Meditation (Wikiversity)

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Der Buddha der Ruhe und der Liebe

Meditation ist ein Weg der Gedankenberuhigung, der Entspannung, der seelischen Heilung und der Erleuchtung. Wenn wir unsere Anhaftungen an die Außenwelt auflösen und unseren Geist zur Ruhe bringen, kann aus der Ruhe heraus Wohlgefühl, Positivität und Erleuchtung (inneres Glück) entstehen. Wir sind im Einklang mit uns und unserem Leben.

Inhalt

  • 1 Grundsätze der Meditation
  • 2 Meditation für Anfänger
  • 3 Die zehn besten Meditationen
  • 4 Diskussion über Mystik
  • 5 Wie man den Sinn des Lebens findet
  • 6 Jeder Mensch braucht ein geistiges Zentrum
  • 7 Meditation als Weg der Selbstbesinnung und Selbsterkenntnis
  • 8 Videos
  • 9 Siehe auch
  • 10 Weblinks

Grundsätze der Meditation

Inneres Glück entsteht in einem Menschen, wenn die Verspannungen im Körper und im Geist aufgelöst werden. Buddha hat dafür einen genial einfachen Weg entwickelt. Dieser Weg heißt: „Sitzen, Gehen und Gedankenarbeit.“ Wenn man beständig über einen langen Zeitraum im Wechsel Sitzen und Gehen praktiziert, werden die inneren Verspannungen optimal abgebaut.

Wenn man nur sitzt, wird der Geist schnell träge. Die regelmäßige Bewegung macht den Geist klar und hält den Körper gesund. Sie gibt dem Menschen innere Kraft. Sie befähigt den Menschen kraftvoll seinen spirituellen Weg zu gehen. Sie gibt ihm die Kraft als Sieger zu leben.

Wenn man nur geht, ist der Geist zu unruhig. Inneres Glück entsteht aus der inneren Ruhe. Wird der Körper ganz ruhig gehalten, kann man gut in tiefere Dimensionen der Meditation gelangen. Meditieren kann man im Sitzen oder im Liegen. Beides sind gute Meditationsstellungen. Manche Menschen können besser im Liegen und manche besser im Sitzen meditieren. Wer im Liegen leicht einschläft, sollte im Sitzen meditieren. Wer nicht lange mit geradem Rücken aufrecht sitzen kann, sollte vorwiegend im Liegen meditieren.

Neben dem Sitzen und Gehen spielt nach Buddha für die Auflösung der inneren Verspannungen die Gedankenarbeit eine große Rolle. Ein Yogi sollte Gedanken der Liebe, Weisheit und Selbstdisziplin entwickeln. Er muss im Laufe der Zeit seine Gedanken immer mehr zur Ruhe bringen. Bis er ganz in der Ruhe lebt. Dann denkt er, wenn er das Denken braucht.

Eine sehr wirksame Meditation ist die Zwei Stufen Kundalini-Meditation. Es ist die Basis-Meditation im indischen Yoga (Patanjali), tibetischen Buddhismus (Gottheiten-Meditation) und Christentum (Teresa von Avila). In der ersten Stufe reinigt man durch Visualisierungen, Mantras und Atemübungen seine Energiekanäle und aktiviert die Kundalini-Energie. Diese Techniken praktiziert man so lange, bis ein starker innerer Lösungsprozess entsteht, der von alleine weiter lebt.

Dann stoppt man radikal für einige Minuten alle Gedanken. Der Geist kommt ganz zur Ruhe. Anschließend verweilt man einfach nur in der Ruhe und lässt die Gedanken und Gefühle kommen und gehen, wie sie wollen. Das ist die Stufe des Verweilens in der Meditation (Vipassana, Zen, Mahamudra, Dzogchen, der Meditationsweg von Teresa von Avila). Alle stressbehafteten Gedanken und Gefühle kommen hoch. Würde man jetzt die Gedanken unterdrücken, würde kein tiefer Lösungsprozess entstehen. Diesen Punkt machen viele Yogis falsch und blockieren damit ihre Erleuchtung.

Leshan Buddha Statue View.JPG

Meditation für Anfänger

Am besten lernt man die Meditation in einer Gruppe (zum Beispiel in der Volkshochschule) oder durch ein Video . Wir werden jetzt gemeinsam eine einfache Meditation für Anfänger machen.
—> Videos: Meditation für Anfänger 3 Min (Kurzfassung), Meditation für Anfänger (vollst. Fassung, 7 Min.)
Setze dich entspannt hin. Die Hände liegen im Schoß oder auf den Knien. Der Rücken ist gerade. Der Bauch ist entspannt.
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1. Mantra = Konzentriere dich auf deinen Körper. Denke mehrmals (5-10 x) das Mantra „Om“ im Kopf, im Brustkorb, im Bauch, in den Händen, in den Beinen, in den Füßen, in der Erde und dann im ganzen Kosmos: „Om Shanti, Om Frieden …“ 
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2. Gedankenstopp = Stoppe eine Minute alle Gedanken. Wenn Gedanken kommen, schiebe sie immer wieder weg. Merke wie du langsam innerlich ruhiger wirst.
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3. Verweile = Entspanne dich und verweile eine Minute in der Meditation. Die Gedanken dürfen kommen und gehen wie sie wollen.
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4. Entspannung = Entspanne dich. Spüre den Frieden und die Entspannung in deinem Körper.
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5.  Bewegen = Bewege deine Füße und Hände. Strecke und räkel dich. Du bist wieder da. Mit Optimismus voran.
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Die zehn besten Meditationen

Shiva als Meditationsvorbild

1. Muskelentspannung
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Die Muskelentspannung nach Jacobsen (Wikipedia) ist die bekannteste und am meisten praktizierte Meditationstechnik im Westen. Sie ist einfach zu erlernen und wirkt bei den meisten Menschen sehr gut.

1.1. Muskelanspannung = Wir spannen die Muskeln der Beine und Füße an. Wir stoppen dabei alle Gedanken. Wir können die Luft anhalten oder normal weiter atmen. Dann entspannen wir bewusst die Muskeln der Beine und Füße.

Genauso machen wir es mit den Armen und Händen, dem Kopf (Gesicht) und dem ganzen Körper. Anspannen – kurz halten/Gedanken stoppen – entspannen.

1.2. Zählen = Wir konzentrieren uns auf unseren Kopf, atmen in den Kopf hinein und zählen im Kopf mehrmals die Zahlen von 1 bis 20. Das Gleiche machen wir mit dem Brustkorb, dem Bauch und den Beinen. Zum Schluss visualisieren wir einen großen Ball unter den Fußsohlen und zählen die Zahlen 1 bis 20 im Ball. Danach gehen wir ohne Pause zum Lichtkreisen über.

1.3. Lichtkreisen = Wir stellen uns am Himmel eine schöne Sonne vor. Die Sonne strahlt Licht und Wärme auf uns herab. Wir spüren das Licht und die Wärme auf unserer Haut. Es ist, als ob wir im Urlaub entspannt in der Sonne liegen. Wir genießen die Sonne. Dann nehmen wir einen goldenen Sonnenstrahl und hüllen uns damit vollständig ein. Wir lassen das Licht um unseren Körper kreisen und denken dabei das Mantra „Licht“. Danach lassen wir das Licht in uns hineinfließen, kreisen in unserem Körper mit dem Licht und denken das Mantra „Licht“. Wir füllen den ganzen Körper mit Licht.

1.4. Licht weitergeben = Wir senden das Licht zu einem anderen Menschen, hüllen ihn mit Licht ein und denken das Mantra „Licht“. Wem möchtest du heute Licht senden? Stelle dir vor, dass das Licht wirklich bei deinem Mitmenschen ankommt. Sende dann der ganzen Welt Licht, hülle sie mit Licht ein und denke: „Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“

1.5. Gedankenstopp = Wir stoppen eine Minute alle Gedanken. Dann verweilen wir etwas in der Meditation. Die Gedanken dürfen jetzt kommen, wenn sie es möchten. Wir spüren in den Körper hinein und genießen die Ruhe und das Wohlgefühl. Wenn wir genug meditiert haben, kommen wir wieder zurück. Wir bewegen die Füße und die Hände. Wir strecken und räkeln uns. Wir setzen uns auf und sind wieder da.

2. Autogenes Training
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Das Autogene Training (Wikipedia)  ist die zweite große westliche Meditationstechnik. Es besteht im Zentrum aus der Schwere- und Wärmeübung. Durch Selbstsuggestion versetzen wir uns in einen Zustand der tiefen Entspannung. Wenn wir das Autogene Training jeden Tag zuhause eine Viertelstunde üben, lernt unser Geist den Entspannungsreflex, und wir können uns überall schnell entspannen.

2.1. Körper bewegen = Wir lockern nacheinander den Kopf, die Schultern, die Arme und die Beine. Wir bewegen sie sanft auf unsere Art. Dann entspannen wir uns.

2.2. Schwereübung = Wir konzentrieren uns auf unsere Beine und Füße. Wir stellen uns vor, dass unsere Beine und Füße ganz schwer werden. Wir denken mehrmals den Satz: „Meine Beine und Füße sind ganz schwer.“ Genauso lassen wir nacheinander die anderen Körperteile schwer werden: „Meine Arme und Hände sind ganz schwer. Mein Kopf ist ganz schwer. Mein ganzer Körper ist ganz schwer.“

2.3. Entspannung = Danach entspannen wir uns. Wir denken mehrmals: „Mein Körper ist ganz entspannt. Mein Geist ist voller Ruhe und Frieden.“

2.4. Wärmeübung = Wir visualisieren eine schöne Sonne in unserem Bauch. Das Licht fließt mit dem Atem in unser Becken, die Beine, den Brustkorb, den Hals und den Kopf. Das Licht fließt in die Arme und Hände. Unser ganzer Körper ist voll Licht und Wärme. Wir denken mehrmals den Satz: „Mein Körper ist voller Licht und Wärme.“

2.5. Raumübung = Die Sonne im Bauch strahlt ihr Licht durch unseren Körper hindurch in den ganzen Raum. Sie füllt den ganzen Kosmos mit Licht. Wir hüllen uns und alle anderen Wesen mit Licht ein. Wir denken das Mantra: „Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“

2.6. Atemübung = Wir konzentrieren uns auf unseren Atem. Es atmet uns. Alle Gedanken kommen zur Ruhe. Wir werden immer ruhiger. Wir verweilen einige Zeit in der Ruhe.

2.. Zurückkommen = Wir bewegen die Hände und Füße. Wir strecken und räkeln uns. Wir reiben die Hände und Füße. Wir setzen uns auf. Wir sind wieder ganz da.

3. Phantasiereise

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Die Krafttier-Meditation macht uns bewusst, dass wir Helfer auf unserem Weg haben. Sie macht uns zu Siegern auf unserem Lebensweg. (Wikipedia Phantasiereise)

3.1. Entspannung = Wir bewegen sanft die Arme, die Beine und den Kopf. Dann entspannen wir im Liegen. Unsere Gedanken kommen langsam zur Ruhe.

3.2. Lebensweg = Wir kommen ganz bei uns an. Wir betrachten unser Leben. Wir sehen unsere Lebensziele und unseren Lebensweg. Was sind deine wichtigsten Lebensziele? Wie sieht dein Lebensweg aus? Durch welche Landschaft führt dein Lebensweg? Scheint die Sonne? Regnet es oft? Ist die Landschaft eben, bergig, eine Wüste oder voller Blumen? Ist dein Weg steinig, leicht zu gehen, gewunden oder gerade?

3.3. Krafttier = Wir gehen unseren Lebensweg. Am Horizont leuchtet unser Ziel. Schaffe dir eine bildliche Vision von deinem Zielzustand. Vor unserem Ziel sehen wir den Weg, den wir gehen müssen, um an unser Ziel zu gelangen. Auf dem Weg treffen wir unser Krafttier. Es verkörpert die Eigenschaften, die wir brauchen, um unser Ziel zu erreichen. Welches Krafttier begleitet dich auf deinem Lebensweg? Was sagt es zu dir? Denke seine Worte mehrmals als Mantra.

3.4. Gedankenstopp = Wir stoppen eine Minute alle Gedanken, bis sie ganz zur Ruhe gekommen sind.

3.5. Entspannung = Wir bewegen die Füße und die Hände. Wir drehen die Wirbelsäule hin und her. Wir entspannen uns. Wir verbinden uns noch einmal mit unserem Krafttier und gehen dann optimistisch unseren Lebensweg.

4. Atem-Meditation
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Durch die Atem-Meditation können wir spirituelle Energie aufnehmen und unseren Körper mit Licht füllen. Unser Geist wird friedlich und positiv.

4.1. Ausatmen = Wir konzentrieren uns auf das Ausatmen. Wir atmen tief ein und aus. Wir atmen alle unsere Sorgen aus. Wir geben alle unsere Sorgen an den Kosmos (Gott, das Leben) ab. Benenne alle deine Sorgen: „Mein Kummer, meine Sorgen, meine Probleme sind … „. Zähle alle deine Sorgen auf. Atme alle deine Sorgen aus. Gib sie an die Erde ab: „Ich lasse meine Sorgen los. Ich nehme die Dinge so an, wie sie sind.“

4.2. Einatmen = Wir konzentrieren uns auf das Einatmen. Wir visualisieren eine Sonne am Himmel und atmen Licht ein. Wir füllen mit jedem Atemzug unseren Körper mehr mit Licht. Wir verbinden uns dem Positiven: „Positiv in meinem Leben ist …“. Wir zählen alle positiven Dinge in unserem Leben auf.

4.3. Besinnung = Wir besinnen uns auf den tieferen Sinn des Lebens? Was ist wichtig in deinem Leben? Was ist dein Weg der Wahrheit, Weisheit und Richtigkeit? Was ist dein  Weg der umfassenden Liebe? Was willst du für das Glück der deiner Mitmenschen und der Welt tun? Denke das Mantra: „Mein Weg der Weisheit ist …“.

4.4. “So Ham“ = Wir denken „So“ beim Einatmen und „Ham“ beim Ausatmen. Wir konzentrieren uns auf das Atem-Mantra und laden uns so mit Atemenergie auf. Unser Geist wird ruhig und positiv. So ist die Sonne (das Licht) und Ham der Körper. So Ham kann man auch übersetzen mit : „Ich bin ich. Ich bin richtig, so wie ich bin. Ich bin auf dem richtigen Weg. Ich (Ham) bin eins mit mir/mit meinem Leben/mit Gott/der Sonne (So).“

4.5. Atem beobachten = Wir beobachten zwei Minuten einfach nur unseren Atem. Wir atmen ganz normal ein und aus. Wir können den Atem im Bauch, im Brustkorb oder in der Nase beobachten. Wir konzentrieren uns auf unseren Atem und stoppen dadurch alle Gedanken.

4.6. Entspannung = Wir entspannen uns einige Minuten. Dann kehren wir unseren Alltag zurück.

4.7. Lebensfreude = Der tiefere Sinn des Lebens ist es, glücklich zu sein. Glücklich werden wir durch das tägliche Üben der Eigenschaften innerer Frieden, umfassende Liebe, Weisheit, Selbstdisziplin und Lebensfreude. Du bist gut. Du bist in deinem Leben angekommen. Alles ist gut so wie es ist. Was ist heute dein Weg der Lebensfreude: „Mein Weg eines positiven Lebens ist …“.  Fühle, wie Glück in dir entsteht. Genieße dein Leben und deinen Tag. Vorwärts mit Optimismus.

5. Schüttelmeditation

Video: Schüttelmeditation (Entspannung am Computer, 10 Min.)

Die Schüttelmeditation ist ein guter Weg, um schnell Stress abzubauen und sich mit positiver Energie aufzuladen. Eine Frau hatte in ihrem Beruf viel Stress. Im Laufe der Jahre zerstörte der Stress ihre Gesundheit, raubte ihr die innere Kraft und machte ihren Geist negativ. Ich riet ihr, jeden Tag nach der Arbeit zwanzig Minuten die Schüttelmeditation zu machen. Bereits nach einigen Wochen ging es ihr gesundheitlich wieder besser, und ihre innere Kraft nahm zu.

Wir schalten eine schöne Musik ein, stellen uns aufrecht hin und bewegen uns dynamisch in den Knien auf und ab. Wir können auch tanzen oder auf der Stelle gehen. Das Schütteln ist eine schnelle Bewegung aus den Knien heraus. Die Knie schütteln den Körper. Die Bewegung in den Knien ist klein und schnell. Wir können die Schüttelmeditation aber völlig frei so gestalten, wie wir sie am liebsten machen.

5.1. Wut = Wir schütteln alle Wut und allen Stress des Alltags aus uns heraus. Wir denken das Mantra “Wut”. Wir wandeln allen Stress, der in uns ist, in Bewegung um und befreien uns so davon.

5.2. Trauer = Wir lösen unsere aufgestaute Trauer. Wir denken den Satz: “Ich bin traurig, weil …”. Wir bewegen alle Trauer aus uns heraus. Was macht dich heute traurig? Denke den Grund mehrmals als Mantra.

5.3. Schultern = Wir kreisen mit den Schultern. Wir bewegen die Schultern so, wie es uns gut tut. Wir lösen die Verspannungen in den Schultern und im Nacken.

5.4. Wirbelsäulendrehen = Wir drehen uns beim Schütteln sanft so weit es geht in der Wirbelsäule hin und her. Wir lösen die Verspannungen in der Wirbelsäule. Der Kopf dreht sich dabei ebenfalls zu den Seiten.

5.5. Massage = Wir bestrahlen uns mit den Händen von allen Seiten beim Schütteln mit einer Heilfarbe. Wir hüllen uns in eine Wolke aus Heilenergie ein. Welche Heilfarbe tut dir heute gut? Denke den Namen als Mantra: ” Gelb, Orange, Violett …”. Massiere dann die Heilfarbe vom Kopf bis zu den Füßen in den Körper ein. Denke weiter den Namen der Farbe als Mantra.

5.6. Erdung = Wir reiben die Heilfarbe kreisförmig erst mit dem rechten und dann mit dem linken Fuß auf den Fußboden. Wir malen einen Heilkreis um uns herum. Beim Malen spüren wir mit den Füßen die Erde. Wir denken den Namen unserer Farbe weiter als Mantra.

5.7. Positiver Satz = Wir schütteln uns weiter aus den Knien heraus und bewegen eine Hand in Herzhöhe segnend hin und her. Wir senden einem Menschen einen positiven Satz. Was wollen wir dem Menschen heute sagen? Wir wiederholen den Satz mehrmals als Mantra. Wir stellen uns vor, dass der Satz real bei dem Menschen ankommt. Wir senden allen Menschen Licht und hüllen die ganze Welt geistig mit Licht ein. Dabei denken wir das Mantra “Licht” und visualisieren den ganzen Kosmos.

5.8. Freies Schütteln = Bewege dich einige Minuten so, wie du Lust hast. Spüre, was du jetzt noch brauchst. Was möchtest du jetzt gerne tun?

6. Heil-Meditation
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Video Heil-Meditation

6.1. Sonne = Wir sitzen entspannt oder legen uns hin. Wir visualisieren über uns eine schöne Sonne, heben beide Hände seitlich in Kopfhöhe an und denken mehrmals das Mantra „Sonne“. Wir lassen das Licht der Sonne auf uns herab fließen und massieren es in den Körper ein.

6.2. Erdkugel = Wir visualisieren unter uns die Erdkugel, reiben mit den Händen (oder Füßen) die Erde und denken: „Ich sende Licht zur ganzen Erde. Mögen alle Wesen auf der Welt glücklich sein.“
6.3. Heilmassage = Wir überlegen, welcher Körperteil von uns im Moment der Heilung bedarf. Wir lassen Licht in ihn hineinfließen, massieren ihn kreisend und denken längere Zeit das Wort „Licht“ als Mantra. Durch die Lichtmassage lösen wir die Verspannungen in dem jeweiligen Körperbereich und ermöglichen ihm dadurch die Selbstheilung. Wir können das Licht in einer Farbe visualisieren, bei der wir das Gefühl haben, dass sie uns heilt. Wir denken den Namen der Farbe als Mantra. Wir können nacheinander auch in mehrere Körperteile Licht einmassieren.
6.4. Kosmos = Wir visualisieren um uns herum den Kosmos voller Sterne, machen große Kreise mit den Armen und denken: „Om Kosmos. Ich nehme das Leid in meinem Leben an. Ich gehe konsequent den Weg der Gesundheit und der Heilung.“
6.5. Buddha der Heilung = Wir visualisieren vor oder über uns den Buddha der Heilung. Wir reiben die Hände vor dem Herzchakra und denken: „Om Buddha der Heilung. Om innere Weisheit. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg.“
6.6. Heilfrage = Wir konzentrieren uns auf den heilungsbedürftigen Körperbereich oder auf ein persönliches Problem. Wir denken darüber nach, was der Weg unserer Heilung ist. Was sagt unsere innere Weisheit, was wir zu tun haben? Welche hilfreichen Gedanken fallen uns ein? Wir denken so lange nach, bis wir mit der Problemlösung zufrieden sind. Wenn wir keine Antwort hören, sind wir entweder blockiert (wir wollen die wahren Ursachen des Problems nicht sehen) oder wir können nur schlecht Kontakt mit unserer inneren Stimme aufnehmen (wir spüren uns selbst nur schlecht). Der beste Weg ist es dann, langsam ins Nachdenken zu kommen.
6.7. Mitmenschen = Wir bewegen eine Hand segnend in Höhe des Herzchakras und denken: „Ich sende Licht zu (Name). Mögen alle Menschen, die das gleiche Problem wie ich haben, geheilt werden.“ Wir hüllen sie geistig mit Licht ein und lassen Licht in sie hineinfließen. Wir fühlen uns real mit ihnen verbunden. 8. Entspannung = Eine Minute Gedankenstopp. Entspannung.

7. Fernseh-Meditation
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Fünfzehn Minuten Fernsehen und unser Geist ist von weltlichen Gedanken infiziert. Ein spiritueller Mensch sieht entweder kein fern oder er reinigt sich nach jedem Fernsehen gründlich mit seinen spirituellen Übungen. Nur so bleibt man stabil auf dem Weg des inneren Glücks.

7.1. Erdkugel = Wir visualisieren unter uns die Erdkugel, reiben kreisend mit den Füßen/Händen die Erde und denken: „Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“

7.2. Fernsehen = Wir bewegen segnend eine Hand und senden den Menschen im Fernsehen Licht: „Ich sende Licht zu .. Ich wünsche ihm/ihr Weisheit, Liebe und Glück. Mögen alle Menschen im Fernsehen Buddhas/Engel werden. Möge es eine Welt des Friedens und der Liebe geben.“

Welcher Mensch im Fernsehen hat dich heute besonders negativ oder positiv berührt? Reinige die energetische Verbindung, indem du ihn als Buddha oder Engel visualisierst. Gib ihm einen positiven Satz. Denke ihn so lange als Mantra, bis du alle Anhaftung oder Ablehnung überwunden hast.

Alles was du äußerlich siehst, bleibt als geistige Spur in deiner Seele. Erzeuge Harmonie in deinem Geist, indem du allen negativen Wesen Licht sendest und dich auf das Ziel einer glücklichen Welt konzentrierst. Damit eine glückliche Welt entstehen kann, müssen alle Menschen zu einem positiven Miteinander finden. Der erste Schritt dahin ist der Aufbau einer positiven Welt in deinem Geist.

7.3. Positives Vorbild = Wir visualisieren uns als Buddha, Göttin oder Engel und denken: „Ich bin ein Buddha (Engel, Göttin). Ich gehe den Weg des Positiven.“ Wir reiben unsere Hände vor dem Herzchakra.

7.4. Meister = Wir reiben die Hände über dem Kopf und bitten alle erleuchteten Meister um Führung und Hilfe. Wir verbinden uns geistig mit ihrer Energie: „Om innere Weisheit. Om alle erleuchteten  Meister. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg.“

7.5. Mantra “Om“ = Wir legen die Hände im Schoß zusammen, kreisen mit den Daumen, bewegen die Füße und denken mehrmals das Mantra “Om“ im Bauch. Wir stoppen eine Minute alle Gedanken. Wir entspannen uns.

8. Kundalini-Meditation
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Die Kundalini ist die Erleuchtungsenergie. Sie wird symbolisiert durch eine zusammengerollte Schlange. Wenn der Yogi die für ihn richtigen Übungen praktiziert, richtet sie sich in seinem Körper auf. Dann ist der Yogi voll innerer Kraft. Sein Geist wird positiv. Der Yogi lebt im Licht. Er verwirklicht das Sat-Chid-Ananda, das Leben im anhaftungslosen Sein, im kosmischen Bewusstsein (in Gott) und im inneren Glück (Ananda).

Wenn ein Yogi sich jeden Tag mit den erleuchteten Meistern verbindet, geschieht alles im richtigen Moment auf die richtige Weise. Wenn die Kundalini-Energie zu wenig aktiviert wird, wird Yoga auf die Dauer langweilig. Wenn sie zu stark erweckt wird, entstehen im Körper und im Geist  zu starke Reinigungsprozesse. Der Yogi denkt negativ, ist unruhig und fühlt sich schlecht. Diese Reinigungszustände dauern aber meistens nur eine kurze Zeit an. Man sollte dann viel trinken, sich ausruhen, spazierengehen und ein gutes Buch lesen.

Grundsätzlich sollten wir unsere Yogaübungen so regulieren, dass die Kundalini-Energie weder zu stark noch zu schwach entwickelt wird. Wir können sie zulassen oder stoppen. Jeder normale Mensch kann sie mit der Kraft seines Willens beherrschen. Wenn sie im Beckenboden aufsteigt, denken wir einfach nur „Stopp“ und lassen sie in die Ausgangslage zurück fließen. Wir warten dann eine Zeitlang in einer ruhigen Meditation ab. Alle zu stark aktivierten Energieprozesse kommen dann zur Ruhe.

Psychisch kranke Menschen sollten keinen Kundalini-Yoga praktizieren. Bei Problemen sollten wir einen spirituellen Therapeuten aufsuchen oder einen Yogalehrer fragen. Die folgende Kundalini-Meditation ist für Anfänger auf dem spirituellen Weg gedacht. Sie reinigt sanft alle wichtigen Energiebereiche (Chakren und Energiekanäle) im Körper.

8.1. Liebe, Kraft, Klarheit = Als Erstes aktivieren wir nacheinander die drei wichtigsten Chakren im Körper. Wir können Licht in ihnen kreisen lassen, einen positiven Satz (Mantra) denken oder uns einfach nur auf die Energiepunkte konzentrieren. Das Herzchakra erwacht durch einen Satz der Liebe. Das Unterbauchchakra erweckt man durch einen Satz der Kraft. Und das Stirnchakra wird durch einen Satz der Klarheit geöffnet. Was sind heute deine Sätze der Liebe, der Kraft und der Klarheit? Spüre nacheinander in die drei Chakren hinein und finde deine hilfreichen Sätze.

8.2. Kosmos = Wir machen große Kreise mit den Armen, visualisieren um uns den Kosmos voller Sterne und denken: „Ich bin ein Teil des Kosmos. Ich fließe klug mit dem Leben. Ich nehme alles so an, wie es ist.“

8.3. Fußsohlen = Wir konzentrieren uns auf die Fußsohlen, bewegen etwas die Füße und denken das Mantra „Ruhe“. Wir konzentrieren uns auf den Beckenboden (Wurzelchakra) und denken: „Frieden“. Wir konzentrieren uns auf das Scheitelchakra und denken: „Einheit“.

8.4. Der mittlere Energiekanal = Wir visualisieren eine Straße aus Licht, die vom Wurzelchakra bis zum Scheitelchakra hochsteigt, sehen sie als weißen Faden und denken mehrmals das Mantra: „Lichtstraße“, bis wir die Kundalini-Energie in uns deutlich sehen oder spüren. Wir lassen weißes Licht um unseren mittleren Energiekanal (die Lichtstraße) kreisen, bewegen die Zehen und denken dabei das Mantra „Licht“.

8.5. Göttin = Wir visualisieren uns als Göttin (Buddha, Engel) und denken: „Ich bin eine goldene Göttin. Ich lebe in der Ruhe, im Licht und im Glück.“

8.6. Licht senden = Wir bewegen segnend eine Hand in Höhe des Herzchakras und senden allen Wesen Licht: „Ich sende Licht zu … Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“ Wir hüllen die ganze Welt in Licht ein.

8.7. Gedankenstopp = Wir stoppen eine Minute alle Gedanken und vertiefen dadurch die Kundalini-Energie. Wir verweilen so lange im Glück, bis alle Energieprozesse (Wärme, Kälte, Fließen, Muskelzucken) von alleine zur Ruhe gekommen sind.

8.8. Zurückkommen = Wir bewegen die Hände und die Füße. Wir strecken und räkeln wir uns. Wir setzen uns auf. Wir gehen wieder in unser Leben zurück.

9. Angst-Meditation

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Video Angst-Meditation

9.1. Wovor hast du Angst? Beschreibe genau deine Angst.

9.2. Wo sitzt die Angst in deinem Körper? Lege eine Hand auf diesen Körperbereich und reibe ihn kreisend. Visualisiere in dem Körperbereich eine Spirale aus Licht. Lass das Licht dort kreisen und denke dabei das Mantra Licht. Lass das Licht auch im ganzen Körper und im Kosmos kreisen.

9.3. Gibt es einen Gegner? Lass das Licht in seinen Ohren kreisen und denke das Mantra Licht. Kreise danach in den Augen, im Mund, in den Füßen, den Händen, dem ganzen Körper, um den Körper herum und im Kosmos.

9.4. Konzentriere dich auf die Angst und denke das Mantra: „Ich nehme die Dinge so an, wie sie sind. Ich ruhe im inneren Glück. Ich fließe positiv mit dem Leben.“

9.5. Denke über dein Problem nach. Was ist die Ursache des Problems? Was ist die Lösung des Problems? Was kannst du tun? Triff eine klare Entscheidung und gehe konsequent deinen Weg der Weisheit. Erreiche deine Ziele.

9.6. Spüre in deine Angst und denke eine Minute oder länger das Mantra „Ja.“ Bis die Angst überwunden ist.

9.7. Spanne und entspanne nacheinander die Muskeln in den Beinen, Armen, Kopf und ganzen Körper.

9.8. Bewege segnend eine Hand vor dem Herzchakra und sende allen Wesen Licht. Denke dabei: „Ich sende Licht zu (Name). Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“

9.9. Reibe die Handflächen vor dem Herzchakra und denke: „Om alle erleuchteten Meister. Om innere Weisheit. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg.“

9.10. Stoppe alle Gedanken. Meditiere einige Minuten zur Musik. Bleib in einer entspannten Meditation und lass alle Gedanken und Gefühle kommen. Lass deine Angstgedanken zu. Beobachte sie. Meditiere so lange bis du in dir zur Ruhe kommst. Geh optimistisch deinen Weg.

10. Urlaubssonne
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Video Urlaubssonne

Wir legen oder setzen uns bequem hin. Decke dich beim Liegen zu, damit dir nicht kalt wird. Du kannst eine schöne Meditationsmusik anschalten.

10.1. Entspannung = Wir spannen die Muskeln der Beine und der Füße an. Wir halten die Anspannung, stoppen alle Gedanken und atmen in die Beine hinein. Dann entspannen wir uns kurz. Wir spannen die Muskeln der Arme und Hände an. Wir atmen in die Arme und Hände hinein. Wir entspannen uns. Wir spannen die Muskeln des Kopfes und des Gesichtes an. Wir atmen in das Gesicht hinein. Wir entspannen uns. Wir spannen die Muskeln des ganzen Körpers an. Wir atmen in den ganzen Körper hinein. Wir entspannen uns.

10.2. Zahlen 1 bis 20 = Wir zählen mehrmals im Kopf die Zahlen von 1 bis 20, konzentrieren uns auf den Kopf und atmen in den Kopf hinein. Unser Geist kommt zur Ruhe. Wir konzentrieren uns auf den Brustkorb, atmen in den Brustkorb hinein und zählen im Brustkorb die Zahlen von 1 bis 20. Wir atmen in den Bauch und zählen dort die Zahlen von 1 bis 20. Wir konzentrieren uns auf die Beine und Füße und zählen dort die Zahlen von 1 bis 20. Wir visualisieren unter den Fußsohlen einen großen Ball vor und zählen die Zahlen von 1 bis 20 im Ball.

10.3. Sonne am Himmel = Wir stellen uns am Himmel eine schöne Sonne vor. Sie sendet ihre Strahlen auf uns herab. Wir spüren ihr Licht und ihre Wärme auf unserer Haut. Es ist, als ob wir im Urlaub in der Sonne liegen. Wir genießen das Sonnenlicht.

10.4. In Licht einhüllen = Wir hüllen unseren ganzen Körper mit Licht ein. Wir nehmen einen goldenen Sonnenstrahl und lassen das Sonnenlicht überall um uns herum kreisen. Dabei denken wir das Mantra „Licht“. Wir lassen das Sonnenlicht in uns hineinfließen und füllen uns ganz mit Licht. Wir denken das Mantra „Licht“.

10.5. Gedankenstopp = Wir stoppen eine Minute alle Gedanken und bewegen dabei sanft die Füße. Wir konzentrieren uns auf unsere Füße und bewegen sie immer weiter, bis unser Geist ganz zur Ruhe kommt.

10.6. Entspannung = Wir liegen einige Minuten einfach nur da und entspannen uns. Gedanken und Gefühle können kommen und gehen, wie sie wollen.

10.7. Zurückkommen = Wir kommen langsam zurück. Wir bewegen die Füße und die Hände. Wir strecken und räkeln uns. Wir setzen uns auf und sind wieder da.

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Diskussion über Mystik

(2011 im Forum Jesus.de/Jesus Mystik)

Mystiker: Es gibt nur eine Religion, die Religion der Liebe. Alle Religionen sind Wege dort hin. Wenn wir alle uns von Gott finden lassen, Gefäße und Kanäle seiner Liebe werden, wird es das Paradies auf der Erde und im Himmel geben. (…)

Kahlan: Was ich sehr interessant fand, dass du eine Tagesstruktur hast, ein System…..denn das war und ist ja auch im monastischen Leben so, dass es eine Struktur, eine Ordnung gibt….und dass genau dies für viele Klosterurlauber/besucher ein Anziehungspunkt ist und sie darin zur Ruhe kommen können.

Mystiker: Genauso ist es. Man kommt durch eine spirituelle Tagesstruktur in sich zur Ruhe. Aber in den meisten Klöstern besteht die Gefahr, dass man zu viel arbeitet, zu viele Rituale macht oder zu viele Kontakte zu seinen Mitmenschen hat. Dann verbraucht man seine Energie in äußeren Dingen. Sie kann sich nicht nach innen wenden. Wenn man extrem in der Ruhe und im Nichtstun lebt, wendet sich die Lebensenergie ab einem bestimmten Punkt nach innen. Dann beginnt sie die inneren Verspannungen aufzulösen, den Menschen innerlich zu heilen und ins Licht wachsen zu lassen. Dieser Punkt ist schwer zu finden und schwer zu halten. Es gelingt kaum mit anderen Menschen. Erst fühlt sich die Stille unerträglich langweilig an, dann beginnt es in einem zu brodeln, und dann ist der Eremit plötzlich in Gott und im Glück. (…)

Ralf: Ich würde nie und nimmer mein Glaubensgebäude aufgeben und gegen ein unpersönliches tauschen. Wohl kenne ich Meditationsformen, in welchen man nicht beten und nichts sprechen und sich nach einer gedachten/gesprochenen Einleitung nur ganz der Liebe Gottes ergeben soll. Aber selbst da ist für mich das Näheerlebnis wieder personell. Für mich ist es kein Ziel mein Ich abzulegen.

Mystiker: Gott kannst du auf einer tiefen Ebene nur erfahren, wenn du jedes Glaubensgebäude übersteigst und dein Ich-Bewusstsein (Ego) loslässt. Aber wer zu früh sein Ego aufgibt, kann auf dem spirituellen Weg scheitern. Deshalb gibt es den Zweistufen-Weg. Zuerst übt man mit einem Glaubensgebäude und vorwiegend konkrete Meditationen (mit positiven Bildern und Sätzen). Dann lässt man alles los und verweilt einfach in der Stille. Mit der Gnade Gottes gelangt man dann durch die Stille ins Licht. Teresa von Avila hat sich zuerst auf den Begriff „Gott“ konzentriert und das Vaterunser gebetet. Dann erwachte die Glücksenergie in ihr, ihre Gedanken kamen zur Ruhe und sie trat in die Erfahrung Gottes ein. Jeder Mensch sollte spüren, ob für ihn konkrete oder abstrakte Meditationen hilfreich sind. Oder beides in einer persönlichen Kombination. Anfänger meditieren normalerweise mit konkreten Vorstellungen und Fortgeschrittene verweilen in der Ruhe und im Glück. (…)

Mystiker (Yogi Nils) vor seinem Hausalter mit Vorbildern aus vielen Religionen

Wie man den Sinn des Lebens findet

Der Sinn des Lebens ist eine Grundfrage der Philosophie. Im Laufe der Jahrtausende haben die Menschen viele Antworten gefunden. Die Religion sieht den Sinn des Lebens in Gott, in der Erleuchtung (Heiligkeit) und im Aufstieg ins Paradies nach dem Tod. Das westliche Fernsehen orientiert auf Werte wie Konsum, Karriere, Liebe und äußeren Reichtum. Viele Menschen glauben an die Liebe, scheitern aber an der Realität. Gibt es einen Weg des dauerhaften Glücks, des inneren Friedens und der umfassenden Liebe? Betrachte das Leben, sammel Wissen und finde deinen Weg. Was ist deine Antwort auf die Sinnfrage?

1. Geh in die Stille. Ich spreche von der tiefen Stille, ganz tief in Dir. Dort findest Du das ICH BIN, und das ist verantwortlich für Deinen Lebenssinn. Wenn Du die Anbindung an diese innere Stille verlierst, verlierst Du Deinen Lebenssinn und jagst nur unsinnigen Dingen hinterher, um diese Lücke auszufüllen. Aus der inneren Ruhe entsteht Positivität. Dann kannst du plötzlich deinen Weg des positiven Lebens erkennen.

2. Am besten ist es in sich selbst glücklich zu sein und aus der Verankerung im eigenen inneren Glück (in sich selbst, im Ich Bin) heraus für eine glückliche Welt zu arbeiten. Die höchste Erfüllung im Leben bringt der Doppelweg aus Liebe zu Gott (spirituelles Üben, Erleuchtung, inneres Glück) und Liebe zu allen Mitwesen (Gutes tun, als „Weltretter“ leben). Das ist die Essenz des Christentums, des Buddhismus, des Yoga und der Glücksphilosophie (Epikur). Finde deinen persönlichen Weg. Betrachte genau deine Fähigkeiten, deine Lebenssituation und die Welt um dich herum. Dann weißt du, was du zu tun hast.

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3. Lenke deinen Blick auf das Positive. Denke positiv. Erkenne die Chancen und Möglichkeiten in deinem Leben. Und nutze sie. Was sind deine Fähigkeiten? Welche Chancen hat dir das Leben gegeben? Ein sinnvolles Leben entsteht aus positiven Gedanken und Zielen. Man erfährt sein Leben als sinnvoll, wenn man eine positive Aufgabe in seinem Leben hat.

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4. Lebe nach einem klugen Plan. Die Zeit des Lebens ist begrenzt. Nutze sie optimal. Definiere deine Ziele. Finde den Weg, auf dem du sie verwirklichen kannst. Was sind deine Ziele? Was ist dein Siegerweg? Was ist dein Weg eines erfüllten Lebens?

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5. Das Leben sollte auch etwas Spaß bringen. Bringe so viele Elemente der Freude in dein Leben, dass du deinen Weg positiv gehen kannst. Suche dir etwas, was du dich begeistert. „Meine Tat der Freude ist …“ Lebe so, dass du am Ende zufrieden mit dir und deinem Leben bist. Lebe in der großen Zufriedenheit. Finde jeden Tag neu deinen Weg der Zufriedenheit. „Mein Weg der Zufriedenheit ist …“

Wie man den Sinn des Lebens findet

Jeder Mensch braucht ein geistiges Zentrum

Der wichtigste Punkt im Leben ist das geistige Zentrum. Das geistige Zentrum besteht aus der persönlichen Lebensphilosophie. Ein geistiges Zentrum sollte die fünf Grundsätze Liebe, Frieden, Wahrheit, Kraft und Freude enthalten. Wenn wir mit Weisheit nach diesen fünf Grundsätzen leben, wachsen wir ins Glück, in die Erleuchtung, in ein Leben im Licht.

Grundsätzlich besteht der Weg des inneren Glücks aus Gesundheitsübungen und aus Gedankenarbeit. Gesundheitsübungen sind Sport (Gehen, Joggen, Radfahren – notfalls auf dem Heimtrainer), Yoga und Meditation. Dazu kommen noch eine gesunde Ernährung und die Vermeidung von Schadstoffen. Gedankenarbeit bedeutet negative Gedanken zu vermeiden und positive Gedanken zu fördern. Negative Gedanken führen zu inneren Verspannungen, zur Zerstörung der Gesundheit und zu schlechten sozialen Beziehungen. Sie sind meistens mit Gefühlen wie Angst, Wut und Sucht verbunden. Positive Gedanken bewirken positive Gefühle und ein konstruktives äußeres Verhalten. Positive Gedanken erhalten wir durch Nachdenken, Selbstbesinnung, positive Vorsätze und das Lesen in positiven Büchern. Wichtig ist die beständige innere Achtsamkeit auf die Gedanken, die Gefühle und die positiven Lebensgrundsätze (Liebe, Frieden, Wahrheit, Kraft, Glück).

Wichtig ist es bei jeder geistigen Lehre, dass wir immer gut in Kontakt mit uns selbst, unserer inneren Wahrheit und unserer Liebe sind. Eine geistige Lehre gibt uns eine Orientierung. Für die richtige Anwendung in unserer konkreten Situation sind wir selbst zuständig. Was tut uns gut? Was bringt uns auf dem Weg des Glücks voran? Was dient dem Aufbau einer glücklichen Welt?

Der einfachste Weg einer geistigen Glückspraxis ist das tägliche Lesen in einem spirituellen Buch. Wir brauchen nicht viel zu lesen. Eine Seite, ein kleiner Text, eine Meditation am Tag reicht aus, um uns dauerhaft auf dem Weg des Glücks zu halten. Für viele Menschen ist das tägliche Ziehen einer Orakelkarte (Buddha OrakelYoga Orakel) hilfreich, um immer wieder eine positive Lebenssicht zu erhalten. Dazu brauchen wir jeden Tag nur eine Minute. Diese Zeit hat jeder. Wenn wir unser Orakel weise praktizieren, stärkt es uns auf dem Lebensweg.

Überlege dir deine tägliche Glückspraxis. Was ist dein spiritueller Hauptweg (Yoga, Buddhismus, Christentum, Philosophie)? Welches Vorbild inspiriert dich und gibt dir Kraft für ein positives Leben? Welche Übungen und Meditationen willst du regelmäßig praktizieren?

Meditation als Weg der Selbstbesinnung und Selbsterkenntnis

Die Göttin unserer inneren Weisheit

In der Meditation haben wir Zugriff auf unser Unterbewusstsein. Wir können es durch meditative Fragen erforschen und herausfinden, wer wir wirklich sind und was wir wirklich wollen. Zuerst bringen wir uns in eine meditative Stimmung und dann stellen wir unserem Unterbewusstsein (unserer inneren Stimme der Weisheit) eine Frage. Die Antwort taucht dann von alleine in uns auf. (Wikipedia Phantasiereise)

1. Wir atmen tief in den Bauch. Alle Gedanken kommen langsam zur Ruhe. Wir spüren Frieden in uns. Wir entspannen uns. Vor unserem geistigen Auge taucht eine schöne Insel auf. Sie ist von einem großen Meer umgeben. Das Wasser plätschert sanft am Strand. In der Mitte der Insel erhebt sich ein großer Berg. Seine Hänge sind mit würzig riechenden Sträuchern bewachsen. Oben auf dem Berg steht ein Tempel. Es ist der Tempel deiner inneren Weisheit.

2. Du gehst den Weg vom Strand hinauf zum Tempel. Wie sieht dein Tempel aus? Du trittst durch die Tür ein. Im Tempel ist es halbdunkel und sehr ruhig. In der Mitte sitzt auf einem Thron eine weise Frau oder ein weiser Mann. Es ist die Verkörperung deiner eigenen inneren Weisheit. Wen siehst du in deinem Tempel? Einen Meister, eine Göttin, eine weise Frau, dich selbst? Die höchste Weisheit steht über allen Formen. Sie kann sich durch alle Formen ausdrücken.

3. Du kannst jetzt deinem Weisheitswesen eine Frage stellen. Denke über dein Leben nach. Welche Erfahrungen hast du in deinem Leben gemacht? Wie ist deine momentane Situation? Was sind deine Ziele? Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Was ist dein Lebensplan? Was ist dein Weg eines weisen Lebens? Besinne dich auf deine Lebensziele, deine Aufgabe und deinen Weg.

4. Stelle deine Frage. Meditiere über die Frage, bis du deinen Weg ganz klar siehst. Horche innerlich auf die Antwort. Finde deinen Siegerweg. Was sagt dir deine innere Weisheit? Was antwortet dir dein Weisheitswesen? Lass die Antwort in dir wirken. Formuliere einen positiven Satz. Denke die Antwort mehrmals als Mantra.

5. Stoppe eine Minute alle Gedanken. Verweile danach einige Minuten in der Meditation. Gedanken und Gefühle dürfen jetzt kommen wie sie wollen. Vielleicht möchtest du noch etwas nachdenken? Vielleicht fallen dir einige gute Gedanken ein? Kehre aus der Meditation zurück, wenn dafür die richtige Zeit ist. Geh auf deine Art konsequent deinen Weg der Wahrheit und Weisheit. Geh optimistisch in deine Zukunft.

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  1. Gottesbeweis – mystiker2 linked to this post.

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