) aktiviert. 

Auf meinem Weg ins Paradies traf ich sieben schwarze Spinnen. Ich fing die Spinnen in einem Glas und konnte so meine Reise an der Gardine aufwärts immer weiter fortsetzen. Ich konnte die Spinnen fangen, weil ich in meinem realen Leben jeden Tag den Weg der umfassenden Liebe übe. Meine umfassende Liebe bezieht sich auch auf Spinnen, obwohl ich mich vor Spinnen etwas ekele. Wenn eine Spinne aus dem Wald in mein Haus gelangt, nehme ich ein Marmeladenglas, fange die Spinne und setze sie ins Freie. Ich bin so geübt im Spinnen fangen, dass es mir auch in meinem Traum gut gelang. Das Spinnen fangen, der Weg der umfassenden Liebe, war meine Eintrittskarte in das Paradies. 

Die Spinnen symbolisieren die sieben Chakren, die von unten bis oben auf dem Kundalini-Energiekanal (der Gardine) sitzen. Man kann die sieben Spinnen als die sieben Wächterinnen der Erleuchtungsenergie sehen. Wenn man sein Ego (die Abneigung gegen das Unangenehme) opfert, sich mit den Spinnen identifiziert und sie rettet, schenken sie einem die innere Kraft, die man für den Aufstieg ins Paradies braucht. 

Die siebte Spinne flüchtete in den dunklen Tunnel. Ich folgte ihr, fing sie, und mein Bewusstsein erlosch kurzfristig. Als ich wieder erwachte, war ich in einem zweiten Raum. Dieser Raum war die Astralwelt, die Zwischenwelt zwischen Erde und Paradies (Lichtwelt). In der Zwischenwelt traf ich auf meinen verstorbenen Vater. Mein Vater brachte mich bis zum Ende der Astralwelt. Dort befand sich ein großes Fenster. Vom Fenster aus führte ein langer Steg, eine Art Himmelsleiter, durch eine Schilflandschaft zu einem großen See. Den Holzsteg kann man als einen Weg der Reinigung und Egoauflösung ansehen. Es musste noch eine zweite innere Reinigung stattfinden, bevor ich von der Astralwelt in die Lichtwelt (das Paradies) gelangen konnte. 

Der große See war das Paradies. Man kann das Paradies als einen Bereich hoch konzentrierter Glücksenergie im Kosmos sehen. Es ist wie ein Meer aus Licht, in dem die erleuchteten Seelen im Jenseits schweben. In der Mitte des Lichtmeeres erblickte ich eine Gruppe von Heiligen. Und diese Heiligen sahen mich. Ich spürte, dass sie mich energetisch wahrgenommen hatten. Einige Heilige kamen aus dem Lichtmeer auf mich zu. Ich bekam es mit der Angst zu tun. Ich wollte noch nicht ins Paradies. Ich hatte auf der Erde noch viel zu tun. 

Ich flüchtete, so schnell ich konnte, durch die Astralwelt zurück in meinen Körper. Dann wachte ich auf. Nach dem Aufwachen ging ich durch eine Phase der inneren Reinigung. Starke Energien zogen durch meinen Körper. Dann löste sich mein Ich-Bewusstsein auf. Ich trat in einen Zustand der Glückseligkeit ein. Ich noch spürte längere Zeit Frieden, Liebe und Glück in mir. 

Gibt es im Jenseits eine Hölle?

  Gibt es im Jenseits eine Hölle? (YouTube. Nahtoderfahrung bei Herzstillstand | Junger Mann erlebt Hölle und wird befreit. David S., ein junger Mann aus Deutschland, berichtete dem Kanalbetreiber im Jahr 2020 über seine negativ-positive Nahtoderfahrung. Er erlebte laut eigenen Aussagen eine Art Hölle und wurde von einem goldenen Licht aus diesem Zustand erlöst, welches er als das ewige Leben und den Ursprung des Menschen empfand. )

Alle großen Religionen wie Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus glauben an eine Hölle im Jenseits. Je nachdem, ob man als guter oder als schlechter Mensch lebt, kann man nach seinem Tod ins Licht (ins Paradies, zu Gott, zur Erleuchtung) aufsteigen oder in der Hölle Leid erfahren. Es gibt viele Erleuchtete (Swami Muktananda, Theresa von Avila), die in der Meditation Himmel und Hölle im Jenseits kennengelernt haben. Die moderne Nahtodforschung bestätigt diese Erfahrungen.

Nach den Untersuchungen haben etwa vier bis fünf Prozent aller Menschen eine Nahtoderfahrung. Bei den meisten Menschen beschränkt sich diese Erfahrung darauf, dass sie aus ihrem Körper austreten und die Welt von oben betrachten. Einige wenige sehen das Licht im Jenseits und noch weniger machen Höllenerfahrungen. Evelyne Elsaesser-Valarino von der Schweizer IANDS-Niederlassung und dem französischen Institut de Recherche sur les Expériences Extraordinaires (INRESS) sagt: „Forscher gehen davon aus, dass vier oder fünf Prozent aller NTE als negativ empfunden werden. Die tatsächliche Zahl könnte jedoch noch viel größer sein, denn es ist nicht einfach, von einem solch schwierigen Ereignis zu berichten.“

Aus meiner Sicht besteht das Jenseits aus verschiedenen Energiebereichen. Unser Bewusstsein tritt nach dem Tod aus dem Körper aus. Das Bewusstsein ist eine Form von Energie. Je nachdem wie unser Bewusstsein geprägt ist, geht es in einen bestimmten Energiebereich. Wer in seinem Leben von Süchten und Anhaftungen geprägt ist, geht nach dem Tod in einen entsprechenden Bereich. Wer viele Ängste hat, geht in einen Bereich mit ängstlichen Wesen. Und wer extrem seine Wut ausgelebt hat, findet sich nach seinem Tod in einem Bereich der Wut und der Aggressionen wieder. Wer spirituell gelebt und Eigenschaften wie Liebe, Frieden und Glück entwickelt hat, den zieht es in die höheren Energiebereiche. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass das Bewusstsein vor dem Tod gleich dem Bewusstsein nach dem Tod ist.

Außer man nutzt den Tod für den spirituellen Aufstieg. Man kann meditierend durch den Tod gehen, ein Mantra denken und ein erleuchtetes Wesen (Buddha, Jesus, Shiva) um Hilfe bitten. Man kann sich auf das Paradies (das Licht) als Ziel konzentrieren und so sein Bewusstsein dort hin lenken. Im Christentum betet man zu Gott oder Jesus. Im Yoga verbindet man sich mit Shiva, Krishna oder seinem erleuchteten Meister. Im Buddhismus kann man Buddha Amitabha anrufen. Wer ihn mit seinem Namen anruft, den führt er beim Tod ins Paradies.

Aus meiner Sicht ist das Paradies ein Bewusstseinszustand, den man bereits auf der Erde realisieren kann. Ein Erleuchteter nimmt seine Welt als Paradies wahr. Er hat ein Paradiesbewusstsein. Alles ist richtig so wie es ist. Er hat das Licht in sich und sieht dadurch das Licht in der Welt. Bei seinem Tod überträgt er sein Bewusstsein einfach in dieses Licht. Es gibt im tibetischen Buddhismus viele Techniken, mit denen man ins Licht gelangen kann.

Die Höllenbereiche sollen uns davor warnen, ein negatives Leben zu führen und schlechtes Karma anzuhäufen. An eine dauerhafte Hölle glaube ich nicht. In der Hölle kann man negatives Karma abbauen. Man wünscht es vom Leid befreit zu werden und sucht nach einem Weg ins Licht. So findet man letztlich den Weg zur Erleuchtung. Eine große Gnade ist es einen erleuchteten Meister zu haben. Wenn wir uns mit ihm verbinden, führt er uns ins Licht. Swami Sivananda erzählt die Geschichte von einem Mann, der nur einmal in seinem Leben einen Heiligen getroffen hat. Bei seinem Tod gerät er zunächst in die Hölle. Dort erinnert er sich an den Heiligen und wird dadurch von dem Heiligen ins Licht gezogen.

Genau die gleiche Erfahrung hat der junge Mann in der nachfolgenden Nahtoderfahrung gemacht. Er hat ein sehr egoistisches Leben geführt und ist nach einem Herzproblem mit seinem Bewusstsein in eine Hölle gelangt. Die Höllenerfahrung beschreibt er mit symbolischen Bildern. Da er vermutlich in einem früheren Leben spirituell gelebt hat, taucht plötzlich ein helles Licht auf und befreit ihn aus der Hölle. Es zieht ihn ins Licht. Dort begreift er den tieferen Sinn des Lebens. Er bekommt die Aufgabe, für eine bessere Welt zu arbeiten und mitzuhelfen, eine drohende Katastrophe abzuwenden.

Zitate aus:

https://netzwerk-nahtoderfahrung.org/index.php/haeufige-fragen/760-gibt-es-auch-negative-nahtoderfahrungen.html

Im Mittelpunkt der Schilderungen steht eine Konfrontation mit Dunkelheit und Leere. Die Leere wird als „Abwesenheit von Liebe und anderen Gefühlen“ erlebt. Den Menschen fällt auf, dass sie keine physischen Schmerzen empfinden, dafür aber einen umso beängstigenderen „emotionalen, psychischen und spirituellen Schmerz“… Die Betroffenen verstehen die „Botschaft“ so, dass sie, wenn sie ihr bisheriges Leben fortführen, nach ihrem Tod möglicherweise der Isolation und Leere ausgesetzt sein werden, die sie selbst geschaffen haben. Einem jungen Mann, der nach einer Überdosis Drogen ein entsprechendes Erlebnis hatte, wurde bewusst, dass die ‚Leere‘, die er erfuhr, „das äußerste Resultat seines mit Drogen gefüllten Lebens war, eines ‚Freundeskreises‘, dessen einziges Interesse im Erwerb von Drogen bestand und eines Mangels an Interesse für andere Menschen, die er beraubt hatte, um das Geld zu bekommen, mit dem er die Drogen bezahlen konnte“. (Pamela Kircher, Love is the Link)

Eine weitere Form negativer Nahtoderfahrungen ist die Begegnung mit bösen Wesen. Über ein solches Erlebnis berichtet der frühere Kunstprofessor Howard Storm. Zu Beginn seiner Nahtoderfahrung gelangte er in düstere Sphären. Böse Wesen lockten ihn an einen dunklen Ort, an dem sie über ihn herfielen. Sie amüsierten sich damit, ihn zu quälen. Howard Storm stellt klar, dass es keine „Dämonen” waren, denen er in die Hände fiel, sondern um „in Dunkelheit existierende menschliche Wesen”. Dass er an diesen Ort gelangte, erklärt er sich mit seiner früheren Egozentrik. In seinem bisherigen Leben habe sich alles um ihn selbst gedreht. Er war nicht offen für andere. Er kommt zu der Erkenntnis, dass wir nur dann, wenn unsere Grundeinstellung im Leben von Liebe gekennzeichnet war, uns nach dem Tod zu Gott hingezogen fühlen; denn „Liebe zieht Liebe an“. (Howard Storm, Mein Abstieg in den Tod) Die negative Phase seines Erlebnisses endete, als er in seiner Not Jesus um Hilfe anflehte. Ein Gebet zu Jesus oder zu Gott führt auch in anderen Berichten über negative Nahtoderfahrungen zur Befreiung aus höchster Bedrängnis.

Negative Nahtoderfahrungen werden von der Autorin Barbara Rommer als „verkleideter Segen“ bezeichnet. Das ist insofern berechtigt, als auch negative Erlebnisse positive Folgen haben können. Die Betroffenen überdenken ihr bisheriges Leben und versuchen, ihr weiteres Leben sinnvoller und weniger egoistisch zu gestalten.“

Astralreisen

Astralreisen sind Reisen in das Jenseits. Die Seele (das Bewusstsein) verläßt den Körper und begibt sich in die Dimension jenseits der materiellen Welt. Astralreisen gehörten bei den Schamanen aller Völker der Welt zu einer wichtigen Fähigkeit. Die Schamanen setzten sich durch bestimmte spirituelle Techniken (Musik, Tanzen, Meditation) in Trance, verließen ihren Körper und trafen ihre Vorfahren. Sie fragten sie nach der Zukunft, nach Wegen der Heilung oder nach der persönlichen Lebensaufgabe. 

Es gibt auch heute noch Menschen, die die besondere Fähigkeit des Astralreisens besitzen. Zu ihnen gehört der Amerikaner Robert Allan Monroe. 1973 gründete Monroe in Virginia ein wissenschaftliches Institut zur Erforschung außerkörperlicher Reisen. 1985 veröffentlichte er das Buch „Der zweite Körper“. Monroe selbst hatte seine erste außerkörperliche Erfahrung im Alter von 42 Jahren. Bei einer Meditation verließ er, ohne es vorher geplant zu haben, seinen Körper. Als er merkte, dass er die Fähigkeit des Astralreisens besaß, machte er viele Jahre lang systematisch Ausflüge in das Jenseits. Er reiste mit seiner Seele in andere Länder und in die Welt der Sterne. Er traf Geistwesen und beobachtete seine Mitmenschen aus der geistigen Welt heraus. Nach einigen Jahren wurden ihm die Ausflüge ins Jenseits langweilig. Seine anfängliche Begeisterung verflog. 

Da traf er auf ein erleuchtetes Geistwesen und seine Astralreisen wurden wieder spannend. Das Geistwesen vermittelte ihm den Kontakt zu einem hohen Lichtwesen. Das Lichtwesen berichtete, dass es viele (symbolisch „tausend“) höchste Lichtwesen im Kosmos gibt. Diese Wesen steuern das ganze Universum. Sie senden ihre Helfer in alle Bereiche des Kosmos. In allen Dimensionen des Kosmos gibt es Seelen, die ihren Mitwesen auf dem Weg der Wahrheit, der Liebe und des Glücks helfen. 

Das Lichtwesen gab ihm eine Botschaft für seine Mitmenschen, die sehr an die Lehre von Jesus Christus erinnert: „Gesegnet sind diejenigen, die mich suchen. Sie werden zu dem erwachen, was sie wirklich sind. Sie werden das wahre Leben verkünden und Liebe ausstrahlen. Ich bin der Friede jenseits allen Verstehens. Ich lebe ewig im Jetzt. Ich bin das Licht, das alle Menschen zum Vater führt. Ich werde euch nie verlassen. Laßt ab vom weltlichen Weg. Lebt in der Wahrheit. Sobald ihr euch wandelt, wird euch alle Kraft gegeben. Meine Kinder, bleibt im Licht und in der Liebe.“ 

Wie überzeugt man einen Skeptiker?

 Einstmals kam ein Skeptiker zu Buddha und erklärte: „Ich glaube nicht, was du lehrst!“ Buddha antwortete: „Erfahre es selbst.“

Einen Skeptiker zu überzeugen ist meistens schwierig bis unmöglich. Wie beweist man die Erleuchtung? Wie beweist man, dass die Erleuchtung etwas Gutes und nicht etwas Schlechtes ist? Viele Psychologen halten Erleuchtung für eine psychische Störung. Die meisten Wissenschaftler glauben nicht an ein Leben nach dem Tod, an Paradiese im Jenseits und schon gar nicht an die Reinkarnation. Die Diskussion in der Wissenschaft geht hin und her, ohne dass eine Seite die andere überzeugen kann. Die einen Menschen glauben an die Materie und die anderen an das ewige Bewusstsein. Das betrifft auch den Bereich der Physik, wo viele Quantenphysiker von der Existenz eines Informationsfeldes jenseits der Welt der Materie ausgehen. Bereits Albert Einstein hatte erkannt, dass die Welt letztlich aus Energie besteht. Was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, ist ein sehr begrenzter Teil der Realität.

Ich war bis zu meinem dreißigsten Lebensjahr ein überzeugter Atheist. Meine Eltern waren Atheisten und haben mich atheistisch erzogen. In der linken Studentenbewegung der 70iger Jahre wurde ich zu einem Anhänger von Karl Marx, der die Religion für eine Droge für das Volk hielt, damit die Kapitalisten das Volk besser beherrschen können. In der heutigen Zeit zerfallen die Religionen. Im Fernsehen wird der Glaube an den materiellen Konsum verbreitet. Daran glauben die meisten heutigen Menschen.

Bis ihre eigene Lebenserfahrung sie auf den spirituellen Weg bringt. Sie beginnen sich mit ihrer Psyche zu beschäftigen und erkennen, dass das Glück vorwiegend aus ihnen selbst kommt. Man muss das Glück in sich selbst verwirklichen, wenn man es im Außen erfahren will. Das ist die Haupterkenntnis der heutigen Glücksforschung. Zu 90 % kommt das allgemeine Lebensglück eines Menschen aus seiner Psyche. Er lebt auf einem persönlichen Glücksniveau, zu dem er nach allen Erfahrungen von Freude und Leid immer wieder zurückkehrt.

Wobei wir wieder bei Buddha wären. Buddha hat erkannt, dass jeder Mensch eine innere Glücksnatur, eine Buddha-Natur hat. Wenn man diese Glücksnatur freilegt, kann man dauerhaft auf einem hohen Glücksniveau leben. Der Weg dort hin ist der achtfache Pfad, der im Wesentlichen aus Gedankenarbeit und Meditation besteht. Das sieht auch die heutige Glücksforschung so. Wer positiv denkt, verdoppelt sein allgemeines Lebensglück und wird zu 90 % weniger krank.

Mit der Erleuchtung hat sich die Glücksforschung noch nicht beschäftigt. Sonst würde sie die Erleuchtung als Hauptweg zum Glück lehren. Ich geriet im Alter von dreißig Jahren durch einen Burnout in eine schwere Depression. Soweit so normal in unserer heutigen Zeit. Ich überlegte, wie ich mich aus der Depression befreien kann. Ich machte sogar eine Ausbildung zum Psychotherapeuten und erlernte alle psychologischen Theorien. Mir half damals vorwiegend der Weg des positiven Denkens verbunden mit regelmäßigem Sport und Meditation. Nach einer Phase des radikalen Übens brach ich zur Erleuchtung durch. Ich begriff, dass der gleiche Weg, mit dem man sich aus einer Depression befreien kann, auch zu dem hohen Glücksniveau der Erleuchtung führen kann. Wenn man die richtigen Techniken verwendet.

Viele heutige psychisch Kranke werden vorwiegend durch Medikamente behandelt. Das führt nicht zur Erleuchtung und heilt die Depressionen auch nur sehr begrenzt. Man muss den spirituellen Weg konsequent über viele Jahre gehen, damit man die Wahrheit vom inneren Glück erfahren kann. Erleuchtung ist aus meiner Sicht eine klare Erfahrungstatsache. Man kann sie selbst erfahren oder den Erleuchteten glauben. Man kann gründlich seine eigene Psyche erforschen und wird so eines Tages von selbst auf den spirituellen Weg kommen. Wer gründlich über das Leben nachdenkt, wird weise. So einfach ist das.

Erleuchtung ist keine psychische Krankheit. Erleuchtung ist innere Heilung. Man wird ein Heiliger. Man spürt in sich Frieden, Glück, Liebe, Kraft und Wahrheit. Man ist eins mit sich und der Welt. Ein Erleuchteter weiß, dass er am Ziel ist. Er hat sich selbst verwirklicht. Es gibt für ihn nicht mehr wirklich etwas zu tun. Er kann einfach nur sein Leben genießen. Und er kann anderen Menschen auf dem spirituellen Weg helfen. Denn Hilfe ist dringend notwendig in einer Zeit der psychischen Verwirrung.

Aber wie ist es mit dem Leben nach dem Tod? Gibt es ein Paradies im Jenseits? Gibt es die Möglichkeit der Reinkarnation? Folgt auf dieses Leben ein nächstes Leben? Mit diesen Fragen habe ich viele Jahrzehnte gerungen. Letztlich war die Antwort dann ganz einfach. Wer erleuchtet ist, sieht seine früheren Leben. Buddha hat seine früheren Leben bei seiner Erleuchtung erfahren. Bei mir tauchten sie von alleine nach einigen Jahren der intensiven Meditation auf.

Wenn es frühere Leben gibt, gibt es auch zukünftige Leben. Nach der Karma-Lehre Buddhas pflanzt man durch sein jetziges Verhalten den Samen für das Geschehen in seinen zukünftigen Leben. Das Bewusstsein wandert von Leben zu Leben und nimmt seine Charaktereigenschaften mit. Man muss inneren Frieden, Glück, Liebe, Weisheit und Selbstdisziplin in sich pflegen, damit man diese Eigenschaften auch in seinen zukünftigen Leben hat. Diese Eigenschaften führen zu einem glücklichen Leben. Der Schlüssel dazu ist die konsequente Arbeit an den Gedanken. Im Buddhismus nennt man das die Achtsamkeit auf die Gedanken und Gefühle. Das ist das Zentrum des Buddhismus.

Ab einer bestimmten Stufe der Erleuchtung kann man auch ins Jenseits blicken und mit seinem Bewusstsein dort hin reisen. Das haben viele Erleuchtete getan und davon berichtet. Es gibt eine Dimension des Lichts im Jenseits, die man als Nirwana oder Paradies bezeichnen kann. Das bestätigt auch die moderne Nahtodforschung, die Menschen erforscht, die bei einer Nahtoderfahrung mit ihrem Bewusstsein aus ihrem Körper ausgetreten sind. Sie haben im Jenseits die Lichtdimension kennengelernt. Wenn wir selbst zur Erleuchtung kommen, werden wir diese Dinge selbst erfahren. Bis dahin können wir den Erleuchteten glauben. Wir können ihre Bücher lesen und so Weisheit erlangen. Oder wir können eigene Lebenserfahrungen machen, darüber nachdenken und die Wahrheit vom spirituellen Weg selbst herausfinden.

Was passiert beim Sterben?

Wikipdia: „Sterben ist das Erlöschen der Organfunktionen eines Lebewesens, das zu seinem Tod führt. Der Beginn des Sterbens ist nicht eindeutig bestimmbar. Das Ende eines Sterbeprozesses wird mit dem Todeseintritt eingegrenzt, wobei auch dieser aufgrund der fehlenden einheitlichen Definition keinem genauen Zeitpunkt zugeordnet werden kann.

Wochen bis Monate vor dem Tod befindet sich der Sterbende in der Präterminalphase: Es zeigen sich schon deutliche Symptome, die das aktive Leben einschränken, beispielsweise eine erhebliche Abmagerung. Die zunehmende Schwäche und Müdigkeit wird unter anderem am gesteigerten Ruhebedürfnis deutlich. Alltägliche Verrichtungen fallen schwerer und dauern länger, für manche Tätigkeiten wird Unterstützung benötigt. Der entsprechende ECOG-Score 2–3 bedeutet, dass eventuelle Chemotherapien in dieser Phase beendet werden. Der Schwerpunkt medizinischer Behandlung wird auf die Kontrolle möglicher Krankheitsbeschwerden gelegt.

In der anschließenden Terminalphase, die wenige Tage bis mehrere Wochen andauern kann, führt der fortschreitende körperliche Verfall oft zu eingeschränkter Mobilität bis hin zur Bettlägerigkeit. Häufig geht die Kontrolle über Urin- und Stuhlausscheidung verloren, in selteneren Fällen kommt es zur Harnverhaltung. Der Schwerkranke ist zunehmend auf Betreuung und Pflege durch andere angewiesen. Während dieser Phase können neue Symptome wie beispielsweise Angst, Atemnot, Übelkeit und Verstopfung bis hin zur Koprostase oder Miserere, aber auch Durchfälle auftreten. Der jetzt immer deutlicher Sterbende kann sich nicht mehr gut konzentrieren, interessiert sich kaum noch für seine Umgebung, Essen und Trinken werden nebensächlich:[6] Appetitlosigkeit gilt in dieser Phase als normal. Neurologische Veränderungen können Unruhe und Verwirrtheit auslösen und Anzeichen eines Deliriums sein,[8] das auf ein irreversibles Organversagen hinweisen kann und dessen Prävalenz bei bis zu 88 Prozent liegt.[9] Bei einer Alzheimer-Demenz kann diese Phase länger dauern. 

Die Finalphase in den letzten Tagen bzw. Stunden vor dem Tod ist gekennzeichnet vom endgültigen Versagen einzelner Organe wie Leber, Niere und Lunge oder des zentralen Nervensystems. Das langsame Erlöschen der Organfunktionen äußert sich in zunehmender Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit und fehlendem Hungergefühl. Sterbende verringern nach und nach die Nahrungsaufnahme und stellen sie häufig ganz ein. Das Durstgefühl bleibt länger bestehen, ist aber oft schon mit geringen Flüssigkeitsmengen zu stillen, bis auch das Verlangen nach Trinken vollständig erlischt.

Die Durchblutung der Extremitäten nimmt ab, was an Verfärbungen der Körperunterseite, marmorierten Beinen sowie kalten Händen und Füßen erkennbar wird. Manche Sterbende dagegen neigen eher zu starkem Schwitzen. Der Puls wird schwächer und der Blutdruck fällt ab. Die Urinausscheidung verringert sich, da die Nierenfunktion nachlässt. Da die Nieren und die Leber ihre Entgiftungsfunktion nur noch unzureichend erfüllen, sammeln sich Schadstoffe im Blut, die damit ins Gehirn gelangen. Dort führen diese Stoffe zu Wahrnehmungs- und Bewusstseinsstörungen. Die Umgebung wird nicht mehr oder nur noch eingeschränkt wahrgenommen. Die zunehmende Bewusstseinseintrübung mündet zuletzt oft in einen komatösen Zustand.

Oft atmen Sterbende durch den Mund. Bei der Atmung treten häufig Veränderungen auf: Die Atemfrequenz ist niedriger, die Atemzüge erscheinen erschwert, da sie sich vertiefen, um dann wieder abzuflachen und zeitweise ganz auszusetzen. Gehen die Atemzüge mit ungewöhnlichen Geräuschen einher, handelt es sich möglicherweise um Rasselatmung. Kurz vor dem endgültigen Atemstillstand ist häufig eine Schnappatmung zu beobachten.

Bleiche, wächsern erscheinende Haut und das Facies hippocratica mit einem ausgeprägten Mund-Nasendreieck weisen auf das Herannahen des Todes hin. Steht das Herz endgültig still, endet die Sauerstoffversorgung sämtlicher Organe. Nach etwa acht bis zehn Minuten setzen die Gehirnfunktionen aus, damit ist der Hirntod eingetreten. Nach Herzstillstand und Hirntod beginnt die Zersetzung des Körpers. Durch die fehlenden Teile des Stoffwechsels, das heißt den ausbleibenden Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, sterben die Zellen ab. Den Anfang machen dabei Gehirnzellen (Neuronen). Zehn bis zwanzig Minuten nach dem Hirntod sterben viele Zellen des Herzgewebes ab. Dann folgt der Tod der Leber- und der Lungenzellen. Erst ein bis zwei Stunden später stellen auch die Zellen der Nieren ihre Funktion ein. Biologisch ist das Sterben der Verlust von immer mehr Organfunktionen. Wenn alle Lebensfunktionen eines Organismus endgültig stillstehen, ist der Tod eingetreten.

In der Haut entstehen etwa eine halbe Stunde nach dem Kreislaufstillstand erste Totenflecken, da das Blut in die tiefer gelegenen Teile der Leiche absackt und sie verfärbt. Die Körpertemperatur sinkt ab. Nach etwa zwei Stunden setzt die Leichenstarre, auch Totenstarre genannt, ein, da Eiweiße, die sonst während der Muskelbewegung aneinander vorbeigleiten, ein starres Netz bilden.

Sterbende blicken auf ihr Leben zurück. Der nahe Tod kann dazu veranlassen, sich Rechenschaft über ihr Leben zu geben und den eigenen Lebensentwurf kritisch mit dem gelebten und ungelebten Leben zu vergleichen, was erreicht und was versäumt, was gelungen oder was anders hätte gemacht werden sollen. Soll und Haben, Negatives und Positives werden häufig aufgerechnet und einander gegenübergestellt.

Die australische Sterbebegleiterin Bronnie Ware veröffentlichte 2011 einen Erfahrungsbericht darüber, was Menschen im Angesicht des Todes am meisten bedauern. An erster Stelle steht der Wunsch, „den Mut gehabt zu haben, mein eigenes Leben zu leben.“ Viele beklagten, zu oft Erwartungen anderer entsprochen zu haben, statt ihren eigenen Wünschen nachgegangen zu sein: „Warum habe ich nicht das getan, was ich wollte?“ Vor allem Männer bedauerten in ihren letzten Tagen und Stunden, zu viel ihrer Lebenszeit in der „Tretmühle des Arbeitslebens“ verbracht und sich zu wenig um Kinder, Partner und Freunde gekümmert zu haben. Das dritte Reuemotiv: „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle zu zeigen.“ Das vierte Bedauern: „Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Verbindung geblieben.“ Und das fünfte Motiv: „Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, mir mehr Freude zu gönnen und glücklicher zu sein.“

Viele Menschen merken laut Ware erst am Ende ihres Lebens, dass man sich bewusst für Glück und Freude entscheiden kann. Viele hingen aber in fest gefügten Verhaltensweisen fest und hätten Dinge wie Lachen oder Albernsein vergessen oder verlernt. Die Mehrheit der Menschen hänge in Alltag, Familienpflichten, Geldverdienen und anderen äußeren Umständen fest.

Die Frage nach einem Leben nach dem Tod ist ein philosophisches, religiöses und spirituelles Thema, dessen Erörterung seit dem Altertum bezeugt ist. Zur Beantwortung gibt es verschiedene Ansätze, darunter folgende:

Ablehnung: Mit dem Tod endet die Existenz eines menschlichen Individuums. Ein Verstorbener lebt nicht als Subjekt weiter, sondern es gibt nur ein Weiterleben in einem übertragenen Sinn als Fortexistenz in der Erinnerung der Mitmenschen.

Einen Sonderfall der Ablehnung des Weiterlebens nach dem Tod bildet die Ganztodtheorie, eine Lehre christlicher Theologen, der zufolge der Tod zwar der gesamten Existenz des Menschen ein Ende setzt, aber eine künftige Auferstehung zu erwarten ist.

Annahme eines Lebens nach dem Tod, das als endgültiger Zustand aufgefasst wird. In vielen Religionen wird das menschliche Leben auf der Erde als eine Reifung oder Bewährung gesehen. Nach dem Tod wechsele das Individuum endgültig in einen anderen Seinszustand (Weiterleben in einem Totenreich, Jenseits, Auferstehung, Himmel, Unsterblichkeit, Hölle, Limbus).

Reinkarnation: Nach manchen Modellen, die eine Wiedergeburt annehmen, überdauert ein geistiger Anteil des Menschen, seine Seele, den Tod des Körpers. Dieser Anteil ist der Träger der Individualität. Er erscheint später in einem anderen Körper. Es kommt zu einer Vielzahl von Inkarnationen (Einkörperungen).

Maurice S. Rawlings war ein US-amerikanischer Kardiologe, Arzt von Präsident Eisenhower und des Joint Chiefs of Staff. Er kritisierte an anderen Sterbeforschern wie Moody und Kübler-Ross, dass deren Interviews mit Betroffenen nie unmittelbar nach der Wiederbelebung stattfanden, sondern in der Regel einige Wochen danach. Bei zeitnahen Interviews gebe es nicht nur positive, sondern auch negative (Höllen-)Berichte aus dem Jenseits, was Moody und Kübler-Ross übersähen.“

https://www.raum-und-zeit.com/bewusstsein/leben-nach-dem-tod/

„Es gibt zwei unverrückbare Wahrheiten: Alles ist im steten Wandel. Und wir alle werden sterben. Die zweite allerdings erzeugt bei den meisten Menschen große Ängste, denn es ist ein Schritt ins Unbekannte. Was geschieht, wenn wir sterben? Ist das Leben dann zu Ende, oder erlebt die Seele einen Übergang in ein anderes Sein? Gesicherte Antworten gibt es nicht, aber viele Wissensbausteine aus Religion und Sterbeforschung, meist mit tröstender Botschaft: Wenngleich der Weg zum Übergang schmerzlich sein kann, so geschieht das Sterben selbst meist friedlich – auch für die Begleiter.

Sterben ist immer ein zutiefst bewegendes seelisches Erleben. Neben den schon erwähnten fünf Phasen geschieht gleichzeitig ein Verarbeiten und Vorbereiten. Die Aufmerksamkeit geht ganz nach innen. In den letzten Stunden wechseln sich verschiedene Bewusstseinszustände ab helle, klare Stadien mit dämmernden, träumerischen, als würde die Seele schon ins Jenseits blicken.

Der Moment des Sterbens ist oft begleitet von einem tiefen inneren Licht, einer Klarheit, die auch die Begleiter tief berührt. Michael Nahm nennt dies „Terminale Geistesklarheit“ und sammelte dazu Zeugnisse aus den letzten 250 Jahren. Mittlerweile bestätigten dies viele Pflegerinnen. Trotz Demenz oder psychischen Krankheiten richtet sich der Mensch dann auf, spricht plötzlich völlig klar und bewusst, bedauert Versäumnisse, erkundigt sich noch einmal nach den Verwandten oder verabschiedet sich eindeutig und liebevoll von den Angehörigen, die ihn auf die letzte Reise begleiten. „In solchen Momenten löst sich die unsterbliche Seele des Menschen von den Banden der physischen Materie und erhält ihr ureigenes individuelles Potenzial zurück, das auch ohne die Anbindung an die Gehirnmaterie weiter existiert.“, folgert Nahm.“

Ist alles vorherbestimmt?

 „Ich habe den Tod meiner Mutter vorhergesehen“ | Jennifer Nejo (YouTube)

Jennifer Nejo ist eine Naturwissenschaftlerin. Als Jugendliche nahm sie zusammen mit ihrem Freund eine Droge, um sich in einen Rauschzustand zu versetzen. Sie schluckten Stechapfelsamen und erlitten dadurch eine starke Vergiftung. Jennifer hatte mehrere Stunden schwere Alpträume. Sie hatte Herzrasen, Atembeschwerden und starkes Hautbrennen. Sie kauerte sich bewegungsunfähig auf den Boden. In einer Halluzination sah sie einen alten Schamanen. Dann veränderte sich ihre Realität völlig. Sie wusste nicht mehr wer sie war und wo sie war. Sie rannte aus dem Haus in den Wald, um dort zur Ruhe zu kommen. Sie legte sich unter einem Baum und wurde kurz bewusstlos. Als sie wieder aufwachte, öffneten sich ihrem Bewusstsein die höheren Dimensionen des Kosmos. Sie sah die Erdebene, die Astralebene und die Lichtebene. Im Yoga nennt man diese Dimensionen Bur, Bhuva und Swaha. Es sind die drei grundlegenden Dimensionen des Kosmos.

Jennifer befand sich auf der Erdebene im Wald. In der Astralebene sah sie Waldwesen und Freunde, mit denen sie sich unterhielt. Dann tat sich die Lichtebene auf. Jennifer empfand sie als wunderschön. Sie traf auf riesige Lichtwesen, die in weiß und violett leuchteten. Mit ihnen konnte sie sich telepathisch unterhalten. Es war so, als ob sie hinter die Kulissen des Lebens schauen würde. Ihr wurden Dinge klar, die sie vorher nicht verstehen konnte. Sie erkannte, dass die ganze Welt Teil eines größeren Ganzen ist. Ihr wurde mitgeteilt, dass das Leben auf der Erde in gewisser Weise eine Illusion ist, die sie nicht zu ernst nehmen sollte. Im Yoga spricht man von Maya. Die Welt ist eine Art Traum. Wenn wir erleuchtet sind, erwachen wir aus diesem Traum. Wir erkennen, dass wir nicht unser Körper sind, sondern ein ewiges Wesen, dass auf der Erde Lernerfahrungen macht. Wenn wir das Leben auf die richtige Art träumen, können wir dadurch ins Licht erwachen. Jennifer erhielt von den Lichtwesen eine spirituelle Schulung. Sie sagten ihr, dass sie immer beschützt sei. Sie solle auf ihre Gedanken achten und in der Liebe bleiben.

Als die Sonne aufging, sah sie in einer Vision ihre Großmutter, die sie nach Hause führte. In der Straßenbahn konnte sie plötzlich die Gedanken der Menschen hören. Als sie ihre Mutter traf, konnte sie in die Zukunft sehen. Sie erkannte, dass ihre Mutter an Krebs sterben würde, was dann auch sechzehn Jahre später auf die vorhergesehene Weise geschah.

Jennifer wurde dann ins Krankenhaus gebracht und dort entgiftet. Auch ihr Freund wurde abgeholt und einer Entgiftungskur unterzogen. Jennifer hat lange über ihre Erfahrungen nachgedacht. Wenn sie in die Zukunft schauen konnte, dann musste es im Kosmos eine höhere Dimension geben, in der die Raumzeit überwunden ist. Letztlich bedeutet das, dass alles Geschehen auf der Erde vorherbestimmt ist. Wenn die Zukunft bereits festgelegt ist, dann folgt jedes Leben auf der Erde einem genauen Plan.

Die Determination ist eine wissenschaftlich umstrittene Theorie. Manche Philosophen vertreten den freien Willen des Menschen und andere behaupten, dass der Mensch letztlich keinen freien Willen besitzt. Wenn alles Geschehen aus einer Ursache mit einer Wirkung folgt, dann sind auch die Gedanken des Menschen nur Reaktionen auf äußere und innere Impulse. Aus meiner Sicht ist alles im Kosmos determiniert, auch wenn die Quantenphysik behauptet, dass auf einer tieferen Ebene der Zufall herrscht. Aber auch dieser Zufall bewegt sich nur in einem bestimmten Rahmen.

In einer Erleuchtungserfahrung sah ich, dass alles äußere Geschehen und auch alle inneren Gedanken determiniert sind. Alles folgt einem vorherbestimmten Ablauf. Im Yoga und im Buddhismus spricht man vom Gesetz des Karma. Aus einem bestimmten Verhalten folgt ein bestimmtes Schicksal. Wir müssen positive Gedanken denken und positive Taten tun, damit wir ein positives Schicksal erhalten. Wir sollten es üben uns positiv zu verhalten. Wir sollten nach den spirituellen Grundsätzen leben, damit wir in ein Leben im Licht gelangen.

Nun könnte man einwenden, dass es egal ist was wir tun, wenn alles vorherbestimmt ist. Aber aus meiner Sicht können wir die Determination nicht erkennen, weil die Ursache-Wirkungszusammenhänge zu komplex sind. Wir müssen uns so verhalten, als ob wir einen freien Willen haben. Und wir sollten uns positiv verhalten, damit sich unser Schicksal positiv entwickelt. Die Ursache-Wirkungszusammenhänge durchschauen können wir letztlich erst, wenn wir erleuchtet sind. Wenn wir die Lichtebene erreicht haben, dann können wir wie Jennifer die tieferen Zusammenhänge begreifen. Und erst dann haben wir wirklich einen freien Willen. Dann können wir frei entscheiden, wie wir unser Leben gestalten wollen. Und wir können dann auch unseren Mitmenschen helfen ihr Schicksal positiv zu gestalten. Mir erschien einmal der tibetische Meister Longchenpa und zeigte mir, dass er mein Lebensbuch umgeschrieben hat. Er hat schlechtes Karma in positives Karma umgewandelt. Das ist die Fähigkeit der großen erleuchteten Meister. Und deshalb sollten wir uns mit ihnen verbinden und ihren Lehren folgen.

Was kann man beim Tod tun?

 Wie es ist zu sterben – Das größte Geheimnis der Menschheit – Bernard Jakoby (YouTube)

Der letzte Gedanke entscheidet über den Ort der Wiedergeburt. Ein Yogi überträgt im Moment seines Todes sein Bewusstsein ins Paradies, in die kosmische Einheit oder entscheidet sich für ein bestimmtes nächstes Leben. Dafür gibt es verschiedene Techniken.

Wenn wir nach unserem Tod ins Paradies kommen möchten, dann brauchen wir ein Paradies-Mantra. Im Buddhismus visualisieren wir Buddha Amitabha über uns im Himmel im Paradies. Wir denken seinen Namen als Mantra, also „Om Amitabha“, „Namu Amida Butsu“ oder „Om Ami Deva Hrih“. Dann steigt unser Bewusstsein nach dem Tod durch unser Scheitelchakra ins Licht auf. Buddha Amitabha hat versprochen alle Menschen ins Paradies zu führen, die sich geistig mit ihm verbinden. Im Yoga haben wir die Wahl zwischen verschiedenen Göttern wie Shiva, Krishna, Rama oder Vishnu. Sie führen uns nach Shivaloka oder Vaikuntha (dem Paradies von Vishnu).

Wenn wir spirituell fortgeschritten sind und bereits den Zustand des erleuchteten Seins kennen, dann können wir bei unserem Tod einfach unser Bewusstsein in die Einheit übertragen. Buddha lehrte es in die Löwenhaltung (Seitenlage mit dem Kopf auf der Hand und eine Hand auf der Hüfte) zu gehen, so die Kundalini-Energie zu aktivieren und dann den Geist zu beruhigen (die neun Stufen der Versenkung). Yogis setzten sich auch manchmal in den Meditationssitz und gehen vor dem Sterben in eine tiefe Meditation. Dadurch kommen sie in die Einheit und können dann mit einem kleinen Willensimpuls ihr Bewusstsein ganz in die Einheit übertragen. Sie gehen vom Licht ins Licht, vom Nirvana ins Parinirvana.

Unser Karma entscheidet über unser zukünftiges Leben. Wenn wir ein gutes zukünftiges Leben haben möchten, dann sollten wir in diesem Leben unseren Geist auf das Positive ausrichten, positiv denken und positiv handeln. Wir sollten gute Taten tun. Jede gute Tat verbessert unser Karma und löst schlechtes Karma auf. Am besten ist es als Bodhisattva (Karma-Yogi, Helfer aller Wesen) zu leben. Dann erhalten wir automatisch ein gutes Karma. Fortgeschrittene Yogis können sich auch auf ihr zukünftiges Leben konzentrieren und so den Ort und die Art ihrer Wiedergeburt bestimmen. Was möchtest du in deinem zukünftigen Leben werden? Es ist gut sich bereits jetzt darüber klar zu sein. Wünsche können sich realisieren, wenn wir es ernsthaft wollen. Aus meinen früheren Leben kann ich klar erkennen, dass ich mich immer entsprechend meines Wunsches neu inkarniert habe.

Die einfachste Technik ist es zu einem erleuchteten Meister oder zu einem spirituellen Vorbild (Buddha, Shiva, Christus) zu beten. Wir denken den Namen des Meisters oder des Vorbildes mit Om davor als Mantra (zum Beispiel „Om Buddha, Om Amitabha, Om Namah Shivaya). Dann wird der Meister gut für einen sorgen. Das haben mir alle meine Meister versprochen. Wir können uns gelassen unserem Schicksal (dem Leben, unserem Karma) hingeben. Wir werden entsprechend unserem Karma dort hin geführt, wo es für uns richtig ist.

Ich habe vor einigen Jahren in einem geführten Traum von meinen Meistern das Wissen erhalten, wie man beim Tod in die Lichtbereiche im Jenseits und ins Paradies aufsteigt. Man muss den Geist stabilisieren. Wenn die Seele ruhig, gelassen und positiv durch die Sterbeprozesse geht, steigt sie ins Licht auf. Sogyal Rinpoche lehrte: „Halte deinen Geist rein. Verbinde dich mit deinem Meister oder deinem spirituellen Vorbild.“ Hilfreich ist ein Gebet oder ein Mantra. Ich bekam im Traum das Mantra „Ja“. Ich dachte es die ganze Zeit während meines Sterbens. Mein Bewusstsein erlosch. Und ich wachte im Licht wieder auf.

Der Dalai Lama vertritt die Zwei-Hände-Lehre. Die eine Hand ist die Hand des Meisters und die andere die Hand des Sterbenden. Der Sterbende muss die Hand des Meisters ergreifen, sich geistig mit ihm verbinden, an ihn denken, zu ihm beten oder ein Mantra sprechen. Dann spürt der Meister den Menschen über eine höhere Raumdimension und kann ihm spirituell helfen.

Möge uns allen das Sterben gelingen. Und das Leben auch. Denn beides hängt letztlich zusammen. So wie wir gelebt haben, so werden wir sterben. Das Bewusstsein, das wir während des Lebens entwickeln, entscheidet über unseren Tod. Wenn wir während des Lebens Eigenschaften wie innerer Frieden, Weisheit, Liebe und Selbstdisziplin entwickelt haben, werden wir diese Eigenschaften auch nach dem Tod und im nächsten Leben haben. Wenn wir als spiritueller Mensch gelebt haben, werden wir unsere Reise durch die nächsten Leben als spiritueller Mensch fortsetzen. Bis wir die Erleuchtung, das Ziel des Lebens, erreicht haben. Dann haben wir bei unserem Tod die freie Wahl. 

Das richtige Sterben

Sogyal Rinpoche wurde in Tibet geboren, studierte in Cambridge und lehrt seit 1974 im Westen. Sein Spezialgebiet ist die Sterbeforschung. 1991 schrieb er „Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“. Im Westen gibt es eine große Unklarheit über das richtige Sterben. Wer richtig stirbt, muss beim Sterben viel weniger leiden als sterbeunkundige Menschen. Wer richtig stirbt, kann nach seinem Tod in höhere Glücksbereiche (einen Lichtbereich) aufsteigen.

Sogyal Rinpoche wurde bereits im Alter von sieben Jahren mit dem Tod konfrontiert. Diese Erfahrung motivierte ihn sich gründlich mit dem Sterben zu beschäftigen und intensiv spirituell zu üben. Bei einer Pilgerfahrt starben zuerst der Mönch Samten und dann der Lama Tseten. Samten war ein einfacher Mönch. Er starb einen schmerzhaften Tod, aber mit großem Vertrauen in seinen Glauben. Lama Tseten war erleuchtet. Er ging meditierend und ohne Schmerzen durch den Tod. Mit dem Mantra Ah (Ja) gelangte er ins Nirvana (Licht, Gott).

In seinem Buch vom Sterben schlägt Sogyal Rinpoche drei Techniken vor: die Meditation, das Mantra (Ja, Om) und die Verbindung mit einem erleuchteten Meister (den Meister visualisieren und um Hilfe bitten). Grundsätzlich sollte man beim Sterben die Übung praktizieren, die einem am besten liegt. Die Hauptanweisung für den Tod lautet: „Sei frei von Anhaftung und Abneigung. Halte deinen Geist rein (ruhig, positiv). Vereine deinen Geist mit dem Licht (der Erleuchtungsenergie).“

Die meisten Menschen haben Angst vor dem Leid beim Sterben und nicht vor dem Tod. Ich glaube, dass man durch spirituelle Techniken sich sehr das Sterben erleichtern kann. Sariputta, ein Hauptschüler Buddhas, aktivierte vor dem Tod seine Kundalini-Energie und ging glückselig durch den Tod. Genauso machte es Buddha. Und bei meiner Mutter konnte ich die Kundalini-Energie durch das Amitabha Mantra erwecken. Wir sollten am besten vor dem Tod erleuchtet sein, damit der Sterbeprozess leicht wird.

Natürlich wissen wir nicht wirklich, was uns nach unserem Tod erwartet. Es hängt von unserem Bewusstsein ab. Sind wir vor dem Tod erleuchtet, kommen wir ins Nirwana. Sind wir nicht erleuchtet, gibt es viele Möglichkeiten. Und vor allem gibt es Techniken nach dem Tod ins Licht aufzusteigen. Das lehrte Buddha mit den vier Stufen der Versenkung (Sterben in der Löwenhaltung), der Amitabha-Buddhismus mit der Anrufung von Amitabha und der tibetische Buddhismus mit vielen Techniken.

Das Mantra beim Sterben

 Im Jahre 2001 sah ich mich im Traum als eine kleine Qualle, die von einer schwarzen Meeresspinne gefressen wurde. Die kleine Qualle konnte der Spinne nicht entkommen und rief in ihrer höchsten Not Gott um Hilfe an. Gott gab ihr das Mantra “Ja”. Die kleine Qualle dachte das Mantra und ging damit bejahend durch den Tod. Ich bemerkte, wie mein Bewusstsein erlosch. Mein Leben verschwand. 

Das war eine sehr unangenehme Erfahrung. Durch das Mantra “Ja” konnte ich aber positiv bleiben. Ich verspannte mich nicht innerlich und verlor dadurch nicht meine positive Energie. Als das Bewusstsein erloschen war, gab es geistig einen Umsprung. Plötzlich war ich wieder da. Alles war hell, friedlich und schön. Die Spinne gab es nicht mehr. Ich war ins Licht gelangt. Ich fühlte sich in dem Licht sehr wohl. Ich lebte in einem gehobenen Glückszustand. Dann wachte ich aus dem Traum auf. Mein Glücksgefühl war immer noch vorhanden. Ich blieb noch drei Tage in diesem Zustand des inneren Friedens, der Einheit und des Glücks.

In dem Traum habe ich gelernt, dass man mit einem Mantra gut durch den Tod gehen kann. Man kann damit gut die unruhigen geistigen Prozesse kontrollieren. Man kann mit einem Mantra ins Paradies (in eine höhere Lichtdimension) aufsteigen. Ich sehe diesen Traum als ein großes Geschenk meiner erleuchteten Meister an.

Sie wollen damit allen Menschen im Westen zeigen, wie man am besten durch den Tod geht. Das Wissen vom Sterbemantra ist im Westen kaum bekannt. Dabei ist es eine unermesslich große Gnade für alle sterbenden Menschen. Und jeder von uns muss einmal sterben. Es ist gut, dann ein Sterbemantra zu haben. Und dieses Mantra hilft einem auch durch schwere Zeiten im Leben durchzugehen. 

Daniel: „Als Altenpfleger und praktizierendem Yogi mir sind solche Sachen schon häufiger in der Sterbebegleitung passiert. Beschreiben lässt sich das gar nicht, aber wenn ich einem sterbendem Menschen die Hand halte bis nach dem letzten Atemzug, ihn immer wieder sanft streichle und ein Mantra rezitiere oder mit den Gedanken bei Gott bin, entsteht eine Verbindung, die sich nicht beschreiben lässt. Es geht eine Energie vom Sterbenden auf mich über, die mehr als glücklich ist. Ängste verschwinden und eigentlich wäre man traurig, aber genau das Gegenteil passiert.“

 Eine Glücks-Meditation beim Sterben

Sariputta war ein Hauptschüler Buddhas. Seine besondere Eigenschaft war die Weisheit. Er konnte schwierige Situationen genau erfassen, gute Pläne machen und selbst in fast aussichtslosen Lagen siegen. 

Sariputtas größte Tat war die Meisterung seines Todes. Als er erkannte, dass er bald sterben würde, setzte er sich als erstes mit seinem Meister in Verbindung. Er bat Buddha um Führung und Hilfe auf seinem Weg durch den Tod. 

Mit einer Tat des Karma-Yoga stärkte er als zweites sein inneres Glück. Er besuchte seine Mutter, führte sie zu ihrer ersten Erleuchtungserfahrung und brachte sie dadurch dauerhaft auf den spirituellen Weg. Er rettete spirituell seine Mutter und konnte zufrieden von der Welt Abschied nehmen. 

Dann legte er sich als drittes zum Sterben auf die Seite (Löwenhaltung, eine Hand unter den Kopf und die andere auf die Hüfte), aktivierte mit einer Visualisierung als Buddha seine Kundalini-Energie, brachte mit einer Meditation seine Gedanken zur Ruhe, durchlief die neun Stufen der Versenkung und übertrug sein Bewusstsein im Moment des Todes ins Nirwana (in die Kosmos-Dimension).  

Er kam dank seines spirituellen Geschicks gut durch den Tod und stieg ins Parinirwana auf. Man muss genau hinsehen. Dann fällt einem dank der Gnade der erleuchteten Meister (Buddhas, Shivas, Gottes) der richtige Weg ins Licht ein.

 Meditation auf den Herrn des Todes

 Die Vajrasattva-Meditation ist eine zentrale Kundalini-Praxis im tibetischen Buddhismus. Sie reinigt uns von  Energieblockaden und aktiviert unsere Windenergie (Lung, Kundalini). Vajrasattva ist der Meister der spirituellen Kraft und Energie, ähnlich wie der indische Gott Shiva, der Zauberer Merlin oder der jüdische Heilige Moses.

  1. Wir sehen vor uns ein Bild oder eine Statue des Bodhisattva Vajrasattva. In seiner rechten Hand hält er einen aufrechten Vajra-Stab vor dem Herzchakra (ein Symbol für den Kundalini-Kanal in der Mitte des Körpers, ein Energiestab ähnlich wie ein Zauberstab, die Kundalini-Schlange oder der Blitzstab des Gottes Indra). Mit der linken Hand bewegt er eine tibetische Gebetsglocke vor seinem Unterbauch. Damit aktiviert er die Kraft (Lung), die spirituelle Energie in sich selbst. Wir bewegen die Glocke kraftvoll vor uns hin und her. Wenn wir gleichzeitig den Kundalini-Stab (Vajra) vor unserem Herzchakra visualisieren, aktiviert das unsere innere Energie. Wir können auch die Glocke vor dem Herzen bewegen und den Vajra vor dem Unterbauch visualisieren. Oder beides links und rechs von unserem Körper. Spüre, was bei dir am besten wirkt. Dazu denken wir mehrmals das Mantra: „Om Vajrasattva Hum“. 
  2. Wir senden wir mit der rechten Hand aus unserem Herzchakra Licht zu allen unseren Freunden und zur ganzen Welt. Dabei denken wir mehrmals das Mantra: „Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“
  3. Mit der linken Hand senden wir  Licht zum Himmel über uns. Wir füllen um den ganzen Kosmos mit Licht und denken dabei mehrmals das Mantra Licht, bewegen die Glocke und werden schließlich eins mit dem Licht um uns herum. Wir spüren Licht, Liebe, Frieden und Glück in uns.
  4. Wir verbinden uns mit dem Leid in unserem Leben. Wir nehmen das Leiden unserer Freunde und aller Wesen auf. Wir schicken es durch unseren Hintern (Arschloch) und durch unsere Füße zum Herrn des Todes, der in der Erde unter uns wohnt (dem Todesgott Yama, Gott, der Erdemitte). Er nimmt alles Leid mit seinem Mund auf und verschlingt es. So werden wir und alle unsere Freunde vom Leid befreit. Alles Leiden, alle Krankheiten und alle Hindernisse auf unserem Weg lösen sich auf. Das bedeutet, dass wir alles Leid geistig an die Erde abgeben. Wir lassen es los. Wir erlangen inneren Frieden, Gleichmut und Gelassenheit. Dabei bewegen wir die Füße und denken das Mantra: „Ich gebe alles Leid an die Erde ab. Die Erde nimmt mein Leid auf.“
  5. Wir bewegen die großen Zehen an unseren Füßen und lassen einen Lichtstrahl zu Vajrasattva und zu allen Buddhas und Bodhisattvas fließen. Wir denken das Mantra „Om alle Buddhas und Bodhisattvas. Om innere Weisheit. Bitte helft mir auf meinem Weg.“ 
  6. Wir stoppen alle Gedanken, kommen zur Ruhe und meditieren einige Minuten. Wir entspannen uns. Wir lassen die Energien der Meditation in uns wirken.
  7. Wir gehen gelassen, optimistisch und energetisch gestärkt in unseren Tag.

Wikipedia: „Yama (in Indien auch: Yama-rāja dt. „König Yama“) verkörpert den hinduistischen Gott des Todes und den „Dharmaraja“, den Herrn des Dharma, der Rechtschaffenheit. Yama wird im japanischen als Enma bezeichnet. Für das Glaubensleben der Hindus spielt er kaum eine Rolle, die Mythologie dagegen kennt unzählige Geschichten, in denen er erscheint, um sein Opfer zu holen. Yama ist ursprünglich eine vedische Gottheit, die die Unterwelt regiert (und selbst noch nach Erleuchtung strebt). Leben und Tod sind in ihm vereint. Besuchern der Unterwelt teilt Yama mit, welchen der sechs Schicksalspfade er zu beschreiten hat, basierend auf seinem Karma, d. h. der Summe seiner guten und schlechten Taten.

Yama gilt als der erste Sterbliche, der in die himmlische Welt gelangte. Er weist den Menschen den Weg zu den Göttern. Die Ikonographie stellt ihn als reichgeschmückten König dar, meist von grüner Farbe, seltener schwarz, in rotem Gewand. Er trägt eine mächtige Keule sowie ein Seil mit sich, mit dem er seine Opfer einfängt und bindet, manchmal ein Schwert und einen Schild. In den Veden ist er der Gott der Toten und der Zeit (kala), sowie Gott und Herrscher der Unterwelt, bei dem die Geister der Verstorbenen wohnen. Im tibetisch-buddhistischen Mythos hat der Weisheits-Buddha Manjushri Yama unterworfen und ihn zu einem Beschützer des Dharma gemacht.“

Paradies Meditation

1. Körper = Wir konzentrieren uns auf unseren Körper und bringen dadurch unseren Geist zur Ruhe. Wir spüren in unsere Beine und Füße hinein. Wir lassen Licht um unsere Beine und Füße kreisen. Wir denken dabei das Wort „Licht“ als Mantra. Wir lassen Licht um unsere Arme und Hände kreisen. Wir denken „Licht“. Wir konzentrieren uns auf unseren Kopf, lassen Licht um unseren Kopf kreisen und denken das Mantra „Licht“. Wir hüllen unseren ganzen Körper mit Licht ein und denken „Licht.“ Dann entspannen wir uns. 

2. Energiewolke = Wir beginnen jetzt unseren Aufstieg in den Himmel. Zuerst gehen wir in die Astralwelt. Wir werden zu einer Seele. Wir visualisieren eine Wolke aus feinstofflicher Energie um unseren Körper herum. Wir sind diese Wolke. Wir konzentrieren uns auf die Wolke und nicht auf unseren Körper. Wir lassen unseren Körper los. Wir denken mehrmals das Mantra: „Ich bin eine Wolke. Ich bin eine Seele. Ich bin unabhängig von meinem Körper.“ Wir denken das Mantra so lange, bis wir uns als Wolke um unseren Körper herum fühlen.

3. Sterne = Wir visualisieren den ganzen Kosmos um uns herum voller Sterne. Unsere Seele kann überall hinreisen, wenn sie es will. Wir meditieren auf den Kosmos. Wir denken mehrmals das Mantra: „Sterne.“ Wir machen dabei große Kreise mit den Armen. Bis in uns das Gefühl des Einsseins mit dem Kosmos entsteht. Wir fühlen uns geborgen in der großen Ordnung des Kosmos.

4. Welt der positiven Seelen = Wir gelangen in die oberste Astralwelt, die hinter dem materiellen Kosmos liegt. Das ist die Welt der positiven Seelen. Wir werden in uns positiv. Wir überlegen uns die positiven Punkte in unserem Leben. Wir denken das Mantra: „Positiv in meinem Leben ist …“ Wir zählen so viele positive Dinge auf, bis unser Geist positiv wird.

5. Welt der glücklichen Seelen = Über der Welt der positiven Seelen liegt die Welt der glücklichen Seelen (Bodhisattvas). Wir sind jetzt im Paradies Amitabhas. Wir stellen uns vor, dass alle unsere Wünsche erfüllt werden. Welche Wünsche hast du? Werde dir aller deiner Wünsche bewusst. Erfülle sie dir oder lasse sie los. Definiere deinen Genugpunkt. Verlange nichts darüber hinaus. Gelange zur Zufriedenheit mit dir und deinem Leben: „Mein Weg der Zufriedenheit ist …“

6. Welt der Buddhas = Über der Welt der glücklichen Menschen liegt die Welt der Buddhas (Erleuchteten). Wir visualisieren uns als Buddha des Lichts oder Göttin der Liebe. Wir wünschen eine glückliche Welt. Wir bewegen segnend eine Hand und denken: „Ich sende Licht zu … (zähle mehrere Menschen auf und hülle sie in Licht und Liebe ein). Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“

7. Große Umwandlung = Wir bewegen weiter segnend unsere Hand. Wir füllen den ganzen Kosmos mit Liebe und Licht. Wir durchstrahlen auch alle Leidbereiche mit Licht. Wir senden allen leidenden Wesen Licht. Wir hüllen sie mit Licht ein und denken das Mantra: „Ich sende Licht zu …“ Wir denken an die Probleme in unserem Leben und senden allen Problemen Licht. Wir hüllen sie mit Licht ein und denken das Mantra: „Meine Probleme sind … Ich sende ihnen Licht.“ Wir hüllen unsere Probleme so lange mit Licht ein, bis wir sie annehmen und in unser Leben integrieren können. Wir werden zu einem Meister des Lebens, der in allen Lebenssituationen im Licht bleiben kann.

8. Siebter Himmel = Wir kommen in den siebten Himmel (höchstes Nirwana, formlos). Wir visualisieren um uns herum eine Sonne aus starker Energie von Liebe und Glück. Wir denken das Mantra: „Om Sonne, Licht, Liebe, Frieden, Glück.“ Wir laden unsere Seele vollständig mit Licht und Glück auf. Wir ruhen einige Zeit in der Energie aus Licht, Liebe und Glück.

9. Erleuchtete Meister = Wir verbinden uns mit Buddha Amitabha (Gott) und allen erleuchteten Meistern (Buddhas und Bodhisattvas). Wir reiben die Handflächen vor dem Herzchakra, visualisieren Buddha Amitabha (Gott) in der Sonne des siebten Himmels und denken: „Om Buddha des Lichts (Gott). Om innere Weisheit. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg.“ Wir fühlen uns mit Gott (Buddha Amitabha) und allen erleuchteten Meistern (Engeln, Heiligen) real verbunden. Wir spüren, wie mit dem Mantra die Energie unseres spirituellen Vorbildes in uns hinein fließt und uns erfüllt.

10. Zurückkommen = Wir bewegen die Füße. Wir strecken und räkeln uns. Wir sind wieder auf der Erde und in unserem Leben. Mit Optimismus voran. Gehe auf deine Weise deinen Weg der Wahrheit und Liebe.

Zitate

Der Tod lächelt uns alle an, das einzige was man machen kann ist zurücklächeln! (Marcus Aurelius)

Wenn du dich jemals in einer Notsituation auf Leben und Tod befunden hast, wirst du wissen, dass es da kein Problem gab. Der Verstand hatte keine Zeit, mit der Situation herumzuspielen und ein Problem daraus zu machen. In einer wirklichen Notlage hält der Verstand an – du wirst vollkommen gegenwärtig im Jetzt und eine unendlich viel größere Kraft übernimmt die Führung. Deshalb gibt es so viele Berichte von ganz normalen Leuten, die plötzlich unglaublich mutig handeln konnten. Eckhart Tolle

Wenn einer fünfundsiebzig Jahre alt ist, kann es nicht fehlen, daß er mitunter an den Tod denke. Mich läßt dieser Gedanke in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, daß unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur, es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit, es ist der Sonne ähnlich, die blos unsern irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet. Johann Wolfgang von Goethe

Wie du am Ende deines Lebens wünschest gelebt zu haben, so kannst du jetzt schon leben. Mark Aurel

Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist. Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiß, daß er das schlimmste aller Übel sei. Sokrates

Falls der Tod aber gleichsam ein Auswandern ist von hier an einen anderen Ort, und wenn es wahr ist, was man sagt, daß alle, die gestorben sind, sich dort befinden, welch ein größeres Glück gäbe es wohl als dieses?“ Sokrates

Wir werden alle sterben, jeder von uns, was für ein Zirkus! Das alleine sollte uns dazu bringen, uns zu lieben, aber das tut es nicht. Wir werden terrorisiert von Kleinigkeiten, zerfressen von gar nichts. Charles Bukowski

Die Frage ist nicht, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Die Frage ist, ob du vor dem Tod lebendig bist. Osho

Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Lebens. Franz von Assisi

Tot ist überhaupt nichts: Ich glitt lediglich über in den nächsten Raum. Annette von Droste-Hülshoff

Sei fest bereit zu sterben, denn Tod und Leben beides wird dadurch süßer. William Shakespeare

Sobald wir alle unsere Arbeiten auf dieser Erde erledigt haben, ist es uns erlaubt unseren Leib abzuwerfen, welcher unsere Seele, wie ein Kokon den Schmetterling, gefangen hält. Wenn die Zeit reif ist, können wir unseren Körper gehen lassen, und wir werden frei sein von Schmerzen, frei von Ängsten und Sorgen, frei wie ein wunderschöner Schmetterling, der heimkehrt zu Gott. Elisabeth Kübler-Ross

Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe. Das heißt: je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind, desto sinnvoller wird unser Leben. Hermann Hesse

Fröhlicher Tod

Es ist ein fröhlich Ding um aller Menschen Sterben: Es freuen sich darauf die gerne-reichen Erben; Die Priester freuen sich, das Opfer zu genießen; Die Würmer freuen sich an einem guten Bissen; Die Engel freuen sich, die Seelen heimzuführen; Der Teufel freut sich, im Fall sie ihm gebühren. Friedrich von Logau (1605 – 1655),

Gleich einer ziehenden Wolke durch nichts gebunden: Ich lasse einfach los, gebe mich in die Launen des Windes. Daigu Ryôkan (1758 – 1831), japanischer Bettelmönch und Dichter

Dankbarkeit

Was wäre ich ohne das Ziel des inneren Glücks?

Was wäre ich ohne Buddha?

Ich würde den Weg der Ruhe nicht kennen.

Ich könnte nicht im anhaftungslosen Sein leben

Was wäre ich ohne meine erleuchteten Meister,

ohne ihre Lehren und ihre Bücher?

Ich würde weiter verzweifelt durch das Leben irren,

immer auf der Suche nach dem Sinn und dem Glück.

Ohne das Wissen von der Erleuchtung wäre ich verloren.

Ich würde oberflächlich vor mich hin vegetieren.

Ich bin meinen Meistern sehr dankbar,

dass sie ihr Wissen aufgeschrieben haben

und ich es so finden und leben kann.

Literatur

1. Spontane Nachtod-Kontakte: Eine wissenschaftliche Untersuchung bestätigt die Realität von Nachtod-Kontakten (2021)

Die erste wissenschaftliche Studie, die glaubwürdig und nachprüfbar belegt, dass die Begegnung zwischen Erdenmenschen und Verstorbenen keine Einbildung ist! Evelyn Elsaesser gehört zu den weltweit angesehensten Forscherinnen auf dem Gebiet der Nahtod- und Nachtod-Erfahrungen. Sie war die Projektleiterin einer groß angelegten Studie zum Phänomen der Nachtod-Kontakte. Erstmals werden in diesem Band die beeindruckenden Ergebnisse dieser großen Feldstudie der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Wurde die wissenschaftliche Sterbeforschung einst in eine akademische Nische geschoben, so rückt seit einigen Jahren dieses Forschungsgebiet ins helle Licht der Öffentlichkeit. Immer deutlicher wird von wissenschaftlicher Seite unbestreitbar belegt: Es gibt mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit ein Leben nach dem Tod!

2. Beweise für ein Leben nach dem Tod: Die umfassende Dokumentation von Nahtoderfahrungen aus der ganzen Welt (2010)

Für den Krebsarzt Dr. Long waren Nahtoderfahrungen zunächst alles andere als unumstritten. Doch immer öfter kam er in Kontakt mit Menschen, die bewusstlos und am Rande des Todes standen und die später von Erlebnissen außerhalb ihres Körpers berichteten. Er überprüfte mögliche gehirnphysiologische oder chemische Erklärungen des Phänomens. Heute ist er überzeugt: Nahtoderfahrungen sind real. Seine Fallgeschichten von Menschen jeden Alters und aus allen Kulturkreisen sind nicht nur spannend und bewegend. Sie gewähren uns einen Einblick ins Jenseits und bestätigen, dass die Reise weitergeht.

3. Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben: Ein Schlüssel zum tieferen Verständnis von Leben und Tod (Fischer Ratgeber) von Sogyal Rinpoche (2004)

Aus der Buchbesprechung:

„Kaum ein Werk wie „Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“ hat unsere Auffassung vom Tod so stark beeinflusst. Auch die Krankenbetreuung und Sterbebegleitung im Westen ist dadurch revolutioniert worden. Unzählige Menschen haben die tibetische „Kunst zu sterben“ – vor allem aber auch „zu leben“ – lernen können. Denn beide sind nach tibetischer Auffassung nur die zwei Seiten einer Medaille.

Es gibt im Westen ein Bedürfnis, ein tieferes Verständnis vom Mysterium des Todes zu bekommen und auch ein Wissen, wie man sich am besten auf den Tod vorbereitet bzw. Angehörigen bei dieser Vorbereitung helfen kann. Dieses Bedürfnis wird in diesem Klassiker über den Tod umfassend nachgekommen. Die Schilderungen über die Natur unseres Bewusstseins, über die inneren Abläufe beim Sterbeprozess und über die Zustände nach dem Tod, aber auch die praktischen Ratschläge für eine Sterbebegleitung und das konkrete Praktizieren von Mitgefühl beim Sterbenden sind einprägsam und unverzichtbar für die Situationen, die alle einmal in der einen oder anderen Weise erleben.

Diese zeitgemäße Auslegung des „tibetischen Totenbuchs“, die gleichzeitig auch eine fundierte Einführung in den tibetischen Buddhismus ist, wird weiterhin maßgeblich sein. Sie wird verantwortet von RIGPA, einer internationalen Gemeinschaft, die sich dem Studium und der Praxis der Lehren Buddhas widmet.“

„Sogyal Rinpoches spiritueller Klassiker wird weithin als eine der vollständigsten und maßgeblichsten Präsentationen des tibetischen Buddhismus betrachtet, die je geschrieben wurden. Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben ist ein Leitfaden für Leben und Tod, eine Quelle der Inspiration aus dem Herzen der tibetischen Tradition. Es bietet eine klare und inspirierende Einleitung in die Praxis der Meditation, in die Natur des Geistes, zu Karma und Wiedergeburt, zu mitfühlender Liebe und Fürsorge für Sterbende, sowie zu den Herausforderungen und Früchten des spirituellen Pfades.

Das Buch hat eine Auflage von über 3 Millionen Exemplaren erreicht und ist in 34 Sprachen und 80 Ländern erschienen. Es wurde von verschiedensten Institutionen, Zentren und Gruppen im medizinischen und spirituellen Bereich aufgegriffen und wird von Krankenschwestern*pflegern, Ärzten*innen und von anderen, die im Gesundheitsbereich arbeiten genutzt.“

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